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12.11.2025 | 06:00

NEO Battery Materials macht Unternehmen wie Rheinmetall und Mercedes-Benz unabhängiger vom chinesischen Batteriemarkt

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Bildquelle: pixabay.com

Die nächste Welle der industriellen Revolution wird von leistungsstarken Batterien angetrieben. Sie sind das Lebenselixier für die boomenden Märkte der Elektromobilität, autonomer Drohnen und KI-gesteuerter Fabriken. Wer heute in die Unternehmen investiert, die diese Hochleistungsenergiespeicher liefern und integrieren, positioniert sich an der Spitze eines milliardenschweren Megatrends. Der Batterie-Innovateur NEO Battery Materials rückt daher immer mehr in den Fokus. Der Rüstungsgigant Rheinmetall benötigt für seine Drohnen verbesserte Akkus für längere Flugzeiten und der Automobilproduzent Mercedes-Benz ist auf der Suche nach dem Akku, der der Elektromobilität zum endgültigen Durchbruch verhilft.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: NEO BATTERY MATERIALS LTD | CA62908A1003 , RHEINMETALL AG | DE0007030009 , MERCEDES-BENZ GROUP AG | DE0007100000

Inhaltsverzeichnis:


    NEO Battery Materials – Fokus auf High-Tech Batterien

    Batterien und Akkus werden heutzutage als selbstverständlich hingenommen. Höchstens bei der Elektromobilität würden bessere Akkus Sinn ergeben. Dies würden die meisten denken. Doch es gibt viel mehr Bereiche, in denen Batterien enorm wichtig sind. Bei Drohnen, Robotik, Energiespeichern für die Erneuerbaren Energien oder KI-Rechenzentren sind Hightech-Batterien wichtig. Genau hier setzt das kanadische Unternehmen NEO Battery Materials an. Statt nur Rohstoffe zu liefern, entwickelt es fortschrittliche Silizium-Anoden, die Akkus langlebiger und schneller ladefähig machen. Die Strategie hinter der Technologie ist ebenso wichtig. Das Unternehmen hat eine unabhängige und robuste Batterielieferkette für nordamerikanische und westliche Märkte aufgebaut. Dabei entwickelt man auch kundenindividuelle Batterielösungen. Das ist in der heutigen Zeit ein Alleinstellungsmerkmal, das Kunden anziehen dürfte.

    Die theoretischen Vorteile werden nun durch handfeste Aufträge im Millionenbereich greifbar. Kürzlich gab das Unternehmen eine Reihe von Partnerschaften bekannt, darunter ein Abnahmevertrag über umgerechnet 3 Mio. CAD mit einem südkoreanischen Hersteller von unbemannten Kampfflugzeugen und Drohnen sowie ein weiteres Abkommen über 2,5 Mio. CAD mit einem Unternehmen für Industrierobotik. Solche Kooperationen sind mehr als nur Einnahmequellen, sie sind ein Beleg für die Praxistauglichkeit der Technologie. Ein oft übersehener, aber massiver Treiber ist der Energiebedarf der Künstlichen Intelligenz. Leistungshungrige Rechenzentren und dezentrale KI-Anwendungen schaffen eine stetig wachsende Nachfrage nach effizienteren und leistungsfähigeren Energiespeichern. Es ist ein perfektes Einsatzfeld für die fortschrittlichen Batterielösungen des Unternehmens.

    Anders als viele reine Entwicklungsunternehmen wird NEO Battery Materials bald die Produktionsphase erreichen. Das Unternehmen hat kürzlich die Übernahme einer produktiven Fertigungsstätte in Südkorea per Leasingvertrag abgeschlossen. Diese Anlage produziert bereits Batterieelektroden für etablierte Kunden, darunter große Automobilhersteller, und generiert sofortige Umsätze. Zur Finanzierung der weiteren Expansion, insbesondere für neue Zellproduktionslinien, hat das Unternehmen zudem frisches Kapital aufgenommen. Der Fokus liegt nun darauf, die eigene Silizium-Technologie in diese bestehende, profitablere Produktion zu integrieren und so den Wachstumskurs operativ umzusetzen. Die Aktie notiert aktuell bei 0,53 CAD und versucht hier einen Boden auszubilden.

    Rheinmetall - Drohnen, Zahlen und strategische Expansion

    Im Drohnengeschäft setzt Rheinmetall auf ein breites Portfolio, das von Aufklärungs-Systemen wie der LUNA NG bis hin zu Kamikazedrohnen wie der FV-014 Raider reicht. Ein entscheidender Faktor für den militärischen Wert dieser Systeme ist die Akkulaufzeit. Längere Batterielebensdauer bedeutet größere Einsatzreichweite, niedrigere Betriebskosten und mehr Flexibilität bei der Nutzlast. Für Investoren ist relevant, dass Fortschritte in der Batterietechnologie, etwa durch Kooperationen mit Partnern wie Honeywell, die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Rheinmetall-Drohnen auf den internationalen Märkten direkt steigern. Dies ist ein klarer strategischer und wirtschaftlicher Hebel.

