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21.10.2025 | 06:00

Barrick Mining und Kobo Resources: Gold als Sicherheit – Occidental Petroleum: Energie als Chance

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Bildquelle: pixabay.com

In einer Ära geopolitischer Verwerfungen und geldpolitischer Experimente gewinnen reale Vermögenswerte strategische Bedeutung. Gold behauptet sich als fundamentale Wertreserve, während die Transformation des Energiesektors die Nachfrage nach kritischen Rohstoffen antreibt. Selbst Öl behält trotz volatiler Preise seinen Status als geopolitisches Druckmittel. In diesem Umfeld positionieren sich Unternehmen mit Zugang zu diesen Ressourcen vorteilhaft. Drei Akteure stehen im Fokus: Der Goldproduzent Barrick Mining, der Explorationsspezialist Kobo Resources und der Öl- und Gaskonzern Occidental Petroleum.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: BARRICK MINING CORPORATION | CA06849F1080 , KOBO RESOURCES INC | CA49990B1040 , OCCIDENTAL PET. DL-_20 | US6745991058

Inhaltsverzeichnis:


    Barrick Mining - steht im Rampenlicht – Gold glänzt

    Die Goldrally zeigt keine Ermüdungserscheinungen. Getrieben von geopolitischen Spannungen und der Erwartung lockererer Geldpolitik in den USA hat das Edelmetall kürzlich neue Rekordmarken über 4.300 USD erklommen. Ein entscheidender Preistreiber sind die ungebremsten Käufe der globalen Zentralbanken, die allein bis Oktober 2025 über 415 t Gold zugekauft haben, der stärkste Zufluss seit Jahren. In diesem Umfeld profitiert natürlich auch der Bergbau. Allerdings steht ein Riese wie Barrick Mining gerade besonders im Fokus, denn hinter den glänzenden Zahlen lauern operative Herausforderungen.

    Während Barrick von den hohen Goldpreisen finanziell stark profitiert, der Umsatz stieg im 2. Quartal spürbar, wird der Blick durch erhebliche Probleme in Mali getrübt. Der Kontrollverlust über die Loulo-Gounkoto-Mine führte zu einer milliardenschweren Wertberichtigung. Eine Meldung vom 10. Oktober brachte nun etwas Bewegung. Die vorläufige Verwaltung vor Ort kündigte an, die Sprengarbeiten in der Untertagemine wieder aufzunehmen. Dies ist ein kleines, aber wichtiges Signal für eine mögliche schrittweise Normalisierung, auch wenn Verhandlungen mit der Regierung weiterhin schwierig sind.

    Für Investoren ist Barrick eine zwiespältige Angelegenheit. Das Unternehmen besitzt eine robuste Basis mit hoher Liquidität und einem soliden Produktionsprofil für das Gesamtjahr. Der plötzliche Führungswechsel an der Konzernspitze wirft jedoch Fragen zur strategischen Kontinuität auf. Die Entwicklung in Mali bleibt der kritische Hebel. Gelingt es der neuen Führung, diese Risiken zu managen, kann Barrick vom derzeitigen Rückenwind voll profitieren. Andernfalls droht das operative Geschäft den Höhenflug des Edelmetalls zu bremsen. Derzeit ist die Aktie für 33,33 USD zu haben.

    Kobo Resources - ein Goldprojekt mit Substanz

    Bei Goldpreisen von mehr als 4.000 USD sollte man als Investor auch einen Blick auf aussichtsreiche Explorer werfen, denn hier winken hohe Kursgewinne. Dazu zählt auch Kobo Resources, die mit ihrem Flaggschiffprojekt Kossou in der Elfenbeinküste schon die Aufmerksamkeit von Gold-Investoren auf sich gezogen haben. Das Projekt liegt in einem etablierten Goldgürtel Westafrikas, nur wenige Kilometer von der Hauptstadt Yamoussoukro entfernt. Diese strategische Nähe zu bestehender Infrastruktur, einschließlich einer aktiven Mine in unmittelbarer Nachbarschaft, ist ein entscheidender operativer Vorteil. Der Fokus liegt hier auf der systematischen Erkundung mehrerer vielversprechender Zonen entlang eines ausgedehnten geologischen Strukturkorridors. Das Ziel ist mit der Erstellung einer ersten Ressourcenschätzung klar definiert.

