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03.11.2025 | 06:00

Die Profit-Formel: So verdienen Sie mit Plug Power, dynaCERT und Daimler Truck am Wasserstoff-Boom

  • Plug Power
  • dynaCERT
  • Daimler Truck
  • grüner Wasserstoff
  • Elektrolyseure
  • Brennstoffzellen
  • CO2-Zertifikate
  • Dekarbonisierung
  • Elekromobilität
Bildquelle: pixabay.com

Die Weichen für das nächste Investitionsjahrhundert sind gestellt. Ein technologischer Dreiklang aus grünem Wasserstoff, intelligentem Emissionsmanagement und elektrifizierter Schwerlastlogistik formiert sich zum Megatrend. Politische Rahmenbedingungen und milliardenschwere Fördertöpfe beschleunigen diesen Wandel und erzeugen ein beispielloses Wachstumsumfeld. Wer jetzt die richtigen Pioniere identifiziert, profitiert von der fundamentalen Neupositionierung gesamter Schlüsselindustrien. Drei Unternehmen, die diese Chance konkret verkörpern, sind Plug Power, dynaCERT und Daimler Truck.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: PLUG POWER INC. DL-_01 | US72919P2020 , DYNACERT INC. | CA26780A1084 , Daimler Truck Holding AG | DE000DTR0013

Inhaltsverzeichnis:


    Plug Power - zwischen operativem Aufschwung und finanziellen Baustellen

    Die letzten Wochen brachten für Plug Power bedeutende operative Fortschritte. Ein Highlight im Oktober war die Unterzeichnung eines Liefervertrags mit Allied Biofuels FE LLC für bis zu 2 Gigawatt (GW) an Elektrolyseuren, eines der größten Abkommen des Jahres 2025. Zusammen mit einem 3-GW-Projekt in Australien summiert sich die gebuchte Kapazität mit Allied-Partnern damit auf 5 GW. Zudem begann die Auslieferung der ersten 10-Megawatt-Einheiten an die Galp-Sines-Raffinerie in Portugal, Plug Powers bislang größtes internationales Elektrolyseur-Projekt. Diese Aktivitäten untermauern die wachsende globale Nachfrage nach den GenEco-Systemen des Unternehmens.

    Trotz dieser positiven Marktentwicklungen bleiben die finanziellen Herausforderungen erheblich. Im Oktober schloss Plug Power eine Warrant-Umwandlung ab, die dem Unternehmen frische Mittel in Höhe von rund 370 Mio. USD zuführte. Diese Kapitalmaßnahme ist angesichts der fortbestehenden Verluste von zentraler Bedeutung. Allerdings sorgt eine weitere Ankündigung vom 1. Oktober für Verunsicherung. Das US-Energieministerium strich landesweit Projekte im Volumen von fast 8 Mrd. USD, wobei Plug Power mehrfach auf den Listen gestrichener Vorhaben auftaucht. Die endgültigen Auswirkungen dieser möglichen Förderkürzungen sind noch unklar.

    Für Investoren stellt sich die Gemengelage aus operativen Erfolgen und finanziellen Risiken als zwiespältig dar. Die Rekordproduktion im Werk in Georgia, neue Großaufträge für Elektrolyseure und der Ausbau in Europa zeigen, dass das Geschäftsmodell funktionieren kann. Gleichzeitig erfordern die anhaltenden Verluste und die politische Unsicherheit um die DOE-Förderung weiterhin Geduld. Die jüngsten Kapitalmaßnahmen stützen zwar die Bilanz, doch der Weg zur Profitabilität bleibt anspruchsvoll. Bis sich die Lage um die staatlichen Zuschüsse vollständig klärt, ist eine abwartende Haltung angebracht. Derzeit ist die Aktie für 2,69 USD zu haben.

    dynaCERT - Cleantech mit globalem Drive

    Die globale Logistikbranche steht unter immensem Druck, ihre Emissionen zu senken. Genau hier setzt dynaCERT mit seiner HydraGEN™-Technologie an, die bestehenden Dieselantriebe effizienter und sauberer zu machen. Der kürzliche Erfolg im französischen Hafen Rochefort, bei dem alle Kräne mit HydraGEN™-Systemen ausgestattet wurden, dient als Sprungbrett für eine internationale Offensive. Das Unternehmen wird in den kommenden Wochen auf wichtigen Logistikmessen in Miami und Istanbul präsent sein. Diese Messen gelten als zentrale Treffpunkte der Branche und fokussieren sich auf nachhaltige Lieferketten und die Dekarbonisierung des Transports, was das Kernthema von dynaCERT ist.

