11.03.2026 | 05:00
Bergbau-Comeback in Europa: Satte Renditen mit Group Eleven Resources, Boliden und Glencore
Die europäische Rohstofflandschaft ordnet sich neu. Über Jahrzehnte verließ sich die Industrie auf billige Importe aus Übersee. Doch diese Zeiten der naiven Globalisierung sind endgültig vorbei. Um die Abhängigkeit von unsicheren Lieferketten zu beenden und das Überleben der Industrie zu sichern, rückt die heimische Gewinnung kritischer Metalle in den Fokus. Die Europäische Kommission hat mit dem Critical Raw Materials Act und dem ambitionierten RESourceEU-Aktionsplan klare Ziele definiert: Bis 2030 sollen 10 % des Abbaus und 40 % der Verarbeitung kritischer Metalle innerhalb der EU stattfinden. In diesem Umfeld feiert der europäische Zink- und Silber-Sektor ein Comeback. Während Zink historisch vor allem im Bauwesen gefragt war, ist es heute für den Korrosionsschutz von Windkraftanlagen unverzichtbar. Silber wird durch den gewaltigen Boom der Künstlichen Intelligenz (KI) und den Bau von Rechenzentren sogar zum kritischen Industriemetall. Insbesondere Irland etabliert sich in dieser Phase als Rohstoff-Region. Das Land verfügt über eine der weltweit produktivsten geologischen Provinzen für hochgradige Basismetalle und besticht durch exzellente geowissenschaftliche Daten aus dem sogenannten Tellus-Programm. Etablierte Bergbau-Riesen wie Boliden und Glencore setzen Standards, während aufstrebende Explorer wie Group Eleven Resources mit spektakulären Entdeckungen glänzen und Anlegern äußerst lukrative Einstiegschancen bieten.
Lesezeit: ca. 3 Min.
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Autor:
Nico Popp
ISIN:
GROUP ELEVEN RESOURCES | CA39944P1018 , BOLIDEN AB (POST SPLIT) | SE0012455673 , GLENCORE PLC DL -_01 | JE00B4T3BW64
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Nico Popp
In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys
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Boliden setzt in Europas Bergbau Standards
Der schwedische Konzern Boliden gilt als integriertes Bergbau- und Metallunternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette und setzt damit Standards. Die Tara-Mine in der Nähe der irischen Stadt Navan ist das absolute Juwel im Portfolio von Boliden und gilt als eine der größten Zinkminen des gesamten Kontinents. Nachdem die Mine wegen extrem hoher Energiekosten zeitweise in den Wartungsmodus versetzt wurde, steht das laufende Jahr für den vollständigen operativen Hochlauf. 2026 plant Boliden in Tara ein gemahlenes Volumen von 1,8 Mio. t Erz mit einem starken Zinkgehalt von 5,6 %. Dieser ehrgeizige Produktionshochlauf ist entscheidend für die Versorgung der konzerneigenen Schmelzhütten in Norwegen und Finnland und sichert dem Unternehmen trotz der Rekordinvestitionen eine stabile Bilanz mit einer Nettoverschuldungs-Quote von lediglich 20 %. Die Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 zeigten zudem einen starken operativen Gewinn von 4,06 Mrd. SEK. Für Investoren, die auf Europas Bergbau setzen wollen, ist Boliden damit ein klassisches Kerninvestment, das zudem eine verlässliche Dividende bietet.
