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09.02.2026 | 04:00

Turnaround nach der scharfen Korrektur? Silber Kursziel 100 USD mit Silver Viper, SAP und Deutsche Telekom

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Bildquelle: pixabay.com

Runtergefallen und erst mal liegengeblieben! Das gilt für den Silberpreis, der in den letzten 3 Monaten wie eine Rakete von 50 auf 122 USD emporschoss, um dann an einem Tag auf 72 USD zu fallen. Ein 40 % Einbruch mit über 500 Mio. Unzen gehandeltem Derivate-Gegenwert. Zur Erinnerung: Die jährliche Förderleistung beträgt seit einigen Jahren rund 800 Mio. Unzen Silber, kurzfristige Steigerungen sind noch nicht zu erwarten. Nun rückt jedoch der März-Lieferzeitpunkt immer näher, wo ca. 1,5 Mrd. Unzen an physischer Ware geliefert werden müssen. Nur wer verfügt über diese Mengen? Die Lager der Terminbörsen wurden durch die Ausübungen von ETFs, Weiterverarbeiter und Investoren in den letzten Monaten stark dezimiert, neue Ware an den Weltmärkten wird akribisch von den HighTech-Produzenten vom Markt absorbiert. Sehr spannend, wie und mit welchen Maßnahmen die Börsen ihre Lieferverpflichtung umschiffen werden. Wir beleuchten in diesem Zusammenhang das aufstrebende Silber-Unternehmen Silver Viper sowie zwei Vertreter der deutschen DAX-HighTech-Riege SAP und Deutsche Telekom. In einem hochvolatilen Markt eine willkommene Portfolio-Diversifikation.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: SILVER VIPER MINER. CORP. | CA8283344098 , DEUTSCHE TELEKOM ADR 1 | US2515661054 , DT.TELEKOM AG NA | DE0005557508 , SAP SE O.N. | DE0007164600

Inhaltsverzeichnis:


    Silver Viper – Traumziele in Mexiko

    Dieser Silber-Ausverkauf hatte es in sich! Der kanadische Explorer Silver Viper Minerals zeigte jedoch Muskeln. Denn das Unternehmen hat sich in einem hochvolatilen Silbermarkt operativ und strategisch bemerkenswert robust positioniert und den zugrunde liegenden Rohstoffpreis mit einer deutlich überdurchschnittlichen Aktienperformance hinter sich gelassen. Während der Silberpreis zuletzt extreme Ausschläge verzeichnete, konnte das Unternehmen seine Bewertung vor allem durch unternehmensspezifische Fortschritte und konsequente Projektentwicklung rechtfertigen.

    Der Fokus der Kanadier liegt auf mehreren Gold- und Silberprojekten in Mexiko, die sich sämtlich in etablierten und infrastrukturell gut erschlossenen Edelmetallregionen befinden. Das Kernprojekt La Virginia bildet das Fundament der Wachstumsstory, da umfangreiche historische und aktuelle Bohrdaten bereits eine belastbare Ressourcengrundlage geschaffen haben. Die laufenden und geplanten Explorationsprogramme zielen nun darauf ab, die bekannten Mineralisierungen sowohl lateral als auch in der Tiefe signifikant zu erweitern und den wirtschaftlichen Wert des Projekts weiter zu steigern. Ein zentraler Meilenstein war die erfolgreiche Kapitalaufnahme im Volumen von rund 17 Mio. CAD, die nicht nur die Finanzierung der nächsten Entwicklungsphase sichert, sondern auch das Vertrauen institutioneller Investoren unterstreicht. Diese Mittel versetzen Silver Viper in die Lage, parallel mehrere Projekte voranzutreiben und damit das Explorationsrisiko zu diversifizieren.
    Strategisch besonders bedeutsam ist die vollständige Konsolidierung des Coneto-Projekts, das in einer der produktivsten Silberzonen Mexikos liegt und bereits über substanzielle abgeleitete Gold- und Silberressourcen verfügt. Die Beteiligung namhafter Branchengrößen wie Fresnillo und Orex Minerals verleiht dem Projekt zusätzliche industrielle Validierung und bringt wertvolles technisches Know-how ein. Ergänzt wird das Projektportfolio durch Cimarron, ein Gold-Kupfer-Projekt mit nachgewiesener Ressource, das zusätzliche optionale Werthebel eröffnet.

