07.07.2026 | 04:00
1.000 % Chip-Rally beendet? Kommt es nun zu Übernahmen? AMD, Power Metallic, Infineon und Aixtron im Fokus
In den vergangenen zwei Jahren hat der Philadelphia Semiconductor Index (SOX) eine historische Rally vollzogen und unter dem Strich um rund 125 % zugelegt. Getrieben durch den massiven Boom bei künstlicher Intelligenz erreichte der Index im Juni 2026 ein Allzeithoch von über 14.600 Punkten, bevor er dann in eine stärkere Konsolidierung überging. In der letzten Woche verließ der vielbeachtete Index mit 12.626 und einem kräftigen Tagesverlust von 5,4 % den volatilen Handel. Berichte über drohende Überkapazitäten bei KI-Rechenzentren brachten die zuletzt explodierten Kurse von Branchengrößen wie Micron, AMD und Applied Materials unter Druck. Kräftig erwischt hat es auch die beiden deutschen Chip-Hoffnungen Infineon und Aixtron. Power Metallic Mines besitzt mit dem NISK-Projekt eine vielversprechende Polymetall-Liegenschaft in Quebéc mit Schwerpunkt auf Kupfer, Gold und Nickel. Die Korrektur in dieser Aktie ist schon vollzogen, seit einigen Tagen geht es wieder steil nach oben. Ein tieferer Blick lohnt!
Lesezeit: ca. 5 Min.
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Autor:
André Will-Laudien
ISIN:
POWER METALLIC MINES INC. | CA73929R1055 | TSXV: PNPN , OTCBB: PNPNF , ADVANCED MIC.DEV. DL-_01 | US0079031078 , INFINEON TECH.AG NA O.N. | DE0006231004 , AIXTRON SE NA O.N. | DE000A0WMPJ6
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
André Will-Laudien
Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.
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Infineon und Aixtron – Die deutschen Chip-Gewinner
Selten machen deutsche Titel eine NASDAQ-Hausse - wie zuletzt bei den Halbleitern- so richtig mit. Von der globalen Digitalisierung und der Energiewende hat in den letzten Jahren beispielsweise Siemens Energy massiv profitiert. Aktuell treibt der Spießrutenlauf um die Bestückung von 1.200 HyperScaler-Rechenzentren weltweit die Preise für Bauteile und Speicher teilweise um zweistellige Raten nach oben. Das beflügelt auch hiesige Technologiekonzerne. Während Infineon Chips direkt für Endmärkte wie Elektromobilität und erneuerbare Energien liefert, profitiert Aixtron als Ausrüster von den Kapazitätserweiterungen der auf hohem Niveau ausgelasteten Chipfabriken. Der Trend zur Verwendung von Galliumnitrid und Siliziumkarbid verbindet beide Akteure auf technologische Weise. Infineon nutzt diese neuen Materialien für effizientere Leistungshalbleiter in modernen Wechselrichtern. Aixtron liefert genau die Anlagen, die für das präzise Aufbringen dieser Schichten notwendig sind. Dadurch besetzen beide Konzerne kritische Schlüsselpositionen in der globalen Wertschöpfungskette. Trotz zyklischer Schwankungen im Halbleitermarkt sichert die technologische Marktführerschaft beiden Unternehmen aber langfristiges Wachstum.
Der DAX-Wert Infineon stieg von April 2025 ausgehend von 24 EUR auf über 90 EUR im Juni 2026 – fast eine Vervierfachung. Mit einer Marktkapitalisierung von 115 Mrd. EUR erreicht der Titel sogar wieder die Höchststände kurz nach der Emission zu 35 EUR im März 2000. Bis ins Jahr 2009 entwickelte sich der Titel wegen einer zyklischen Abschwungsphase vehement abwärts bis auf Pennystock-Niveau. 24 von 30 Analysten auf der Plattform LSEG sind aktuell aber positiv gestimmt und erwarten für Infineon einen 12-Monats-Durchschnittskurs von 84,50 EUR, allerdings hat sich das KGV 2026/27 allein in den letzten zwei Monaten glatt von 22 auf 44 verdoppelt. Aixtron hat die Aufwärtswelle auch voll mitgenommen und kann sich von rund 16 EUR im Oktober auf knapp 63 EUR nach oben entwickeln. Hier sind die Analysten mit Kursziel 47,50 allerdings sehr vorsichtig. Ob die aktuelle Dynamik bis in den Sommer anhält, darf bezweifelt werden, denn der Aufschwung ging viel zu schnell vonstatten.
AMD – Mit 850 Mrd. USD bald im Billionärs-Club?
Besonders ausgeprägt verlief die Kursexplosion bei Advanced Micro Devices. Denn Anfang des Jahres notierte der Titel noch im Band zwischen 170 und 220 USD, in der letzten Woche wurde ein Top von 584 USD erreicht. Seit März kam es aber zu einer Explosion der Preise bei Ryzen-PC-Prozessoren, was die Brutto-Marge auf über 50 % anwachsen ließ. Ursächlich resultiert die Hausse aus der erfolgreichen Transformation des Konzerns zu einem führenden Akteur im globalen KI-Infrastrukturmarkt. Das Produktportfolio von AMD gliedert sich heute in hochmoderne KI-Beschleuniger der Instinct-Serie, welche als direkter Rivale zu Nvidias Hardwareplattformen in den Cloud-Clustern von Tech-Giganten wie Meta und Microsoft zum Einsatz kommen. Wall-Street-Analysten bewerten diese breite Aufstellung äußerst positiv und prognostizieren AMD durch die fortlaufende Verdrängung des Konkurrenten Intel ein langfristig adressierbares Marktpotenzial von über 120 Mrd. USD. Investoren honorieren vor allem das explosive Wachstum im Rechenzentrum-Segment, wo der Quartalsumsatz getrieben durch die rasant steigende Nachfrage nach KI-Inferenz- und „Agentic AI“-Workloads um über 50 % nach oben schnellte. Diese dynamische Entwicklung hat die Profitabilität des Halbleiterherstellers spürbar beflügelt, die Umsätze sollen sich in 2026e von 34,6 auf knapp 50 Mrd. USD nach oben schrauben. Mit einer Marktkapitalisierung von 880 Mrd. USD notiert die Aktie nun knapp an der Billionen-USD-Grenze. Die nächsten Zahlen werden für den 4. August erwartet, bei der letzten Veröffentlichung ging es rasant um 25 % nach oben. Die Spannung steigt!