Glencore als strategischer Kraftfaktor im Hintergrund
Ähnlich stark, aber weitaus globaler aufgestellt, agiert Glencore. Während Boliden in Irland durch die Präsenz vor Ort punktet, gilt Glencore als der globale Navigator im Zink-Markt. Das Unternehmen kombiniert ein umfassendes industrielles Portfolio mit einer weltweit führenden Marketing-Abteilung, die klug Arbitrage-Möglichkeiten in globalen Lieferketten nutzt. Im abgelaufenen Jahr erreichte Glencore seine Produktionsziele fast vollständig und steigerte die eigene Zinkproduktion um 7 % auf 969.400 Tonnen. Noch interessanter für den Standort Irland ist jedoch das gezielte strategische Engagement von Glencore als Unterstützer für aussichtsreiche Junior-Player. Der Rohstoffriese hält eine Beteiligung von 13,6 % an Group Eleven Resources und sitzt zudem aktiv im Board of Directors. Für Glencore ist dies eine smarte und kostengünstige Option auf die künftige Konsolidierung des regionalen Marktes, da die Explorationsflächen von Group Eleven direkt an Glencores eigene Millionen-Tonnen-Lagerstätte Pallas Green angrenzen.
Group Eleven Resources und die spektakuläre Ballywire-Entdeckung
Genau in diesem geologischen Hotspot bringt sich Group Eleven Resources in Stellung. Dem aufstrebenden Explorationsunternehmen ist es gelungen, das Projekt PG West zu einer der bedeutendsten Neuentdeckungen in Europa seit über einem Jahrzehnt zu entwickeln. Die dortige Ballywire-Lagerstätte hat sich durch systematische Bohrungen als komplexes System mit exzellenten Zink-, Blei- und Silbergehalten entpuppt. Ein spektakuläres Bohrloch erweiterte jüngst ohnehin schon gute Daten auf insgesamt 52,3 m mit einem Gehalt von 10,3 % Zink und Blei sowie extrem hohen 330 g/t Silber. Solche Gehalte sind im globalen Vergleich für Zinkminen absolut außergewöhnlich und steigern die zu erwartende Wirtschaftlichkeit des Projekts deutlich.
Zudem punktet die Ballywire-Entdeckung mit einem echten strategischen Joker für die Europäische Union: Germanium. Da China den Export dieses für die Halbleiter- und Verteidigungsindustrie kritischen Metalls im Jahr 2025 stark reglementiert hat, sucht die Politik händeringend nach heimischen Alternativen. Group Eleven konnte starke Germaniumgehalte nachweisen und profitiert damit direkt von der Möglichkeit, beschleunigte Genehmigungsverfahren über EU-Förderprogramme in Anspruch zu nehmen. Um das System, das entlang eines 6 km langen Trends noch weitgehend offen ist, weiter in die Länge und Tiefe zu erweitern, plant das Unternehmen für das laufende Jahr ein Bohrprogramm über 20.000 m und mit gleich vier aktiven Bohrgeräten.
Group Eleven Resources als seltene Chance für Investoren
Für Anleger bietet die aktuelle Phase im irischen Rohstoffsektor hervorragende Möglichkeiten. Während Boliden und Glencore etablierte Basisinvestments mit verlässlichen Cashflows darstellen, positioniert sich Group Eleven Resources für spekulativer ausgerichtete Investoren als große Chance. Das junge Unternehmen kombiniert die explorative Flexibilität eines agilen Juniors mit der strategischen Absicherung durch die prominente Beteiligung eines Weltmarktführers wie Glencore, was das Investitionsrisiko für Anleger drastisch senkt. Zudem agiert Group Eleven im direkten Schatten der bereits vorhandenen Boliden-Infrastruktur, was künftige Synergien oder gar eine Übernahme nahelegt.
Prominente Insider und Großinvestoren wie Michael Gentile, der rund 13,8 % der Aktien hält, unterstreichen das hohe Vertrauen in das Management und die Geologie. Da die Zinkpreise durch sinkende Kosten für Schmelzhütten gestützt werden und die Nachfrage nach Silber durch den Bau neuer KI-Rechenzentren rasant steigt, sind die fundamentalen Marktbedingungen nahezu perfekt. Anleger, die frühzeitig auf die europäische Rohstoffautonomie und das nächste Weltklasse-Asset in Irland setzen wollen, finden in Group Eleven Resources aktuell ein bis ins nächste Jahr voll durchfinanziertes Unternehmen, das seinen wahren Wert an der Börse angesichts des beginnenden Superzyklus erst noch entfalten dürfte.

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