    Auf Management- und Governance-Ebene hat sich das Unternehmen ebenfalls verstärkt, indem erfahrene Führungspersönlichkeiten mit ausgeprägtem Kapitalmarkt- und Rohstoffhintergrund eingebunden wurden. Dies erhöht die Professionalität in Finanzierung, Reporting und strategischer Steuerung und ist insbesondere in einer kapitalintensiven Explorationsphase von hoher Relevanz. Vor diesem Hintergrund erscheinen die jüngsten Preisrücksetzer beim Silber als willkommene Gelegenheit bei Silver Viper nachzumischen. Nach Hochs bei 2,55 CAD korrigierte der Titel bis auf 1,65 CAD, am Freitag wurden aber schon wieder 2,02 CAD erreicht. Institutionelle Investoren wie Sprott Asset Management und US Global Investors gehören zu den Großaktionären, die Marktkapitalisierung beträgt aktuell 186 Mio. CAD – für die oben genannten Vorhaben ein Klacks!

    IIF-Moderatorin Lyndsay Malchuk im Gespräch mit dem CEO Steve Cope zu den Entwicklungen und die weitere Explorationsstrategie in Mexiko.

    https://youtu.be/Ia9DA86ksGg

    SAP – Nach den Zahlen ist vor dem nächsten Aufschwung?

    Das Walldorfer Software-Unternehmen SAP ist jetzt sicherlich kein großer Nachfrager in Silber, denn die ERP- und Cloud-Experten beliefern mittelständische Unternehmen mit erstklassiger Unternehmens-Software. Doch ein indirekter Zusammenhang drängt sich im Hinblick auf das immer stärker wachsende Cloudgeschäft in das Bewusstsein der Anleger: Große Datenspeicher benötigen riesige Rechner-Kapazitäten in Form von Großanlagen. Der Aufbau dieser gigantischen Rechenzentren verschlingt eine Unmenge an Metallen und ist seit Forcierung der KI-Anwendungen ein Flaschenhals in der weiteren Entwicklung von HighTech-Unternehmen geworden. Im Rampenlicht stehen natürlich die wichtigen Leitermetalle Kupfer und Silber, allerdings nur durch eine indirekt messbare Nachfrage. Im Kerngeschäft meldete SAP Ende Januar solide Ertrags- und Umsatzzahlen für das Geschäftsjahr 2025, wobei der Gewinn je Aktie und der Cloud-Umsatz weiter zulegten, aber einige Kernkennzahlen hinter den Erwartungen der Analysten zurückblieben. Der SAP-Aktienkurs brach infolge um 20 % von 207 auf rund 168 EUR ein. In der letzten Woche gab es zaghafte Erholungsversuche, doch immer noch ist den Analysten das in Aussicht gestellte Wachstum zu niedrig.

    Im jüngsten Ausblick bestätigte SAP seine Jahresziele für den Cloud-Umsatz und steigenden operativen Gewinnen, nannte aber eine gewisse „reduzierte Sichtbarkeit“ aufgrund geopolitischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten, insbesondere in den USA. Analysten nahmen diese vorsichtige Guidance unterschiedlich auf: Einige sehen weiterhin starkes Potenzial, andere haben Preisziele gesenkt oder Einstufungen angepasst. Immerhin votieren 27 von 37 Analysten auf der Plattform LSEG noch mit „Kauf“ und einem durchschnittlichen 12-Monatskursziel von 248 EUR. Aktualisiert haben bereits Deutsche Bank mit Target von 220 EUR und Banco Santander mit 190 EUR. Auf Basis 2027e nur noch ein KGV von 20 - Vorsichtig einsammeln im Bereich 165 bis 172 EUR!

