Menü schließen




23.12.2025 | 04:30

Top Dealz 2026 - Kritische Metalle und Rüstung! DroneShield, Pasinex, Renk und Heidelberger Druck

  • Kritische Rohstoffe
  • Defense-Sektor
  • Rüstungsindustrie
  • Strategische Metalle
Bildquelle: pixabay.com

In 2025 kam es ab Sommer zu einer ausgeprägten Rally in kritischen Metallen. Auslöser hierfür war zum großen Teil China, die als Reaktion auf willkürliche Zollforderungen aus dem Weißen Haus ihrerseits Exportbeschränkungen auf seltene Metalle und strategische Rohstoffe verhängten. Die Metallmärkte reagierten mit starken Reaktionen nach oben, noch schlimmer agierten die Beschaffungszentralen der westlichen Industrie. Mit Blick auf die Bedarfe der nahen Zukunft müssten im Bereich Kupfer, Graphit, Lithium, Uran, Zink und Seltene Erden eine große Anzahl an Liegenschaften in Produktion gebracht werden. Der Aufbau einer Mine dauert aber inklusive aller Genehmigungen und Voruntersuchungen an die 10 Jahre. Weil das für die aktuellen Nöte viel zu lang ist, blickt der Markt auf Projekte, die kurz vor dem Produktionsstart stehen oder bereits fördern. Wir bieten ein paar Ideen aus der Lieferkette und den potenziellen Abnehmern.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: PASINEX RESOURCES LTD. | CA70260R1082 , DRONESHIELD LTD | AU000000DRO2 , RENK AG O.N. | DE000RENK730 , HEIDELBERG.DRUCKMA.O.N. | DE0007314007

Inhaltsverzeichnis:


    Pasinex Resources – Türkische Minenprojekte sichern stabile Margen und Wachstumspotenzial

    Zink gewinnt im Zuge der globalen Energiewende zunehmend an strategischer Bedeutung und entwickelt sich vom lange unterschätzten Industriemetall zu einem kritischen Rohstoff für Infrastruktur, Mobilität und Energiespeicherung. Bekannt ist das Metall für seine Rolle im Korrosionsschutz von Stahl, seit einigen Jahren wird es zunehmend auch in innovativen Batterietechnologien eingesetzt, welche als sichere und nachhaltige Alternative zu Lithium gelten. Gleichzeitig nimmt das natürliche Angebot strukturell ab, da viele hochgradige Lagerstätten erschöpft sind und Neuentdeckungen selten bleiben.

    Vor diesem Hintergrund rückt Pasinex Resources verstärkt in den Fokus von Investoren. Das kanadische Unternehmen verfolgt in der Türkei ein Geschäftsmodell, das sich deutlich vom globalen Branchendurchschnitt abhebt. Während viele Zinkminen mit Erzgehalten von lediglich 4 bis 6 % operieren, erreicht Pasinex regelmäßig Gehalte von über 30 % und in Spitzen bis zu 50 %. Diese außergewöhnliche Qualität erlaubt den direkten Verkauf des Erzes an Schmelzkomplexe ohne die sonst übliche kostenintensive Aufbereitung. Damit kann Pasinex die Produktionskosten auf rund 200 bis 300 USD je Tonne begrenzen, was unter dem Strich trotz volatiler Zinkpreise zu stabilen Margen im Bereich von 30 bis 50 % führt.

    Ein wesentlicher Meilenstein wurde im Dezember 2025 erreicht, als die türkische Bergbaubehörde MAPEG der vollständigen Übertragung der Horzum-Anteile zustimmte. Damit hält Pasinex nun 100 % an der produzierenden Pinargozu-Mine und kann die strategische Entwicklung eigenständig steuern. Geplant ist unter anderem ein umfangreiches 1.000-Meter-Entwicklungsprogramm, das den Zugang zu tieferliegenden, hochgradigen Sulfidzonen ermöglichen soll und zugleich erhebliches Entdeckungspotenzial während des Vortriebs bietet.
    Parallel dazu hat Pasinex sein Projektportfolio durch die vollständige Übernahme des Sarikaya-Projekts erweitert, das ebenfalls hochgradige Zinkgehalte aufweist und ab 2026 zur Produktion beitragen soll. Die Kombination aus laufenden Cashflows, niedrigen Investitionskosten und organischem Wachstum ist im Junior-Mining-Sektor außergewöhnlich. Mit einer weiterhin moderaten Marktkapitalisierung von ca. 18 Mio. CAD bietet Pasinex eine direkte Hebelwirkung auf einen Zinkmarkt, der sich in 2026 schnell materialisieren könnte.

