Menü schließen




02.06.2021 | 05:30

Aspermont, Commerzbank, SGL Carbon – Potential nach Erneuerung

  • Medien
  • Bergbau
  • Transformation
  • Aspermont
  • Commerzbank
  • SGL Carbon
Bildquelle: pixabay.com

Manchmal ist es ein schleichender Prozess, mal aber auch ein plötzlich auftretendes Ereignis wie die Corona Pandemie, und ein Unternehmen gerät in Schieflage. Dann muss das Management Strategien entwickeln, die den Geschäftsbetrieb dennoch positiv in die Zukunft führen. Doch Effizienzsteigerung und schnelle Entscheidungen allein helfen da nicht. Idealerweise werden die Geschäftsmodelle früh genug auf Widerstandsfähigkeit überprüft und nicht erst wenn der Baum brennt. Eine Neuausrichtung bietet auch immer eine Chance. Wir haben uns heute drei Aktien angeschaut, die sich noch immer im Umbruch befinden, aber durchaus Potential für ihr Depot bieten.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: AU000000ASP3 , DE000CBK1001 , DE0007235301

Inhaltsverzeichnis:


    Aspermont – Turnaround bereits geschafft

    Aspermont ist ein Medienverlag mit dem Schwerpunkt globale Rohstoffindustrie. Einige der Marken, wie das Mining Journal, können auf eine 185-jährige Geschichte zurückblicken. Doch die Zeit der Printmedien läuft langsam aber sicher ab. Das Management hat die Probleme sehr früh erkannt und ist seit Längerem mit der Restrukturierung beschäftigt. Das Ziel ist, ein digitales Medienunternehmen zu werden, und die Australier sind auf einem sehr guten Weg.

    Bereits seit 2000 versucht sich Aspermont mit Paywall-Angeboten und hat im größten Geschäftsbereich, dem Bergbau, 4 Mio. aktive Nutzer. Daneben soll eine Lösung für B2B-Medien entstehen, die sich bereits in der Pilotphase befindet und auf über 7 Mio. Kundenkontakten basiert. Daraus ergeben sich drei Geschäftsbereiche Anything as a Service (XaaS), Daten und Service. XaaS stellt den Kunden den Content bereit. Mittels Daten wird das Verhalten der Kunden analysiert und kann so entsprechende B2B Leads generieren. Die Services bieten den B2B Kunden die Möglichkeit, End-to-End Marketing Lösungen zu erhalten.

    Als aufgrund der Corona Pandemie lokale Rohstoffmessen ausfielen, griff das Unternehmen auf die bereits in Entwicklung befindliche Virtual Event & Exhibition Lösung zurück. Es entstand eine virtuelle 365-Tage Messe, auf der regelmäßige Updates erscheinen und über die Leads für die Kunden von Aspermont generiert werden. Die erfolgreiche Arbeit kann man gut aus der Netto-Cash-Position ablesen. Diese stieg im Jahr 2020 um 7,1 Mio. USD, wobei man 3 Mio. aus einer Platzierung abziehen kann. Die Transformation scheint gelungen und es gibt große Wachstumsaussichten.

    Commerzbank – Steigen die Zinsen sollte man CoBa Aktionär sein

    Seit der Lehman Pleite steckt die Commerzbank in der Krise und wurde letztlich vom deutschen Staat gerettet. Seitdem befindet sich die Bank im Sanierungsmodus und versucht sich neu aufzustellen. Man ist der Net-Zero Banking Alliance der Vereinten Nationen beigetreten und will bis 2040 innerhalb der Commerzbank klimaneutral werden. Bis 2050 soll das gesamte Kredit- und Anlageportfolio den CO2-Ausstoß komplett neutralisieren. Das erklärte Ziel lautet, den Wandel in eine nachhaltige Wirtschaft aktiv voranzutreiben.

    Technisch will die Commerzbank im kommenden Blockchain Markt vertreten sein und befindet sich mit der Deutschen Börse und dem Fintech 360X in Entwicklung digitaler Marktplätze. Auf diesen Plattformen sollen Anleger die Möglichkeit erhalten, in illiquide Vermögensgegenstände wie Kunstobjekte oder Immobilien mittels Tokens zu investieren. Eine weitere Allianz wurde mit Evonik und BASF geschlossen, mit denen eine cloudbasierte Blockchain-Plattform getestet wird, um Zahlungsvorgänge automatisiert abwickeln zu können.

    Die Zahlen des ersten Quartals waren ordentlich, gleichzeitig geht auch der Stellenabbau weiter. Die große Frage lautet: Steigen die Zinsen wieder? Durch das große Kreditgeschäft der Commerzbank würde eine Zinssteigerung von 1% eine Verbesserung von 600 Mio. EUR im Nettozinseinkommen nach sich ziehen. Die Anleihezinsen steigen seit Jahresanfang in den USA. Blackrock meldete am 28. Mai eine Beteiligung von über 5%. Auch das ist ein Zeichen, dass die Bank Potential besitzt.

    SGL Carbon – Mitten in der Restrukturierung

    SGL Carbon, einer der weltweit größten Hersteller von Carbon und Graphit, steht noch am Anfang der Restrukturierung. Der Verlust von 2019 wurde 2020 auch aufgrund von Corona noch einmal übertroffen. Am Ende stand ein Verlust von 132 Mio. EUR. Das Management reagierte im selben Jahr mit Stellenabbau und Sparmaßnahmen. Daher resultieren auch Teile des Verlustes 2020.

