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14.07.2023 | 05:10

Plug Power, First Phosphate, BASF – Trendwende eingeläutet

  • erneuerbare Energien
  • Kritische Rohstoffe
Bildquelle: pixabay.com

Nach einer scharfen, über Monate laufenden Korrektur, scheint sich bei den Unternehmen der erneuerbaren Energien eine nachhaltige Bodenbildung anzudeuten. So konnten sich in den vergangenen Handelstagen die Kurse der Wasser-, Wind- und Solaraktien deutlich von ihren Tiefstständen entfernen. Aus fundamentalen Gründen erscheint die Zukunft rosig, so dass sich hierbei eine langfristig günstige Einstiegsmöglichkeit ergeben dürfte.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: FIRST PHOSPHATE CORP | CA33611D1033 , PLUG POWER INC. DL-_01 | US72919P2020 , BASF SE NA O.N. | DE000BASF111

Inhaltsverzeichnis:


    Plug Power – Positive Vorzeichen

    Geht es nach dem CEO von Plug Power, Andy Marsh, sind beim Wasserstoffinnovator in den nächsten Jahren bei Umsatz und Gewinn keine Grenzen gesetzt. So erwartet das Unternehmen aus Latham in New York, trotz eines eher ernüchternden ersten Quartals, Umsätze im Gesamtjahr von 1,4 Mrd. USD bei einer positiven Bruttomarge. Bis 2030 sollen mehr als 2.000 t Wasserstoff pro Tag aus dem eigenen Wasserstoff-Ökosystem produziert werden. Außerdem will Plug bis 2030 1 GW an stationären Stromerzeugungsprodukten einsetzen, 5 GW an Elektrolyseuren pro Jahr und 500.000 brennstoffzellenbetriebene Gabelstapler ausliefern.

    Von Countrywide Hydrogen, einer Tochter von ReNu Energy Limited wurden die US-Amerikaner nun beauftragt, zwei 5 MW Protonenaustauschmembran Elektrolyseur-Systeme für grüne Wasserstoffprojekte in Tasmanien, Australien, zu liefern. Die Elektrolyseur-Systeme sollen in den geplanten Produktionsanlagen in Brighton bei Hobart und Western Junction bei Launceston installiert werden.

    Positiv gestaltet sich nach den horrenden Verlusten der vergangenen Monate das Chartbild von Plug Power. So konnte der seit Januar 2021 ausgebildete Abwärtstrend verlassen werden. Bei 13,44 USD verläuft aktuell die 200-Tagelinie, was auf aktuellem Niveau von 11,50 USD ein kurzfristiges Potenzial von weiteren knapp 20 % darstellt.

    First Phosphate – Für den Wechsel positioniert

    Die steigenden Absatzzahlen der Elektroautobauer bringen ein Problem mit sich, nämlich den wachsenden Bedarf an kritischen Metallen. Neben Kupfer und Lithium, das für die Speicher der Vehikel benötigt wird, dürfte laut dem CEO von First Phosphate, John Passalacqua, die Branche der Mangel an Phosphat, einer der Schlüsselkomponenten von LFP-Batterien, bereits 2026 treffen. Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LFP) haben in den letzten Jahren durch die bessere Brandsicherheit, der längeren Lebensdauer sowie den niedrigeren Kosten deutlich an Marktvolumen gewinnen können. So bevorzugen Big Player wie Tesla, Volkswagen oder Mercedes die LFP-Batterie gegenüber der klassischen Lithium-Ionen-Batterie. Laut Fortune Business Insights wird der weltweite Markt für LFP-Batterien von 10 Mrd. USD im Jahr 2021 auf 50 Mrd. USD im Jahr 2028 explodieren.

