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21.06.2023 | 04:44

Finanzsystem 3.0 gerettet? Deutsche Bank, Defiance Silver und Nvidia – Künstliche Intelligenz erobert die Bankenwelt!

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Bildquelle: pixabay.com

Ein wenig mulmig ist uns schon, wenn wir die Fähigkeiten der Künstlichen Intelligenz nun auch als blanke User mit beispielsweise ChatGPT vor Augen geführt bekommen. Big Data und zugehörige Analyse-Tools sind jedoch bei den großen IT-Unternehmen seit Jahren im Einsatz und begleiten unser tägliches Leben im Hintergrund. Interessant sind derzeit das Verhalten der Finanzinstitute und die Handlungen der Notenbanken. Sie müssen alle Register ziehen, um die Verwerfungen, welche durch Inflation, Krieg und Zinsexplosion entstanden sind, zu glätten. Ein probates Mittel der Vergangenheit war die Schaffung von Liquidität, doch das läuft nicht mehr. Wo liegen die Chancen für Anleger?

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: DEFIANCE SILVER CORP. | CA2447672080 , DEUTSCHE BANK AG NA O.N. | DE0005140008 , NVIDIA CORP. DL-_001 | US67066G1040

Inhaltsverzeichnis:


    Hohe Zinsen, wenig Wachstum

    Eine gefährliche Situation ist nun an den Kapitalmärkten entstanden. Denn durch die sehr hohe Teuerung sahen sich die Notenbanken gezwungen, mehrere Zinserhöhungen durchzuführen. Allen voran die US-Notenbank FED, sie hat nun 10 Erhöhungen in Folge hinter sich gebracht. Eine kleine Überraschung war aber in der letzten Woche spürbar, denn die amerikanische FED versetzte ihr Zinserhöhungsprogramm bei 5,00 bis 5,25 % nun in den Pausenmodus. Trotzdem haben die sogenannten Fed-Dots nicht stärker korrigiert, der Markt rechnet also immer noch mit kleineren Anhebungen in 2023 auf dann etwa 5,6 %, so die mittlere Projektion. Die Fed-Mitglieder bleiben also hawkish, obwohl nicht wenige Ökonomen es für möglich gehalten hatten, dass die Zinsen in diesem Jahr gar nicht mehr angehoben oder gar gesenkt werden.

    Fraglich bleibt, wer sich dieses hohe Zinsniveau überhaupt leisten kann, denn sowohl Unternehmen als auch die öffentlichen Haushalte stehen mit dem Rücken zur Wand. Sollten die Kapitalmarktzinsen tatsächlich noch eine Korrektur nach oben vollziehen, wäre das Risiko für den amerikanischen Bankensektor fast nicht mehr tragbar, denn es drohen in diesem Fall gigantische Abschreibungen auf die eh schon angeschlagenen Bondportfolios. Zur Erinnerung: Im März 2022 hatte der Leitzins noch knapp über der Nulllinie gelegen. Um das alles zu rechtfertigen, muss die FED weiter optimistisch für die Konjunktur bleiben, doch gerade die wichtigen Indikatoren deuten eher auf eine Rezession. Beispielsweise steht der Philadelphia-Producer-Index auf tiefen -13,70 Punkten und auch der vielbeachtete Chicagoer Einkaufsmanager-Index indiziert mit einem Rückgang von 47,0 auf 40,4 höchste Alarmstufe. Das schwächt den US-Dollar mit 1,093 zum Euro weiter und lässt Gold und Silber wieder in den Fokus rücken. Noch herrscht hier bei 1.954 bzw. 23,9 USD eine Abwartehaltung, aber lange dürfte das nicht mehr der Fall sein.

    Defiance Silver – Wieder gute Meldungen aus Mexiko

    Wer in Edelmetallen noch untergewichtet ist, sollte sich den kanadischen Junior Defiance Silver (DEF) näher ansehen. Das Unternehmen entwickelt mehrere Silberprojekte in Mexiko vor allem im Fresnillo-Belt. Hier wurden historisch mehr als 6,2 Mrd. Unzen Silber gefördert, was ungefähr 10 % der weltweiten Silberproduktion entspricht. Im Fokus der Kanadier steht das Flaggschiffprojekt San Acacio.Es befindet sich mitten im Zacatecas-Silber-Distrikt.

    Für San Acacio existiert bereits eine erste Ressourcenschätzung mit 16,9 Mio. Unzen an Silber, nun gibt es neue Ergebnisse aus 4 von 10 bebohrten Targets. Die Bohrungen stießen auf die hochgradigste und breiteste Mineralisierung, die jemals auf der Liegenschaft gebohrt wurde. Die Höchstwerte erreichten mit 41,83 Metern immerhin 157,30 g/t Silber, einschließlich 15,96 Meter mit 379,90 g/t Silber. Innerhalb dieses Abschnitts befindet sich auch ein 26 Zentimeter-Abschnitt mit einem Bonanza-Gehalt von 5510 g/t Silber bzw. 6014 g/t Silberäquivalent. Defiance ist äußerst ermutigt durch diese Ergebnisse, welche die Hypothese bestätigen, dass im Lager Veta Grande weitere sehr hochgradige Mineralisierungen vorhanden sind.