    Nach dem ersten Quartal waren bereits 200 der insgesamt 500 Stellen abgebaut. Zudem soll es wiederkehrende Einsparungen bei den Sachkosten von über 100 Mio. EUR geben. Dieses Programm soll bis Ende 2022 umgesetzt sein. Die Kosten dafür beziffert das Unternehmen auf etwa 40 Mio. EUR. Für 2021 erhofft man sich einen leichten Umsatzanstieg und geht von einem deutlich geringeren Verlust aus.

    Die Aktie hat ihren Abwärtstrend verlassen, aber die Transformation des Unternehmens ist noch längst nicht abgeschlossen. Mit dem Ende der Corona Pandemie könnte der Umsatz wieder steigen und den Konzern so langfristig wieder profitabel machen. Der nächste spannende Termin für die Anleger wird der 12. August, da will das Unternehmen neue Geschäftszahlen präsentieren.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH behält sich im Übrigen vor, künftig entgeltliche Auftragsbeziehungen mit dem Unternehmen oder mit Dritten in Bezug auf Berichte zu dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird einzugehen. Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.inv3st.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Nico Popp vom 26.02.2026 | 05:00

    Vom Pennystock zum Tech-Pionier: Wie Aspermont mit Rio Tinto den Datenmarkt der Rohstoffbranche aufrollt - Vorbild Informa

    • Bergbau
    • Daten
    • KI
    • Reverse-Split
    • Wachstum

    Daten sind der Rohstoff für die Entscheidungen von morgen. In einer Wirtschaft, in der Algorithmen und Large Language Models (LLMs) auf verifizierte und strukturierte Informationen angewiesen sind, bestimmt der Zugang zu hochwertigen Archiven die Wettbewerbsfähigkeit. Aspermont hat diese Notwendigkeit erkannt und vollzieht den Wandel von einem klassischen Medienhaus zu einem Technologieunternehmen im Bereich Data-Intelligence. Mit einem kumulierten Markenarchiv mit über 200 Jahren Bergbaugeschichte verfügt das Unternehmen über einen lückenlosen Datensatz zur globalen Rohstoffbranche. Mit der Plattform Mining-IQ digitalisiert Aspermont dieses historische Wissen und strukturiert es für KI-Anwendungen. Diese Neuausrichtung schließt die vierte technologische Entwicklungsphase des Unternehmens ab, die historisch auf den 180 Jahre langen Print-Publikationen sowie den Modellen Digital Media und Content-as-a-Service aufbaut. Die Qualität der Daten wird dabei durch mehr als 100 Fachjournalisten und Analysten gesichert, die den qualitativen Input für die Plattform liefern.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Tarik Dede vom 25.02.2026 | 04:45

    KI treibt die Nachfrage: Drei Kupferaktien für den Boom: Freeport McMoran, Power Metallic Mines und Aurubis!

    • Kupfer
    • FreeportMcMoran
    • Power Metallic Mines
    • Aurubis
    • KI
    • Bergbau
    • Mining
    • Nickel
    • Aktien
    • Kanada
    • MDAX
    • Lieferketten
    • Geopolitik
    • China
    • Solartechnologie
    • Energiewende

    Vor einigen Jahren war Kupfer eines der langweiligsten Metalle. Die Nachfrage wuchs stetig, aber nicht gewaltig. Das rote Metall wurde zwar überall eingesetzt, vom Bau bis zu Stromleitungen, doch Sex-Appeal war nicht da. Und der Preis dümpelte auf solch niedrigem Niveau vor sich hin, dass es in der vergangenen Dekade kaum Investments in die Entwicklung neuer Vorkommen gab. Mit der KI-Revolution und der globalen Elektrifizierung hat sich dies massiv geändert. Kupfer ist der effizienteste elektrische Leiter nach Silber und spielt nun eine große Rolle. So benötigt ein Elektroauto drei- bis viermal mehr Kupfer als ein Verbrenner. Hinzu kommen Windräder, Solarparks und der massive Ausbau und die Modernisierung der Stromnetze. Analysten schätzen, dass die Welt bis 2040 mehr Kupfer fördern muss, als die Menschheit bisher in ihrer gesamten Geschichte verbraucht hat. Nach den Elektroautos hat die Künstliche Intelligenz aufgrund des enormen Strombedarfs der Datacenter die nächste Nachfragewelle ausgelöst. Für die riesigen Serverfarmen von NVIDIA, Google, Amazon und Co. werden kilometerweise Kupferkabel und massive Kupferschienen zur Stromverteilung benötigt. Dementsprechend gibt es nun wieder verstärkt Investitionen in neue Kupfervorkommen. Anleger sollten sich breit aufstellen, um langfristig von dieser Entwicklung zu profitieren.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Armin Schulz vom 05.02.2026 | 05:30

    Die nächste Preisexplosion kommt! Sind Sie mit Rio Tinto, Globex Mining und Glencore für den Superzyklus positioniert?

    • Rio Tinto
    • Globex Mining
    • Glencore
    • Rohstoffe
    • kritische Rohstoffe
    • Bergbau
    • Edelmetalle
    • Fusion
    • Superzyklus
    • Lizenzeinnahmen

    Die Rohstoffmärkte werden von einer Zeitenwende erfasst. Während Edelmetalle als sichere Häfen glänzen, treibt die Energiewende Lithium nach wie vor an. Doch der wahre Druckpunkt sind die kritischen Rohstoffe wie beispielsweise Antimon oder Wolfram, deren Angebot durch geopolitische Konflikte extrem angespannt ist. Diese Fragmentierung des Superzyklus schafft einzigartige Chancen für strategisch positionierte Konzerne. Drei Schlüsselplayer sind bereit, davon zu profitieren: Rio Tinto, Globex Mining und Glencore.

    Zum Kommentar