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22.09.2026 | 04:00

Panzer, Schiffe und Munition: Wie Rheinmetall, Renk, thyssenkrupp, TKMS und Power Metallic Mines Ihr Depot kugelsicher machen

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Bildquelle: Pixabay

Geopolitische Umbrüche wirbeln die globalen Märkte kräftig durcheinander und zwingen Anleger zum Umdenken. Es wird klar: Die europäische Verteidigungsindustrie steuert auf eine gigantische Welle der Marktbereinigung zu. Bei den bisherigen Highflyern der Rüstungsbranche macht sich nach dem ersten Hype jedoch Ernüchterung breit, da die internen Hausaufgaben zur Integration noch lange nicht erledigt sind und operative Potenziale überschätzt wurden. Völlig losgelöst von diesem Trend agiert die maritime Sparte aus Essen, die sich dank eines milliardenschweren Regierungsdeals einen Logenplatz sichern konnte. Ein gigantischer Flottenauftrag bringt eine völlig neue Dynamik in den Sektor. Natürlich rücken in diesem Szenario auch die strategischen Rohstoffe ins Rampenlicht, da ohne sie kein einziger Panzer rollt und kein Schiff vom Stapel läuft. In diesem Segment trennt sich aktuell die Spreu vom Weizen, denn handfeste Fakten und nachgewiesene Vorkommen schlagen utopische Zukunftsträume um Längen. Wer aus diesem Spannungsfeld Profit schlagen und sein Depot krisenfest aufstellen will, muss seine Risiken jetzt extrem klug über den Globus verteilen.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: POWER METALLIC MINES INC. | CA73929R1055 | TSXV: PNPN , OTCBB: PNPNF , THYSSENKRUPP AG O.N. | DE0007500001 , TKMS AG & CO KGAA | DE000TKMS001 , RHEINMETALL AG | DE0007030009 , RENK AG O.N. | DE000RENK730

Inhaltsverzeichnis:


    Rheinmetall und Renk – Da haben sich wohl viele verkalkuliert

    Wer nach den Kursfeuerwerken der letzten Jahre dachte, dass bei Rheinmetall und Renk die Gewinne wie von selbst in den Himmel wachsen, reibt sich nun verwundert die Augen. Statt Champagnerkorken knallen in den Chefetagen vor allem die Taschenrechner, denn der Übergang vom vollen Auftragsbuch zur realen Massenproduktion erweist sich als verdammt zähe Angelegenheit. Viele Investoren haben schlichtweg unterschätzt, dass man eine hocheffiziente Panzer-Schmiede nicht über Nacht wie eine App skalieren kann. Lieferengpässe bei Elektronikkomponenten und der akute Mangel an Fachkräften wirken wie eine dauerhaft angezogene Handbremse für die hochgesteckten Renditeträume. Zudem fordert die dringend notwendige Konsolidierung der beiden Konzerne weit mehr Management-Energie, als es die Hochglanzprospekte der Analysten je vermuten ließen. Statt schneller Kursverdopplung steht nun erst einmal mühsame Detailarbeit auf dem Programm, um die gewaltigen Apparate überhaupt profitabel aufeinander abzustimmen. Wer hier auf das schnelle Geld spekuliert hat, lernt die alte Börsenweisheit, dass auch die heißeste Rüstungsaktie am Ende den Gesetzen der Schwerkraft gehorcht. Für geduldige Anleger bietet diese Phase der Ernüchterung aber eine hervorragende Gelegenheit, die eigenen Erwartungen auf ein realistisches Fundament zu stellen. Immerhin gibt es Rheinmetall und Renk mit gut 50 % Abschlag zu den Hochs bei über 2.000 EUR bzw. 90 EUR. Und noch eine gute Nachricht: Analysten auf der Plattform LSEG Refinitiv taxieren die KGVs 2028e zwischen Faktor 13 und 15. Da macht Börse wieder Spaß!

