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02.06.2023 | 05:10

ThyssenKrupp, Orestone Mining, Nevada Copper - Optimistisch in die Zukunft

  • Kupfer
  • erneuerbare Energien
  • Elektromobilität
Bildquelle: pixabay.com

Insgesamt ist Kupfer aufgrund seiner hervorragenden elektrischen Leitfähigkeit, Korrosionsbeständigkeit und Zuverlässigkeit ein unverzichtbarer Bestandteil der grünen Transformation. Es ermöglicht die effiziente Nutzung erneuerbarer Energien, fördert die Elektromobilität und unterstützt den Aufbau einer nachhaltigen Infrastruktur. Aufgrund von Rezessionsängsten korrigierte der Basispreis in den vergangenen Monaten stark. Langfristig dürfte Kupfer aufgrund der hohen Nachfrage und des zu geringen Angebots einen erneuten Anlauf zu neuen Höchstständen unternehmen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: NEVADA COPPER CORP. | CA64128F7039 , THYSSENKRUPP AG O.N. | DE0007500001 , ORESTONE MINING CORP. | CA6861543032

Inhaltsverzeichnis:


    ThyssenKrupp – Klare Ansage

    Als Startschuss äußerte sich der neue CEO, Miguel Angel Lopez Borrego, auf dem Business Netzwerk Linkedin und gab eine klare Ansage, wohin er den Industriekonzern mit Schwerpunkt in der Stahlverarbeitung in Zukunft führen will. Als Ziel nennt der Firmenlenker eine Schlüsselrolle bei der Gestaltung der grünen Transformation. So wollen die Essener die Stahlerzeugung auf klimaneutral umstellen. Zudem soll der IPO der Tochter Nucera forciert werden. Diese bietet global führende Technologien für hocheffiziente Elektrolyse-Anlagen. Das Unternehmen verfügt über umfangreiches Know-how in Planung, Beschaffung und Bau von elektrochemischen Anlagen.

    Bleibt nur zu hoffen, dass der Börsengang des in Dortmund niedergelassenen Unternehmens besser vonstattengeht, als die geplante Meisterschaftsfeier der Borussia. Zumindest versuchte Lopez, die Pläne im astreinen Fußballdeutsch zu erklären. So habe ThyssenKrupp in den vergangenen Jahren Stärke aufgebaut. „Es ist für uns an der Zeit, Tore zu schießen, oder wie man im Ruhrgebiet sagt: Entscheidend is' auf'm Platz!", so der neue Vorstandsvorsitzende. Er könne den Ball nicht im Alleingang ins Tor schießen. „Ich glaube jedoch, dass wir gemeinsam das Beste aus unserem Team und dem Unternehmen als Ganzes herausholen können."

    Den Optimismus, den der designierte CEO verbreitet, teilen die Börsianer aktuell noch nicht. Mit 6,48 EUR liegt die Aktie knapp vor dem seit September 2022 etablierten Aufwärtstrend bei 6,34 EUR. Ein Bruch würde ein Verkaufssignal mit einem nächsten Kursziel von zunächst 6,00 EUR generieren.

    Orestone Mining – Potential bestätigt

    Der Börsenwert von lediglich 2,27 Mio. CAD spiegelt das Potenzial des Gold-Kupfer-Porphyr-Projekts Captain kaum wider, vor allem wenn man bedenkt, dass in der Vergangenheit bereits rund 5,4 Mio. CAD in die 105 km² große Liegenschaft investiert und 8.000 Bohrmeter zurückgelegt wurden. Die von einer erstklassigen Infrastruktur umgebene Liegenschaft befindet sich lediglich 41 km nördlich von Fort St. James und 30 km südlich der Kupfer-Gold-Mine Mt. Milligan in North Central British Columbia.

    Bereits im vergangenen Jahr wurden Anomalien im Boden mit Goldgehalten bis zu 0,84 g/t und 1.700 ppm Kupfer ab einer Tiefe von 500 m identifiziert, welche sich nach unten von anfänglich 300 m Breite in einer Tiefe von 1.300 m in Form einer Pyramide bis auf 1.500 m Breite ausdehnen. Mit Vorbereitung auf das aktuelle Bohrprogramm, für das laufende Jahr sind mindestens 2 Bohrlöcher mit einer Tiefe von 1000 m geplant, um die dortige Gesteinsstruktur analysieren und präzisieren zu können, wurden strukturelle und geologische Daten zusammengestellt sowie magnetbasierten Widerstandsmessung aus der Luft vorgenommen.

    Kürzlich wurden die hochmineralisierten Gold-Kupfer-Erzgänge abgegrenzt und damit die Potentiale für ein großes Porphyr-System bestätigt. Insgesamt plant das erfahrene Management, welches bereits an der Exploration von insgesamt 15 Minen beteiligt war, die Beschaffung von 1,5 Mio. CAD über den Kapitalmarkt. Aktuell notiert die Aktie bei 0,04 CAD, nur knapp unter ihrem Jahreshoch. Das Allzeithoch stammt aus dem Juli 2020 bei 0,275 CAD.

    Nevada Copper – Altaktionäre stützen

    Bereits 1999 wurde das Unternehmer aus Vancouver gegründet und verfolgt das Ziel, mit dem Pumpkin Hollow Kupferprojekt in Nevada, eine der einzigen produktionsbereiten neuen Kupferquellen in Nordamerika zu erschließen. Das Pumpkin Hollow-Projekt verfügt über Kupfer-, Gold- und Silber-Ressourcen und hat eine Größe von 43,22 km². Zu den beiden genehmigten Projekten gehören die höherwertige Untertagemine und Aufbereitungsanlage, die derzeit wieder in Betrieb genommen wird, sowie ein großes Tagebauprojekt im PFS-Stadium. Bis Ende 2023 will das Unternehmen durch den Hochlauf der Untertagemine eine Nennproduktionskapazität von 5.000 t pro Tag erreichen.

    Mit dem Abschluss des öffentlichen Angebots und Bruttoerlösen in Höhe von 52,9 Mio. CAD konnte nun weiterer wichtiger Schritt gegangen werden. Insgesamt wurden 196.038.400 Einheiten zu einem Preis von 0,27 CAD ausgegeben, wobei jede Einheit aus einer Stammaktie und einem halben Optionsschein besteht. Der bisherige Großaktionär Pala Investments erwarb insgesamt 108.442.714 Einheiten, was einen Gegenwert von 29,3 Mio. CAD darstellt und baute seine Beteiligungsquote auf 47 % aus. Der zweite Großaktionär, Mercuria Energy Holdings, nahm mit einem Gegenwert von 6,7 Mio. CAD an der Kapitalmaßnahme Teil. Dessen Anteil schmolz von 24 % auf nunmehr 23 %. Insgesamt lag das Finanzierungspaket, das am 9. Mai veröffentlicht wurde, bei 115 Mio. CAD.

    Der Aktienkurs von Nevada Copper verlor nach den erneuten Verzögerungen seit Ende Januar 2023 in der Spitze rund 60 % an Wert und notiert aktuell bei 0,20 CAD. Positive Ergebnisse im Hinblick auf den Hochlauf der Untertagemine dürften dem ausgebombten Wert wieder Leben einhauchen.


    Die grüne Transformation benötigt viele Metalle wie Stahl und Kupfer. ThyssenKrupp will ein Schlüsselunternehmen der grünen Transformation werden. Nevada Copper konnte ein Riesen-Finanzierungspaket mit einer erfolgreichen Platzierung abschließen. Orestone Mining startet in Kürze sein Bohrprogramm.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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