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16.10.2025 | 05:00

Kaufen Kaufen Kaufen! Black Friday bei Alibaba, Amazon, Empire Brand Building und Gerresheimer auf dem Prüfstand!

  • E-Commerce
  • Künstliche Intelligenz
  • Big Data
  • Cloud-Dienste
  • Digitalisierung
Bildquelle: pixabay.com

Jedes Jahr im Herbst verwandelt sich das Internet in ein gigantisches Einkaufszentrum: Shopping Weekend, Black Friday und Cyber Monday markieren den Höhepunkt des globalen Online-Shoppings. Kaufen, Kaufen, Kaufen was die Kreditkarte hergibt! Plattformen wie Amazon und Alibaba locken mit massiven Rabatten, Countdown-Angeboten und exklusiven Aktionen Millionen von Kunden an. Innerhalb weniger Tage werden Milliardenumsätze erzielt, ein wahrer Ausnahmezustand im digitalen Handel. Doch wie groß ist der Einfluss dieser kurzen Verkaufsperioden tatsächlich auf den Gesamtjahresumsatz der Plattformen? Diese Shopping-Events sind längst nicht nur Marketingaktionen, sondern strategische Umsatztreiber. Sie zeigen, wie stark saisonale Kaufanreize das Konsumverhalten prägen und den globalen E-Commerce antreiben. Einige Modelle sorgen auch an der Börse für Furore.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: EMPIRE BRAND BUILDING AG | CH0597194171 , AMAZON.COM INC. DL-_01 | US0231351067 , ALIBABA GR.HLDG SP.ADR 8 | US01609W1027 , GERRESHEIMER AG | DE000A0LD6E6

Inhaltsverzeichnis:


    Alibaba – Schon mal verdoppelt und deutlich vor Amazon

    Die Aktie von Alibaba hat in den vergangenen fünf Monaten einen beeindruckenden Lauf hingelegt, über 100 % Kurszuwachs sprechen für sich. Anleger fragen sich nun, ob nach diesem Höhenflug noch weiteres Potenzial besteht oder ob die Luft langsam dünn wird. Der spürbare Anstieg wurde vor allem durch wiedererstarktes Vertrauen in den chinesischen E-Commerce, solide Quartalszahlen und die wachsende Bedeutung der Cloud- und KI-Sparte getrieben. Alibaba profitiert von einer zunehmenden Digitalisierung in China und der klaren Fokussierung auf margenstärkere Geschäftsbereiche.

    Analysten zeigen sich aktuell überwiegend optimistisch: J.P. Morgan stuft die Aktie weiter als „Overweight“ mit Kursziel von rund 240 USD ein, während Bernstein nur 200 USD als realistisch ansieht. Dennoch warnen einige Experten vor steigenden Kosten im Inlandsgeschäft. Profitieren kann Alibaba klar von seiner Cloud-Sparte, hier sind Wachstumsraten von über 20 % keine Überraschung. Amazon hat vorgemacht, wie es laufen kann, denn binnen 3 Jahren hat das Geschäft mit Daten eine signifikante Größe der Konzernumsätze erreicht. Auf der Plattform LSEG erwarten 38 von 42 Analysten für Alibaba einen 12-Monats-Kursziel von 194 USD. Mit 52 % Plus in den letzten 12 Monaten haben die Shopping-Experten aus China die Nase klar vor Amazon mit nur noch 7 % Zugewinn. Auch beim KGV gibt es gewaltige Unterschiede: Amazon handelt bei 2025e KGV von 39, während Alibaba nur auf 17 Zähler kommt. China schlägt USA hier auf Längen, Anleger sollten diversifiziert vorgehen.

    Empire Brand Building AG – Der Digitalprofi zeigt, wie es läuft

    Die 2021 gegründete Empire Brand Building AG (EBB) ist eine Schweizer Holding, welche spezialisierte Online-Marktplätze im deutschsprachigen Raum vernetzt. Über die Tochter EBB Germany GmbH in Neuss steuert das Unternehmen zentral Entwicklung, Marketing und IT, was schnelle Markteinführungen und Skalenvorteile sichert. Der Konzern umfasst drei Töchter mit vier Portalen, welche stark wachsende, nachhaltigkeitsorientierte Märkte bedienen. EBB fördert eine engagierte Community mit bewusster Kaufkultur. Das Konzept ist einzigartig in Deutschland, weil es bestimmte Zielgruppen im Fokus hat und damit für viele Kunden einen exklusiven „Kaufplatz“ bietet, der sich klar von den Massenplattformen abhebt. Das private Erlebnis und die Kundenzufriedenheit erreichen bei EBB hohe Werte, allein schon das ist eine Daseinsberechtigung im Dschungel digitaler Lösungen für den Alltag.

