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29.07.2025 | 05:30

RENK, Almonty Industries, thyssenkrupp: Drei Aktien, die JETZT von der neuen Sicherheitsdividende profitieren

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Bildquelle: pixabay.com

Geopolitische Turbulenzen beschleunigen Wachstum in Schlüsselsektoren. Während Verteidigungsbudgets weltweit steigen und Lieferketten neu justiert werden positionieren sich spezialisierte Player als unverzichtbare Partner. Hohe Nachfrage nach sicherheitskritischer Technologie, strategischen Rohstoffen und transformierten Industrielösungen treibt diese Entwicklung voran und beschert ausgewählten Unternehmen außergewöhnliche Momentum. Wer jetzt profitiert zeigt der Blick auf RENK, Almonty Industries und thyssenkrupp.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: RENK Group AG | DE000RENK730 , ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203987072 , THYSSENKRUPP AG O.N. | DE0007500001

Inhaltsverzeichnis:


    RENK - starker Jahresstart mit Rekorden und Analystenoptimismus

    RENK startet dynamisch ins Jahr 2025. Der Antriebsspezialist hat seinen Auftragseingang im ersten Quartal mit einem Plus von 163,5 % mehr als verdoppelt und damit einen neuen Rekord-Auftragsbestand von 5,5 Mrd. EUR aufgebaut. Das stellt eine hervorragende Basis für die kommenden Jahre dar. Auch beim Umsatz und operativen Gewinn legte das Unternehmen kräftig zu. Der Umsatz stieg um 14,7 % auf 273 Mio. EUR, das bereinigte EBIT sogar um über 38 % auf 38 Mio. EUR. Die EBIT-Marge verbesserte sich deutlich auf 14,1 %. Treiber dieses starken Starts ist eindeutig das Verteidigungsgeschäft. Die Führung bestätigt ihre Prognose für das Gesamtjahr.

    Schaut man genauer auf die Segmente wird das Bild klarer. Die Sparte Vehicle Mobility Solutions (VMS) sprintet voran. Der Auftragseingang hat sich vervierfacht, der Umsatz liegt bei plus 28 %, das EBIT bei plus 47 %. Hier laufen große Rüstungsaufträge ein, wie für US-Kampffahrzeuge. Das Marine- & Industriegeschäft (M&I) zeigt gemischte Signale. Während der Auftragseingang um 25 % wuchs sank der Umsatz leicht, was auf Projektverschiebungen zurückgeführt wird. Die Profitabilität verbesserte sich hier jedoch stark. Das Segment Gleitlager lief solide nach Plan, mit moderatem Umsatz- und EBIT-Wachstum, wenn auch der Auftragseingang leicht nachgab.

    Die positive Entwicklung findet auch bei Analysten Beachtung. Mehrere Analysten haben kürzlich ihre Kursziele für RENK deutlich angehoben, was das Vertrauen in die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens unterstreicht. Berenberg beispielsweise setzt sein Ziel auf 84 EUR hoch, Kepler Cheuvreux sogar auf 85 EUR und hebt gleichzeitig die Einstufung auf "Kaufen". Auch die Deutsche Bank zeigt sich optimistischer und erhöhte ihr Ziel auf 73 EUR. Sie begründen dies vor allem mit der starken operativen Dynamik, dem riesigen Auftragsbestand und dem anhaltenden Rückenwind durch globale Verteidigungsausgaben. Diese Einschätzungen signalisieren weiteres Vertrauen in das Wachstumsmodell von RENK. Die Aktie ist derzeit für 68,35 EUR zu haben.

    Almonty Industries - Wolfram-Juwel mit unterschätztem Strategiewert

    Während manche Konkurrenten wie MP Materials im Sektor für kritische Mineralien von politischen Signalen und hoher Sichtbarkeit profitieren, zeigt sich bei Almonty Industries noch ein markanter Bewertungsunterschied. Das Unternehmen baut reale Infrastruktur auf, verringert westliche Abhängigkeiten von China und dominiert den strategischen Wolframmarkt. Trotz greifbarer Fortschritte und laufender Produktion in Europa wird es jedoch weiter wie ein reines Explorationsunternehmen taxiert, obwohl Mitbewerber mit schwächeren Fundamentaldaten höhere Bewertungen genießen. Diese Lücke spiegelt weniger betriebliche Realität als vielmehr eine Marktineffizienz wider.

    Der Schlüssel zu Almontys Potenzial liegt im südkoreanischen Sangdong-Projekt. Die Mine hat eine Lebensdauer von über 90 Jahren und verfügt über hochgradige Wolframvorkommen. Es entsteht eine der größten Wolframminen außerhalb Chinas, voll genehmigt und mit staatlicher Unterstützung. Langfristige Abnahmeverträge, auch für die US-Verteidigungsindustrie, sind bereits gesichert. Sangdong fungiert damit nicht nur als Mine, sondern als stabilisierender Pfeiler in fragmentierten Lieferketten. Die aktuelle Bewertung behandelt das Projekt jedoch noch immer als Zukunftsvision, obwohl die Inbetriebnahme in Kürze bevorsteht.

