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08.10.2024 | 05:10

Rio Tinto, Saturn Oil + Gas, BP – Insider nutzen die Rohstoffkorrektur

  • Rohstoffe
  • Öl
  • Lithium
Bildquelle: pixabay.com

Konjunktursorgen und sogar Rezessionsängste ließen die Kurse der meisten Rohstoffe in den vergangenen Monaten einbrechen. So verlor das für die Energiewende elementare Metall Lithium rund 90 % seines Wertes. Auch am Ölmarkt kam es trotz geopolitischer Unsicherheiten im Nahen Osten zu drastischen Kursrückgängen. Dass die Nachfrage sowohl bei kritischen Metallen als auch beim schwarzen Gold wieder anziehen sollte, sind sich Insider einig und gehen auf Einkaufstour, um für den folgenden Aufwärtsimpuls gewappnet zu sein.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: Saturn Oil + Gas Inc. | CA80412L8832 , BP PLC DL-_25 | GB0007980591 , RIO TINTO PLC LS-_10 | GB0007188757

Inhaltsverzeichnis:


    Rio Tinto greift nach Lithiumperle

    Der Kurs des für die Energiewende elementaren Metalls Lithium befindet sich seit dem Hoch im Dezember 2022 im Steilflug und verlor rund 90 % seines Wertes. Nach einer wochenlangen Seitwärtsbewegung zeigen sich jedoch bereits in den Indikatoren Zeichen einer möglichen Trendwende. Dass sich der Rohstoff aufgrund der Verwendung in Batterien der erneuerbaren Energien und Elektroautomobile einer stetig steigenden Nachfrage erfreut, steht außer Frage. Einzig das chinesische Überangebot steht einem Aufwärtsschub noch entgegen.

    Die Zeichen der Zeit erkannt hat der australische Bergbaugigant Rio Tinto, der jetzt, nach Meinungen von Experten am Tiefpunkt, mit dem Kauf des Produzenten Arcadium Lithium, zu einem der größten globalen Lithiumlieferanten emporsteigen würde. Durch den Kauf würde Rio Tinto Zugang zu Lithiumminen, Verarbeitungsanlagen und Lagerstätten in Argentinien, Australien, Kanada und den Vereinigten Staaten erhalten, um das Wachstum über Jahrzehnte hinweg anzukurbeln, sowie einen Kundenstamm, zu dem Tesla, BMW und General Motors gehören, hinzugewinnen.

    Wie die Nachrichtenagentur Reuters am Freitag berichtete, unterhalten sich beide Parteien über einen Kaufpreis zwischen 4 bis 6 Mrd. USD. Die australischen Aktien von Arcadium Lithium explodierten daraufhin im Anschluss auf 6,29 AUD, ein Plus von 50 %.

    Saturn Oil & Gas – Endlich sichtbar

    Beim Thema Zukäufe war das expandierende Energieunternehmen aus Calgary schon seit mehreren Jahren aktiv und konnte seine tägliche Förderleistung seit der letzten Übernahme im Mai im südlichen Saskatchewan auf aktuell über 39.000 Barrel Öläquivalent vervielfachen. Dies brachte dem Unternehmen um den erfahrenen CEO John Jeffrey Platz 4 in der Rangliste 2024 der "Canada's Top Growing Companies" des Magazins "Report on Business" ein. Zudem wurde Saturn Oil & Gas zum zweiten Mal nacheinander zum am schnellsten wachsenden Öl- und Gasunternehmen gekürt.

    Neben den getätigten Akquisitionen konnten die Kanadier ein weiteres Kaufargument vermelden. So will das Unternehmen innerhalb der kommenden 12 Monate bis zu 10 % des aktuellen Aktienstreubesitzes zurückkaufen. Die Analysten von Ventum Capital Markets sehen diesen Schritt mit Wohlwollen, schließlich zeige Saturn Oil & Gas endlich das Free-Cashflow-Potenzial des Unternehmens.
    Bislang lag der Fokus auf der Schuldentilgung. Außerdem besitzt der Ölproduzent Barmittel in Höhe von rund 81 Mio. CAD, womit die Schuldentilgungssumme für das Gesamtjahr fast gedeckt sei. Insgesamt ständen damit noch über 100 Mio. CAD an freiem Cashflow zur Verfügung.

    Im Vergleich zur Peer Group sehen die Analysten eine deutliche Unterbewertung. So liegt der Enterprise Value zum Discounted Cashflow für das Jahr 2025 bei 2,3, während ähnliche Unternehmen auf einen Wert von 3,6 kommen. Das Kursziel setzten die Experten auf 7,50 CAD, das Anlageurteil lautet „Kaufen“.

    Das Management von Saturn Oil & Gas wird das Unternehmen anlässlich des virtuellen 12. International Investment Forum IIF am 15. Oktober präsentieren. Die Anmeldung zum kostenlosen Event erfolgt hier.

    BP mit Strategiewechsel

    Die grüne Welle und die Vorgabe, die Öl- und Gasförderung bis 2030 zu drosseln, scheint beim britischen Energieriesen BP Geschichte zu sein. Ursprünglich war angedacht, die Fördermenge bis 2030 um 40 % zu senken und gleichzeitig die erneuerbaren Energien rasch auszubauen. Dieses Ziel wurde jedoch Anfang des Jahres bereits auf 25 %, was einer Fördermenge von 2 Mio. Barrel pro Tag am Ende des Jahrzehnts entspräche, zurückgefahren.

    Geht es nach dem neuen CEO Murray Auchincloss, soll das Produktionsziel für 2030 gänzlich gestrichen werden und aufgrund von Renditegesichtspunkten das Augenmerk vermehrt auf Renditen und Investitionen vor allem in den Bereichen Öl und Gas erfolgen.

    So befindet sich BP derzeit in Gesprächen über Investitionen in drei neue Projekte im Irak, darunter eines im Majnoon-Feld, so die Quellen. BP hält einen Anteil von 50 % an einem Joint Venture, dass das riesige Rumaila-Ölfeld im Süden des Landes betreibt, wo das Unternehmen seit einem Jahrhundert tätig ist.

    Im August unterzeichnete BP eine Vereinbarung mit der irakischen Regierung zur Erschließung und Erkundung des Ölfeldes Kirkuk im Norden des Landes, die auch den Bau von Kraftwerken und Solarkapazitäten umfasst. Zudem haben die Briten angekündigt, im Golf von Mexiko die Erschließung von Kaskida, einem großen und komplexen Reservoir, voranzutreiben.


    Die günstigen Kurse bei Rohstoffunternehmen nutzen Giganten wie Rio Tinto oder BP, um ihr Portfolio zu erweitern und um für die nächste Aufwärtsbewegung gerüstet zu sein. Durch die bereits getätigten Akquisitionen sehen Analysten bei Saturn Oil & Gas Vervielfachungspotenzial.


    Interessenskonflikt

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    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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