    Für die EBB-Aktie wurde kürzlich ein Dual-Listing am Börsenplatz Stuttgart etabliert, was einen durchgehenden Fließhandel sicherstellt, die Liquidität steigert und Investoren flexiblere Handelsmöglichkeiten bietet. Sphene Capital bewertete die Aktie im Sommer mit „Buy“ und einem Kursziel von 15,20 EUR. Immerhin zeigt diese Analyse ein Anstiegspotenzial von 200 %. Anleger, die interessante Konzepte außerhalb des Mainstreams suchen, sollten sich die EBB-Aktie beherzt ins Portfolio holen. Die mittelfristigen Perspektiven sprechen für sich!

    Gerresheimer – Drei Gewinnwarnungen in Folge

    Ein absolutes Desaster wollen wir nicht unbeachtet lassen. Nach drei Gewinnwarnungen in Folge hat sich der Kurs der ehemaligen Mittelstandsperle Gerresheimer mittlerweile gedrittelt. Anleger schauen mit feuchten Augen hinterher, wie durch verfehlte Konzernpolitik riesige Aktionärsvermögen vernichtet werden. Operativ läuft es bei Gerresheimer wenig erfreulich. Der Umsatz in Q3 sank leicht, die bereinigte EBITDA-Marge liegt bei unter 19 %. Das Unternehmen hat mehrfach seine Prognose gesenkt, besonders betroffen sind die Bereiche Kosmetikverpackungen und Flüssigprodukte, wo die Nachfrage sich immer weiter abschwächt. Gleichzeitig belastet eine Prüfung der Konzernabschlüsse durch die BaFin das Vertrauen der Investoren. On Top kommt der überraschende Rücktritt des bisherigen CFOs. Das Management versucht mit einem Transformationsprogramm, ausgeuferte Kosten zu senken und die Effizienz wieder zu steigern.

    Summa summarum überlagern negative Nachrichten über Prognosesenkungen und regulatorische Risiken derzeit alles. Charttechnisch prallten Erholungsversuche bisher gänzlich ab, technische Indikatoren signalisieren aber mittlerweile eine Überverkauftheit. Die Analysten auf der Plattform LSEG sind unentschlossen, aber überwiegend negativ. Anleger warten auf belastbare Turnaround-Ergebnisse, die sich zurzeit wenig messen lassen. Insgesamt fehlt ein klarer Katalysator für eine nachhaltige Kursstabilisierung. Vorsicht an der Bahnsteinkante!

    Während Alibaba und Amazon im 12-Monatsvergleich deutlich positive Renditen einfahren, ist Empire Brand Building noch in der Orientierungsphase. Übel erwischt hat es hingegen Gerresheimer. Hier klafft ein Verlust von 67 %. Quelle: LSEG vom 15.10.2025

    Die Börse macht derzeit keine Gefangenen. Alibaba konnte einen beeindruckenden Turnaround hinlegen, während Amazon wohl langsam an seine Wachstumsgrenzen stößt. Empire Brand Building ist noch frisch an der Börse und gewinnt zunehmend Sympathien für das attraktive Geschäftsmodell. Hopfen und Malz ist wohl derzeit bei Gerresheimer verloren!


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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    Die Börse zeigt sich gespalten. Etablierte Werte stürzen ab, während Nischenplayer boomen. Der Software-Riese SAP steckt nach enttäuschenden Prognosen in einer Vertrauenskrise. Sein Kurssturz offenbart die Unerbittlichkeit der Märkte gegenüber stagnierendem Wachstum. Gleichzeitig zieht ein kleinerer Name die Aufmerksamkeit auf sich. RE Royalties profitiert mit seinem Geschäftsmodell für erneuerbare Energien vom explodierenden Strombedarf der KI und lockt mit üppiger Dividende. Dazwischen kämpft der Pharmariese Bayer mit den Altlasten einer langen Talfahrt und zeigt, dass der Turnaround immer besser läuft. Wir sehen uns die aktuelle Situation an.

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    In diesen Tagen herrscht wieder ordentlich Bewegung an den Märkten. Aufschwung hier, harter Rücksetzer dort! Die Volatilität ist zurück, angetrieben von politischen Statements und wirtschaftlichen Unwägbarkeiten. Während der plötzliche 30 % Silber-Crash die Rohstoffanleger zu Tode erschreckt und die SAP-Aktie eine deutliche Korrektur hinnehmen muss, flüchten viele Investoren in defensive Sektoren und physische Werte. Die Krypto-Märkte bleiben weiter im Abwärtssog und das Dauerthema KI wird immer selektiver wahrgenommen. Der australische Medien- und Rohstoffexperte Aspermont gilt als erfahrener Informationsspezialist, das Unternehmen nutzt sein über Jahrzehnte aufgebautes Netzwerk, um mit Hilfe von KI jetzt durchzustarten. Parallel ist zu prüfen, ob es nach dem Ausverkauf bei SAP und D-Wave noch Hoffnung auf höhere Bewertungen gibt. Zeit für die Lupe alla Sherlock Holmes.

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