    Die Unterbewertung resultiert laut Analysten vor allem aus geringer Bekanntheit gegenüber besser vermarkteten Playern. Das jüngste NASDAQ-Listing verbessert die Sichtbarkeit deutlich. Entscheidend wird der Produktionsstart in Sangdong sein. Sobald die Produktion dort beginnt wandelt sich Almonty von einer Projektgeschichte zum cashflow-starken Produzenten mit einzigartiger Position. Mehrere Research-Häuser erkennen hier massives Aufholpotenzial. Sphene Capital und GBC sehen Kursziele von 8,40-8,50 CAD. Gestern gab das US-Research Haus Alliance Global Partners seine Studie zur Almonty Aktie heraus mit einem Kursziel von 6,75 USD. Die Analysten verweisen auf die eklatante Bewertungslücke zu vergleichbaren Unternehmen wie MP Materials, trotz deutlich besserer Wachstumsprognosen für Almonty. Der Markt dürfte diese Diskrepanz korrigieren, sobald die operative Leistung sichtbar wird. Aktuell notiert die Aktie bei 3,66 USD an der NASDAQ.

    Lyndsay Malchuk und GBC Analyst Matthias Greiffenberger über Almonty vs. MP Materials

    thyssenkrupp - zwischen Umbau, Marine-Boom und Stahlkrise

    Der Essener Industrieriese treibt seinen Umbau entschlossen voran. Besonders dynamisch läuft die Verselbstständigung der Marinesparte TKMS. Nach dem Aufsichtsratsbeschluss stimmen Aktionäre am 8. August auf einer außerordentlichen Hauptversammlung über den geplanten Börsengang ab. Dabei bleibt Thyssenkrupp mehrheitlich beteiligt. TKMS glänzt mit einem Rekordauftragsbuch von rund 18 Mrd. EUR und wachsender Profitabilität. Die Bundesregierung sichert sich statt einer Beteiligung umfassende Mitspracherechte via "Sicherheitsvereinbarung". Parallel wird die Automotive-Sparte neu strukturiert, um sie kapitalmarktfähig zu machen – mit vier fokussierten Business Units ab Oktober.

    Im Sorgenkind Stahl zeigen sich extreme Gegensätze. Einerseits investiert Thyssenkrupp Steel 800 Mio. EUR in Hightech-Anlagen wie die neue Walzstraße in Duisburg, um Qualität und Effizienz für E-Mobilität und Energiewende zu steigern. Andererseits erfordert das schwache Marktumfeld einen drastischen Schnitt. Das mit der IG Metall ausgehandelte Sanierungspaket sieht vor, dass die Produktionskapazitäten auf 8,7–9 Mio. t sinken, verbunden mit einem Stellenabbau von bis zu 1.600 Arbeitsplätzen bis 2029. Zusätzliche Effizienzmaßnahmen betreffen etwa 3.700 Jobs. Arbeitszeitverkürzungen und Kürzungen von Sonderzahlungen belasten die Belegschaft. Hohe Energiekosten und internationale Strafzölle verschärfen den Druck.

    Die jüngste Kursrallye speist sich vor allem aus Hoffnungen auf Wertfreisetzung durch die TKMS-Abspaltung und Portfoliokonzentration. Die operative Leistung hinkt jedoch hinterher. Umsatz und operativer Gewinn im Stahl- und Automobilgeschäft stagnieren angesichts geringerer Nachfrage und Preisdrucks. Positiv entwickelte sich die Eigenkapitalquote auf solide 37 %. Dank Sondereffekten schloss das Gesamtunternehmen mit einem Nettogewinn von 167 Mio. EUR. Für Investoren bleibt Thyssenkrupp ein Spiel mit Chancen durch den Marine-Boom und Risiken wie die anhaltende Stahlkrise und globale Handelskonflikte. Die Aktionärsentscheidung zu TKMS am 8. August wird entscheidend für die weitere Richtung sein. Aktuell kostet ein Anteilsschein 10,70 EUR.


    Der Bedarf an Sicherheit treibt spezialisierte Unternehmen in Zeiten geopolitischer Spannungen voran. RENK profitiert mit Rekordaufträgen und starkem Verteidigungsgeschäft, gestützt durch Analystenoptimismus und klare Wachstumsdynamik. Almonty Industries bleibt ein unterschätztes Juwel. Das Wolfram-Projekt Sangdong, dessen Produktionsstart bevorsteht, positioniert es als strategischen Rohstoffpfeiler außerhalb Chinas. Die aktuelle Bewertung spiegelt dieses Potenzial noch nicht wider. thyssenkrupp balanciert zwischen Chancen wie dem Marine-Boom mit TKMS und Altlasten.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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