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07.11.2025 | 04:15

Faktencheck: Nach der Korrektur ist vor der nächsten Rally! Auf und Ab bei Almonty, Aixtron und Deutsche Pfandbrief

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Bildquelle: pixabay.com

Zick-Zack! Raus aus den Kartoffeln, rein in die Kartoffeln! Was für epische Bewegungen präsentieren sich an der Kurstafel. Palantir liefert Traumzahlen, übertrifft die Analysten-Schätzungen um 10 % und fällt nach einer kurzen Rally um 20 % nach unten. Händler formulieren eine Begründung dafür: „Buy the Rumor, Sell the Fact“ lautet es auf Nachfragen. In der Tat lässt sich besonders bei Veröffentlichungs-Terminen ein solches Marktverhalten oft beobachten. In Sachen Almonty ging es 8 Monate brachial um über 700 % nach oben, die darauffolgende Korrektur rasierte dann 40 % wieder weg. Speziell für flexible Anleger lohnt ein klarer Blick und auch die Fundamentaldaten sollten nicht aus den Augen verloren werden. Hier ein paar Ideen zum Schaukeln oder Wegpacken alla Kostolany!

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203987072 , AIXTRON SE NA O.N. | DE000A0WMPJ6 , DEUTSCHE PFANDBRIEFBANK AG | DE0008019001

Inhaltsverzeichnis:


    Almonty Industries – Sippenhaft in der Korrektur

    Ganz schön heftig werden einige Anleger sagen! Denn sowohl die Aufwärtsbewegung als auch die Abwärtsspirale hat schon einige Spuren in den Investorenherzen hinterlassen. Mitte Oktober sorgte sich die Börse über eine Eskalation zwischen der US-Administration und China. Gerade für den Sektor kritischer Metalle und Seltene Erden wurden Knappheitspreise bezahlt, die man schon Jahre nicht mehr an der Preistafel gesehen hatte. Ein paar Tage später dann die Entspannung, als Donald Trump einen „China-Deal“ verkündet. Sojabohnen gegen seltene Metalle lautete die Überschrift eines wie auch immer gearteten Abkommens. Durchblicken kann der normale Marktteilnehmer hier nicht mehr, letztlich müssen sich Anwälte um die Lippenbekenntnisse der internationalen Politbühne kümmern, so irre die Absprachen auch immer verhandelt werden.

    Für Almonty Industries gibt es verschiedene Strömungen abzuhandeln. Seltenheit trifft auf Wolfram und Molybdän zu, auch die super strategische Positionierung im internationalen Wettlauf, um sehr lukrative Zulieferverträge in die Rüstungs- und KI-Industrie. Wo immer Wolfram benötigt wird, stehen potentielle Kunden vor der Tür und sind gewillt, langfristige Lieferverträge abzuschließen. Als 2022/23 Europa in ein Energieloch fiel, war auch Katar zur Stelle und konnte mit Robert Habeck als Wirtschaftsminister einen Traum-Deal zur LNG-Belieferung über 10 Jahre abschließen zu 5-fach überhöhten Konditionen. Das sind Knappheitspreise für gewisse Tage und Stunden, wenn die Panik am größten ist, wird unterzeichnet.

    Almonty Industries hat Anfang der Woche den Beginn eines umfangreichen Bohrprogramms in der Panasqueira-Mine in Portugal bekannt gegeben, um die Erweiterung auf die neue Produktionsebene „Level 4“ vorzubereiten und das jährliche Fördervolumen sowie die Minenlaufzeit zu erhöhen. Insgesamt sind etwa 14.000 Bohrmeter mit drei Bohrgeräten innerhalb von zwölf Monaten und einem Investitionsvolumen von rund 2,5 Mio. Euro geplant. Ziel ist die Aktualisierung des Ressourcenmodells, die Berechnung neuer vermuteter Vererzungen und die strategische Produktionsplanung auf Basis der erwarteten Explorationsergebnisse. Das Programm baut auf vorherigen Explorationskampagnen auf, die bereits mineralisierte Adern identifiziert haben. Mit dieser Initiative unterstreicht Almonty seine Position als führender westlicher Anbieter von konfliktfreiem Wolfram, einem strategischen Rohstoff für Verteidigung und Hochtechnologie, dessen Nachfrage angesichts geopolitischer Spannungen weiter steigt. Die Aktie hat nun schon einiges vom Top korrigiert und ist nun hochattraktiv bewertet. Oppenheimer Research hat im November ein Kursziel von 12 USD ausgerufen, gehandelt wird die AII-Aktie gerade zu rund 6,05 USD. Zugreifen!