    Die Zahlen zum 3. Quartal untermauern die robuste Geschäftsentwicklung. In den ersten 3 Quartalen legte der Konzern kräftig an Tempo zu und steigerte seinen Umsatz um satte 20 % auf 7,5 Mrd. EUR. Auch das operative Ergebnis zog kräftig an und kletterte um 18 % auf 835 Mio. EUR. Getrieben wurde diese positive Entwicklung vor allem vom militärischen Kerngeschäft, das einen kräftigen Rückenwind spürte. Der zivile Bereich hingegen hinkt den Erwartungen weiter hinterher. Der Auftragsbestand, der Rheinmetall Backlog, erreichte ein Rekordniveau von 64 Mrd. EUR. Die Jahresprognose wurde bestätigt, was auf ein starkes viertes Quartal hoffen lässt, sobald verzögerte Auftragsvergaben durch den deutschen Kunden anlaufen.

    Jenseits der operativen Zahlen expandiert Rheinmetall strategisch. Mit Rumänien wurde ein Joint Venture für Treibladungspulver gegründet, eine Produktion in Litauen für 155-mm-Artilleriemunition angestoßen und mit ICEYE ein Joint Venture für SAR-Satelliten auf den Weg gebracht. Diese Projekte, mit Gesamtinvestitionen von über 800 Mio. EUR in diesen Beispielen, stärken die Präsenz an der NATO-Ostflanke und erschließen zukunftsträchtige Domänen wie den Weltraum. Sie festigen die strategische Position des Konzerns weit über das Tagesgeschäft hinaus. Derzeit ist die Aktie für 1.789,00 EUR zu haben.

    Mercedes-Benz – das 3. Quartal

    Selbst in einem anspruchsvollen Marktumfeld zeigt sich die Mercedes-Benz Group AG erwartungsgemäß robust. Im 3. Quartal erzielte der Konzern ein bereinigtes EBIT von 2.099 Mio. EUR, ganz auf der Linie der Prognose für das Gesamtjahr. Allerdings machten sich die angespannte Lage in China und Zolleinflüsse durchaus bemerkbar. Die Bestätigung der Jahresprognose unterstreicht die planbare Entwicklung des Konzerns. Einen robusten Eindruck hinterlässt die Cash-Generierung. Der Free Cash Flow des Industriegeschäfts erreichte im Quartal 1.367 Mio. EUR, was die finanzielle Stabilität untermauert.

    Spannend wird es beim Blick auf die einzelnen Geschäftsbereiche. Steigt man tiefer ein, stellt man sehr schnell fest, dass die PKW-Sparte bei einer bereinigten Umsatzrendite von 4,8 % liegt, während sie bei Mercedes-Benz Vans mit 10,2 % mehr als doppelt so hoch ist. Auch die Sparte Mercedes-Benz Mobility konnte mit einer bereinigten Eigenkapitalrendite von 9,6 % überzeugen. Richtig Fahrt aufgenommen hat jedoch die Elektro-Offensive. Der Absatz von vollelektrischen Fahrzeugen zog im Vergleich zum Vorquartal kräftig an und legte um 22 % zu. Ein echter Treiber dieser positiven Entwicklung waren die ersten Auslieferungen der neuen elektrischen CLA-Baureihe.
    Ebenfalls erfreulich entwickelte sich das Top-End-Segment mit einem globalen Absatzplus von 10 %.

    Für Investoren bleibt die finanzielle Basis solide. Die Nettoliquidität stieg auf 32,3 Mrd. EUR. Zudem wird der bereits beschlossene Aktienrückkauf in Höhe von bis zu 2 Mrd. EUR nun umgesetzt. Mit der bevorstehenden Verschmelzung der Mercedes-Benz Mobility AG geht Mercedes-Benz die nächste Phase seiner Transformation an. Das Ziel ist klar: Prozesse sollen effizienter und der Kundenservice noch besser werden. So beweist der Konzern einmal mehr, dass er in dieser bewegten Zeit nicht nur reagiert, sondern die Zügel in der Hand hält. Die Aktie konnte nach den Quartalszahlen zulegen und kostet momentan 59,02 EUR.


    Das batteriegetriebene Zeitalter eröffnet transformative Chancen. NEO Battery Materials avanciert mit seinen leistungsstarken Silizium-Anoden und ersten Millionenaufträgen vom Innovator zum praxistauglichen Lieferanten. Rheinmetall treibt seine Drohnenportfolios voran, deren militärischer Wert direkt von leistungsfähigeren Akkus für Reichweite und Nutzlast abhängt. Mercedes-Benz untermauert seine finanzielle Stärke und zeigt mit der stark wachsenden E-Auto-Nachfrage, dass der entscheidende Hebel für den endgültigen Durchbruch weiterhin im leistungsstärksten Akku liegt. Die Zukunft gehört denen, die Energiespeicher beherrschen.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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