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21.09.2020 | 05:50

Grenke, JinkoSolar, Velocity Minerals – weiter Gold kaufen oder gibt es Alternativen?

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Bildquelle: pixabay.com

Nirgendwo in der Welt wurde in den ersten sechs Monaten in 2020 mehr Gold gekauft als in Deutschland. Münzen und Barren im Umfang von rund 83 Tonnen wanderte in die Hände der Bürger. Gegenüber des Vorjahreszeitraums entspricht der Anstieg eine Größenordnung von 120%, so die World Gold Council. Der Gegenwert dieser Goldmenge entspricht rund 4,4 Mrd. EUR. Wer sich nicht mit der Lagerung von Gold beschäftigen möchte, aber dennoch ein gut diversifiziertes Portfolio mit Edelmetall-Anteil wünscht, der sollte sich mit Aktien in der Wertschöpfungskette beschäftigen.

Lesezeit: ca. 2 Min. | Autor: Mario Hose
ISIN: CA92258F3007 , US47759T1007 , DE000A161N30

VELOCITY MINERALS LTD - Gold in Europa

WKN: A1437B ISIN: CA92258F3007 Symbol: VMSP
Das kanadische Explorationsunternehmen Velocity Minerals ist auf die Entdeckung und Entwicklung von Goldvorkommen in Bulgarien fokussiert. Die Planungs- und Rechtssicherheit der Gesellschaft mit Projekten in der Europäischen Union kann als Vorteil betrachtet werden. Im August dieses Jahres hat das Unternehmen bereits die Ergebnisse einer Vormachbarkeitsstudie des Projektes Rozino veröffentlich, die einen Tagebau als rentable Möglichkeit für die zukünftige Produktion von Gold bestätigt. In der vergangenen Woche konnte das Unternehmen die Bohrergebnisse des Projektes Kazak veröffentlichen und die waren aussichtsreich. Kazak liegt rund zwei Kilometer von Rozino entfernt. Die Entwicklung in der Nähe ist von Bedeutung, denn dadurch kann die Planung von Rozino positiv beeinflusst und ausgeweitet werden.

„Die Entdeckung einer Goldmineralisierung bei Kazak ist für das Projekt Rozino insofern wichtig, als zusätzliche Goldentdeckungen in geringer Entfernung zu einer zukünftigen Verarbeitungsanlage bei Rozino das Potenzial haben, dem Projekt durch relativ geringe Investitionen einen erheblichen Mehrwert zu verschaffen“, meint Keith Henderson, CEO von Velocity. „Im Zuge des Explorationsprogramms von Velocity wurden mehrere Explorationsziele zwischen Kazak und Rozino innerhalb eines Zielkorridors von fünf Kilometer Länge und zwei Kilometer Breite ermittelt. Mit einem umfangreichen Explorationsprogramm in diesem Bereich und bei anderen Goldprojekten in der Region wollen wir zusätzliche Goldressourcen abgrenzen, die möglicherweise in das ‚Hub & Spoke'-Erschließungsmodell von Velocity passen."

JINKOSOLAR HOLDING CO LTD ADR – Q2-Ergebnisse mit Spannung erwartet

WKN: A0Q87R ISIN: US47759T1007 Symbol: ZJS1
Das chinesische Unternehmen JinkoSolar wurde im Jahr 2006 gegründet und ist auf der Herstellung und dem Verkauf von Solarzellen, -modulen und Montagesystemen fokussiert. An der Börse konnte JinkoSolar durch einen Großauftrag von 611MW aus Vietnam den Kapitalmarkt überraschen und damit den Aktienkurs bewegen. Die Markkapitalisierung lag am Freitag bei einem Schlusskurs von 24,50 USD bei rund 1,0 Mrd. USD. Ob dieser Kursanstieg nachhaltig sein wird, das entscheidet sich sicherlich auch im Anschluss an die Veröffentlichung der Ergebnisse des zweiten Quartals am 23.09.2020.

GRENKE AG - Es steht viel auf dem Spiel

WKN: A161N3 ISIN: DE000A161N30 Symbol: GLJ
Der Skandal um die Wirecard Pleite ist noch nicht aufgearbeitet, da bricht schon die nächste Spekulation um einen möglichen Skandal auf die Investoren ein. Diesmal handelt es sich um das MDAX-Unternehmen Grenke. Die Vorwürfe der Shortseller umfassen jede Menge unterschiedliche Straftaten. Während die Investoren üblicherweise an der Arbeit des Aufsichtsrates als Kontrollorgan, den Wirtschaftsprüfern und Behörden keine Zweifel haben sollten, wissen die Marktteilnehmer spätestens seit dem Wirecard Skandal, dass alle Kontrollinstanzen versagen können.

Ob Grenke nun Opfer einer Diffamierungskampagne ist oder entlarvt wurde, das steht momentan noch nicht fest. Offensichtlich ist hingegen, dass das Vertrauen in Unternehmen und der testierende Wirtschaftsprüfer bereits beim Anfangsverdacht schwindet. Mittlerweile stellen sich die Investoren immer häufiger und wahrscheinlich berechtigterweise die Frage, warum Shortseller mehr sehen und kritische Zusammenhänge besser verstehen, als Wirtschaftsprüfer und regulierende Behörden. Der Aktienkurs von Grenke eröffnete die Vorwoche bei 55,00 EUR und sank im Tief auf unter 24,00 EUR. Eine Stellungnahme des Unternehmens sorgte dafür, dass die Aktie bei rund 34,00 EUR ins Wochenende gehen konnte. Das Vertrauen in den Finanzplatz Frankfurt steht mittlerweile auf dem Spiel.


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Der Autor

Mario Hose

In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.

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