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04.08.2021 | 05:10

BMW, NSJ Gold, Infineon – Enorme Nachfrage

  • Halbleiter
  • Kupfer
Bildquelle: pixabay.com

Der Mangel an Halbleitern verhagelte dem verarbeitenden Gewerbe, allen voran den Autobauern, in den letzten Monaten die Geschäfte. Produktionsausfälle und Kurzarbeit sind Folge der globalen Knappheit. Eine Besserung scheint nicht in Sicht. Der führende Chiphersteller Intel erwartet, dass sich die Chipknappheit in den kommenden Monaten noch zuspitzen wird und geht von einer Entspannung frühestens in zwei Jahren aus. Ähnlich knapp wird es bei Rohstoffen für die Energiewende. Positionieren Sie sich rechtzeitig.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: NSJ Gold | CA62973P1071 , BAY.MOTOREN WERKE VZO | DE0005190037 , INFINEON TECH.AG NA O.N. | DE0006231004

Inhaltsverzeichnis:


    NSJ Gold – Gold und Kupfer im Blick

    Die Knappheit bei Rohstoffen sowie Inflationsängste sind weiterhin beste Bedingungen für Industriemetalle wie Kupfer und Edelmetalle wie Gold. Das Explorationsunternehmen NSJ Gold ist im Westen von Arizona in Lapaz County aktiv. Hier besitzt das Unternehmen eine Option auf 100% am Golden Hills Projekt, welches bereits in den 1940er Jahren Gold förderte. Als Beiprodukte wurden zudem hohe Gehalte vom industriell stark nachgefragtem Kupfer sowie Eisen vermutet. Golden Hills besteht aus sieben patentierten und 114 nicht patentierten Bergbau-Claims, die insgesamt 9,6qkm umfassen.

    Das in direkter Nachbarschaft zur Kay-Mine von Arizona Metals Corp. und der Moss-Mine von Northern Vertex Mining liegende Areal sitzt auf dem Walker Lane Gold Trend, einer Formation, die über aussichtsreiche Gold- und Kupfervorkommen verfügt. Interessant ist der Umstand, dass sich der aktuelle Vice President of Exploration von NSJ Gold, Richard Kern, Ende der 90-er Jahre für die Entwicklung der Moss-Mine verantwortlich zeigte.

    Kürzlich wurden die vollständigen Untersuchungsergebnisse des jüngsten Bohrprogramms und zukünftige Pläne für das Golden Hills Projekt bekanntgegeben. Das Programm zielte auf nord-nordwestlich verlaufende geophysikalische Anomalien ab und bestand aus 16 Bohrlöchern. Insgesamt wurden im Rahmen des Bohrprogramms 102m mit einem Durchschnittsgehalt von über 0,4 g/t Gold, 212m mit einem Gehalt von über 0,1% Kupfer und 207m mit einem Durchschnitt von über 20% Eisen durchteuft. Alle Erkenntnisse aus dem jüngsten Bohrprogramm und der Geophysik werden zur Planung der nächsten Phase herangezogen. Die Bohrlöcher werden geplant, um frühere hochgradige Goldfunde zu erweitern und zu bestätigen.

    Aktuell liegt der Börsenwert von NSJ Gold bei lediglich 3,54 Mio. EUR. Die aussichtsreiche Lage neben den bereits produzierenden Minen sowie das erfahrene Management versprechen hohe Chancen auf langfristige Wertsteigerungen. NSJ steht jedoch noch am Anfang seiner Entwicklung. Beim Kauf nicht vergessen zu limitieren.

    BMW – Warnung vor schwierigen Zeiten

    Mit einem blauen Auge davongekommen ist der bayerische Autobauer BMW in der ersten Jahreshälfte und konnte bei den Autoverkäufen mit 1,34 Mio. Einheiten sogar Mercedes-Benz hinter sich lassen. Allerdings gab Vorstandschef Oliver Zipse zu verstehen, dass das zweite Halbjahr angesichts unterschiedlicher Risiken wie Rohstoffpreise und Halbleiterversorgung volatiler werden dürfte. Die Folgen der Halbleiterkrise bekamen die Münchner bereits zu spüren. So musste zweitweise die Produktion in Regensburg gestoppt werden. Dadurch geht das Management im Automobilsegment von einer EBIT-Marge von 7% bis 9% für das Gesamtjahr aus. Im ersten Halbjahr konnten 13% vermeldet werden.

    Überhaupt war das erste Halbjahr von Rekorden geprägt. 9,76 Mrd. EUR standen auf der Gewinnseite vor Steuern und der Verkauf der Automobile lief besser als je zuvor. Der Umsatz wuchs um fast 30% auf 55,36 Mrd. EUR.

    Aufgrund des verhaltenen Ausblicks und negativer Analystenmeinungen sackte der Kurs der Vorzugsaktien zeitweise um 5% auf 70,20 EUR ab. In diesem Bereich liegt eine markante Unterstützungszone. Sollte diese gebrochen werden, liegt das nächste Kursziel bei rund 66,0 EUR.

    Infineon – Zu hohe Nachfrage

    Im Gegensatz zu den Autobauern wie BMW, Daimler oder Volkswagen profitiert der Halbleiterhersteller Infineon vom anhaltenden Chipboom.Jedoch bremsten pandemiebedingte Einschränkungen der Fertigung in Malaysia sowie Nachwirkungen eines Wintersturms in Austin in den Vereinigten Staaten ein noch besseres Ergebnis aus. Aufgrund dessen stieg der Umsatz zum Vorquartal um lediglich 22 Mio. EUR auf 2,722 Mrd. EUR, während der Gewinn sich von 209 Mio. auf 245 Mio. EUR ausweitete.

    Für das laufende Geschäftsjahr bis Ende September rechnet der Konzern weiterhin mit einem Umsatz von rund 11 Mrd. EUR nach 8,6 Mrd. EUR im Vorjahr. Die operative Marge soll dabei über 18% liegen. Nach Kursverlusten über 5% drehte Infineon im Handelsverlauf und schloss fast unverändert bei 32,35 EUR. Das Unternehmen dürfte auch weiterhin vom Halbleiter-Boom profitieren. Wir bleiben positiv für die Aktie.


    Die Knappheit an Halbleitern wird die Industrie noch längere Zeit belasten. Betroffen sind vor allem die Autobauer wie BMW. Dagegen profitiert der Halbleiterhersteller Infineon weiterhin vom Boom und hat dadurch langfristig gesicherte Aufträge in den Büchern. Durch die anhaltende Knappheit bei Industriemetallen wie Kupfer und den Inflationsängsten bietet der Goldexplorer NSJ Gold eine langfristig aussichtsreiche Einstiegsmöglichkeit.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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