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07.04.2026 | 05:10

Almonty Industries – Chancen nach dem Abverkauf

  • Kritische Rohstoffe
Bildquelle: pixabay

In vielen Branchen zeichnet sich Wolfram als einer der strategisch wichtigsten Rohstoffe der heutigen Zeit ab. Aufgrund seines hohen Schmelzpunkts ist der Bedarf am kritischen Metall von der Rüstungsindustrie über die Raumfahrtbranche bis hin zum Darts-Sport hoch. Dessen globale Verfügbarkeit ist derzeit allerdings stark gefährdet. Ein beispielloses Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage sowie geopolitische Spannungen, allen voran strikte Exportkontrollen durch China, haben zuletzt zu einer massiven Verknappung und zu einem Preisanstieg bis zuletzt 2.995 USD/MTU geführt. Ohne Wolfram droht der Stillstand essenzieller technologischer Entwicklungen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203987072 | TSX: AII , NASDAQ: ALM , ASX: AII

Inhaltsverzeichnis:


    Neuordnung am Wolfram-Markt

    Rund 82 % der globalen Wolfram-Produktion findet in China statt. Somit regiert die Volksrepublik förmlich den Markt. Dies soll sich allerdings in Zukunft ändern, denn das Unternehmen Almonty Industries mutiert mit seinem Mega-Projekt in Asien zum führenden westlichen Produzenten für Wolfram und plant einen wesentlichen Ausbau seiner Kapazitäten, welche den Handel des Metalls diverser gestalten würde.

    Um die Abhängigkeit von asiatischen Lieferketten zu durchbrechen, verstärkt Almonty Industries seine globale Projektpipeline. Das Prunkstück der Kanadier ist dabei die Sangdong-Mine in Südkorea. Hier wurde mit dem Erreichen des Produktionsstatus kürzlich ein operativer Meilenstein gesetzt. Jährlich sollen nun 640.000 Tonnen Erz verarbeitet werden. Dies ist allerdings nur ein Teil des Vorhabens, denn bis Ende 2027 soll bereits die zweite Ausbaustufe mit einer deutlichen Steigerung der Produktion abgeschlossen sein. Damit könnte das Unternehmen bei Vollauslastung künftig bis zu 40 % der gesamten Weltnachfrage außerhalb der Volksrepublik bedienen und Südkorea zu einem voll integrierten Knotenpunkt für das kritische Material machen. Gestützt wird dieses Projekt durch die langjährig etablierte, produzierende Panasqueira-Mine in Portugal sowie ein neues, vielversprechendes Förderprojekt in den USA, das noch in der zweiten Hälfte dieses Jahres den Betrieb aufnehmen soll.

    Nach dem scharfen Abverkauf bietet sich für langfristig orientierte Anleger eine zweite Chance. Quelle: LSEG vom 06.04.2026

    Margen und explosive Ertragsdynamik

    Dank der vorteilhaften Marktsituation entfaltet dieses operative Setup nun einen gewaltigen Hebel. Die Sangdong-Mine wurde derart kosteneffizient konzipiert, dass sie selbst bei einem theoretischen Preisverfall auf 300 USD je MTU noch profitabel wirtschaften würde. Bleiben die Notierungen hoch, sprudeln künftig die Gewinne. Ab dem Jahr 2028 visiert das Management bei einem erwarteten Jahresumsatz von rund einer Mrd. CAD spektakuläre Nettomargen von 60 % an. Auch das operative Ergebnis steht laut Expertenprognosen vor einer signifikanten Neubewertung und soll bis 2027 auf bis zu 844 Mio. CAD steigen. Durch diesen Gewinnsprung verbilligt sich die fundamentale Bewertung der Aktie rasant. Das erwartete EV/EBITDA-Verhältnis dürfte von 24,8 im Jahr 2026 auf niedrige 10,1 im Folgejahr fallen. Dass das Papier nach einer monatelangen Rallye zuletzt um rund 35 % korrigierte, werten Marktteilnehmer daher als kurze und scharfe Konsolidierung im langfristigen Aufwärtstrend.

    Analysten-Konsens - Kursziele mit massivem Upside

    Analysten sind sich bei Almonty über das riesige Potenzial einig. Das aktuelle Kursniveau preist das wahre Potenzial des Rohstoff-Players noch lange nicht ein. Insbesondere nach der jüngsten Kurskonsolidierung sehen Marktbeobachter ein exzellentes Chance-Risiko-Verhältnis. Die Analysten von GBC haben das Kursziel infolge des veränderten Marktumfelds drastisch von 9 CAD auf 28,60 CAD, umgerechnet rund 17,71 EUR, angehoben. Diese Neubewertung fußt primär auf einem angepassten Cashflow-Modell, das den rasanten Produktionshochlauf in Südkorea sowie die strukturelle Verknappung durch Chinas Exportdrosselung berücksichtigt.

    Den Berechnungen liegt dabei sogar ein konservativer, langfristiger Wolframpreis von lediglich 1.500 USD/MTU zugrunde. Noch bullischer zeigt sich Cantor Fitzgerald mit einem Ziel von 36 CAD. Die Experten billigen der Aktie ganz bewusst eine Bewertungsprämie zu, da das Unternehmen als essenzieller Lieferant außerhalb des chinesischen Einflussbereichs eine absolute Ausnahmestellung genießt. In Zeiten globaler Handelskriege wird diese geopolitische Verlässlichkeit als handfester Wettbewerbsvorteil gewertet.

    Auch die Bank of America ruft ein starkes Kursziel von 20 USD auf. Das Urteil der Profis fällt eindeutig aus. Die fundamentale Lücke zwischen dem aktuellen Börsenwert und dem inneren Wert ist riesig, ein massives Upside scheint programmiert. Werden diese Ziele erreicht, winken Kursgewinne von teils weit über 80 %.

    Fazit

    Almonty Industries bietet Anlegern somit eine nahezu beispiellose Gelegenheit, vom geopolitisch getriebenen Wolfram-Superzyklus zu profitieren. Die jüngste Kurskorrektur hat ein hochattraktives Einstiegsfenster für risikobewusste Investoren geöffnet. Als essenzieller westlicher Produzent ist das Unternehmen ideal positioniert, um das strukturelle Angebotsdefizit abseits Chinas langfristig zu bedienen. Gepaart mit rasant steigenden Cashflows, massiven Gewinnmargen und der hohen strategischen Dringlichkeit ist das Chance-Risiko-Verhältnis laut mehreren Analysten herausragend. Der Rücksetzer auf zuletzt 19 CAD könnte für langfristig orientierte Anleger eine attraktive Kaufgelegenheit darstellen.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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