    Aixtron und SMCI – Das Zauberwort heißt KI-Rechenzentren

    Wer heute im Techno-Flow der letzten Monate brillieren möchte, sollte im Geschäftsmodell einen Bestandteil wie z. B. „Zulieferung von technischem Gerät für KI-Rechenzentren“ verankern. Bei Aixtron und Super Micro Computer (SMCI) ist dies der Fall. Beide gelten als Top-Ausrüster für die Infrastruktur moderner KI-Rechenzentren. Aixtron liefert Anlagen für die Produktion von Laser- und Leistungselektronik-Bauelementen aus Galliumnitrid und Siliziumkarbid, welche essenzielle Komponenten für ultraschnelle Datenkommunikation, energieeffiziente Umrichter und optische Netzwerke sind, also Schlüssel-Technologien für KI-Cluster und Hyperscale-Rechenzentren. Super Micro Computer gilt wiederum als Innovationsführer bei Serverplattformen für KI-Workloads, da deren modulare Systeme eine effiziente Integration von High-End GPUs ermöglichen, wie sie für große Sprachmodelle und generative KI-Anwendungen erforderlich sind. Beide adressieren gemeinsam zentrale Engpässe im KI-Stack: erstklassige Performance pro Watt, optimierte Kühlung und Schnittstellen sowie flexible Skalierbarkeit für unterschiedlichste KI- und Edge-Computing-Anwendungen.

    Aixtron hat gerade Zahlen gemeldet, die Analystenwelt zeigte sich begeistert. Das Unternehmen hat nach 9 Monaten einen Umsatz von 369,5 Mio. EUR erreicht, das liegt knapp unter Vorjahr, aber schon wieder etwas besser als befürchtet. Der Free Cashflow überraschte mit 110,3 Mio. EUR positiv, die Bruttomarge im dritten Quartal betrug sogar wieder satte 39%. Trotz nach unten revidierter Prognose sieht sich Aixtron dank der G10-AsP-Plattform, erfolgreich ausgelieferten SiC-Anlagen und Impulsen aus Solar-, ROY-LED- und Micro-LED-Märkten derzeit gut positioniert. Auf der Plattform LSEG votieren 7 von 19 Analysten mit einem Kauf, das 2027e KGV liegt bei 18,2. SMCI hatte in den letzten Monaten gut 120 % zulegen können, fiel aber mit seinem Q3-Bericht in Ungnade. Der Kurs stürzte von 58 auf 42 USD ab, das KGV 2027e liegt nun aber nur noch bei 13,7. Für beide Titel gilt: In Schwäche einsammeln!

    Deutsche Pfandbriefbank – Signifikante Kursschwäche schon vor den Zahlen

    Nicht selten sind Kursausschläge im unmittelbaren zeitlichen Zusammenhang zu Analystenkonferenzen festzustellen. Bei der Deutschen Pfandbriefbank ging es zu Wochenanfang aus dem Stand um 20 % von 5 auf 4 Euro nach unten. Wertmäßig bedeutet das einen Rückgang von 150 Mio. EUR. Auch die Anleihen reagierten mit einer kurzen Delle, welche sich aber in den letzten Tagen wieder egalisiert. Eine Stabilisierung ist bei der Aktie aber auch Mitte der Woche nicht in Sicht. Es dreht sich um einen Analystentermin. Die Bank hatte zwar schnell dementiert, dass es einen Vorab-Call mit Analysten zu den für den 13. November angesetzten Quartalszahlen gegeben habe. Allerdings legte der Konzern dann nach und räumte ein, dass es doch Kontakt zu Analysten in der vergangenen Woche gegeben habe. In diesen Vorabgesprächen könnte es durchaus so gewesen sein, dass die Bank gegenüber bestimmten Marktteilnehmern Erwartungsmanagement im Hinblick auf die Zahlen betrieben hat. Was auch immer passiert ist, Anleger erwarten offensichtlich nichts Gutes für den 13. November. Interessierte sollten sich den Termin vormerken!

    Der Almonty-Chart zeigt die gewaltige Aufwertung seit Jahresbeginn, die aktuelle Konsolidierung ist absolut natürlich und kann von langfristig orientierten Investoren optimal zum Nachkauf oder Neueinstieg genutzt werden. Quelle: LSEG vom 06.11.2025

    Die Börse macht derzeit keine Gefangenen. Schlechte Zahlen führen zu Adhoc-Verlusten von 20 bis 30 %, wie es bei SMCI in den letzten Tagen zu spüren war. Aixtron ist gerade dabei, technisch nach oben auszubrechen. Das könnte in den nächsten Tagen auch bei Almonty Industries passieren, wenn die Marke von 6,00 USD gehalten werden kann. Bei der Deutschen Pfandbriefbank preist sich anscheinend ein schlecht erwarteter Gewerbe-Immobilienmarkt in Deutschland negativ ein.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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