10.08.2026 | 05:00
Deutsche KI-Profiteure technotrans und Deutz - warum der Hype in Gefahr ist und welche Rolle die Milliardärs-Aktie Power Metallic Mines dabei spielen könnte
Rechenzentren sind ein riesiger Boom – in den USA und anderswo auf der Welt. Doch Abwärme und unvorhergesehene Netzausfälle müssen gemanagt werden. Hier kommen immer öfter spezialisierte Anlagentechniker aus Deutschland ins Spiel und liefern ausgeklügelte Kühlsysteme und Notstrom-Aggregate selbst in die USA. Für Deutschland ist das eine sehr gute Nachricht. Doch es gibt ein großes „Aber“: Zulieferer der KI-Industrie sind auf Rohstoffe angewiesen. Ohne große Mengen an Kupfer, Nickel und Platingruppenmetallen stockt der Ausbau von KI und Versorgungsnetzen. Wir stellen deutsche KI-Hoffnungsträger sowie einen potenziellen kanadischen Rohstoff-Lieferanten vor, der zudem mit Nachhaltigkeit punkten kann.
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
Nico Popp
ISIN:
POWER METALLIC MINES INC. | CA73929R1055 | TSXV: PNPN , OTCBB: PNPNF , TECHNOTRANS SE NA O.N. | DE000A0XYGA7 , DEUTZ AG O.N. | DE0006305006
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Nico Popp
In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys
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Flüssigkeitskühlung als Standard: technotrans erweitert die Produktion
Im westfälischen Sassenberg nehmen die Spezialisten von technotrans längst Kurs auf die KI-Zukunft. Die immer weiter steigende Rechenleistung moderner Hochleistungschips treibt herkömmliche Luftkühlungen ans Limit. Flüssige Kühlmedien transportieren die entstehende Hitze rund 25-mal effizienter ab als Luft – ein Vorteil, den technotrans voll ausspielt. Mit der Fertigung spezialisierter Systeme wie Coolant Distribution Units und Remote Pumping Units steuert das Unternehmen Druck und Temperaturen in Server-Racks. Schon im ersten Halbjahr 2026 übertraf der Auftragseingang in der Sparte Datacenter-Kühlung das komplette Volumen des gesamten Jahres 2025. Im Juli 2026 kletterte das akkumulierte Auftragsvolumen in diesem Bereich auf einen zweistelligen Millionenbetrag. Das Management reagierte schnell und baute am Hauptsitz eine vierte Fertigungslinie für Kühlverteiler auf. Zusätzlich bereitet man einen Neubau mit über 13.000 m² Fläche vor. So will technotrans die Margen deutlich steigern und weiter erfolgreich sein.
Strom muss fließen: Auch Deutz investiert in die Energiesparte
Der Kölner Motorenbauer Deutz treibt die schrittweise Abkehr vom zyklischen Geschäft mit Bau- und Landmaschinen mehr und mehr voran. Die neu geschaffene Sparte Energy setzt auf Notstrom- und Hybridlösungen für kritische IT-Infrastruktur. Einen entscheidenden Schritt vollzogen die Kölner im Februar dieses Jahres mit der Übernahme des Systemintegrators Frerk Aggregatebau. Das niedersächsische Unternehmen generiert ungefähr 50 % seines Jahresumsatzes von etwa 100 Mio. EUR im Rechenzentrumssektor und stellt schlüsselfertige Notstromanlagen inklusive automatischer Schaltung her. Innerhalb der neu aufgebauten Energie-Sparte peilt Deutz bis Ende des Jahrzehnts einen Umsatz von rund 500 Mio. EUR an. Der gesamte Konzernumsatz soll – in erster Linie auch getrieben durch das Rüstungs-Geschäft – bis 2030 auf 4 Mrd. EUR anwachsen. Um den strengen ESG-Vorgaben der Rechenzentrums-Betreiber gerecht zu werden, qualifiziert das Unternehmen seine Aggregate für den Betrieb mit synthetischen Kraftstoffen wie HVO und integriert Wasserstoffmotoren, die im Betrieb nahezu CO2-frei arbeiten. Die Kombination aus eigenen Motoren, der Systemintegration durch Frerk und einem weltweiten Servicenetzwerk sichert Deutz margenstarke Komplettlösungen. Deutz ist also gut positioniert, selbst wenn die Konjunktur einmal stärker stottert.
