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14.09.2026 | 05:12

Jetzt wieder Chancen bei Infineon, HPQ Silicon und First Solar?

  • Infineon
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Bildquelle: Gemini

Die Märkte präsentieren sich weiterhin extrem volatil. Mal geht es zügig aufwärts, dann wieder schnell runter. Doch nun setzen die Märkte auf den Zinshammer. Fast alle großen Investmentbanken dies- und jenseits des Atlantiks erwarten eine Zinserhöhung der Federal Reserve in dieser Woche und rechnen mit einer weiteren bis Jahresende. Die jüngsten Inflationsdaten aus den Vereinigten Staaten von vergangener Woche dürften die Analysten in ihrer Meinung bestätigt haben. Das sind keine guten Nachrichten für die Aktienmärkte. Dennoch bieten sich für Anleger auch Chancen. So haben manche Aktien wie Infineon, HPQ Silicon und First Solar in den vergangenen Wochen kräftig abgeben müssen. Wir schauen, wo sich nun der Einstieg lohnen könnte.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Tarik Dede
ISIN: HPQ SILICON INC | CA40444L1031 | TSXV: HPQ , OTCQB: HPQFF , INFINEON TECH.AG NA O.N. | DE0006231004 , FIRST SOLAR INC. D -_001 | US3364331070

Inhaltsverzeichnis:


     

    Der Autor

    Tarik Dede

    Tarik Dede

    Schon als Primaner in Norddeutschland entwickelte sich seine Begeisterung für den Neuen Markt. Small- und Midcaps standen dabei von Beginn an im Mittelpunkt. Der gelernte Bankkaufmann vertiefte sein Wirtschaftswissen später im Volkswirtschaftsstudium und in verschiedenen Stationen der Frankfurter Finanzbranche. Heute ist er seit über 25 Jahren privat wie beruflich an der Börse aktiv.

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    Infineon: Zu viel auf einmal!

    Eine echte Berg- und Talfahrt haben die Aktionäre von Infineon in diesem Jahr hinter sich. Noch Ende Juni wurde gejubelt. Bis auf 7 EUR näherte sich die Aktie dem Allzeithoch von der Jahrhundertwende. Der KI-Boom trieb die Umsätze an und das Management sah eine „extrem robuste“ Nachfrage. Der Auftragsbestand wurde mit 25 Mrd. EUR ausgewiesen und reicht laut Unternehmen bis weit in das nächste Geschäftsjahr. Der optimistische Ausblick und gute Quartalszahlen reichten aber nicht, um das Allzeithoch zu erreichen. Denn in den Wochen danach stürzte das Papier kräftig ab. Die charttechnische Unterstützung um 65 EUR hielt nicht und so rauschte das Papier vom Top um rund ein Viertel hinunter. Das Momentum hat komplett auf die Bärenseite gedreht.
    Und das hatte mehrere Gründe. Die Zahlen für das dritte Geschäftsquartal fielen zwar solide aus, doch der Margenausblick kam nicht gut an. Noch dazu kam es sektorweit bei den Chip-Aktien zu einem kleinen Ausverkauf. Der Aufstieg der chinesischen Anbieter und die offene Frage, wie man die KI-Investitionen monetarisieren will, belasten die Branche. Nicht zuletzt sind die Zinssorgen ein Faktor, der stark gestiegenen Aktien wie Infineon nicht gerade helfen. Wir hatten im Juni bereits gewarnt, dass Anleger erst bei einer abgeschlossenen Bodenbildung wieder einen Einstieg in Erwägung ziehen sollten. Da das Makro-Umfeld derzeit sehr schwierig ist und die Bodenbildung noch läuft, gilt es abzuwarten.

    HPQ Silicon: Chance nach Jahrestief!