    Pasinex-Chairman Dr. Larry Seeley sprach mit IIF-Moderatorin Lyndsay Malchuk über die Pläne in 2026.

    https://youtu.be/sQzsZ6hHWU0

    DroneShield – Verdoppelt in 3 Wochen

    Wahnsinn – was für Bewegungen! Wir hatten die DroneShield-Aktie in den letzten Wochen stark im Fokus, da die internen Verkäufe von Mitarbeitern und Führungskräften zu einem Kurseinbruch von fast 80 % führten. Nun gab es eine Reihe von positiven Meldungen. Zum einen konnte das australische Defense-Unternehmen einen 49,6 Mio. AUD – Auftrag in Europa gewinnen. Nachgefragt wird hier die C‑UAS-Technologie, welche in der Drohnenabwehr gute Erfolge zeigen kann. Das Unternehmen profitiert hier von einer marktführenden Position sowie jahrelanger operativer Erfahrung, was zuletzt wiederkehrende Nachfrage erzeugt hat. DroneShield profitiert von einer boomenden globalen Verteidigungsausgaben-Pipeline, insbesondere in Europa. Im September hatte die EU-Vorsitzende Ursula von der Leyen für mehr Investitionen in die Drohnenabwehr geworben. Wegen der hohen Liquidität in der Aktie wurde der Titel jüngst auch in den S&P/ASX 200 Index aufgenommen. Die Analysten von Bell Potter und Shaw und Partners votieren mit Kauf und 12-Monatskurszielen von 4,40 bzw. 5,00 AUD. Aktuell notiert die Aktie bei 2,88 AUD. Trotz bestehender Governance-Risiken könnten Spekulanten die Aktie erneut in die Höhe treiben. Casino!

    Renk und Heidelberger Druck – Rüstungsphantasie aus der zweiten Reihe

    Auch Renk und Heidelberger Druck werden im zweiten Atemzug als Profiteure der europäischen Sicherheitsarchitektur genannt. Renk war erst in 2023 wieder an die Börse zurückgekehrt, nachdem die Private-Equity-Gesellschaft Triton sich von wesentlichen Anteilshöhen getrennt hatte. Inzwischen gehört der Panzerhersteller KNDS zu den Großaktionären. Renk hatte einen fulminanten Börsenstart und erreichte im Oktober 2025 mit 90,25 EUR sein bisheriges Hoch. Eine scharfe Konsolidierung brachte den überbewerteten Titel wieder auf unter 50 EUR zurück. Aktuell messen 11 von 15 Analysten auf der Plattform LSEG dem Unternehmen ein 12-Monatskursziel von 68,80 EUR zu. Aus heutiger Sicht also wieder 30 % Potenzial. Mit einem KGV 2026e von über 30 und einer Umsatzbewertung von 4,5 ist das vergleichsweise geringe Wachstum der Augsburger zu hoch bezahlt.

    Beim Traditionsunternehmen Heidelberger Druck entwickelt sich die Strategie sukzessive weg von den Bogenoffset-Druckmaschinen hin zu neuen Engagements im Verteidigungssektor. Auf dem Plan stehen auch Betätigungsfelder wie Automation, Robotik, Software und grüne Technologien. Ein zentraler Baustein der angestrebten Diversifikation ist die strategische Partnerschaft mit dem Rüstungs‑Spezialisten Vincorion Advanced Systems, in deren Rahmen das Unternehmen künftig Energie‑ und Leistungssteuerungssysteme für militärische Anwendungen entwickeln und fertigen soll. Diese Kooperation soll nicht nur erste Projekte liefern, sondern Heidelberg als verlässlichen Partner für sicherheitsrelevante Produkte im Verteidigungsbereich positionieren. Darüber hinaus prüfen die Heidelberger auch weitere Kooperationen, etwa mit Spezialisten für Drohnenabwehr und autonome Systeme, um zusätzliche Segmente des Verteidigungsmarkts zu adressieren. Der Kurs konnte sich seit Sommer initial von 1,40 auf über 2,50 EUR emporschwingen und hat aber bis Dezember wieder auf 1,85 EUR konsolidiert. Bei einem geschätzten Umsatz von 2,35 Mrd. EUR in 2026e ist ein Unternehmenswert (EV) von 635 Mio. EUR bei Kursen um 2 EUR nicht zu viel. Mal sehen was die neue Strategie den Investoren ab 2026 liefern kann. Interessant!

