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26.02.2025 | 04:45

Elon Musk verliert, jetzt kommt Wasserstoff! Achtung bei BYD, Plug Power, First Hydrogen und Mercedes

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Bildquelle: pixabay.com

Tesla musste seine Führungsrolle an BYD bereits abgeben, aber es gibt weitere Gewinner des texanischen Absturzes. Mercedes ist einer der Profiteure. First Hydrogen steht in den Startlöchern, seine innovativen Lösungen auszurollen. Da Kernkraftwerke im Betrieb nahezu emissionsfrei sind, ist der CO2-Fußabdruck von grünem Wasserstoff aus Kernenergie vergleichbar mit dem aus erneuerbaren Quellen wie Wind und Solar. Und Kernkraft kann im Gegensatz zu Wind- oder Solarenergie rund um die Uhr Strom produzieren, da sie nicht von Wetterbedingungen abhängig ist. In Ländern wie Frankreich, Finnland und Japan wird Kernenergie bereits als Option zur Wasserstofferzeugung betrachtet, um die Dekarbonisierung der Industrie voranzutreiben. Welche Aktien rücken damit in den Vordergrund?

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: First Hydrogen Corp. | CA32057N1042 , PLUG POWER INC. DL-_01 | US72919P2020 , MERCEDES-BENZ GROUP AG | DE0007100000 , BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296

Inhaltsverzeichnis:


    Plug Power – Die Stunde der Wahrheit

    Die großen Aktien-Verlierer in 2024 entstammen dem Wasserstoff-Sektor. Neben der öffentlichen Investitions-Klemme halten sich auch private Unternehmer mehr und mehr zurück. Das führt zu ständig rückläufigen Aufträgen, die die angeschlagenen Bilanzen jetzt bitter nötig hätten. Das Geld wird knapp und macht wahrscheinlich noch einmal einige Kapitalerhöhungen notwendig. So ist es nun bei Plug Power. Nach einem wahren Kaufrausch in den Jahren 2020/21 fiel die Aktie um 95 % vom Hoch zurück. CEO Andy Marsh konnte seine Investoren in den letzten Jahren wenig überzeugen, dazu gesellten sich auch noch falsche Aussagen zur zukünftigen Entwicklung. Mit der Amtseinführung von Donald Trump wurde der gesamte GreenTech-Sektor abermals abgestraft, die PLUG-Aktie verlor seit November 2024 insgesamt weitere 40 % auf etwa 1,60 USD. Wegen rückläufiger öffentlicher Aufträge durchlebt das Unternehmen jüngst eine Restrukturierung, in der letzten Woche wurde dann eine große Kapitalerhöhung im Umfang von 1 Mrd. USD angekündigt. Die Jahreszahlen für 2024 sind nun für den 27. Februar angekündigt, die Börse stapelt derzeit recht tief. Man darf daher auf die Ausführungen von CEO Marsh gespannt sein. Sollte sich der Kurs nach der Bilanz-Pressekonferenz halten können, wäre dies ein Signal für Trader, fundamental bietet Plug Power hingegen noch keine Kaufanreize.

    First Hydrogen – Nur wer innovativ ist, kann punkten

    Wer an Wasserstoff denkt, sollte insbesondere Kernenergie als Transmitter in Betracht ziehen. Denn während große Reaktoren nur auf Gefährten wie Schiffen Sinn machen, kann ein flexibles stationäres Kernkraftwerk in vielen Regionen der Welt für Dekarbonisierung sorgen. Sogenannte kleine modulare Reaktoren (SMRs) befinden sich in den USA in der engeren Prüfung. Laut der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) werden SMR-Anlagen zukünftig als zuverlässige und erschwingliche Energiequelle helfen, Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Die einzigartigen Eigenschaften von SMRs in Bezug auf Effizienz, Flexibilität und Wirtschaftlichkeit können die Technologie in die Lage versetzen, eine Schlüsselrolle bei der sauberen Energiewende zu spielen. Weltweit sind gemäß IAEO derzeit 84 solcher Reaktoren in 18 Ländern in der Entwicklung oder im Bau. Genannt werden vor allem die USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Russland, China und Japan. Diese Staaten wollen SMRs zukünftig als „emissionsarme Übergangslösung“ zum Erreichen ihrer Klimaschutzziele betreiben.

    Wasserstoff aus Kernenergie könnte daher in den nächsten Jahren Schule machen. Denn viele Staaten forcieren ihr Atomenergie-Engagement unter der Umwelt-Flagge „NetZero“. Auch der kanadische Innovator First Hydrogen möchte mit dem "Hydrogen-as-a-Service"-Modell in den nächsten Jahren erstmalig Kunden in der Region Montreal-Québec City mit sauberem, grünem Wasserstoff als Kraftstoff versorgen. Derzeit prüft man einige Projekte, um in diesem Thema voranzukommen. Die HighTech-konzerne aus dem Silicon Valley zeichnen den Weg vor. Mit Milliarden-Investitionen wollen sie ihren gigantischen Stromverbrauch in den Großrechenzentren mit eigenen, kleinen Reaktoren bestreiten.

