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22.07.2025 | 05:00

Top-CEO warnt vor Weltwirtschaftskrise – jetzt Depot absichern: NEL, Evonik, Dryden Gold

  • Wasserstoff
  • Industrie
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Bildquelle: pexels.com

Es sind Worte, die Angst machen: Evonik-Chef Christian Kullmann sieht die Wirtschaft angesichts der ständigen Zoll-Drohungen am Rande einer Weltwirtschaftskrise. Der CEO fordert in Deutschland mehr wirtschaftliche Freiheiten für Unternehmen, da nach Jahren der Stagnation dringend Investitionen benötigt werden. Zwar schließt Kullmann das Interview zuversichtlich, doch bleibt die Situation unsicher. Wir erklären, wie Anleger mit dieser Unsicherheit umgehen können und stellen Aktien mit Perspektive vor.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: DRYDEN GOLD CORP | CA26245V1013 , EVONIK INDUSTRIES NA O.N. | DE000EVNK013 , NEL ASA NK-_20 | NO0010081235

Inhaltsverzeichnis:


    Evonik: Noch sind die Zahlen gut

    Dass ausgerechnet der Chef des Spezialchemieanbieters Evonik vor einer Weltwirtschaftskrise warnt, ist kein Wunder. Die Chemiebranche gilt als energieintensiv und steht daher durch ausländische Konkurrenz unter Druck. Analysten äußerten in den vergangenen Monaten zwar auch positive Meinungen, doch verweisen Branchenkenner auch auf kurzfristige Belastungen für das Geschäft von Evonik. Im ersten Quartal kletterte das EBITDA um 7 % auf 560 Mio. EUR, während der Umsatz mit rund 3,78 Mrd. EUR stabil blieb. Doch die Börse nimmt die Zukunft vorweg und zeigt sich deswegen eher abwartend: Auf Sicht von sechs Monaten ging es für die Aktie von Evonik kaum voran, längerfristig notiert der Wert gar im Minus.

    NEL fordert Protektionismus – Evonik-CEO Kullmann Investitionen

    Während Evonik unmittelbar gefordert ist, seine Transformation aktiv anzugehen und den neuen Realitäten ins Auge zu blicken, galt die Aktie von NEL noch vor wenigen Jahren als spannende Wette auf die Zukunft. Doch diese Wette ist nicht aufgegangen – auf Sicht von sechs Monaten konnte NEL an der Börse zwar um 16,7 % zulegen, langfristig aber zeigt sich ein desaströses Bild: Allein in den letzten fünf Jahren ging es für den Wert um 88 % nach unten. Das norwegische Unternehmen liefert Elektrolyseure zur Erzeugung von grünem Wasserstoff und kümmert sich auch um Logistik und Speicherung von Wasserstoff. In der Vergangenheit hat NEL einige Wasserstoff-Tankstellen ausgeliefert. Das Unternehmen profitiert vom europäischen Green Deal, steht aber auch unter Druck. Vor allem in China wächst die Konkurrenz. NEL selbst betont, dass schon bald weniger als die Hälfte der von der EU geförderten Wasserstoff-Projekte auch wirklich auf Technik setzen, die in Europa hergestellt wurde. NEL fordert hier mehr Protektionismus, wie etwa Herkunftskriterien für Elektrolyseure und andere Wasserstoff-Infrastruktur.

    Ob Protektionismus wirklich die Antwort auf eine geringe Wettbewerbsfähigkeit sein kann, bleibt offen. Zwar dürften chinesische Anbieter ihrerseits von Subventionen profitieren, doch muss die Frage erlaubt sein, ob die europäische Wasserstoff-Industrie den Wettlauf mit China gewinnen kann. Diese allgemeine Unsicherheit hemmt die aktuell so wichtigen Investitionen und sorgt zugleich dafür, dass die langfristigen Chancen für eine erfolgreiche Transformation schwinden. Evonik-Chef Kullmann verweist in seinem Interview mit dem Handelsblatt auf die finanziellen Reserven und Möglichkeiten Deutschlands, um das Ruder doch noch herumzureißen. Entscheidend sind für Kullmann ökonomische Kraft und militärische Stärke. Diese Stärken gelte es aufzubauen. Da die damit einhergehenden Investitionen kreditfinanziert sein werden, rückt auch die Alternativwährung Gold in den Fokus.

    Dryden Gold: Aussichtsreiches Projekt in Kanada profitiert von steigenden Goldpreisen

    Als die Welt nach Ausbruch der Pandemie mit dem Rücken zur Wand stand und Notenbanken und Regierungen weltweit Milliarden in die Hand nahmen, preschte auch der Goldpreis nach oben und erreichte im Sommer 2020 ein neues Allzeithoch. Heute notiert Gold noch einmal deutlich höher. Die Perspektive auf weitere staatliche Ausgaben und die bestehende Unsicherheit wirkt weiter stützend auf den Goldpreis. Allein im ersten Halbjahr 2025 legte der Goldpreis um rund 25 % zu. Eine Anlageklasse, die während herausfordernden Phasen besonders profitieren kann, ist die der Projektentwickler im Frühstadium. Eines dieser Unternehmen ist die kanadische Gesellschaft Dryden Gold.

    Dryden Gold kontrolliert 70.250 ha im Dryden-Goldgürtel in der kanadischen Provinz Ontario. Beim Flaggschiff-Projekt Gold Rock handelt es sich um ein historisches Brownfield, also ein Gebiet, das bereits exploriert wurde. Das bietet für künftige Arbeiten Vorteile, da bestimmte Daten bereits vorliegen oder ergänzende Exploration unternommen werden kann. Erst im Juni berichtete das Unternehmen von sichtbaren Goldvorkommen in zwei parallelen Strukturen. Ist Gold mit bloßem Auge sichtbar, ist das ein Indiz für hochgradige Vorkommen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit auch wirtschaftlich rentabel abgebaut werden können. Dryden-CEO Trey Wasser zog nach Veröffentlichung der Bohrergebnisse Parallelen zur Red-Lake-Mine in Ontario, die über viele Jahre als eine der größten Minen der Welt galt.

    Analysten sehen hier mehr als 100 % Potenzial

    Diese Eckdaten überzeugten im Frühling und Frühsommer auch den Markt – die Aktie von Dryden Gold kletterte seit Ende März von rund 0,10 CAD auf aktuell 0,25 CAD. Die Marktkapitalisierung beträgt damit rund 30 Mio. CAD. Nach Ansicht der Analysten von Couloir Capital hat die Aktie noch immer Luft nach oben. Das im Juni kommunizierte Kursziel der Aktie beträgt 0,65 CAD. Couloir Capital sieht den Wert als chancenreich für spekulativ orientierte Anleger, da das Explorationspotenzial bei fortgesetztem Bohrprogramm massiv steige. Dryden Gold biete mit seinem Landpaket in einem ertragreiche Gold-Gürtel Chancen auf attraktive Renditen. Voraussetzung dafür sei ein anhaltend hoher Goldpreis. In Zeiten, in denen CEOs deutscher Schlüsselindustrien, wie Evonik-Vorstand Kullmann, vor einer Weltwirtschaftskrise warnen, dürfte die Voraussetzungen für weiter steigende Preise bei Gold gegeben sein.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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