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05.06.2026 | 05:10

Lahontan Gold – Goldriese von morgen nimmt Form an

  • Gold
  • Silber
Bildquelle: pixabay.com

Während viele Anleger auf die kurzfristige Korrektur beim Goldpreis blicken, zeichnet sich im Hintergrund ein noch stärkerer Aufwärtstrend ab. Zentralbanken kaufen so viel Gold wie seit Jahrzehnten nicht mehr, geopolitische Spannungen nehmen zu und führende Analysten erwarten neue Rekordstände beim Edelmetall. Goldman Sachs sieht Gold bis Ende 2026 bei 5.400 USD je Unze. Besonders profitieren könnten Unternehmen wie Lahontan Gold, die kurz vor dem Sprung vom Explorer zum Produzenten stehen. Mit einer historischen Mine in Nevada, wachsendem Ressourcenpotenzial, starken Bohrergebnissen und einer Finanzierung bis 2027 könnte die Gesellschaft vor einer Neubewertung stehen, die viele Anleger bislang noch nicht auf dem Radar haben.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: LAHONTAN GOLD CORP | CA50732M1014 | TSXV: LG , OTCQB: LGCXF

Inhaltsverzeichnis:


    Zentralbanken liefern Treibstoff für den nächsten Goldschub

    Nach Ausbruch des Krieges im Nahen Osten geriet Gold kurzfristig unter Druck. Höhere Ölpreise, steigende Anleiherenditen und ein stärkerer US-Dollar sorgten für Gewinnmitnahmen. Doch immer mehr Experten sehen darin lediglich eine gesunde Konsolidierung innerhalb eines langfristigen Bullenmarktes.

    Die fundamentalen Treiber sprechen weiterhin eine klare Sprache. Goldman Sachs erwartet für 2026 durchschnittliche Goldkäufe der Zentralbanken von rund 60 t pro Monat. Der World Gold Council meldete allein im ersten Quartal weltweite Nettozukäufe von 244 t, ein Plus von 17 % gegenüber dem Vorquartal. Besonders aktiv treten Länder wie China und Polen.

    Der Hintergrund ist strategischer Natur. Laut Daten des Internationalen Währungsfonds sank der Anteil des US-Dollars an den weltweiten Währungsreserven von rund 72 % im Jahr 2001 auf zuletzt etwa 57 %. Immer mehr Staaten wollen ihre Reserven diversifizieren und setzen dabei auf Gold als unabhängigen Wertspeicher. Diese Entwicklung könnte den Goldpreis in den kommenden Jahren auf neue Höchststände treiben. Für Goldentwickler mit fortgeschrittenen Projekten eröffnet sich dadurch ein enormes Wertsteigerungspotenzial.

    Nevadas nächster Goldproduzent nimmt Gestalt an

    Lahontan Gold gehört aktuell zu den spannendsten Stories im nordamerikanischen Goldsektor. Das Unternehmen arbeitet an der Wiederbelebung der historischen Santa-Fe-Mine im berühmten Walker-Lane-Trend in Nevada, einer der produktivsten Goldregionen der Welt.

    Bereits Ende der 1980er Jahre wurden dort 359.000 Unzen Gold und 702.000 Unzen Silber produziert, bei einem Goldpreis von gerade einmal rund 340 USD je Unze. Heute hat sich das Umfeld dramatisch verändert. Gleichzeitig verfügt das Projekt bereits über befestigte Straßen, Stromanschlüsse, Wasserrechte und zahlreiche weitere Infrastrukturvorteile, die den Weg zur Produktion erheblich verkürzen.

    Die aktuelle Ressource umfasst 1,95 Mio. Unzen Goldäquivalent. Besonders attraktiv ist die überwiegend oxidische Mineralisierung nahe der Oberfläche. Dadurch eignet sich Santa Fe hervorragend für kostengünstige Heap-Leach-Verfahren, die in Nevada seit Jahrzehnten erfolgreich eingesetzt werden.

    Die bisherige Wirtschaftlichkeitsstudie wurde auf Basis deutlich niedrigerer Goldpreise erstellt. Schon damals errechnete sich ein Nachsteuer-Kapitalwert von 200 Mio. USD bei einer internen Rendite von 34,2 %. Beim heutigen Goldpreis dürfte die Wirtschaftlichkeit noch einmal deutlich attraktiver ausfallen.

