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22.01.2026 | 04:00

Die Nato wackelt - ist Silber das neue Gold? Traumrenditen mit Silver North, neuer Schub für Rheinmetall und TKMS

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Bildquelle: pixabay.com

Die geopolitischen Verwerfungen bringen tiefe Vertrauensgräben zwischen den Supermächten zum Vorschein. So erinnert das US-Vorgehen um Grönland längst überkommener Kolonialzeiten und brüskiert die betroffenen Politakteure. Weil durch diesen rüden Umgang auf der internationalen Bühne auf keine politische Instanz mehr vertraut werden kann, fallen auch alte Bündnisstrukturen über Bord. So ist mit dem Wackeln des transatlantischen Bündnisses NATO eine neue Qualität und Eskalationsstufe erreicht. Was das für die Kapitalmärkte kurzfristig zu bedeuten hat, bleibt noch unklar. Sichtbar ist jedoch die schon beinah tägliche Aufwertung von Gold und Silber, sowie ein weiterer Bewertungsschub für die Rüstungstitel. Am Horizont baut sich auch ein steigendes Zins-Szenario auf. Alles keine guten Nachrichten, Investoren sollten ihre Portfoliostrukturen auf Schwachstellen überprüfen. Hier ein paar Ideen.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: SILVER NORTH RESOURCES LTD | CA8280611010 , RHEINMETALL AG | DE0007030009 , TKMS AG & CO KGAA | DE000TKMS001

Inhaltsverzeichnis:


    Silver North – Starke Finanzierung schafft operative Schlagkraft für die nächsten Jahre

    Der Silbermarkt befindet sich Anfang 2026 in einer außergewöhnlichen Stressphase, da der Preis in kurzer Zeit in Regionen vorgedrungen ist, die vor einem Jahr noch als unrealistisch galten. Haupttreiber ist ein strukturelles Angebotsdefizit, das durch geopolitische Spannungen, hohe Staatsverschuldung und eine wachsende industrielle Nachfrage zusätzlich verschärft wird. Dazu gesellen sich spekulative Interessen von Derivate-investoren. Die physische Verfügbarkeit von Silber nimmt spürbar ab, was sich nicht nur in sinkenden Lagerbeständen, sondern auch in zunehmenden Lieferengpässen bei Terminverträgen widerspiegelt. Trotz allem, Fakt bleibt: Silber entwickelt immer stärker vom klassischen Edelmetall zu einem strategischen Industriemetall, insbesondere für Elektromobilität, Digitalisierung und Photovoltaik. Diese Kombination aus makroökonomischem Druck und technologischer Nachfrage schafft ein Umfeld, in dem Explorationsunternehmen mit realen Vorkommen überproportional profitieren können.

    Silver North Resources positioniert sich genau in diesem Spannungsfeld als wachstumsorientierter Explorer im kanadischen Yukon, einer der renommiertesten Silberjurisdiktionen Nordamerikas. Das zu 100 % gehaltene Haldane-Projekt liegt unmittelbar neben einer produzierenden Mine und galt lange Zeit als unterexploriert, zeigt nun aber klare Hinweise auf ein hochgradiges System. Die jüngsten Bohrergebnisse bestätigen eine zusammenhängende Mineralisierung entlang einer bedeutenden Struktur, die sich über mehrere hundert Meter verfolgen lässt. Besonders hervorzuheben sind mächtige Abschnitte mit sehr hohen Silbergehalten, ergänzt durch relevante Gold-, Blei- und Zinkanteile, was die wirtschaftliche Qualität des Systems deutlich verbessert. Der zunehmende Goldanteil in tieferen Zonen erhöht zusätzlich die Attraktivität des Projekts und deutet auf eine robuste vertikale Kontinuität hin. Neben Haldane bietet auch das zweite Kernprojekt Tim, in Nachbarschaft zu einer etablierten Mine, optionales Upside durch eine Partnerschaft mit einem größeren Produzenten. Ergänzend unterstreicht das frühe Explorationspotenzial des GDR-Projekts die regionale Vergleichbarkeit mit bekannten Hochgrad-Distrikten.

    Finanzseitig hat Silver North zuletzt starkes Investoreninteresse signalisiert, indem eine deutlich aufgestockte Finanzierung auf 10,58 Mio. CAD erfolgreich platziert werden konnte. Damit ist das Unternehmen für mehrere Jahre Explorationsarbeit vollständig ausgestattet und kann seine angedachten Programme effizient ausweiten. Die Silver North-Aktie (kürzel: SNAG) hat in den letzten Tagen etwas konsolidiert und bietet im Bereich 0,40 bis 0,45 CAD exzellente Einstiegspunkte!

    Rheinmetall – Und wieder knapp an der 2.000 EUR-Marke

    Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall zählt zu den Unternehmen, die einen besonders hohen Bedarf an kritischen Metallen aufweisen. Auch das Edelmetall Silber ist längst zu einem zentralen Bestandteil der technologischen Entwicklung des Konzerns geworden, insbesondere in Bereichen wie elektronischer Steuerung, Zielerfassung und Verteidigungssystemen. Seine exzellente Leitfähigkeit, Beständigkeit gegen Korrosion und Fähigkeit zur Wärmeableitung machen es für Hochleistungskomponenten in moderner Panzertechnik, Drohnensteuerungen und Flugabwehrsystemen nahezu unersetzlich. Interne Angaben zur genauen Verbrauchsmenge fehlen zwar aus Wettbewerbsgründen, doch Marktbeobachter sprechen von einem erheblichen Einsatz, teils im zweistelligen Kilogrammbereich pro Raketenmodul. Mit der wachsenden Nachfrage nach digitalen, vernetzten Waffensystemen steigt auch der Rohstoffbedarf und damit die Verwundbarkeit gegenüber Lieferengpässen an den Metallmärkten.