    Was die Strategie so aussichtsreich macht? Sie ist absolut praxistauglich. HydraGEN™ lässt sich in Häfen, Logistikzentren und bestehende Flotten integrieren, ohne dass man die alten Motoren austauschen müsste. Genau das spricht Betreiber an, die nach Lösungen suchen, die sich ohne großes Brimborium sofort umsetzen lassen. Auch die Wahl der Messestandorte spricht Bände, denn Miami gilt als Tor nach Amerika und Istanbul als Scharnier zwischen Europa und Asien. Das zeigt eindeutig, wo die Reise hingehen soll. Erst kürzlich bekam diese globale Ausrichtung Rückenwind durch eine Bestellung über 100 HydraGEN™-Einheiten für den mexikanischen Markt. Das ist nicht nur ein echter Erfolg, sondern zeigt, dass es beim Ausrollen vorangeht.

    dynaCERT adressiert einen riesigen, globalen Markt mit einer pragmatischen Technologie, die keine komplette Neuanschaffung von Fahrzeugen erfordert. Die strategische Fokussierung auf Logistik, Häfen und die großen Bergbaufahrzeuge, gestützt durch konkrete Referenzprojekte und internationale Messepräsenz, schafft Sichtbarkeit. Die jüngsten Finanzierungs- und Personalmaßnahmen zeigen zudem, dass das Management die Weichen für Skalierung stellt. Für Investoren, die an den Trend zur sofortigen Emissionsreduktion im Transportsektor glauben, bietet dynaCERT einen direkten Zugang. Die Aktie notiert aktuell bei 0,135 CAD.

    Daimler Truck - zweigleisiger Weg in die Zukunft

    Bei der Elektrifizierung seiner Lkw setzt Daimler Truck bewusst auf eine Doppel-Strategie. Statt alles auf eine Karte zu setzen, vertraut der Konzern parallel auf zwei Technologien, den batterieelektrischen Antrieb und die Wasserstoff-Brennstoffzelle. Welche Lösung die bessere ist, hängt letztendlich von der Region und dem konkreten Einsatzzweck ab. So bleibt man für alle Szenarien gerüstet. Kurz- bis mittelfristig liegt der Fokus klar auf der Markteinführung batterieelektrischer Lkw wie dem eActros 600 für den regionalen Fernverkehr. Parallel dazu hält das Unternehmen am Wasserstoff als Schlüsselelement für die Dekarbonisierung schwerer Langstrecken-Lkw fest, auch wenn sich der Serienstart des GenH2-Trucks auf die frühen 2030er Jahre verzögert.

    Am 22. Oktober gaben Daimler Truck, Hamburger Hafen und Logistik (HHLA) und Kawasaki Heavy Industries eine Partnerschaft bekannt, die den Aufbau einer Lieferkette für grünen Flüssigwasserstoff über den Hamburger Hafen prüfen will. Diese Initiative unterstreicht die langfristige Bedeutung des Wasserstoffs für Daimler Truck. Kurzfristig erschließt der Konzern aber auch andere profitable Nischen. Wie Ende Oktober bekannt wurde, will Franziska Cusumano, Chefin der Speziallaster-Sparte, das Militärgeschäft forcieren. Sie bestätigte das Ziel, den Umsatz in diesem Bereich, der aktuell etwa ein Prozent des Gesamtumsatzes ausmacht, zu verdoppeln. Diese Diversifikation zeigt, wie das Unternehmen unterschiedliche Marktpotentiale nutzt.

    Die aktuellen Analystenmeinungen zeichnen ein differenziertes, aber insgesamt moderat optimistisches Bild. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei etwa 41,50 EUR. Von 6 Experten bewerten 4 die Aktie im Oktober mit „Kaufen“. Die Bandbreite der Einschätzungen ist jedoch groß. Während Bernstein Research ein Kursziel von nur 30,00 EUR sieht, liegen Jefferies & Company und JP Morgan Chase & Co. mit 50,00 EUR deutlich darüber. Diese Streuung reflektiert die Unsicherheiten im Marktumfeld, aber auch die Anerkennung für die strategische Positionierung. Investoren wird damit eine grundsätzlich positive, aber keine einheitliche Erwartungshaltung signalisiert. Momentan kostet eine Aktie 34,71 EUR.


    Die Wasserstoff-Branche verspricht Pionieren enorme Chancen, doch die Wege der Unternehmen unterscheiden sich fundamental. Plug Power kommt zwar mit neuen Aufträgen für Elektrolyseure voran, muss aber seine finanziellen Sorgen endlich in den Griff bekommen. Ganz anders der Ansatz von dynaCERT. Deren HydraGEN™-Technologie bietet eine clevere Nachrüstlösung, mit der bestehende Lkw-Flotten, Schiffe oder Bergbaumaschinen ihren CO2-Ausstoß sofort und ohne großen Aufwand senken können. Einen spannenden Mittelweg geht Daimler Truck. Das Unternehmen setzt kurzfristig voll auf den Elektroantrieb, hat aber die Wasserstoff-Brennstoffzelle als langfristiges Ziel für den Schwerlastverkehr fest im Blick.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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