    West Santa Fe entwickelt sich zum Milliardenpotenzial

    Während viele Investoren auf das Hauptprojekt schauen, könnte das Satellitenprojekt West Santa Fe zum eigentlichen Gamechanger werden. Das Gebiet liegt lediglich 13 km von Santa Fe entfernt und soll künftig über ein Hub-and-Spoke-Modell erschlossen werden. Das Erz könnte dabei direkt zur zentralen Verarbeitungsanlage transportiert werden, wodurch hohe Zusatzinvestitionen vermieden würden.

    Die jüngsten Bohrergebnisse sorgten bereits für Aufmerksamkeit. So meldete Lahontan 36,6 m mit 3,11 g/t Goldäquivalent ab Oberfläche, darunter 10,7 m mit 5,75 g/t Goldäquivalent. Weitere Bohrungen lieferten Abschnitte zwischen 3 und 6 g/t Goldäquivalent. In Nevada gelten bereits deutlich niedrigere Gehalte als wirtschaftlich attraktiv.

    Hinzu kommen außergewöhnlich starke Silberwerte von bis zu 648 g/t. Gleichzeitig erreichten neue metallurgische Tests Goldausbeuten von durchschnittlich 81 % und lagen damit deutlich über historischen Annahmen. Das bestätigt die hervorragende Verarbeitbarkeit des Materials.
    Branchenbeobachter halten mittlerweile ein zusätzliches Ressourcenpotenzial von bis zu 1 Mio. Unzen Gold für realistisch. Sollte sich dieses Potenzial bestätigen, könnte Lahontan perspektivisch auf rund 3 Mio. Unzen Goldäquivalent anwachsen. Damit würde das Unternehmen endgültig in eine Größenordnung vorstoßen, die regelmäßig das Interesse größerer Produzenten weckt.

    Volle Kasse und ein Fahrplan voller Kurstreiber

    Auch operativ läuft derzeit vieles nach Plan. Die im April abgeschlossene Finanzierung über 13,6 Mio. CAD hat die Gesellschaft zusammen mit laufenden Warrant-Ausübungen bis ins Jahr 2027 durchfinanziert. Damit ist der unmittelbare Finanzierungsdruck bis weit ins nächste Kalenderjahr obsolet.

    Parallel treibt Lahontan mehrere Programme gleichzeitig voran. Ein geotechnisches Bohrprogramm über 2.569 m wurde erfolgreich abgeschlossen. Nun konzentriert sich das Unternehmen auf bis zu 7.000 m zusätzliche Explorationsbohrungen in den Zielgebieten Slab West, South Slab, Guzzler und EM.
    Zusätzliche Fantasie liefern die historischen Haufenlaugungsplattformen. Dort könnten nach aktuellen Schätzungen noch rund 200.000 Unzen Gold sowie 700.000 bis 800.000 Unzen Silber enthalten sein. Da das Material bereits gefördert und zerkleinert wurde, könnte es sich um besonders kostengünstige zusätzliche Ressourcen handeln.

    Die nächsten Monate sind prall gefüllt mit potenziellen Kurstreibern. In Kürze wird eine aktualisierte Ressourcenschätzung erwartet. Anschließend soll im September die neue PEA veröffentlicht werden. Die finale Betriebsgenehmigung wird für das erste Quartal 2027 angestrebt, bevor bereits im vierten Quartal 2027 das erste Gold produziert werden soll.

    Für den Minenbau kalkuliert das Management mit Investitionskosten von rund 135 Mio. USD. Etwa 80 % davon sollen über Fremdkapital finanziert werden. Erste Interessensbekundungen potenzieller Finanzierungspartner liegen bereits vor, wodurch die Verwässerung bestehender Aktionäre begrenzt würde.

    Fazit

    Lahontan Gold vereint derzeit viele Eigenschaften, die Anleger im Goldsektor suchen. Eine historische Mine mit bestehender Infrastruktur, eine Ressource von 1,95 Mio. Unzen Goldäquivalent, starkes Wachstumspotenzial durch West Santa Fe, überzeugende metallurgische Ergebnisse und eine Finanzierung bis 2027. Gleichzeitig sorgen rekordhohe Zentralbankkäufe und die Aussicht auf weiter steigende Goldpreise für ein ideales Marktumfeld. Mit der bevorstehenden Ressourcenaktualisierung, einer neuen Wirtschaftlichkeitsstudie und dem geplanten Produktionsstart Ende 2027 stehen zahlreiche Katalysatoren bevor. Sollte Gold tatsächlich in Richtung der Prognosen großer Investmentbanken laufen, könnte Lahontan Gold zu den überproportionalen Gewinnern der nächsten Goldhausse gehören.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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