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12.02.2026 | 04:00

Kritische Rohstoffe werden knapp! Silber im neuen Anlauf zu 100 USD mit Silver North, Nordex und Siemens Energy

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Bildquelle: pixabay.com

Der Januar brachte die Situation um kritische Metalle zum Kochen. So erreichten Kupfer, Wolfram sowie Palladium neue Bestmarken und auch die Edelmetalle waren stark gefragt. Auguren vermuten markante Verwerfungen bei Derivaten, die zu erstaunlichen Aufwertungen von Silber und Gold führten. Silber zählt zwar systematisch zu den Edelmetallen, hat sich aber in den letzten 10 Jahren zum gefragten Industriemetall gemausert. Denn seine extrem guten elektrischen Eigenschaften, Wärmeleitfähigkeit und Korrosionsbeständigkeit machen es in HighTech- und Rüstungsanwendungen unersetzbar. Im Bereich Alternative Energien wird Silber seit langer Zeit eingesetzt, die geforderten Mengen übersteigen das Angebot um den Faktor 1,5. Und dann wären da noch die Spekulanten, auch sie wollen ein Stück vom kuchen für sich. Damit ist die Blickrichtung klar gen Himmel gerichtet. Welche Portfolio-Veränderungen sind sinnvoll?

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: SILVER NORTH RESOURCES LTD | CA8280611010 , SIEMENS ENERGY AG NA O.N. | DE000ENER6Y0 , NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554

Inhaltsverzeichnis:


    Silver North – Hochgradige Entdeckungen treffen auf strukturellen Silber-Bullenmarkt

    Während viele Rohstoffe zyklisch schwanken, vollzieht Silber derzeit einen strukturellen Rollenwechsel mit weitreichenden Implikationen für Produzenten und Explorer. Das Metall steht zugleich für monetäre Absicherung und industrielle Schlüsseltechnologie! Eine seltene Kombination, die in Phasen makroökonomischer Unsicherheit besondere Dynamik entfaltet. Anfang 2026 trifft eine angespannte geopolitische Lage auf hohe Staatsdefizite und eine beschleunigte Elektrifizierung der Wirtschaft, wodurch sich die Nachfragebasis deutlich verbreitert. Gleichzeitig bleibt das Angebot limitiert, da neue Projekte nur zögerlich in Produktion gehen und bestehende Minen mit rückläufigen Erzgehalten kämpfen. Die daraus resultierende physische Verknappung spiegelt sich in sinkenden Lagerbeständen und erhöhter Aktivität an den Terminmärkten wider.

    In diesem Umfeld gewinnen Explorationsunternehmen mit hochgradigen Projekten in etablierten Bergbauregionen strategisch an Bedeutung. Silver North Resources konzentriert sich auf den kanadischen Yukon, eine traditionsreiche Silberjurisdiktion mit vorhandener Infrastruktur und bergbaufreundlichem Regulierungsrahmen. Das zu 100 % kontrollierte Haldane-Projekt grenzt unmittelbar an eine produzierende Mine und rückt zunehmend in den Fokus, nachdem neue Bohrergebnisse ein zusammenhängendes mineralisiertes System entlang der Main Fault bestätigen. Über mehrere Sektionen hinweg wurde eine strukturell kontrollierte Silber-Gold-Blei-Zink-Mineralisierung nachgewiesen, die sowohl seitliche als auch vertikale Kontinuität erkennen lässt. Besonders hervorzuheben ist ein Abschnitt von 9,10 Metern mit durchschnittlich 428 g/t Silber und 0,73 g/t Gold, einschließlich eines hochgradigen Kerns von 2,80 Metern mit über 1.000 g/t Silber sowie signifikanten Basis- und Edelmetallanteilen.