    Chris Wright, Chairman & CEO, kommentiert: "Wir sind äußerst ermutigt durch den anhaltenden Erfolg unserer Bohrkampagnen auf dem Projekt San Acacio. Als Ergebnis sorgfältiger Zielerfassungs- und Modellierungsarbeiten, die zu mehreren erfolgreichen Bohrphasen führten, konnte unser technisches Team das anhaltende Potenzial nachweisen, ein großes Mineralsystem innerhalb des historischen Minengebiets San Acacio auf dem Adersystem Veta Grande zu umreißen."

    Aktuell bewegt sich die DEF-Aktie zwischen 0,15 und 0,17 CAD eher seitwärts. Das schuldenfreie Unternehmen hat noch gut 5 Mio. CAD in der Kasse und kann seine Erkundungen noch intensivieren. Mit einer Marktkapitalisierung von unter 40 Mio. CAD findet man kein vergleichbar günstiges Silber-Unternehmen mit solch reichen Ressourcen. Einsammeln!

    Deutsche Bank und Nvidia – Partnerschaft in der Künstlichen Intelligenz

    Zum Verfallstermin am letzten Freitag musste die Deutsche Bank starke Einbußen hinnehmen und fiel von 9,85 auf 9,35 EUR zurück. Der US-Technologiewert Nvidia hingegen, konnte mit 426 USD wieder ein Allzeithoch erklimmen. Mit 1,05 Bl. USD Marktwert haben die Kalifornier nun die Hall of Fame der „Trillion-Companies“ betreten. Vieles spricht dafür, dass der Boom um die Künstliche Intelligenz (KI) und speziell den Lösungen von Nvidia weiterhin hohe Beachtung geschenkt wird.
    Die Deutsche Bank hatte bereits im Jahr 2022 an das KI-Thema gedacht und mit Nvidia eine mehrjährige Innovationspartnerschaft bekannt gegeben. Mit dem KI-Einsatz und dem parallel etablierten maschinellen Lernen möchte man die Digitalisierung und Modernisierung des Finanzdienstleistungssektors beschleunigen. Mit der Finanzexpertise der Deutschen Bank und der führenden Position von Nvidia in den Bereichen KI und beschleunigtes Rechnen, sollen verschiedene KI-gestützte und aufsichtsrechtlich konforme Dienstleistungen entstehen. Die neue Partnerschaft wird auch der Cloud-Transformation der Deutschen Bank zugutekommen.

    „Künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen und die Nutzung von Daten werden das Bankgeschäft grundlegend verändern. Unsere Partnerschaft mit NVIDIA ist ein weiterer Beleg, dass wir diese Möglichkeiten konsequent im Sinne unserer Kunden nutzen wollen“, sagte Christian Sewing, CEO der Deutschen Bank.

    Der Partnerschaft gingen mehrmonatige Vorbereitungen voraus: Die Unternehmen testeten eine Reihe potenzieller Anwendungsfälle, insbesondere in drei Bereichen: Der Entwicklung von Risikomodellen, High Performance Computing und der Gestaltung eines virtuellen Avatars. Damit Kunden die Deutsche Bank ganz neu erleben können, arbeitet die Deutsche Bank mit Nvidia-Omniverse Enterprise. Dies ist eine offene Computing-Plattform für die Entwicklung und den Betrieb von Metaverse-Anwendungen sowie verschiedenen KI-Diensten. Damit können lebensechte virtuelle Assistenten und digitale Avatare entwickelt werden. Was für eine neue Banking-Welt!

    Während der Nvidia-Aktie weiterhin Potenzial zugesprochen wird, ist die Deutsche Bank an ihrem Widerstand bei 10,50 EUR erstmal gescheitert.

    Die Historie der Empfehlungen zeigt bei der Nvidia-Aktie stets nach oben. Mittlerweile beträgt das mittlere Kursziel von 49 Experten 446 USD, 41 Analysten sprechen eine Kaufempfehlung aus. Quelle: Refinitiv Eikon vom 19.06.2023

    Der Standardwerte-Index DAX stottert nun an seinem alten Hoch bei rund 16.300 Punkten. Auffällig an dieser Aufwärtsbewegung ist, dass sie nur von einer kleinen Menge an Aktien weltweit gestützt wird. Solche Situationen gab es historisch bereits. Daher ist Vorsicht bei den Technologiewerten angebracht, Aufstockungen bei Gold- und Silberwerten scheinen ein guter Hedge zu sein.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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