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19.05.2022 | 05:55

Booster für BioNTech Aktie: BASF und Defense Metals mit Impulsen?

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Bildquelle: pixabay.com

Die Schaukelbörse hält Anleger weiterhin in Atem. Am Dienstag sorgten ermutigende Konjunkturdaten und die Aussicht auf ein baldiges Ende der Lockdowns in China noch für gute Stimmung und deutlich steigende Kurse. Die Rede von FED-Chef Powell konnte dies nicht ändern. Nur einen Tag später ist die Euphorie schon wieder verflogen und die Aussagen des Notenbankchefs werden negativ ausgelegt. Powell hatte die Entschlossenheit der FED bei der Bekämpfung der Inflation bekräftigt. Daher braucht es operative Impulse, damit Aktien wieder steigen. Einen kleinen Booster hat die Aktie von BioNTech durch die Zulassung des Corona-Impfstoffes als Booster-Shot für die Altersgruppe 5-11 Jahre durch die FDA erhalten. Doch Analysten warten auf mehr. Bei Defense Metals erhoffen sich Anleger nach starken Bohrergebnissen mehr von der heutigen Präsentation des CEO. Bei BASF reduzieren gleich mehrere Analysten die Kursziele und sehen mögliche Mehrkosten in Milliardenhöhe.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: DEFENSE METALS CORP. | CA2446331035 , BASF SE NA O.N. | DE000BASF111 , BIONTECH SE SPON. ADRS 1 | US09075V1026

Inhaltsverzeichnis:


    Defense Metals: Starke Bohrergebnisse nicht genug?

    Beim spannenden 'Seltene Erden'-Explorer Defense Metals könnte es heute neue Impulse geben. CEO Craig Taylor spricht um 15:20 Uhr auf der virtuellen Investorenkonferenz IFF. Interessierte Anleger können sich kostenlos hier noch bis kurz vor Präsentationsbeginn anmelden. Defense Metals besitzt mit Wicheeda ein riesiges Seltene Erden Vorkommen in Kanada. Es umfasst rund 2.000 Hektar und hat bereits jetzt Mineralressourcen an Seltenen Erden von 4,9 Mio. t. Weitere 12 Mio. t werden noch im Boden vermutet. Anfang dieses Jahres führte Defense Metals ein 29 Löcher, 5.349m umfassendes Ressourcenerweiterungs- und Diamantbohrprogramm auf dem Grundstück Wicheeda durch. Seit Anfang Februar kommen regelmäßig positive Bohrergebnisse – auch wenn sich die Aktie damit nicht vom schwachen Gesamtmarkt entkoppeln konnte. Ende April kam die neueste Erfolgsmeldung. So wurde auf einer Strecke von 251m ein Gesamtgehalt von 3,09% nachgewiesen. Eine Woche zuvor hatte Defense Metals bereits über eine 3,81%-gehaltvolle Seltenerdmetalloxid-Anreicherung auf einer Länge von 117m berichtet. Nach Einschätzung der Experten von researchanalyst.com dürfte das Wicheeda-Projekt in rund fünf Jahren in Produktion sein und könnte nach heutigem Stand einer der wichtigsten Produzenten Nordamerikas werden. Die ausführliche Analyse finden Sie hier.

    Als Hintergrund: Seltene Erden werden bei der Diskussion um Rohstoffabhängigkeit häufig übersehen. Zu Unrecht. Denn Seltene Erden sind in nahezu allen Technologien vorhanden. Nicht nur Smartphones und Elektroautos, sondern auch in moderner Militärtechnik. Das Problem aus strategischer Sicht: China beherrscht den Weltmarkt. Alternativen sind kaum vorhanden. Defense Metals arbeitet daran, dies zu ändern. Der kanadische Explorer könnte in Zukunft rund 10% der aktuell weltweiten Produktion anbieten. Aus Sicht der Experten von researchanalyst.com dürften die Kanadier als attraktiver Übernahmekandidat bei größeren Unternehmen wie Lynas oder MP Materials gelten.

    BioNTech Aktie mit erstem Booster

    Die Aktie von BioNTech hat sich im Selloff der vergangenen Wochen relativ gut gehalten. Insbesondere im Vergleich zum Impfstoff-Wettbewerber Valneva. Damit es für die Aktie des Wiesbadener Biotech-Überfliegers jedoch wieder nachhaltig nach vorne geht, braucht es neue Impulse. Diese Meinung teilt auch Goldman Sachs. BioNTech habe dank der starken Verkäufe des Corona-Impfstoffs im ersten Quartal mehr umgesetzt, als die Analysten erwartet hatten. In den kommenden Wochen dürfte sich der Fokus nun auf Studiendaten zu dem Kinderimpfstoff – diesen hat die FDA gestern zugelassen – und zu dem Omikron-spezifischen Impfstoff richten, so die Experten. Die belassen die Einstufung auf "Neutral". Das Kursziel liegt mit 255 USD jedoch deutlich über dem aktuellen Niveau von 157 USD. Auch die Schätzungen von JPMorgan hat BioNTech übertroffen. Die Analysten haben ein Kursziel von 183 USD. Auch wenn der Corona-Impfstoff an Bedeutung verlieren sollte, sei das Unternehmen im Bereich Onkologie gut aufgestellt. Im zweiten Halbjahr dürfte es daher bei BioNTech richtig spannend werden. Es werden zahlreiche Studienupdates erwartet, beispielsweise zum Wirkstoff gegen Hautkrebs und mRNA-Impfstoff gegen basierten Krebs. Auch zu einer mRNA-Impfung gegen Influenza sollte es Neuigkeiten geben. Fallen die Daten positiv aus, ist ein richtiger Booster für die Aktie zu erwarten.

    BASF: Analysten reduzieren Kursziele und sehen Milliardenkosten

    Bei BASF sind derzeit keine positiven Impulse in Sicht. Zu schwer belasten die hohen Energiepreise und Rezessionsangst. Und da ist ja noch der mögliche Gas-Stopp – egal ob Deutschland oder ob Russland den Hahn zudreht. Dies hätte massiven Einfluss auf die Produktion von BASF in Deutschland. Entsprechend zurückhaltend sind die Analysten. Die Société Générale stuft den Chemie-Konzern weiterhin mit "Hold" ein. Das Kursziel wurde von 59 EUR auf 50 EUR verringert. Die Baader Bank hat zwar die Einstufung auf "Add" belassen, aber das Kursziel für die BASF-Aktie von 60 EUR auf 53 EUR gesenkt. Ein deutsches Embargo für russisches Öl und Gas würde für den DAX-Konzern eine Kostenexplosion in Höhe von bis zu 7,9 Mrd. EUR bedeuten. Die Wahrscheinlichkeit eines tatsächlichen Öl-Embargos nehme derzeit zu. Bei russischem Gas sei dieses Risiko geringer. Auch andere Konzerne wie Wacker Chemie, Covestro, K+S, Evonik und Lanxess wären davon betroffen. Derzeit notiert die Aktie von BASF bei rund 50 EUR.


    Anleger brauchen derzeit starke Nerven. Die Aktie von BioNTech hält sich gut, aber es braucht positive Studienergebnisse. Positive Bohrergebnisse liefert Defense Metals regelmäßig, doch offenbar braucht es mehr, damit der Knoten endlich platzt. Bei BASF sind Anleger und Analysten zurückhaltend.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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