Power Metallic Mines – Die Aufholjagd beginnt
Wer CEO Terry Lynch sprechen hört, merkt: Der Typ meint es ernst! Mit ordentlich personellem Einsatz und vielversprechenden Finanzierungs-Power entwickelte er die Nisk-Liegenschaft in sehr kurzer Zeit in das aktuelle Pre PEA-Stadium, das heißt alle Arbeiten konzentrieren sich auf die kürzlich anstehende Vormachbarkeits-Studie. Mit dem rasanten Ausbau von Künstlicher Intelligenz, Rechenzentren und moderner Halbleiterfertigung rücken geopolitisch verlässliche Rohstoffquellen zunehmend in den Mittelpunkt der globalen Industriepolitik. Besonders Québec entwickelt sich dank seiner umfangreichen Vorkommen kritischer Metalle, CO₂-armer Wasserkraft und einer konsequenten Rohstoffstrategie zu einem der bedeutendsten nordamerikanischen Zentren für die Versorgung der Hightech-Industrie.
IIF-Moderatorin Lyndsay Malchuk interviewte CEO Terry Lynch über die anstehenden Schritte zur PEA und den Ausblick auf 2027. Hier geht´s zum Video…
In diesem Umfeld positioniert sich Power Metallic Mines als wachstumsorientierter Explorer mit dem Ziel, aus einem aussichtsreichen Polymetall-Projekt einen strategisch wichtigen Lieferanten für Kupfer, Nickel und Platingruppenmetalle zu formen. Herzstück ist das NISK-Projekt mit den Zonen Lion, Nisk und Tiger, auf denen inzwischen rund 330 Quadratkilometer aussichtsreiches Explorationsgebiet kontrolliert werden. Allein bis Ende 2026 sollen rund 100.000 Bohrmeter niedergebracht werden – ein Umfang, der den industriellen Anspruch des Unternehmens eindrucksvoll unterstreicht. Die jüngsten Bohrergebnisse liefern dafür weiteres Fundament: So wurden unter anderem 13,3 Meter mit 3,98 % Kupferäquivalent in geringer Tiefe sowie weitere 5,26 Meter mit 8,45 % Kupferäquivalent durchschnitten. Frühere Spitzenabschnitte mit zweistelligen Kupferäquivalent-Gehalten bestätigen zusätzlich die außergewöhnliche Metallintensität der Lion-Zone. Ende Juli wird die erste NI-43-101-konforme Ressourcenschätzung für Lion erwartet, die gemeinsam mit der bestehenden Ressource auf Nisk den Ausgangspunkt für eine anschließende Wirtschaftlichkeitsstudie bilden soll. Die eh schon solide Kapitalbasis wurde zuletzt durch eine Finanzierung über rund 28 Mio. CAD nochmals gestärkt, wobei sich auch Ankerinvestor Eric Sprott weiter öffentlichkeitswirksam beteiligte.
Doch man richtet die Augen auch Richtung Übersee. Denn parallel erweitert Power Metallic seinen strategischen Horizont außerhalb Kanadas und baut über seine Tochtergesellschaft in Saudi-Arabien eine zweite Projektplattform in einer international stark geförderten Bergbauregion auf. Die Kombination aus einem großflächigen Landpaket, wachsender finanzieller Schlagkraft und mehreren unmittelbar bevorstehenden technischen Meilensteinen verschafft dem Unternehmen eine attraktive Ausgangslage. Sollte die kommende Ressourcenschätzung die bisherigen Bohrerfolge bestätigen und die anschließende Wirtschaftlichkeitsanalyse positive Kennzahlen liefern, könnte Power Metallic Mines seinen Platz unter den aussichtsreichen nordamerikanischen Entwicklern kritischer Rohstoffprojekte weiter festigen. Eine Marktkapitalisierung von über 260 Mio. CAD verdeutlicht die Relevanz des aufstrebenden Explorers in Richtung Developer oder mit Sicht auch hin zu einem attraktiven Übernahmedeal. Weiter einsammeln!

Wer im Markt für kritische Metalle mitspielen will, sollte gezielt auf Projekte mit echter Substanz setzen. Power Metallic Mines bringt dafür eine Liegenschaft mit, die über Jahrzehnte Potenzial bietet. Für dynamisch ausgerichtete Anleger gehört auch ein mögliches Übernahmeszenario in die Kalkulation. Chip-Aktien klettern aktuell mit jeder neuen Nachricht weiter nach oben – bei gleichzeitig hoher Volatilität. Umso wichtiger bleibt eine breite Diversifikation über Themen und Regionen, um das Portfolio-Risiko spürbar zu senken.
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