14.01.2026 | 05:00
Der Angriff auf den Krebs-Stoffwechsel: Weshalb Bayer und Pfizer umbauen müssen und Vidac Pharma jetzt die wissenschaftliche Lücke füllt
Das Investmentjahr 2026 markiert einen entscheidenden Wendepunkt für den globalen Biotechnologie- und Pharmasektor. Nach einer Phase der makroökonomischen Unsicherheit erleben wir eine Renaissance der Life Sciences, die von zwei fundamentalen Kräften getrieben wird: Der zwingenden Notwendigkeit der „Big Pharma“-Akteure, ihre auslaufenden Patente durch Innovation zu ersetzen und dem wissenschaftlichen Durchbruch neuartiger Wirkmechanismen bei agilen Biotech-Small-Caps. Während Branchenriesen wie Pfizer und Bayer durch massive Restrukturierungen versuchen, ihre schwerfälligen Tanker auf den neuen Kurs zu bringen, liefert das noch wenig beachtete Biotech Vidac Pharma die technologische Innovation, nach der der Markt sucht. Mit einem Ansatz, der den Krebsstoffwechsel direkt adressiert und den seit fast einem Jahrhundert bekannten „Warburg-Effekt“ umkehrt, positioniert sich Vidac als disruptive Kraft in der Onkologie und Dermatologie. Für Anleger bietet diese Konstellation eine seltene Chance: Die Stabilität der Giganten zu beobachten und gleichzeitig auf das explosive Potenzial eines technologischen Innovators zu setzen, der laut Analysten massiv unterbewertet ist.
Lesezeit: ca. 3 Min.
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Autor:
Nico Popp
ISIN:
VIDAC PHARMA HOLDING PLC | GB00BM9XQ619 , BAYER AG NA O.N. | DE000BAY0017 , PFIZER INC. DL-_05 | US7170811035
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Nico Popp
In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys
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Pfizer und Bayer: Der Zwang zur Neuerfindung
Für die etablierten Platzhirsche ist die aktuelle Lage ernst. Pfizer, der US-Gigant, muss die Zeit nach den enormen Covid-Umsätzen managen und sucht händeringend nach neuen Blockbustern in der Onkologie. Die Strategie zielt auf Zukäufe und eine Neuausrichtung der Pipeline, um die drohenden Patentklippen zu umschiffen. Ähnlich komplex ist die Situation bei Bayer. Der Leverkusener Konzern befindet sich mitten in einer historischen Transformation, bei der Investoren genau beobachten, ob die strategische Neuausrichtung in der Pharma-Sparte Früchte trägt.
Beide Konzerne stehen unter dem Druck, ihre Forschungseffizienz zu steigern. Die Ära der einfachen chemischen Blockbuster ist vorbei: die Zukunft gehört komplexen biologischen Mechanismen, die Krankheiten an der Wurzel packen. Doch Innovation lässt sich in Konzernstrukturen nur schwer erzwingen, weshalb der Blick der Smart-Money-Investoren zunehmend auf spezialisierte Nischenplayer fällt, die genau diese wissenschaftlichen Durchbrüche liefern.
Vidac Pharma: Die Revolution des Krebs-Stoffwechsels
Hier betritt Vidac Pharma die Bühne. Das Unternehmen verfolgt einen Ansatz, der radikal anders ist als die herkömmliche Chemo- oder Immuntherapie. Vidac zielt auf den sogenannten Warburg-Effekt ab – eine Anomalie im Stoffwechsel von Krebszellen, die diese benötigen, um unkontrolliert zu wachsen und das Immunsystem zu unterdrücken. Durch die Entwicklung von Molekülen, die das Enzym Hexokinase 2 (HK2) von den Mitochondrien ablösen, entzieht Vidac dem Tumor quasi den Treibstoff. Dieser Mechanismus hat das Potenzial, den Tumor nicht nur am Wachstum zu hindern, sondern ihn für das körpereigene Immunsystem wieder angreifbar zu machen.
Die Validierung dieser Technologie schreitet mit beeindruckendem Tempo voran. Wie das Unternehmen jüngst bekannt gab, wurde das breite US-Patent für die HK2-Modulatoren erteilt, was den wichtigsten Pharmamarkt der Welt für Vidac absichert. Zudem hat Vidac Pharma das „TME++“-Forschungskonsortium für pädiatrische Hirntumoren ins Leben gerufen, ein Schritt, der die klinische Relevanz und das Vertrauen der wissenschaftlichen Community unterstreicht. Dass die Technologie funktioniert, zeigen die Fortschritte in den klinischen Studien: Das Unternehmen bereitet sich aktiv auf die nächste Phase als klinische Entität vor, was in der Biotech-Branche oft der Auslöser für eine Neubewertung ist.

Das Urteil der Analysten: Ein schlafender Riese?
Der Kapitalmarkt scheint das Potenzial dieser Plattformtechnologie noch nicht vollständig erfasst zu haben, was für antizyklische Investoren eine Chance darstellt. Die Analysten von Sphene Capital haben in ihrem jüngsten Update von November eine klare Kaufempfehlung ausgesprochen und sehen das Kursziel für Vidac Pharma bei 4,20 EUR. Vergleicht man das mit dem aktuellen Handelsniveau, impliziert das ein massives Aufwärtspotenzial. Auch die allgemein zugänglichen Handelsdaten bestätigen das wachsende Interesse an der Aktie, die an mehreren deutschen Börsenplätzen handelbar ist.
Während Bayer und Pfizer Milliarden bewegen müssen, um prozentuale Zuwächse im einstelligen Bereich zu erzielen, bietet Vidac Pharma den klassischen Biotech-Hebel. Das Unternehmen kombiniert eine wissenschaftlich validierte Plattform mit einem starken Patentschutz und einer klaren klinischen Roadmap. In einer Zeit, in der die großen Pharmakonzerne händeringend nach neuen Wirkmechanismen suchen, um ihre Pipelines zu füllen, ist Vidac nicht nur ein Investment-Case für sich, sondern auch ein logischer Übernahmekandidat. Wer darauf setzt, dass der Angriff auf den Krebs-Stoffwechsel der nächste große Trend in der Onkologie wird, kommt an Vidac Pharma nicht vorbei. Das gilt umso mehr angesichts der noch immer überschaubaren Marktkapitalisierung von rund 42 Mio. EUR. Nachdem die Aktie zuletzt wieder zulegen konnte, könnten angesichts der interessanten Equity Story gepaart mit dem momentanen Bewertungsniveau weitere Anleger auf die Vidac-Aktie aufmerksam werden. Der Wert ist ein spannender Biotech-Kandidat und gehört auf jede Watchlist.
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