    Deutsche Telekom – Nun auch im kommerziellen KI-Geschäft unterwegs

    Die Deutsche Telekom überraschte in der letzten Woche mit einem Paukenschlag im Bereich Künstlicher Intelligenz. So haben die Bonner ihre erste große KI-Fabrik in München in Betrieb genommen. Die Großanlage in der Nähe des Englischen Gartens ist Teil eines neuen innovativen Geschäftsmodells für Industrie, Start-ups und den Staat. CEO Timotheus Höttges sieht sich mit dem Gemeinschaftsprojekt und dem US-Chipkonzern Nvidia sowie Europas größten Softwarekonzern SAP auf sehr gutem Weg, endlich einen wirklichen Wachstumsbereich zu erschließen. Denn seit Jahren bemängeln Analysten die wenig aggressive Ausrichtung des Telekomriesen in den aktuellen Zukunftsfeldern. Investiert wurden über 1 Mrd. EUR, auch Finanzminister Lars Klingbeil zeigte sich begeistert: “Hier wurde ein wichtiger Pflock für das deutsche und europäische KI-Ökosystem gesetzt”. Verbaut wurden für das neue große Rechenzentrum 10.000 Grafikprozessoren von Nvidia, welche vor allem KI-Anfragen aus Unternehmen in der Umgebung bearbeiten sollen. Analysten zeigten sich positiv, aktuelle Ratings von ODDO, Intesa oder Berenberg bescheinigen Kursziele zwischen 33 und 38 EUR. Hier liegt mit 36,88 EUR auch der Konsens auf der Plattform LSEG. Mit einer Dividendenrendite 2026e von 3,8 % und einem KGV von 13,7 machen Anleger in der Deutschen Telekom auf Niveaus um 30 EUR wenig falsch! Technisch wurde soeben wichtige Zonen zurückerobert.

    Mit über 130 % Anstieg in den letzten 3 Monaten kann Silver Viper die Performance des Edelmetalls gut replizieren. SAP versucht den jüngsten Einbruch zu stabilisieren und Deutsche Telekom scheint die Bodenbildung abgeschlossen zu haben. Quelle: LSEG vom 08.02.2026

    Die Börse schlägt ordentliche Kapriolen. Das betrifft nicht nur den Edelmetall-Sektor, nein auch HighTech korrigiert die jüngsten Rekordstände und auch der Krypto-Sektor bestätigt starke Abgaben. Nach einem so bedeutenden Aufwärts-Zyklus der letzten zwei Jahre sollte eine Korrektur nicht unbedingt überraschen. Dynamische Anleger kaufen bereits wieder zu, andere bleiben noch in der sicheren Beobachtungsstellung. Nicht jedermann kann diese hohen Kurse so einfach zukaufen, da braucht es Mut. Bei Silver Viper zeichnet sich die nächste Rally schon ab, auch SAP und Deutsche Telekom sind auf gutem Weg. In ihrem Sektor günstig sind alle drei Werte.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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    Verrückte Zeiten! Momentan sind die täglichen Nachrichten zu 70 % von Geopolitik geprägt. Wer verliert da nicht schon manchmal die Aktien aus dem Blick? Nachvollziehbar ist das schon, denn mit dem großen humanen Leid verschwindet ab und zu die Lust zur Gewinnmaximierung im Depot. Dennoch sollten Anleger die vielen Chancen dieser enormen Volatilität nicht aus den Augen verlieren. Der australische News-, Datenbank- und KI-Spezialist für den Rohstoffsektor, Aspermont, hat derzeit die größte Schlagzahl im Sektor Ressourcen zu bewältigen, das Geschäft brummt. Über den Tellerrand hinausblickend stehen auch die Cloudriesen Oracle und Alibaba im Rampenlicht. Die Charts zeigen langjährige Tiefststände auf. Kaufen, wenn die Kanonen donnern! Vielleicht ein guter Rat in diesen Tagen.

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    Was haben Ed Yardeni, Chris Wood und Thomas Kaplan gemeinsam? Sie nahmen in den letzten Monaten das Kursziel 10.000 USD für Gold in den Mund. Herr Yardeni hat Yardeni Research gegründet und sieht eine globale Entwertung von Währungen, sein Kursziel soll 2028 bis 2029 erreicht werden. Chris Wood ist Global Head of Equity Strategy beim Analysehaus Jefferies. Er hält die fünfstellige Bewertung des gelben Metalls in etwa 5 Jahren für möglich. Gründe sind ein struktureller Bullenmarkt, geopolitische Unsicherheiten und zunehmende Notenbankkäufe. Und schließlich sieht Thomas Kaplan von der Electrum Group dieses Ziel als realistisch an, wenn Gold als monetäre Reserve wiederentdeckt wird. Alles nachvollziehbar, ob es so kommt, wissen wir aktuell nicht. Viele genannte Faktoren sind aber schon heute ersichtlich. Wir blicken über den Tellerrand und erweitern den Blick auf Tourismus und Luxus, neben dem stark gestiegenen Gold eher im Abseits aber nicht minder interessant.

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