Polymetalle aus Québec: Power Metallic Mines meldet herausragende Bohrergebnisse
Am Anfang der Wertschöpfungskette will das kanadische Explorationsunternehmen Power Metallic Mines genau die Rohstoffe fördern, die für das KI- und Elektrik-Zeitalter essenziell sind und ist mit seinen Plänen bereits so weit fortgeschritten, dass es eine ganze Reihe renommierter Investoren zu seinen Aktionären zählen kann. Das aussichtsreiche Polymetall-Projekt NISK umfasst rund 330 km² entlang des Nisk-Lion-Tiger-Korridors in Québec. Im Mittelpunkt der Arbeiten steht die Erzzone Lion, deren Geologie außergewöhnliche Metallgehalte bietet. Bohrungen zeigten starke Abschnitte von 36,42 m mit 2,83 % Kupferäquivalent, inklusive einer Strecke über 6,00 m mit sogar 12,38 % Kupferäquivalent. Ein anderer Bohrkern punktete mit 10,30 m mit 4,04 % Kupferäquivalent, während historische Abschnitte bereits 32 m mit 7 % aufwiesen. Das Labor SGS Canada bestätigte zudem hervorragende Rückgewinnungsraten mit konventionellen Flotationsverfahren. Beispiele sind 98,9 % für Kupfer, 96,8 % für Platin, 93,9 % für Palladium, 88,9 % für Silber und 85,0 % für Gold. Diese Ergebnisse belegen, dass die Rohstoffe des NISK-Projekts ohne komplizierte Trennung mittels teurer Spezialverfahren verarbeitet werden können. Das senkt Kosten und macht das gewonnene Konzentrat für Schmelzhütten attraktiv.

Power Metallic Mines: Illustre Investoren und Nachhaltigkeit
Die Kapitaldecke des aufstrebenden Rohstoffunternehmens unterscheidet sich deutlich vom Branchenstandard. Unter Führung von CEO Terry Lynch sicherte sich Power Metallic Mines bereits im Februar 2025 eine umfangreiche Finanzierung über 50 Mio. CAD. Das Kapital stammte von hochkarätigen Rohstoffinvestoren wie Robert Friedland, Rob McEwen und Gina Rinehart. Zudem trat damals der frühere kanadische Bundesminister Seamus O'Regan dem Board of Directors bei. Mitte 2026 folgte eine weitere Kapitalmaßnahme über 28,2 Mio. CAD, bei der auch Investorenlegende Eric Sprott mit seiner Holding bei Power Metallic Mines einstieg. Das Unternehmen setzt aktuell ein auf zwei Jahre angelegtes Bohrprogramm mit 100.000 m Gesamtlänge um. Standortseitig punktet die Liegenschaft mit klaren ESG-Vorzügen: Die direkte Nachbarschaft zum Hydro-Québec-Umspannwerk Albanel bietet saubere Energie. Doch damit nicht genug: Das Management von Power Metallic strebt an, NISK zur ersten kohlenstoffneutralen Nickel- und Polymetall-Mine der Welt zu machen. Bereits die laufende Exploration wurde über Emissionszertifikate vollständig kompensiert. Das dürfte auch potenziellen Abnehmern gefallen, die Wert auf saubere Lieferketten legen. Weiterhin profitiert der Standort von Power Metallics Flaggschiff-Projekt von der ganzjährig befahrbaren Route-Nord und einer Kooperation mit der indigenen Cree Nation of Nemaska.
Power Metallic Mines: Analysten sehen Nachholbedarf
Die Aktie von Power Metallic Mines stößt bei Analysten auf positive Resonanz: Das Analysehaus GBC sieht das Kursziel für die Aktie bei 3,00 CAD. Auch andere Analysten bewerteten die Aktie in der Vergangenheit auf diesem Niveau. Experten heben hervor, dass die aktuelle Marktkapitalisierung von rund 300 Mio. CAD das Ausmaß der flach lagernden Zonen nicht widerspiegeln würde, während tief liegende Vergleichsprojekte am Markt deutlich höher bewertet würden. Als potenzielle Kurstreiber könnten die Veröffentlichung der ersten Ressourcenschätzung nach Standard NI 43-101 für die Lion-Zone sowie die vorläufige Wirtschaftlichkeitsstudie dienen. Power Metallic Mines verfügt über zahlreiche Zukunftsmetalle und bringt alles mit, um in Zukunft erfolgreich zu sein – auch die illustre Riege der bereits investierten Bergbau-Milliardäre spricht dafür. Anleger sollten sich die Aktie näher ansehen.
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