    Nach zwischenzeitlichen Kursrückgängen infolge geopolitischer Entspannungstendenzen, stehen die Zeichen im künstlich erzeugten „Grönland-Konflikt“ wieder auf Sturm. Seit Beginn des Jahres verzeichnet das Papier so einen Zuwachs von rund 20 % und zeigt damit, wie stark Anleger auf die anhaltende Expansion der Rüstungsindustrie setzen. Analysten rechnen damit, dass der Auftragspool bald Rekordniveaus erreichen könnte, während Analysehäuser wie Deutsche Bank Research und MWB Research weiter steigende Zielkurse zwischen 2.100 und 2.200 EUR prognostizieren. Doch Vorsicht: Wie schon im Herbst 2025 notieren die Düsseldorfer wieder mit Bewertungskennzahlen, welche weiter hohen Zukunftsoptimismus widerspiegeln. So stellen sich die Parameter für 2026e auf KGV 45 und einem Umsatzmultiplikator von 5,5. Auf der Plattform LSEG hat sich der Ziel-Konsens zuletzt auf 2.186 EUR emporgeschwungen, Rothschild erwartet 2.400 EUR, vereinzelt fallen 2.500 EUR als Zielmarken auf. Klare Vorteile zieht der Wert aus dem Verhalten der internationalen Fondsmanager, die nach Jahrzehnten von ESG-Konformität und Vermeidung von Rüstungs-Investitionen nun in Richtung Kriegsmaschinerie investieren müssen, um die Zeitenwende für ihre Investoren entsprechend abzubilden.

    TKMS – Auftragsflut sorgt für unerwartete Rally

    Am Beispiel TKMS können Anleger ablesen, wie der Druck institutioneller Anleger auch Newcomer schnell in neue Bewertungssphären rückt. Die ehemalige Tochter des thyssenkrupp-Konzern wurde in 2025 an die Börse gebracht und schon nach 24 Handelsstunden waren 66 % Anstieg zu vermelden. In der Folge ging es nochmal auf das Emissions-Niveau von 60 EUR zurück. In den folgenden Wochen und Monaten schwankte die Aktie dann sehr volatil in einer Spanne zwischen etwa 60 und 80 EUR. Für 2026 scheint nun eine Neubewertung nötig, denn der Schritt in die Unabhängigkeit führt zu völlig neuen Möglichkeiten für die agile Marine-Tochter.

    So konnte TKMS einen milliardenschweren U-Boot-Auftrag aus Kanada an Land ziehen und koppelt diesen mit einem umfassenden Industriepaket, das Investitionen in Seltene Erden, Bergbau, KI und Batterieproduktion umfasst. Vorstandschef Oliver Burkhard betonte, dass es nicht nur um die bis zu zwölf Boote der Klasse 212CD geht, sondern auch um langfristige Offset-Verpflichtungen über 30 Jahre, die mit deutschen und norwegischen Partnern wie Isar Aerospace umgesetzt werden. Als einer von zwei Finalisten gegen Hanwha Ocean aus Südkorea sieht sich TKMS durch den Auftragsbestand von über 18 Mrd. EUR und den kürzlichen MDAX-Einstieg in seiner Expansions-Strategie bestärkt. Aktuell laufen Verhandlungen um einen indischen U-Boot-Auftrag im Wert von weiteren 6,8 Mrd. EUR, die Analystenwelt jubelt weiter. So erreichen die jüngsten Empfehlungen spielend die 100 EUR-Marke. Die Krux: Der TKMS-Kurs hat sich in nur 2 Wochen um ganze 50 % nach oben schwingen können und notiert jetzt schon an der 97 EUR-Marke. Nun hilft nur noch der Blick auf die Zahlen: Im Jahr 2024 erreichte TKMS einen Umsatz von 1,98 Mrd. EUR, bis 2028 wird gerüchteweise von einer Verdoppelung gesprochen. Damit wäre im Kurs sogar noch etwas Luft. Der LSEG-Experten-Konsens hat die jüngsten Entwicklungen noch nicht entsprechend verarbeiten können. Wer jetzt einsteigt, braucht Nerven und die Überzeugung, dass Rüstung das Credo der 2020er Jahre bleibt.

    Silver North konnte sich in den letzten 3 Monaten um über 50 % nach oben entwickeln. Kein Wunder, denn das Edelmetall zog ebenso mit über 80 % Zuwachs weiter gen Norden. Etwas schwächer, aber dennoch zweistellig liefen die Rüstungstitel Rheinmetall und TKMS. Quelle: LSEG vom 21.01.2026

    95 USD und täglich höher und höher! Silber erreichte in der laufenden Woche erstmals Zonen, wo ein Sprung auf 100 USD greifbar scheint. Zur Erinnerung: Der kleinere Bruder von Gold stand Anfang 2025 noch bei unspektakulären 30 USD. Nun scheinen aber mächtige Interessen am Werk zu sein, auch die internationale Sicherheitslage treibt Schutzsuchende und Spekulanten in das Metall. Der Explorer Silver North bietet mit einer aktuellen Marktkapitalisierung von 35 Mio. CAD noch viel Potenzial für risikobewusste Anleger.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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