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24.11.2021 | 05:10

Nordex, Kodiak Copper, Xiaomi – Langfristig im Trend

  • Kupfer
  • Rohstoffe
Bildquelle: pixabay.com

Der aktuelle Kupferchart könnte aus dem Lehrbuch „Technische Analyse der Finanzmärkte“, geschrieben von John J. Murphy, herauskopiert worden sein. Nach einem Zehnjahreshoch bei 10.720,15 USD korrigierte das rote Metall bis an die Unterstützungszone bei rund 8.800 USD. Nach einer mehrmonatigen Seitwärtsbewegung geht es nun wieder Richtung Norden. Mit dem Überwinden der Marke von 9.700 USD dürfte ein neuer Anlauf in den fünfstelligen Bereich nur eine Frage der Zeit sein. Kupfer ist gefragt wie nie - und wird es in den nächsten Jahren auch bleiben.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: KODIAK COPPER CORP. | CA50012K1066 , NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554 , XIAOMI CORP. UNSP.ADR/ 5 | US98421U1088

Inhaltsverzeichnis:


    Kodiak Copper – Gut im Plan

    Von der Korrektur des Basispreises sind kleinere Produzenten und Explorationsunternehmen immer stärker getroffen, dafür liegt die Performance bei einem steigenden Gesamtmarkt ebenfalls deutlich höher. Am Beispiel des hochinteressanten Kupfer-Explorationsunternehmens Kodiak Copper ist dies deutlich zu erkennen. Trotz erfolgreicher Bohrprogramme ist die Konsolidierung nach dem Allzeit-Hoch bei umgerechnet 2,35 EUR immer noch nicht abgeschlossen. Langfristig dürfte der Titel gemessen an der Werthaltigkeit seiner Projekte deutliches Aufwärtspotenzial besitzen. Als Gründer und Chairman von Kodiak zeichnet Chris Taylor verantwortlich, der für seine erfolgreichen Goldentdeckungen bei Great Bear Resources bekannt ist.

    Das zur Discovery Group zählende Unternehmen besitzt zu 100% neben dem Kupfer-Molybdän-Silber-Porphyr-Projekt Mohave in Arizona in den Vereinigten Staaten vor allem mit MPD, einem sich über 14.716 ha erstreckenden Kupfer-Gold-Porphyr-Projekt, ein gehöriges Ass im Ärmel. MPD liegt im Quesnel Trough im südlichen Zentrum der kanadischen Provinz British Columbia, in dem Kodiak Copper bereits hochgradige Mineralisierungen innerhalb einer breiten mineralisierten Ummantelung entdecken konnte. Dass in der Gegend hochgradige Funde kein Zufall sind, zeigt die Tatsache, dass sich in unmittelbarer Nachbarschaft der produzierenden Minen von Copper Mountain, Highland Valley und New Afton befinden.

    Im Moment sind rund 22.000m mit zwei Anlagen gebohrt, bis zu 25.000m könnten es dieses Jahr noch werden. Hierbei ging es um die Erweiterung der aussichtsreichen Gate-Zone. Dabei wurde mit der Ausdehnung der Streichlänge um mehr als das Siebenfache auf 950m in Nord-Süd-Richtung und einer Durchteufung einer bedeutenden Kupfer-Gold-Mineralisierung mit einer Mächtigkeit von 350m in Ost-West-Richtung und bis in eine Tiefe von 800m bereits hervorragende Ergebnisse erzielt. Kürzlich wurden erneut beeindruckende Resultate aus der Gate-Zone vermeldet.

    Bei neun Bohrlöchern konnten weitere Erkenntnisse zur Mineralisierung des Porphyr-Zieles im Zentrum der Zone gewonnen werden. Außerdem erweiterte deren Rand auch die Zone Richtung Süden und Westen. Wichtig bei den Ergebnissen war auch, dass die Gate-Zone weiter offenbleibt. Die Bohrungen bei „Gate“ identifizierten Muster stark mineralisierter Porphyr-Alterierung, Sulfid-Zonen sowie Strukturkontrollen von niedergradigen Hüllen umgebener hochgradiger Gebiete. Die erfolgreiche Herangehensweise von Gate soll nun in der Dillard-Zone erneut zum Tragen kommen. Für das Jahr 2022 ist ein großes Bohrprogramm über 25.000m geplant. Aktuell musste Kodiak Copper das Geschehen aufgrund von Überschwemmungen und Straßensperren kurzfristig stoppen.

    Xiaomi – Enttäuschung bei den Zahlen

    Arg gebeutelt wird im Moment auch die Aktie des chinesischen Technologiekonzerns Xiaomi. Nach Verkündung der Zahlen zum dritten Quartal sackte die Aktie über 4% auf 2,30 EUR ab. Damit besteht die Gefahr auf weiter nachgebende Kurse, sollte das Jahrestief bei nicht weit entfernten 2,22 EUR noch einmal nachhaltig durchbrochen werden.

    Mit Erlösen von 10,83 Mrd. EUR verfehlte der zur Nummer zwei der Smartphone-Hersteller weltweit aufgestiegene Konzern die Schätzungen der Analysten. Zudem ging der Gewinn aufgrund geänderter Bewertungen von Unternehmen um 84% auf nunmehr 109,54 Mio. EUR zurück.

    Enttäuschend war auch der nur um 0,5% marginal gestiegene Smartphone-Umsatz auf 6,61 Mrd. EUR. Die Auslieferungen nahmen sogar um 5,8% auf 43,9 Mio. Einheiten ab. Ausschlaggebend dafür seien laut dem Unternehmen vor allem weltweite Lieferengpässe bei Schlüsselkomponenten gewesen.

    Nordex – Vorsicht Auftrag

    Nach den enttäuschenden Zahlen zum dritten Quartal arbeitet der Hamburger Windanlagenhersteller wieder am Füllen der Auftragsbücher. Obwohl Nordex 11 Windturbinen über 44 MW an RWE Renewables liefern soll, inklusive eines Wartungsvertrages über 5 Jahre, ist die Aktie mit 2% im Minus. Im Windpark "Nouvions" im Department Aisne sollen die Turbinen des Typs N149/4.X der Delta4000-Serie aufgestellt werden.

    "Es freut uns, dass unser langjährige Kunde RWE uns zum ersten Auftrag für Turbinen der Delta4000-Serie in Frankreich verholfen hat", so Patxi Landa, Vertriebsvorstand der Nordex Group. "Nouvions wird mit knapp 44 MW dabei auch einer der größten Windparks mit Nordex-Anlagen im Land sein."


    Kupfer dürfte aufgrund der hohen Nachfrage aus der Branche der Erneuerbaren Energien seinen Aufwärtstrend fortsetzen. Profitieren dürften aussichtsreiche Explorations-Unternehmen wie Kodiak Copper. Bei Xiaomi und Nordex sollte man dagegen den Sturm erstmal vorbeiziehen lassen.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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