    Die jüngsten Bohrergebnisse auf der Kossou Liegenschaft untermauern das Potenzial. Ein Highlight war die Durchdringung von 17,0 m mit 3,87 g/t Gold in der Road Cut Zone. Solche Adern bestätigen die Kontinuität der Mineralisierung. Parallel dazu lieferte die Jagger Zone weitere ermutigende Daten, wobei goldführende Strukturen nun bis in Tiefen von über 240 m verfolgt werden konnten. Diese konsistenten Ergebnisse stützen das geologische Modell des Unternehmens und deuten auf ein robustes, in die Tiefe reichendes System hin. Die laufende Kampagne zielt darauf ab, diese Zonen weiter zu verbinden und zu erweitern.

    Über Kossou hinaus besitzt Kobo mit dem Kotobi-Projekt ein weiteres Explorationsasset im selben vielversprechenden geologischen Gürtel. Obwohl Kotobi sich in einem früheren Stadium befindet, konnten bereits erste Goldanomalien in Bodenproben identifiziert werden. Die Gesamtchance für Kobo liegt in der Summe der Teile. Kossou entwickelt sich zusehends zu einem substanziellen Projekt, das ins Visier von großen Goldproduzenten geraten könnte. Kotobi bietet längerfristiges Upside-Potenzial. In einer miningfreundlichen Jurisdiktion wie der Elfenbeinküste könnte diese Kombination für Investoren interessant sein, die auf eine erfolgreiche Explorationsstory setzen wollen. Die Aktie notiert aktuell bei 0,30 CAD und dürfte nach der ersten Ressourcenschätzung deutliches Nachholpotenzial haben.

    Occidental Petroleum - strategischer Umbau unter der Lupe

    Die jüngste Transaktion von Occidental Petroleum hat die Investment-Community gespalten. Das Unternehmen verkauft seine Chemiesparte OxyChem für 9,7 Mrd. USD an Berkshire Hathaway. Für CEO Vicki Hollub ist dies der finale Schritt einer langjährigen Transformation hin zu einem schlankeren Öl- und Gasunternehmen. Ein Großteil der Erlöse, etwa 6,5 Mrd. USD, fließt direkt in die Schuldentilgung. Das bringt OXY seinem avisierten Schuldenziel von unter 15 Mrd. USD deutlich näher und spart jährlich über 350 Mio. USD an Zinsausgaben. Diese finanzielle Atempause könnte Spielraum für Aktienrückkäufe schaffen.

    Der Verkauf hat jedoch einen spürbaren Nachteil. Occidental gibt damit eine profitable und vergleichsweise stabile Cash-Cow aus der Hand. Die Chemiesparte war ein wichtiger Puffer gegen die Volatilität der Ölpreise. Die Reaktion des Marktes, ein deutlicher Kursrutsch bei der Aktie, spiegelt die Skepsis wider, ob der Verkaufspreis angemessen war und der Verlust dieser Einnahmequelle leichtfertig in Kauf genommen wird. Kritiker monieren zudem, dass die mit OxyChem verbundenen Umweltverpflichtungen bei Occidental verbleiben, was die Attraktivität des Deals schmälert.

    Aus strategischer Sicht konzentriert sich Occidental nun vollends auf sein Kerngeschäft, die Öl- und Gasförderung in Schlüsselregionen wie dem Permian Basin. Der gestraffte Konzern soll effizienter und investorenfreundlicher werden. Die entschlackte Bilanz erlaubt es dem Management, den Fokus auf operative Exzellenz und Kapitalrückführungen zu legen. Für Anleger bleibt es eine Wette darauf, ob die gesteigerte Effizienz und die Fokussierung auf die fossilen Reserven den Verlust des diversifizierenden Chemiegeschäfts langfristig aufwiegen können. Momentan kann die Aktie für 40,90 USD erworben werden.


    In unsicheren Zeiten bieten reale Vermögenswerte strategischen Halt. Barrick Mining profitiert zwar von Rekordgoldpreisen, muss jedoch seine operativen Risiken in Mali meistern, um den Höhenflug nachhaltig zu nutzen. Kobo Resources punktet als Explorer mit dem vielversprechenden Kossou-Projekt in miningfreundlicher Jurisdiktion und bietet substanzielles Upside-Potenzial. Occidental Petroleum setzt unterdessen alles auf eine Karte. Der Verkauf der profitablen Chemiesparte strafft den Konzern für mehr Fokus, beraubt ihn aber eines wichtigen Stabilitätspfeilers.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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