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14.08.2026 | 05:00

Rechenzentren und Atomenergie: Microsoft investiert, NexGen will Uran fördern, Standard Uranium als Hoffnungsträger

  • KI-Rechenzentren
  • Atomenergie
  • Technologie
Bildquelle: Nano Banana KI

Strom muss fließen! Das gilt umso mehr im KI-Zeitalter. Rund um die Welt werden Rechenzentren gebaut. Doch diese Anlagen benötigen eine Menge Energie. Auch können Rechenzentren nicht warten, bis die Sonne scheint oder der Wind weht. Was also tun? Neben Gaskraftwerken kommt zunehmend auch wieder Atomstrom zum Einsatz. Dieser ist klimaneutral und grundlastfähig. Wir beleuchten drei Unternehmen rund um das Thema Energie für Rechenzentren und zeigen Investoren potenzielle Chancen auf.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: STANDARD URANIUM LTD. | CA85422Q8487 | TSXV: STND , OTCQB: STTDF , NEXGEN ENERGY LTD | CA65340P1062 , MICROSOFT DL-_00000625 | US5949181045

Inhaltsverzeichnis:


    Microsoft braucht Grundlast

    Wer die digitale Zukunft gestalten will, muss Energie bereitstellen. Microsoft verbuchte im Geschäftsjahr 2026 zwar einen Rekordumsatz von 331,8 Mrd. USD und schraubte den Nettogewinn auf 133,7 Mrd. USD nach oben, doch der Ausbau der Azure-Infrastruktur frisst dennoch Unsummen an Kapital. Allein im vierten Quartal flossen über 40 Mrd. USD in Investitionen, während die Gesamtausgaben im Kalenderjahr die Marke von 175 Mrd. USD erreichten. Das Microsoft-Management rechnet für das erste Quartal des kommenden Geschäftsjahres bereits mit weiteren Ausgaben von rund 50 Mrd. USD. Um genug Strom für seine Rechenzentren zu haben, sicherte sich Microsoft über einen Vertrag mit 20 Jahren Laufzeit die vollständige Kapazität des 835-MW-Reaktors Three Mile Island Unit 1. Parallel dazu investiert man in Fusionsenergie sowie Digitalisierungslösungen für modulare Kleinreaktoren. Microsoft hat verstanden, dass es ohne Energie kein Wachstum gibt.

    Angehender Uranproduzent NexGen erhält wichtige Genehmigungen

    Der Bedarf von Big Tech steigert auch das Interesse an Unternehmen aus dem Uransektor. NexGen schaffte im März dieses Jahres den Durchbruch und sicherte sich die finale Genehmigung für den Schachtbau und die Errichtung seines Rook-I-Projekts. Die Kanadier besitzen mit der Arrow-Lagerstätte ein Vorkommen von 257 Mio. Pfund Uran, wovon erhebliche Teile sehr hohe Gehalte von bis zu 15,9 % aufweisen. Die geschätzten Investitionskosten belaufen sich auf 2,2 Mrd. CAD. Mit liquiden Mitteln von rund 756 Mio. CAD geht NexGen in diesen Wochen in die Bauphase über, um ab 2029 / 2030 jährlich bis zu 30 Mio. Pfund Uran zutage zu fördern. Schon heute hat NexGen Abnahmeverträge über 5 Mio. Pfund Uran mit Versorgern aus den USA geschlossen.

    Standard Uranium: Großer Fußabdruck im Patterson Lake Distrikt

    In einer vielversprechenden Nische agiert der Uran-Explorer Standard Uranium. Das Unternehmen hält im kanadischen Athabasca-Becken ein umfassendes Projekt-Portfolio von insgesamt über 234.700 Acres. Flaggschiff-Projekt ist Davidson River, welches sich über 30.737 Hektar erstreckt und lediglich 25 km westlich der Arrow-Lagerstätte von NexGen liegt. Die Geologie vor Ort deutet auf ertragreiche Erzkörper hin. Statt regelmäßig frisches Kapital aufnehmen zu müssen, nutzt das Management ein durchdachtes Generatoren-Modell, das auf Kooperationspartner setzt. Diese Partner übernehmen die Explorationsarbeit auf Nebenflächen gegen Projektanteile, wodurch Standard Uranium flexibel bleibt, ohne zu große Rechte abtreten zu müssen. Die eigenen Mittel lenkt das Unternehmen bevorzugt in das Projekt Davidson River, wo im Frühjahr 2026 ein Bohrprogramm über 8.000 bis 10.000 m startete, das anschließend sogar erweitert wurde.

    Standard Uranium als Geheimtipp?

    Partnerschaften als Werttreiber

    Neben Davidson River entwickeln sich auch die Nebenprojekte weiter. Auf den Liegenschaften Corvo und Rocas haben die Joint-Venture-Partner Aventis und Collective Metals Anfang 2026 bereits rund 3.419 m gebohrt, erste Ergebnisse liegen bereits vor. Auch das 19.603 Hektar große Sun-Dog-Projekt, welches Ende 2025 vollständig in den Besitz von Standard Uranium zurückgefallen ist, kann nach abgeschlossenen Messarbeiten erneut an strategische Partner vergeben werden. Dank des frischen Kapitals aus Kapitalmaßnahmen im August 2026 in Höhe von 964.700 CAD sowie einer strategischen Investitionsvereinbarung über 3 Mio. CAD ist das Unternehmen finanziell gut aufgestellt, um in einem einzigen Kalenderjahr mehrere Bohrprogramme zeitgleich umzusetzen. Das dürfte für Newsflow sorgen.

    Standard Uranium auf dem Radar der Branchenkenner

    Die Aktie von Standard Uranium ist im vergangenen halben Jahr kaum in Schwung gekommen. Ursächlich dürfte auch das vergleichsweise frühe Projektstadium sein. Schlagen sich die Prognosen für den künftigen Energiebedarf jedoch in einer höheren Nachfrage nach Uran nieder und macht Standard Uranium auf Davidson River und den Nebenprojekten Fortschritte, könnte auch die Aktie von Standard Uranium mehr Aufmerksamkeit bekommen. Das Unternehmen agiert in der spannendsten Uran-Region der Welt, die zudem kaum geopolitische Risiken birgt. Da das smarte Generatoren-Modell Fortschritte mit begrenzten Risiken verspricht, hat Standard Uranium zudem mehrere Eisen im Feuer und dürfte auch für mehr Newsflow sorgen als vergleichbare Smallcaps. Die Aktie ist ein klarer Fall für die Watchlist. Uran hat Zukunft, Standard Uranium ist eine vielversprechende Wette darauf.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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