    Weitere Bohrungen lieferten zusätzliche mineralisierte Intervalle mit teils sehr hohen Blei- und Zinkgehalten, was das polymetallische Wertpotenzial des Systems unterstreicht. Die Kombination mehrerer verketteter Strukturen innerhalb der Main-Fault-Zone deutet auf ein komplexes, aber gut entwickeltes Gangsystem hin, das Raum für Ressourcendefinition bietet. Nach Abschluss des 2025er-Programms arbeitet das Management an einer detaillierten strukturellen Interpretation, um die nächsten Bohrziele präziser zu definieren. Für 2026 ist zunächst eine luftgestützte geophysikalische Vermessung geplant, deren Ergebnisse direkt in die weitere Explorationsstrategie einfließen sollen.

    Finanzseitig hat Silver North mit dem erfolgreichen Abschluss einer überzeichneten Finanzierung über rund 11,6 Mio. CAD seine operative Schlagkraft deutlich erhöht. Die Kombination aus klassischen Einheiten und Flow-Through-Komponenten erlaubt eine effiziente Finanzierung geplanter Explorationsausgaben bei gleichzeitiger Stärkung der Bilanz. Ein wesentlicher Teil der Mittel ist für qualifizierende Explorationsarbeiten bis Ende 2027 vorgesehen, was eine mehrjährige Planungssicherheit schafft. Mit solider Kapitalausstattung, hochgradigen Bohrergebnissen und klarer Projektpipeline ist Silver North strategisch gut positioniert, um im aktuellen Silberzyklus substanzielle Wertsteigerungspotenziale zu realisieren. Die Silver North-Aktie (Kürzel: SNAG) hat in den letzten Tagen etwas konsolidiert und bietet im Bereich 0,28 bis 0,31 CAD neue interessante Handlungspunkte!

    Stockhouse-Moderatorin Brieanna McCutcheon im Interview mit Executive Chairman Mark T. Brown zu den Fortschritten im Haldane Projekt.

    https://youtu.be/Bq-POaGxquQ

    Siemens Energy – Schneller, höher, weiter!

    Am Beispiel von Siemens Energy wird transparent wie weit die Börse aktuelle Trends auch wirklich ausspielen kann. Die Aktie stand vor gut 2 Jahren bei ca. 6 EUR im Tief, das Unternehmen musste gar Staatsgarantien beantragen, um die Schieflage der spanischen Tochter Gamesa zu stemmen. Das ist jedoch alles Schnee von gestern, heute ist Siemens Energy einer der Top-Umsetzer der weltweiten Stromnöte rund um Storage, Transmission und Erzeugung. Die Münchner positionierten sich erfolgreich als Schlüsselanbieter für die physische Infrastruktur einer elektrifizierten Wirtschaft. Vor allem der stark steigende Strombedarf in den USA, insbesondere durch Rechenzentren und KI-Anwendungen, führt zu einem beschleunigten Ausbau von Hochspannungsnetzen, Transformatoren und Netzregeltechnik. Die angekündigten Milliardeninvestitionen in neue und bestehende US-Standorte sind strategisch konsequent, binden jedoch erhebliches Kapital und entfalten ihren Ergebnisbeitrag erst mittel- bis langfristig. Kurzfristig erhöhen sie die operative Komplexität und die Abhängigkeit von einer stabilen politischen und regulatorischen Umgebung.

    Der LSEG-Experten-Konsens hat die jüngsten Entwicklungen noch nicht entsprechend verarbeiten können und steht mit einem 12-Monats-Kursziel bei etwa 138 EUR seit Wochen wie festgenagelt. Metzler und Baader setzen auf ein Kursziel von 150 EUR, gestern erklomm die Aktie Regionen knapp über 160 EUR. Wem wird dabei nicht schwindlig? Setzen Sie einen Stopp bei 152,80 EUR zur Sicherung ihrer Traum-Rendite. Am 26. Februar ist bei Siemens Energy Hauptversammlung. Dort gibt es ein Update zum Ausblick.