    TKMS – Die thyssenkrupp-Abspaltung gewinnt einen gigantischen Flottenauftrag

    Es geht auch anders! In den Kieler Werften von TKMS knallen die Sektkorken aktuell im Akkord. Die oft kritisierte thyssenkrupp-Abspaltung hat sich über Nacht zum absoluten Liebling der Analysten gemausert und einen beispiellosen Milliarden-Deal für die heimische Flotte an Land gezogen. Dieser gigantische Staatsauftrag spült nicht nur massig Liquidität in die Kassen, sondern fegt auch die letzten Zweifel an der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens elegant vom Deck. Plötzlich ist der einstige Sorgenkinder-Konzern der unangefochtene Taktgeber einer neuen, maritimen Sonderkonjunktur.

    Andere Rüstungsschmieden basteln noch mühsam an ihrer internen Konsolidierung, doch TKMS schaltet direkt in den Turbomodus und schafft vollendete Tatsachen auf den Weltmeeren. Der historische Großauftrag läuft über 10 bis 15 Jahre und umfasst in der ersten Stufe 6,3 Mrd. EUR für den Bau von vier MEKO-A-200-Fregatten inklusive einer Option auf vier weitere Schiffe. Zudem sicherte sich das Unternehmen im Rahmen des größten Rüstungsdeals der kanadischen Geschichte den Zuschlag als bevorzugter Lieferant für den Bau von bis zu 12 U-Booten im Gesamtwert von mehreren Dutzend Milliarden EUR. Die Auftragsbücher sind damit auf Jahre hinaus prall gefüllt, was dem Management eine hohe Planungssicherheit beschert. Für die Mutter thyssenkrupp erweist sich der Befreiungsschlag als genialer Schachzug, der Kritikern eindrucksvoll den Wind aus den Segeln nimmt. Anleger mit einem Auge fürs Detail müssen ihre Seekarten nun schleunigst neu zeichnen.

    Power Metallic Mines – Die Ressource ist da, jetzt beginnt die nächste Runde

    Kupfer bleibt einer der Engpassrohstoffe der Elektrifizierung, wie auch die jüngste Studie der Internationalen Energieagentur (IEA) unterstreicht. Fast 10 Jahre vorausblickend könnte trotz einer verbesserten Projektpipeline bis 2035 noch immer eine Versorgungslücke von rund 25 % bestehen. Angespornt durch solche Fundamentaldaten, treibt Power Metallic Mines das NISK-Projekt in Québec weiter voran. Denn aus der früheren Explorationstory ist inzwischen ein deutlich konkreteres Ressourcenprojekt geworden. Der entscheidende Schritt erfolgte am 8. September mit der ersten Ressourcenschätzung für die Lion-Zone, die 4,145 Mio. Tonnen angezeigte Ressource mit starken 3,86 % Kupferäquivalent sowie weitere 0,601 Mio. Tonnen abgeleitete Ressource mit 4,01 % CuEq ausweist.

    Bemerkenswert ist die Qualität der Ressource: Mehr als 85 % der Lion-Tonnage entfallen bereits auf die höher eingestufte Kategorie „Indicated“, während die Mineralisierung an der Oberfläche beginnt und bis über 600 Meter vertikale Tiefe modelliert werden konnte. Damit bekommt die bisherige Bohrstory erstmals ein belastbares geologisches Gerüst, das die Bewertungslogik verändern kann. Hinzu kommt eine bemerkenswerte Metallparade, denn Lion enthält neben Kupfer auch Palladium, Platin, Gold, Silber und Nickel und bringt damit rund 406 Mio. Pfund Kupferäquivalent in die Ressourcenschätzung ein. Auch metallurgisch liefert das Projekt herausragende Daten: Locked-Cycle-Tests erzielten Kupferausbeuten von mehr als 98 % und Konzentrate mit über 25 % Kupfer, wobei auch die Begleitmetalle hohe Gewinnungsraten zeigten. Der Clou liegt jedoch unterhalb der bisher definierten Ressource, denn die aktuelle Schätzung endet dort, wo die Bohrungen zum Stichtag 19. April 2026 endeten, während fünf Bohrgeräte inzwischen gezielt die Fortsetzung des Erzkörpers in der Tiefe untersuchen.

