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28.11.2022 | 06:05

Analysten sehen über 50% Kurspotenzial: Bayer, Teamviewer, aifinyo, Homes & Holiday Aktie

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Bildquelle: pixabay.com

Während sich der DAX über der Marke von 14.000 Punkten hält, werfen wir einen Blick auf aktuelle Analystenempfehlungen. Die Aktie von Bayer wird gleich von mehreren Analysten zum Kauf empfohlen. Ein Analyst sieht sogar über 50% Kurspotenzial beim DAX-Konzern. Bei Teamviewer wird die Luft nach der jüngsten Kursrallye dünner. Nur GBC sieht weiterhin deutliches Kurspotenzial. Über dieses verfügt auch die Aktie von aifinyo, meinen jedenfalls Analysten. Das Fintech hat mit starken 9-Monatszahlen überzeugt und hebt sich mit einem profitablen Geschäftsmodell von der Peergroup ab. Und abschließend lockt die Aktie von Homes & Holiday mit einem KGV für das laufende Jahr von unter 10.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Mario Hose
ISIN: AIFINYO AG INH O.N. | DE000A2G8XP9 , BAYER AG NA O.N. | DE000BAY0017 , HOMES+HOLIDAY AG NA O.N. | DE000A2GS5M9 , TEAMVIEWER AG INH O.N. | DE000A2YN900

Inhaltsverzeichnis:


    aifinyo zu Unrecht in Sippenhaft: SMC rät zum Kauf

    War der Kursrückgang der aifinyo-Aktie im laufenden Jahr zu heftig? Immerhin ging es von 20 EUR runter auf 10 EUR. An der operativen Entwicklung des Fintechs mit Sitz in Berlin kann es jedenfalls nicht liegen. Im dritten Quartal 2022 hat der Betreiber einer in Deutschland einzigartigen cloudbasierten Plattform rund um Rechnungs- und Liquiditätsmanagement für KMUs den profitablen Wachstumskurs fortgesetzt. Das Transaktionsvolumen stieg sogar auf Rekordniveau. Damit läßt sich auch die Entwicklung im 9-Monats-Zeitraum sehen: Das Transaktionsvolumen stieg um 35,1% auf 263,0 Mio. EUR, der Rohertrag um 59,9% auf 9,4 Mio. EUR und das EBIT um 263,8% auf 1,0 Mio. EUR. Das Ergebnis vor Steuern wurde von -0,33 Mio. EUR auf 0,41 Mio. EUR verbessert. Auf der Investorenkonferenz MKK Mitte November wies Vorstand Stefan Kempf auch auf einen sehr soliden Oktober hin (zum Vortrag).

    Entsprechend positiv ist SMC Research. Die Analysten empfehlen die aifinyo-Aktie mit einem Kursziel von 42,80 EUR zum Kauf. Für sie ist aifinyo zu Unrecht in Sippenhaft mit dem Fintech-Sektor genommen worden. Trotz der gesamtwirtschaftlichen Eintrübung bleibe das Wachstumstempo bei aifinyo hoch, so die Analysten. Nach der starken Entwicklung in den ersten neun Monaten zeigte sich der Vorstand weiterhin optimistisch für das weitere Wachstumspotenzial des Unternehmens. Zwar könnten das gerade laufende Quartal und die ersten drei Monate in 2023 wegen der Energiekrise in Deutschland herausfordernd werden, aifinyo sieht sich mit seinem aktuellen Portfolio und niedrigen operativen Kosten aber gut aufgestellt. Da Wettbewerber – meißtens Startups die bereits in guten Jahren hohe Verluste einfuhren – voraussichtlich stärker unter der drohenden Rezession leiden werden als aifinyo und gerade Banken in Krisenzeiten meist für längere Zeit sehr restriktiv agieren, werden die aktuellen Turbulenzen erfahrungsgemäß neue Chancen für die Gewinnung von Marktanteilen bieten. Mit neuen Angeboten – wie aktuell einer sehr günstigen Flat-Rate für Auslandsüberweisungen – intensiviert aifinyo daher schon jetzt die Bemühungen in der Kundenakquise. Insgesamt hebe sich aifinyo mit einem profitablen und wachstumsstarken Kerngeschäft wohltuend von der Peergroup ab, davon sollte auch die Aktie bald wieder profitieren. (zur SMC Studie)

    Bayer: Rauf auf 82 EUR?