    Nordex – Die Analysten sind gespalten

    Auch Nordex blickt auf eine außerordentlich dynamische Kursentwicklung zurück. Das Hamburger Unternehmen ist stark projektorientiert aufgestellt und profitiert derzeit spürbar von der wiederbelebten Investitionsbereitschaft im europäischen Onshore-Windsektor. Umfangreiche Neuaufträge zu Jahresbeginn sprechen für eine solide Auslastung und erhöhen die Planbarkeit der künftigen Erlöse. Strategisch bedeutsam ist dabei der steigende Anteil moderner, leistungsstarker Turbinenmodelle sowie der systematische Ausbau des margenstärkeren Servicegeschäfts. Wartungs- und Betriebsführungsverträge sorgen für wiederkehrende Einnahmen und dämpfen die Ergebnisschwankungen, die das Unternehmen in früheren Jahren belastet haben. Dennoch bleibt Nordex sensibel gegenüber Preisdruck, Rohstoffkosten und potenziellen regulatorischen Anpassungen bei Förderregimen.
    An der Börse scheint jedoch bereits viel Optimismus eingepreist. Die Bewertung auf Basis der für 2026 erwarteten Gewinne liegt klar über dem langjährigen Mittel und impliziert eine nachhaltige Steigerung der Profitabilität. Das auf LSEG veröffentlichte Analystenkonsensziel von 31,7 EUR deutet darauf hin, dass Experten mittelfristig eher begrenztes Aufwärtspotenzial sehen. Impulse könnten von den anstehenden Unternehmenszahlen am 26. Februar kommen. Sollten Dynamik und Nachrichtenfluss nachlassen, erscheint eine partielle Gewinnsicherung aus Risikosicht sinnvoll.

    Silver North konnte sich in den letzten 12 Monaten um über 194 % nach oben entwickeln. Nicht recht viel schlechter erging es Anlegern in den Aktien von Siemens Energy mit 178 bzw. Nordex mit 163 % Anstieg. Drei ausgewählte Titel, die für eine Party gut sind. Quelle: LSEG vom 11.02.2026

    Kaum zu fassen! Traumrenditen mit Silber und Energie-Titeln. Wer hätte das vor 12 Monaten gedacht. Nun ist jedoch Vorsicht angesagt. Denn während die steigenden Metallpreise auf die Margen der Weiterverarbeiter negativ durchschlagen, führen anhaltende Diskussionen bezüglich der Silberknappheit zu einem Spießrutenlauf im Edelmetall-Sektor. Wieder mal zeigt sich, wie wichtig eine ausgefeilte Diversifikation für das Portefeuille ist.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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    Grüne Infrastrukturen boomen – und mit ihnen lukrative Perspektiven für Investoren. Trotz gestiegener Kapitalkosten treibt die globale Dekarbonisierung den Ausbau von Wind- und Solaranlagen ungebremst voran. Die entscheidende Frage lautet nicht mehr ob, sondern wie sich aus diesem Wandel Gewinne schlagen lassen. Die Antwort liegt im Zusammenspiel von Technologie, Finanzierung und Netzbetrieb. Drei Vorreiter zeigen, wie es geht: Siemens Energy als technologisches Rückgrat, RE Royalties als kreativer Kapitalgeber und E.ON als Herz der Stromverteilung.

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    Mit extremen Volatilitäten in 2026 bleibt eine Sache klar: Gold dient als Depot-Stabilisator. Denn in einem Umfeld steigender Inflation, anziehender Zinsen und galoppierender Rohstoffpreise haben sich Edelmetalle bislang hervorragend geschlagen. Mit dem Iran-Konflikt mussten vor allem Reise- und Touristiktitel abgeben, denn sie litten unter sinkender Reiselust, kleinerer Haushaltsbudgets und letztlich unter den hohen Treibstoffpreisen. Wer aber über den Tellerrand hinausblickt, erkennt: Krisen sind eine temporäre Erscheinung, die angstgetriebenen Bewertungsabschläge somit mittelfristige Kaufanreize. Für risikobewusste Anleger ergeben sich in diesen Szenarien Investitionsmöglichkeiten, die man unter normalen Umständen nicht erwarten darf. So notiert die Deutsche Lufthansa rund 30 % unter ihrem Buchwert und TUI wird mit einem KGV von etwa 5 gehandelt. Alles irrational? In aktueller Sicht nicht, langfristig aber definitiv. Hier gilt wohl das Motto: Kaufen, wenn die Kanonen donnern!

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