    CEO Terry Lynch verfolgt eine klare geologische Hypothese: Lion könnte den kupfer- und edelmetallreichen Ausläufer eines größeren magmatischen Sulfidsystems darstellen, während die bislang nicht gefundene nickelreichere Quelle tiefer im System liegen könnte. Diese These ist noch mit Exploration zu füttern und keineswegs wirtschaftlich sicher, eröffnet aber einen zusätzlichen Hebel, denn das Unternehmen sucht nicht mehr nur nach einer Erweiterung der bekannten Ressource, sondern nach dem möglichen Ursprungssystem. NISK Main zeigt schon mal, wo der Hammer hängt: Mit einer aktualisierten Schätzung von 2,703 Mio. Tonnen Indicated und weiteren 2,016 Mio. Tonnen Inferred wird perspektivisch klar, dass hier eine zusätzliche Erzquelle in die Projektplanung einfließen könnte.

    IIF-Moderatorin Lyndsay Malchuk interviewte CEO Terry Lynch über die nächsten Schritte, den Stand der PEA-Vorbereitungen und den Ausblick auf 2027. Hier geht´s zum Video…

    https://youtu.be/FxN8s8xFC2o

    Für die nächste Entwicklungsstufe ist deshalb die geplante PEA im ersten Halbjahr 2027 besonders wichtig, da erstmals Open-Pit- und anschließende Untertagebauszenarien für Lion sowie eine mögliche Einbindung von NISK Main wirtschaftlich durchgerechnet werden sollen. Immerhin punktet der Standort Québec mit vorhandener Straßen- und Energieinfrastruktur, während Kupfer, Nickel, Kobalt sowie Platin und Palladium auf den kritischen Rohstofflisten mehrerer westlicher Jurisdiktionen stehen und damit auch die politische Dimension des Projekts erhöhen. Die Investmentstory hat sich damit innerhalb weniger Monate deutlich verändert: Aus hochgradigen Bohrkernen ist eine NI-43-101-konforme Ressource geworden, aus der Ressource soll nun eine wirtschaftliche Projektstudie entstehen und darunter wartet weiteres Explorationspotenzial. Power Metallic steht somit nicht mehr am Anfang der Geschichte, sondern an einem spannenden Übergangspunkt, an dem Ressource, Metallurgie, Tiefenpotenzial und PEA erstmals zu einem belastbaren Gesamtbild zusammenfinden. Die Aktie zeigt seit einigen Tagen wieder großes Anlegerinteresse, jetzt stehen die alten Hochs im Raum.

    Mit einem Plus von über 30 % führt TKMS die Vergleichsliste eindrucksvoll an. Nach einer Finanzierung und weiteren Bohrergebnissen ist Power Metallic Mines zumindest in positivem Terrain zu Hause. Ganz anders Renk und Rheinmetall – hier läuft die Konsolidierung ungebremst weiter! Quelle: LSEG Refinitiv vom 19.09.2026

    Der Rüstungsmarkt steuert auf eine umfassende Bereinigung zu, lediglich TKMS bleibt außen vor. Ein massiver Regierungsauftrag sorgt hier aktuell für enorme Dynamik. Hingegen besteht bei Branchengrößen wie Rheinmetall und Renk weiterhin deutlicher Integrationsbedarf. Im Bereich der strategischen Metalle gewinnen substanzielle Vorkommen und verlässliche Expansionspläne klar das Rennen gegen visionäre Ankündigungen. Eine solide Basis für nachhaltiges Wertwachstum liefert dabei Power Metallic Mines mit seinem aktuellen Vorhaben. Für ein krisenfestes Depot bleibt die gezielte Streuung über unterschiedliche Sektoren, Industrien und geografische Räume der entscheidende Faktor.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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