    Bei den Aktionären von HPQ Silicon ging es ab Ende Juli vom Regen in die Traufe. Da meldete das Unternehmen diverse Aufträge aus Europa für seine proprietäre Batterietechnologie. Unter anderem orderte das französische Militär die GEN3-Akkus für den Einsatz in FPV-Drohnen zu Testzwecken. Doch den guten Nachrichten folgten Verkäufe an den Börsen. So gab das Papier rund ein Fünftel seines Wertes ab und markierte bei 0,125 CAD ein neues Jahrestief.
    Neue Tiefs entsprechen in diesem Fall aber Chancen. Denn aktuell arbeitet der kanadische Small Cap an der Kommerzialisierung von gleich drei Technologien. Neben der Batterietechnologie ist man im Geschäft mit pyrogener Kieselsäure aktiv und befindet sich hier im Übergang von der Erprobung hin zur kommerziellen Skalierung. Die patentierte Technologie ist günstiger und umweltfreundlicher als herkömmliche Verfahren. Nach der erfolgreichen Pilotphase erfolgt derzeit die Detailplanung für kommerzielle Großanlagen. Ein zentraler Baustein ist dabei eine Vereinbarung der HPQ-Tochter HPQ Silica Polvere mit dem deutschen Chemieriesen Evonik, der in diesem Geschäft zu den Marktführern zählt.
    Sollte die kommerzielle Skalierung gelingen, besitzt HPQ dank des FSR-Verfahrens einen erheblichen Kostenvorteil in einem globalen Milliardenmarkt für Spezialchemikalien. HPQ Silicon selbst wird derzeit aber nur mit 61 Mio. CAD an der Börse bewertet. Hier können Anleger auf den Durchbruch der Technologien auf den Weltmärkten spekulieren.

    First Solar: Gegenwind aus Washington!

    Mit einer hohen Volatilität kennen sich auch die Anteilseigner von First Solar inzwischen aus. Die Aktie des US-Solarriesen stürzte vom Jahreshoch im Mai kräftig ab. Von 320 USD ging es bis auf 200 USD hinunter. Es folgte ein Aufstieg um mehr als 20 %, ehe das Papier dann wieder bei der runden 200er-Marke landete.
    Wie bei Infineon waren für den Absturz von First Solar mehrere Faktoren verantwortlich. So wird in den Vereinigten Staaten rege über die vorzeitige Beendigung oder die Einschränkung von Steuergutschriften für erneuerbare Energien im Rahmen des Inflation Reduction Act diskutiert. Zudem belasten die US-Zölle das Unternehmen, da in internationalen Werken hergestellte Module verstärkt mit niedrigeren Margen in anderen Regionen verkauft werden müssen. Zudem kam die neue Jahresprognose für Umsatz und EBITDA weder bei Analysten noch bei den Anlegern gut an.
    Die Aktie ist nach der starken Korrektur nicht nur optisch billiger geworden. Das Forward-KGV liegt laut den Schätzungen bei 10 bis 12. In den vergangenen drei Jahren lag dieses im Mittel bei 18. Charttechnisch hat das Papier wie schon im Juli genau auf der 200er-Marke aufgesetzt und hier eine Unterstützung entwickelt. Angesichts des schwächeren Ausblicks würden wir hier aber erst einmal weiter abwarten!


    Fazit: Die Aktie von Infineon hat kräftig abgegeben. Charttechnisch sollte man hier eine Beruhigung abwarten. Auch die Papiere von HPQ Silicon wurden trotz positiver Nachrichten stark abverkauft. Risikobewusste Anleger greifen auf niedrigerem Niveau zu. Bei First Solar drücken feindselige Politiker und US-Zölle auf die Kurse. Eine erfolgreiche Bodenbildung um 200 USD scheint aber derzeit möglich.


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    Der Autor

    Tarik Dede

    Tarik Dede

    Schon als Primaner in Norddeutschland entwickelte sich seine Begeisterung für den Neuen Markt. Small- und Midcaps standen dabei von Beginn an im Mittelpunkt. Der gelernte Bankkaufmann vertiefte sein Wirtschaftswissen später im Volkswirtschaftsstudium und in verschiedenen Stationen der Frankfurter Finanzbranche. Heute ist er seit über 25 Jahren privat wie beruflich an der Börse aktiv.

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    Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von HPQ Silicon

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