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16.04.2026 | 04:46

Almonty Industries: Strategische Neubewertung eröffnet weiteres Kurspotenzial

  • Wolfram
  • kritischer Rohstoff
  • Verteidigungsindustrie
  • Geopolitik
  • Investments
Bildquelle: pixabay

Gut, wenn ein Unternehmen das besitzt, was viele haben wollen. Für Almonty Industries trifft dies insbesondere zu. Die in den Vereinigten Staaten ansässige Gesellschaft ist Produzent des kritischen Rohstoffs Wolfram, welcher aufgrund einzigartiger Eigenschaften wie extremer Hitzebeständigkeit und dem Standhalten enormen Drucks in vielen Branchen begehrt und nicht ersetzbar ist. Vor allem in der Verteidigungsindustrie nimmt der Bedarf stark zu. Almonty steigt in absehbarer Zeit zum größten Wolframproduzenten außerhalb Chinas auf. Der Hauptproduktionsstandort Sangdong in Südkorea wurde so konstruiert, dass selbst bei einem Niedrigpreisumfeld von 350 USD je metrischer Tonne (MTU) hohe Margen erzielt werden können. Jetzt liegt der Preis bei 3.000 USD pro MTU. Analysten kalkulieren mit nur einem Bruchteil davon. Angesichts der fundamental geänderten Rahmenbedingungen wird eine Neubewertung der Aktie einsetzen, die die neue Realität und das geopolitische Gewicht des Unternehmens widerspiegelt.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203987072 | TSX: AII , NASDAQ: ALM , ASX: AII

Inhaltsverzeichnis:


    Unzählige Kurstreiber

    Kaum eine Aktie verfügt über so viele potenzielle Kurstreiber wie Almonty Industries. Die Knappheit und die stark steigende Nachfrage nach Wolfram spielen der Gesellschaft unbestritten in die Karten. 3.000 USD je MTU ist ein Wort, aber noch nicht das Ende der Fahnenstange. Die Welt braucht Wolfram. Die Bedeutung des kritischen Rohstoffs für die Verteidigungsindustrie ist essenziell. China dominiert den Markt mit einem Anteil von 80 %. Angesichts der Agenda der westlichen Industrienationen nicht-chinesische Vorkommen zu priorisieren und sichere Lieferketten aufzubauen, liefert Almonty die passende Antwort, an der niemand mehr vorbeikommt.
    Aber nicht nur die Verteidigungsindustrie hat einen enormen Bedarf an Wolfram, auch die Chipindustrie. Für das essenzielle Prozessgas Wolframhexafluorid in der Chipfertigung deuten sich in diesem Jahr massive Lieferengpässe an. China hat zudem seit längerem seine Exporte beschränkt. Immer weiter klafft die Lücke zwischen Nachfrage und Angebot.

    Strategischer Hebel USA

    Zu Beginn des Jahres kündigte die US-Regierung an, eine strategische Reserve für Seltene Erden und andere kritische Rohstoffe zur Unterstützung der nationalen Technologieindustrie ins Leben zu rufen. Das ist Spiegelbild der neuen Realität in der Rohstoffbranche. Regierungen und Staaten etablieren sich als wichtige Investorengruppe. Sie sind bereit hohe und strategisch motivierte Preise für Versorgungssicherheit zu bezahlen.
    Vor diesem Hintergrund war die Akquisition eines fortgeschrittenen Wolfram-Projekts in den USA im vergangenen Jahr ein genialer Schachzug. Die Produktion soll im zweiten Halbjahr 2026 anlaufen. Zudem wird aktuell der Firmensitz vom kanadischen Toronto in den US-Bundesstaat Montana verlegt. Diese News hat der Aktie in den letzten Tagen bereits deutlichen Schub verliehen.
    Mit einer US-Produktion positioniert sich die Gesellschaft als eine bevorzugte Lieferquelle für die enorme Nachfrage aus den Vereinigten Staaten. Ohnehin hat die US-Regierung ab 2027 den Import kritischer Rohstoffe aus China untersagt. Als US-Unternehmen wird die Aktie zudem für einen größeren Kreis von Anlegern investierbar. Außerdem ist es einfacher an Kredite zu kommen und sich für Subventionen zu qualifizieren. Mit einem Cashbestand von nahezu 270 Mio. CAD zum Jahreswechsel ist die Almonty komfortabel aufgestellt.

    Kursziele sollten weiter steigen

    Aber was sagt das alles über die Bewertung der Aktie aus? Die Anteilsscheine haben zuletzt von den Höchstkursen um 22 USD korrigiert, etablieren nun bereits wieder eine dynamische Aufwärtsbewegung, die zu neuen Höchstkursen führen sollte, wesentlich aus zwei Gründen. Analysten basieren ihre Kursziele maßgeblich auf einem Preisniveau von rund 1.000 bis 1.500 USD je MTU, was einem Bruchteil des aktuellen Preises entspricht.
    Selbst bei dem unterstellten niedrigeren Preis, wird Almonty bei voller Produktion nach Meinung der Experten Nettomargen von 60 % erzielen – ein traumhaftes Niveau. Angesichts der Diskrepanz zwischen den unterstellten Preisen und jenen, die tatsächlich am Markt bezahlt werden, ist von einer schrittweisen Erhöhung der Kursziele und einer Neubewertung der Aktie auszugehen. Kaum wird zudem eine strategische Prämie, welche durch die Marktgegebenheiten und das geopolitische Gewicht gegeben ist, eingepreist. Auch das sollte sich bald ändern.

    Die Almonty-Aktie bewegt sich wieder in Richtung Allzeithoch

    Sangdong als Leuchtturm

    Jüngst erreichte Almonty innerhalb der Phase 1 der Flaggschiff-Mine Sangdong in Südkorea die volle Produktionskapazität. Dies ist ein wichtiger Meilenstein, denn nun werden hier jährlich 640.000 t Wolframerz verarbeitet, womit rund 2.300 t Woframerzkonzentrat produziert werden können. Mit der zweiten Ausbaustufe, voraussichtlich Ende 2027, wird der Output nochmals stark zulegen. Ziel ist es, 40 % des weltweiten Bedarfs außerhalb Chinas abzudecken.
    Südkorea spielt als Standort und Plattform eine große Rolle. Geplant ist lokal eine vollständig integrierte Wertschöpfungskette für kritische Rohstoffe aufzubauen, was das asiatische Land zum globalen Knotenpunkt für die Produktion, Veredelung und Aufbereitung von Wolfram machen würde.

    Fazit

    Etliche Faktoren sprechen für eine zeitnahe Neubewertung der Aktie. Das anhaltend hohe Niveau der Wolframpreise und deren Bestand resultierend aus einer Knappheitssituation sind der offensichtliche Hebel. Absolut vernachlässigt wird momentan noch das Einpreisen einer strategischen Prämie. Hier spielt auch die Verlegung des Unternehmenssitzes in die USA eine Rolle. Investierbarkeit in die Aktie, Kredite und Subventionen werden erleichtert. Zudem positioniert sich die Gesellschaft, mit der in der zweiten Jahreshälfte startenden US-Produktion als naheliegende Bezugsquelle der Vereinigten Staaten. Die schiere Größe in Zukunft 40 % der nicht-chinesischen Nachfrage der Welt zu bedienen, kombiniert mit der strategischen Bedeutung des kritischen Rohstoffs verleihen der Gesellschaft großes geopolitisches Gewicht. All diese Gründe werden zu einer Neubewertung der Aktie führen, die sich aktuell bereits wieder in Richtung alter Höchststände bewegt.


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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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