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06.02.2023 | 06:20

TotalEnergies, Adani Ports, Air Liquide, First Hydrogen - Problemlöser der Wasserstoffindustrie

  • Wasserstoff
  • Klimawende
  • Betankungssystem
Bildquelle: Apaton Finance GmbH

Die Abkehr von fossilen Energieträgern ist bereits beschlossen, die Transformation des Verkehrs- und Transportsektors läuft und wird von den Regierungen weltweit mit Milliardenprogrammen subventioniert. Der Schlüssel für das Erreichen der Klimaziele liegt dabei unter anderem im Umstieg zu grünem Wasserstoff als Energieträger. Probleme gibt es jedoch bei der Umsetzung. So stellt neben dem noch teuren Preis des Gases die fehlende Lade- und Tankinfrastruktur ein Hindernis dar, um den Verbrennungsmotor in den nächsten Jahren ablösen zu können. Jedoch gibt es Unternehmen, die sich dieser Probleme widmen und zukünftig als die neuen Börsenstars gefeiert werden könnten.

Lesezeit: ca. 2 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: First Hydrogen Corp. | CA32057N1042 , TOTALENERGIES SE | FR0000120271 , AIR LIQUIDE INH. EO 5_50 | FR0000120073

Inhaltsverzeichnis:


    Air Liquide, TotalEnergies – Vorreiter in Europa

    Total und Air Liquide wollen eine europäische Infrastruktur von Wasserstoff-Tankstellen für Lastwagen errichten. Mit dem Aufbau dieser Infrastruktur soll ein Beitrag zur Dekarbonisierung des Straßenverkehrs in Europa geleistet werden. Der Energiekonzern und der Hersteller technischer Gase aus Frankreich bauen gemeinsam ein europaweites Wasserstoff-Tankstellennetz für Lkw auf, um den Güterverkehr emissionsfreier zu machen.

    Das Joint Venture besteht darin, mehr als 100 Tankstellen entlang der Hauptverkehrsrouten in Deutschland, Frankreich, Niederlande, Belgien und Luxemburg zu errichten. Total bringt hierbei seine Erfahrung im Betrieb und Management von Tankstellennetzen sowie die Erfahrung beim Einkauf von Wasserstoff auf den Märkten ein, während Air Liquide seine technologische Expertise bereitstellt. Sobald die Regulierungsbehörden ihr Einvernehmen erteilt haben, sollen die Verträge für das Joint Venture im Laufe des Jahres abgeschlossen werden. Das Ziel besteht darin, einen bedeutenden Akteur bei der Wasserstoffbetankung zu schaffen und somit zur Dekarbonisierung des Straßenverkehrs in Europa beizutragen.

    TotalEnergies - Verknüpfung mit der Adani-Gruppe

    Turbulenzen gibt es bei TotalEnergies jedoch im Hinblick auf Engagements in Indien, da die Franzosen Beteiligungen bei der Adani Group unterhalten. Die Adani Group wiederum verlor in den vergangenen Tagen mehr als 110 Mrd. USD an Marktwert, nachdem der US-Leerverkäufer Hindenburg Research dem Unternehmen Betrug vorgeworfen hatte.

    Der französische Energiekonzern besitzt ein Engagement von 3,1 Mrd. USD bei dem Mischkonzern, was 2,4 % seiner weltweiten Investitionsaktivitäten entspricht. TotalenEnergies hält 50% an Adani Total Private Limited, 37,4% an Adani Total Gas Ltd., 20% Minderheitsbeteiligung an Adani Green Energy und 50% an den Solaranlagen des Joint Ventures AGEL23. Laut TotalEnergies sei das Risiko begrenzt, da dies rund 2,4% des eingesetzten Kapitals des Unternehmens und nur 180 Mio. USD des Nettobetriebsergebnisses im Jahr 2022 ausmache.

    Nach mehreren Versuchen, die Marke von 60,93 EUR zu durchbrechen und ein neues Allzeithoch zu markieren, drehte die Total-Aktie Richtung Süden und notiert bei 56,35 EUR. Nächste Unterstützung dürfte die noch steigende 200-Tagelinie bei aktuell 53,41 EUR bieten.

    First Hydrogen mit wichtigem Schritt

    First Hydrogen, ein Unternehmen mit Sitz in Vancouver und London, ist auf dem Weg, der führende Konstrukteur und Hersteller von emissionsfreien, wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen mit großer Reichweite in Großbritannien, der EU und Nordamerika zu werden. Dank der Integration von bestehenden Technologien und eines bewährten Fahrgestells können sowohl erhebliche Kosten- als auch Zeitvorteile genutzt werden. 2021 startete das Unternehmen die Entwicklung und den Bau von zwei wasserstoffbetriebenen leichten Nutzfahrzeugen zusammen mit den globalen Marktführern Ballard Power sowie AVL Powertrain.

    Die Demonstrationsfahrzeuge sollen im 4. Quartal 2022 straßentauglich sein, damit Anfang 2023 Tests mit Kunden im realen Einsatz auf der Straße gefahren werden können. Darüber hinaus hat First Hydrogen die EDAG Group als Design-Partner an Bord geholt. Erste Bilder des Designs der zweiten Generation für die emissionsfreien leichten Nutzfahrzeuge wurden nun veröffentlicht. Diese können auf unterschiedliche Fahrzeughöhen und Längen skaliert werden und sollen eine Anpassung an den betrieblichen Einsatz ermöglichen. Somit steht First Hydrogen vor dem Beginn der Serienproduktion emissionsfreier Fahrzeuge für Flottenmanager. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens liegt bei 207,59 Mio. CAD.


    Wasserstoff dürfte beim Erreichen der Klimaziele eine Schlüsselrolle einnehmen, bei der Umsetzung gibt es jedoch noch mehrere Hürden zu überwinden. Beim Aufbau einer Tankstellen-Infrastruktur könnten Air Liquide und TotalEnergies eine Vorreiterrolle einnehmen. First Hydrogen dagegen plant, der führende Konstrukteur und Hersteller von emissionsfreien, wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen mit großer Reichweite in Großbritannien, der EU und Nordamerika zu werden.


    Interessenskonflikt

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    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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