    In den letzten 6 Monaten gab es erratische Bewegungen bei DroneShield und Renk. Pasinex hatte sich zur Jahresmitte mehr als verdoppelt und konsolidiert nun auf hohem Niveau. Heidelberger Druck gilt als Follower im Rüstungsmarkt, hier dürfte 2026 sehr spannend werden. Quelle: LSEG vom 22.12.2025

    Die Börsen münden gegen Jahresende nun doch in ein etwas ruhigeres Fahrwasser. Wie alljährlich zu beobachten ist, tendieren die Bewertungen gerade im Schlussspurt noch einmal kräftig nach oben. DroneShield schickt sich an, die herben Verluste aus dem Novemberabsturz wieder zu glätten, ebenso hat Renk eine ordentliche Korrektur erlebt. Spannend wird es insbesondere für Pasinex, da hier ab 2026 eine weitere Produktionssteigerung ansteht. Auch Heidelberger Druck möchte im nächsten Jahr seine Strategie im Defense-Sektor schärfen.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) derzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen hält bzw. halten und auf deren Kursentwicklungen spekulieren. Sie beabsichtigen insofern Aktien oder andere Finanzinstrumente der Unternehmen zu veräußern bzw. zu erwerben (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.
    Es besteht insofern ein konkreter Interessenkonflikt bei der Berichterstattung zu den Unternehmen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.
    Es besteht auch aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.
    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.inv3st.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Stefan Feulner vom 26.05.2026 | 05:10

    Strategy, Almonty Industry, Take-Two Interactive - Gaming, Bitcoin und Rohstoffe vor der nächsten Welle

    • Gaming
    • Krypto
    • Kritische Rohstoffe

    Gaming, Rohstoffe und Kryptowährungen entwickeln sich derzeit zu drei der spannendsten Wachstumsfelder an den Finanzmärkten. Während die Gaming-Industrie auf den nächsten milliardenschweren Blockbuster zusteuert, sorgen geopolitische Spannungen und KI-Infrastruktur für einen Nachfrageboom bei strategischen Metallen. Gleichzeitig verschärfen institutionelle Großkäufe die Angebotsknappheit am Kryptomarkt massiv. Die Kombination aus digitaler Unterhaltung, Rohstoffsicherheit und Bitcoin-Offensive könnte Anlegern in den kommenden Jahren außergewöhnliche Chancen eröffnen.

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 22.05.2026 | 04:30

    Ausgepowert? Chaos um strategische Metalle treibt Preise - Power Metallic in der Gunst von BYD und Volkswagen

    • Kritische Rohstoffe
    • Strategische Metalle
    • Kupfer
    • E-Mobilität
    • Automobilindustrie

    Mit 14.090 USD erreichte der Kupferpreis im Mai einen neuen Allzeit-Höchststand. Das noch zu Jahresanfang vermutete Nachfrageloch hat sich wohl in Luft aufgelöst. Dafür überschlagen sich die internationalen Rohstoff-Institute in den Prognosen für eine vermutete Unterdeckung in den nächsten 5 Jahren. Die diskutierte Kupferknappheit entsteht vor allem durch die strukturell steigende Nachfrage aus Elektrifizierung, Netzausbau und Rechenzentren, während neue Minenprojekte nur verzögert und mit sinkenden Erzgehalten „nachwachsen“. Institute wie die International Energy Agency (IEA), S&P Global und CRU Group rechnen in ihren Szenarien durchgängig mit wachsenden Angebotsdefiziten im kommenden Jahrzehnt. Besonders die IEA sieht in ihren „Critical Minerals“-Analysen potenzielle Deckungslücken von mehreren Millionen Tonnen bis 2035, abhängig vom Geschwindigkeitspfad der Energiewende. Die Krux liegt darin, dass selbst bei hohen Preisen die Minenentwicklung 10 bis 15 Jahre Vorlauf benötigt und gleichzeitig bestehende Lagerstätten qualitativ abnehmen. Für den Markt und Investoren eine Herausforderung!

    Zum Kommentar

    Kommentar von Nico Popp vom 21.05.2026 | 05:00

    Zeitenwende – aber richtig! Autonome Kriegführung zwingt Rüstungsriesen zum Handeln – Volatus Aerospace, Palantir und DroneShield im Fokus

    • Drohnen
    • Daten
    • Cybersicherheit
    • Vernetzung
    • Rüstungsindustrie

    Sicherheit gilt in westlichen Demokratien nicht mehr als selbstverständlich und die geopolitischen Erschütterungen der jüngsten Vergangenheit haben Regierungen weltweit auf den Plan gerufen. Die zunehmend lautere Kritik an Verteidigungsausgaben in Milliardenhöhe verkennt jedoch, dass die heutigen Investitionen lediglich die logische Antwort auf die politische Tatenlosigkeit von gestern und vorgestern sind. Ein Ende des weltweiten Sicherheits- und Rüstungsbooms ist vor diesem Hintergrund äußerst unwahrscheinlich. Weil sich Konflikte heute schnell zu asymmetrischen, software- und drohnenbasierten Auseinandersetzungen entwickeln können, geraten traditionelle Branchenriesen ins Hintertreffen. Um Defizite bei der autonomen Flugsteuerung und bei KI auszugleichen, setzen etablierte Rüstungskonzerne verstärkt auf anorganisches Wachstum und greifen bei Technologiepionieren zu. Wir beleuchten den Markt und stellen eine spannende Aktie vor.

    Zum Kommentar