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11.04.2022 | 05:10

K+S, Edgemont Gold, Nio – Aktien als Schutz vor der Geldentwertung

  • Inflation
  • Rohstoffe
  • Gold
Bildquelle: pixabay.com

Seit Ende 2020 steigen die Inflationsraten stetig an. Was Anfangs von den Notenbankern noch als vorübergehendes Ereignis deklariert wurde, wird nun zum dauerhaften Problem für Gesellschaft und Wirtschaft. Die lockere Geldpolitik, die Rohstoffknappheit sowie die gesprengten Lieferketten waren verantwortlich, dass die Teuerungsrate in den USA im März mit 7,9% so hoch lag wie seit 1982 nicht mehr. Durch die ausgerufenen Sanktionen gegen Russland wird das Angebot an Rohstoffen sowie Öl und Gas weiter verknappt, was die Preise nochmals in die Höhe schießen lässt. Schützen können sich Anleger mit Investments in Produzenten der knappen Rohstoffe. Zudem sollte zur Diversifikation Gold als Schutz vor Geldentwertung in keinem Portfolio fehlen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: K+S AG NA O.N. | DE000KSAG888 , EDGEMONT GOLD CORP. O.N. | CA28008L1067 , NIO INC.A S.ADR DL-_00025 | US62914V1061

Inhaltsverzeichnis:


    Edgemont Gold – Attraktiv nach dem Rücksetzer

    Zurück auf Los dürften sich Anleger gedacht haben, die die Aktie von Edgemont Gold seit längerem im Depot haben. Seit Dezember 2020 konnte sich das Unternehmen, das einen Börsenwert von aktuell lediglich 1,61 Mio. EUR auf die Börsenwaage bringt, von 0,06 EUR auf 0,21 EUR mehr als verdreifachen. Die jüngst veröffentlichten Analyseergebnisse seines jüngsten Phase-1-Bohrprogramms auf dem Kupfer-Gold-Porphyr-Projekt Dungate verschreckten jedoch die Anleger derart, dass die Aktie mehr als 70% in den Keller ging. Kurios, denn der CEO Stuart Rogers, zeigte sich von „den vorliegenden Analyseergebnissen begeistert“ und geht fest davon aus, „unseren Bohrplan fertigzustellen und nächsten Monat mit unserem Phase-II-Bohrprogramm zu beginnen."

    Wie bereits erwähnt liegt der Fokus bei Edgemont Gold auf dem Kupfer-Gold-Vulkanstein-Projekt Dungate. Dieses befindet sich 6km südöstlich vom zentral gelegenen Houston in der kanadischen Pazifikprovinz British Columbia. In dem dortigen Bergbaugebiet befinden sich auch die historische Equity Silber Mine wie auch die Huckleberry Mine von Imperial Metals. Nachdem das Unternehmen 2018 eine Beteiligung an seinen ersten Claims bei Dungate erworben hat, besitzt es jetzt fünf Liegenschaften, die sich über 1.582 Hektar erstrecken, ganzjährig befahrbar sind und erkundet werden können. Aufgrund des starken Kursverfalls und der optimistischen Aussagen des Firmenlenkers könnte die Korrektur eine Übertreibung gewesen sein. Bei guten Ergebnissen im Phase II-Bohrprogramm könnte sich dies somit wieder relativieren.

    Nächster Ausbruch bei K+S

    Bei Kali-Produzenten läuft es wie am Schnürchen. Nach einer kurzen Korrektur unter die Marke von 25 EUR, gelang in der vergangenen Woche das bullishe Reversal und der Ausbruch über das bisherige Jahreshoch bei 30,07 EUR. Mit einem Plus von 9,52% und einem Schlussstand von 32,45 EUR gingen die Kassler ins Wochenende. Der Grund für den Anstieg lag zum einen an positiven Analystenstimmen, zum anderen dürften weitere Short-Eindeckungen die Gewinne noch einmal pulverisiert haben.

    Positiv äußerte sich Analyst Chetan Udeshi von JP Morgan über den europäischen Kalihersteller. So würden die massiven Versorgungsprobleme bei Düngemitteln nach Sanktionen gegen Russland bei K+S zu einer regelrechten Ergebnisexplosion. Dem Konzern aus Kassel kämen auch die hohen Energiepreise im insgesamt guten Agarumfeld zugute. Die Anlageempfehlung wurde von „underweight“ auf „overweight“ nach oben gesetzt, das Kursziel von zuvor 12,50 EUR auf 44,50 EUR angehoben, was auf den aktuellen Kurs gerechnet noch ein Potenzial von knapp 40% bedeutet.

    In der Tat plant das MDAX-Unternehmen im laufenden Jahr mit einem Rekordergebnis. So soll das operative Ergebnis EBITDA zwischen 1,6 rd. EUR und 1,9 Mrd. EUR liegen, was das beste Ergebnis seit Bestehen der K+S AG bedeuten würde. Der bereinigte freie Cashflow sollte vor diesem Hintergrund ebenfalls stark ansteigen und zwischen 600 und 800 Mio. EUR liegen. Trotz der optimistischen Aussagen der Analysten bildet der Chart bereits eine Fahnenstange, die Indikatoren sind zudem massiv überkauft. Auf den aktuellen Zug aufzuspringen, könnte sehr schmerzhaft sein. Der nächste Widerstand liegt bereist bei 33,46 EUR. Dagegen hat der Kurs am Freitag ein Gap eröffnet, das bei 29,83 EUR früher oder später geschlossen werden dürfte.

    Nio mit Produktionsstop

    Deutlich negativer sieht das Chartbild bei chinesischen Elektroautobauer Nio aus. Nach Höchstständen von 66,99 USD im Januar 2021 setzte eine steile Korrektur an, die bis zum Tief bei 13,01 USD Mitte März dieses Jahres führte. Seitdem konnte sich der Wert bis zum Widerstand bei rund 24 USD erholen, drehte dann jedoch erneut nach unten. Aktuell kämpft Nio mit der wichtigen Marke bei 20 USD. Ein Bruch des markanten Widerstandsbereichs hätte ein nochmaliges Testen des Jahrestiefs zur Folge.

    Die fundamentale Lage spiegelt sich am Chartbild. So teilte das chinesische Unternehmen mit, dass es wegen Lieferkettenausfällen im Zuge der Corona-Krise die Produktion ausgesetzt hat. "Seit März haben die Zulieferer des Unternehmens an mehreren Orten, darunter Jilin, Shanghai und Jiangsu, aus Gründen, die mit der Epidemie zu tun haben, die Produktion nacheinander ausgesetzt und müssen sich noch erholen", teilte das Unternehmen auf seiner mobilen App mit. Das Unternehmen wird die Auslieferung der E-Fahrzeuge an die Nutzer verschieben und mit den Zulieferern zusammenarbeiten, um eine Wiederaufnahme der Produktion zu erreichen und gleichzeitig die COVID-Beschränkungen der Regierung einzuhalten, hieß es in der Meldung. In Anbetracht der riskanten Situation ist aktuell von einem Investment abzusehen.


    Die Inflation bleibt länger als erwartet, im Gegenteil. Durch den Konflikt in der Ukraine und den ausgerufenen Sanktionen gegen Russland wird das Angebot bei Düngemitteln weiter verknappt. K+S profitiert, ist jedoch im Moment schon im überkauften Bereich. Nio muss sich der Corona-Pandemie beugen und stoppt aktuell die Produktion. Als spekulative Beimischung für das Gold-Portfolio könnte nach dem Rücksetzer Edgemont Gold eine Alternative sein.


    Interessenskonflikt

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    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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