    Auch von der Bayer-Aktie sind derzeit so viele Analysten überzeugt wie wohl schon lange nicht mehr. Zuletzt hat Goldman Sachs das Kursziel für die Aktie des DAX-Konzerns von 80 auf 82 EUR angehoben und die Einstufung "Buy" bestätigt. Derzeit notiert die Bayer-Aktie bei rund 55 EUR. Zwar gebe es im Pharmabereich Margendruck, doch das Agrargeschäft sollte weiterhin sehr robust laufen. Daher sei die Aktie zu günstig. Dieser Meinung sind derzeit zahlreiche Analysten. So wird die Bayer-Aktie von Barclays mit Kursziel 80 EUR empfohlen und von Berenberg mit Kursziel 70 EUR. Mit einem Kursziel von 66 EUR ist die Credit Suisse derzeit am zurückhaltendsten. Trotz eines starken dritten Quartals haben die Analysten ihre Gewinnschätzungen bis zum Jahr 2025 leicht nach unten angepasst.

    Homes & Holiday: KGV unter 10

    Während in Deutschland der Immobilienmarkt abbremst, scheint die Nachfrage auf den Balearen weiterhin hoch zu sein. Ein Grund: Dort wird gerade im hochpreisigen Segment nicht finanziert, sondern mit Eigenkapital bezahlt. Daher sei insbesondere die Nachfrage nach hochpreisigen Fincas & Co. weiterhin hoch, teilte die Homes & Holiday AG jüngst mit. Kerngeschäft der Gruppe ist das Maklergeschäft auf den Balearen. „Immobilien auf Mallorca und den gesamten Balearen zeigen sich einmal mehr als krisenresistent. Insbesondere die Nachfrage im Hochpreissegment ist äußerst robust. Sollte sich dies weiter fortsetzen, erwarten wir auch im zweiten Halbjahr ein deutlich positives Ergebnis und damit eine Gewinnsteigerung auf allen Ebenen im Vergleich zu 2021“, sagte Joachim Semrau, Vorstand der Homes & Holiday AG.

    Auf den Balearen vermittelte Homes & Holiday in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres Immobilien im Wert von 65,23 Mio. EUR – dies sind 47,3% mehr als im Vorjahreszeitraum. Auch in der zweiten Jahreshälfte erwartet Homes & Holiday eine solide Entwicklung. Die Analysten von GBC Research erwarten, dass das Unternehmen den Gewinn je Aktie im laufenden Jahr von 7 Cent auf 16 Cent mehr als verdoppeln wird. Bei einem aktuellen Kurs von 1,36 EUR würde damit das KGV unter 10 liegen. Zu wenig, meint GBC. Die Analysten empfehlen die Aktie mit einem Kursziel von 3,10 EUR zum Kauf. Im kommenden Jahr wird übrigens ein Gewinn von 20 Cent je Aktie erwartet. (Zur GBC-Studie)

    Teamviewer: Nach der Kursrallye weiterhin kaufen?

    Teamviewer arbeitet daran, verlorenes Vertrauen am Kapitalmarkt zurückzugewinnen – durchaus mit Erfolg. Der Aktienkurs konnte in den vergangenen Wochen um gute 50% zulegen. Dazu trugen gute Quartalszahlen bei. Auch der Einstieg von aktivistischen Investoren sorgt für Kursfantasie. So hat der Investor Petrus Advisors, dieser hält immerhin 3% der Teamviewer-Aktien, das deutsche Software-Unternehmen aufgefordert, die teuren Sponsoring-Aktivitäten deutlich zurückzufahren. Allein an Manchester United zahlt Teamviewer jährlich 50 Mio. EUR. Auch eine mögliche Übernahme – beispielsweise durch SAP – wird immer wieder ins Spiel gebracht. Nach der jüngsten Kursrallye hat die Aktie allerdings erstmal nicht mehr viel Luft nach oben, zumindest nach Meinung der meißten Analysten.

    Zuletzt hat Goldman Sachs das Kursziel für Teamviewer nach Zahlen zum dritten Quartal leicht von 10 auf 11 EUR angehoben. Es bleibt bei der Empfehlung "Neutral". Die in Rechnung gestellten Umsätze (Billings) konnten die Erwartungen leicht übertreffen. Zudem mache das Unternehmen Fortschritte auf der Kostenseite. Am optimistischsten ist derzeit die RBC. Die Analysten der kanadischen Bank empfehlen die Teamviewer-Aktie mit "Outperform". Das Kursziel liegt immerhin bei 19 EUR. Die Entwicklung der Billings sei sehr solide. Zudem verweisen die Analysten auf die hohen Barmittel und die günstige Bewertung.


    aifinyo gehört zu den wenigen profitablen Fintechs. Dies sollte sich in einem konjunkturell schwierigem Umfeld auszahlen. Bei Bayer scheinen die Optimisten derzeit in der Überzahl zu sein. Sollte Homes & Holiday den Gewinn wirklich wie von GBC erwartet steigern, ist die Aktie alles andere als teuer. Teamviewer scheint operativ auf Kurs zu sein und gewinnt verloren gegangenes Vertrauen zurück.


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    Der Autor

    Mario Hose

    In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.

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