    First Hydrogen will ein First Mover in diesem Bereich sein und möchte diese SMRs in Gebieten installieren, in denen die Netzstromversorgung begrenzt oder nicht vorhanden ist, um speicherbaren Wasserstoff für Tankstellen zu produzieren. Wiederum beweist First Hydrogen, wie stark man innovative und nachhaltige Energielösungen in den Fokus genommen hat, um die globale Energiewende zu forcieren. Die FHYD-Aktie von First Hydrogen handelt derzeit noch ruhig im Bereich 0,35 bis 0,40 CAD. Mit den ersten 100 Tagen im Amt, könnte Donald Trump den Nuklear-Sektor zu neuen Höhen treiben. First Hydrogen ist in der Pole-Position, denn in Quebec verbindet man „NetZero“-Ziele mit einer lokalen Lösung, welche landesweit Schule machen könnte. Höchst spannend!

    BYD und Mercedes – Der Verdrängungswettbewerb hat begonnen

    Nach der politischen Einmischung, jetzt die Quittung? Tesla kämpft mit schwachen Verkaufszahlen in der EU, die Neuzulassungen halbierten sich im Januar. Insgesamt wurden nur 9.945 Tesla-Fahrzeuge in Europa neu zugelassen, ein deutlicher Absturz von den 18.161 Einheiten im Vorjahr. Gleichzeitig steigen die EU-Anmeldungen von Elektroautos um ein Drittel. Insgesamt ist der Automarkt in der Europäischen Union aber verhalten ins neue Jahr gestartet. Im Januar wurden 831.201 PKW neu zugelassen und damit 2,6 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Einen großen Satz nach vorne machten hingegen Elektroautos. Allerdings war ein Jahr zuvor in mehreren europäischen Ländern eine Förderung ausgelaufen oder gekappt worden, was die Verkäufe hatte einbrechen lassen.

    Laut Daten der Researchabteilung der Deutsche Bank Research wächst der globale Markt für Elektrofahrzeuge wieder rasant. Demnach wurden im Januar 2025 weltweit rund 1,2 Millionen Stromer verkauft. Chinesische Hersteller wie BYD und Geely dominieren den weltweiten Markt, während Tesla und europäische Marken hinterherhinken. Allein BYD verkaufte im Januar über 310.000 Fahrzeuge, ein Wachstum von 44,9 % im Vergleich zum Vorjahr. Für Mercedes wären solche Zahlen ein Traum. Im Jahr 2024 erzielten die Stuttgarter dank einer guten Entwicklung in Deutschland, China und den USA einen Jahresabsatz von 1.983.400 Einheiten, die Prognosen fürs laufende Jahr sind indes verhalten. Ein Kostensenkungsprogramm wurde nun aufgesetzt, das beinhaltet auch eine Teilverlagerung nach Ungarn. BYD ist dort mit gutem Beispiel vorangegangen. Mit einer Produktionsstätte im osteuropäischen Nachbarland umgeht man ab 2026 die europäischen Importzölle. Nicht von ungefähr fallen Tesla-Aktien seit einigen Tagen drastisch auf unter 300 USD, während BYD mit 49 EUR ein neues Allzeithoch erklimmen konnte. Die Jahreszahlen von Mercedes-Benz konnten die Aktien nur kurzzeitig unter 60 EUR drücken, der Turnaround bei etwa 52 EUR scheint geglückt. Die aktuellen Trends dürften sich u. E. fortsetzen, denn Tesla ist immer noch 5-mal so hoch bewertet wie BYD und Mercedes zusammen.

    Die aktuellen Marktveränderungen werden im 3-Monats-Chart offensichtlich. Während BYD immer weiter beschleunigt, fallen Tesla-Aktien stark zurück. Mercedes-Benz scheint den Turnaround gemeistert zu haben. First Hydrogen steht mit Lieferung erster Projektumsetzungen vor der nächsten Kaufwelle. Quelle: Refinitiv Eikon vom 25.02.2025

    Die vieldiskutierte Energiewende wird neue Facetten zeigen. Während die E-Mobilität mit neuer politischer Unterstützung einen neuen Anlauf nimmt, wird der EU-Markt mit seinem hohen Konsumpotenzial von China entdeckt. Für den Firstmover Tesla wird es schwer werden, denn lokale Anbieter wie Mercedes werden wieder stärker. Alternative Energiekonzepte lenken den Blick der Investoren auch auf spezialisierte Nischenanbieter wie First Hydrogen.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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