    Damit besetzt das seit März dieses Jahres in Kanada und Frankfurt gelistete Unternehmen einen exponentiell wachsenden Markt. Die Kanadier fokussieren sich auf die Gewinnung und Reinigung von Phosphat für die Herstellung von aktivem Kathodenmaterial für die LFP-Industrie. First Phosphate besitzt in der Region Saguenay-Lac-St-Jean in Quebec mehr als 1.500 km² Landrechte, die über eine erstklassige Infrastruktur verfügen. Die Liegenschaft enthält seltenes Anorthosit-Eruptivphosphatgestein, das hochwertiges Phosphatmaterial ohne erhöhte Konzentrationen schädlicher Elemente liefert. Dieses soll in einer Reihe von Verarbeitungsschritten zu hochreiner Phosphorsäure in Batteriequalität verarbeitet werden und danach direkt in die Lieferketten großer nordamerikanischer LFP-Batteriehersteller wandern, die aktives LFP-Kathodenmaterial in Batteriequalität benötigen.

    Einen wichtigen Meilenstein in der Firmenhistorie konnte First Phosphate mit der Inbetriebnahme einer Pilotanlage zur Herstellung von Phosphatkonzentrat, die sich in den Anlagen der SGS Canada Inc. in Quebec befindet, feiern. Bisherige Testergebnisse zeigen eine Gewinnungsrate von 91,4 %. Bisher wurden insgesamt 900 kg Konzentrat mit einem Phosphatgehalt von 40,2 % produziert. Die folgende Aufbereitung des Materials wird von den Partnern übernommen. Dabei ist Prayon für die Herstellung von gereinigter Phosphorsäure in LFP-Qualität zuständig, während Hydro Quebec die Produktion von kathodenaktivem Material für die LFPs übernimmt. Die gesamte Produktion erfolgt gemäß ESG-Standards. Neben dem Phosphat besteht die Möglichkeit einer sekundären Rückgewinnung von Eisen, Eisensulfat und Titan.

    Nach einer starken Korrektur in den vergangenen Monaten bildet die Aktie von First Phosphate im Bereich von 0,35 CAD einen Boden aus. Ein Überschreiten der Marke von 0,44 CAD würde ein markantes Kaufsignal ausbilden, mit einem kurzfristigen Potenzial bis in den Bereich um 0,55 CAD.

    BASF – Aufwärts trotz Gewinnwarnung

    Schon optimistischere Zeiten erlebten Unternehmen aus der Chemieindustrie. Die schwache Nachfrage aufgrund der rezessiven Aussichten drücken auf die Erlöse und die Margen. Nachdem Clariant, Evonik und auch Lanxess ihre Jahresprognosen kappen mussten, erwischte es nach einem ernüchternden zweiten Quartal auch BASF.

    Der global größte Chemiekonzern rechnet für das laufende Geschäftsjahr mit Umsätzen in einer Spanne zwischen 73 und 76 Mrd. EUR sowie einem EBIT zwischen 4,0 und 4,4 Mrd. EUR. Ursprünglich ging die Firmenleitung von Erlösen von 84 bis 87 Mrd. EUR und einem EBIT zwischen 4,8 bis 5,4 Mrd. EUR aus. Im Vorjahr betrug diese Kennziffer noch 6,9 Mrd. EUR. Nachdem die Branche bereits reihenweise ihre Schätzungen nach unten schraubte, war die Umsatz- und Gewinnwarnung beim DAX-Konzern für die Analysten keine weitere Überraschung.

    So wiederholten die Experten von Deutsche Bank Research nach den Quartalszahlen ihr Kursziel für den Branchenprimus von 54 EUR und votierten auf „Buy“. Die US-Bank J.P. Morgan sieht weiterhin ein Kursziel von 58 EUR mit dem Anlageurteil „Overweight“.


    Trotz einer Umsatz- und Gewinnwarnung zeigen sich die Analysten positiv für den Chemieriesen BASF. Bei Plug Power konnte sich das Chartbild in den vergangenen Tagen deutlich aufhellen. First Phosphate konnte mit dem Start einer Pilotanlage einen Meilenstein verbuchen.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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    Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von Antimony Resources Corp.

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