12.11.2025 | 04:30
Mehr als 100 %? Große Bewegungen in Gold und HighTech! Aixtron, Kobo Resources, Lanxess und DroneShield
Der nächste Gold-Move steht vor der Tür. Nach den starken Anstiegen im dritten Quartal leuchteten schon die Augen der Gold-Fans weltweit, die 5.000 USD-Marke schien ausgemacht. Doch es kam anders: In den letzten 3 Wochen konsolidierte das Metall wenig überraschend um ganze 500 USD nach unten. Aber knapp unter 3.800 USD war dann auch wieder Schluss und gestern ging es schon wieder auf die 4.100 USD. Getrieben wird der Rohstoffmarkt immer noch durch starke Verunsicherungen über den US-Shutdown und mögliche Quantitative Maßnahmen (QE) der FED schon in Bälde. Denn mit 38,5 Billionen USD ist das US-Schuldenlimit wiedermal völlig aus dem Ruder, eine greifbare Lösung gibt es aber nicht. Die starke Verringerung des Leistungsbilanzdefizits hat dem US-Dollar kaum Vorteile beschert, sodass Edelmetalle vor dem Hintergrund steigender Geldmengen und Zinsen weiterhin hoch attraktiv sind. Wo sollten Anleger hellhörig werden?
Lesezeit: ca. 3 Min.
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Autor:
André Will-Laudien
ISIN:
KOBO RESOURCES INC | CA49990B1040 , LANXESS AG | DE0005470405 , AIXTRON SE NA O.N. | DE000A0WMPJ6 , DRONESHIELD LTD | AU000000DRO2
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
André Will-Laudien
Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.
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Kobo Resources – Kossou-Projekt bestätigt strukturell konsistentes Goldsystem
Wer an Gold denkt, sollte neben Nord- und Südamerika auch Afrika auf dem Radar haben. Speziell Westafrika entwickelt sich zunehmend zu einem strategischen Zentrum des globalen Goldbergbaus. Neben einigen wackligen Staaten zeigt sich besonders die Elfenbeinküste durch politische Stabilität, gut ausgebaute Infrastruktur und eine investorenfreundliche Rohstoffpolitik von seiner besten Seite. In diesem Umfeld positioniert sich der kanadische Explorer Kobo Resources mit seinem Kossou-Goldprojekt als einer der dynamischsten Akteure der Region.
Das Projekt, rund 20 Kilometer nordwestlich von Yamoussoukro im Birimian-Gürtel gelegen, weist nach über 24.000 Bohrmetern eine zunehmende geologische Substanz auf. Die jüngsten Ergebnisse belegen eine starke und durchgängige Goldmineralisierung entlang des Contact Zone Fault, insbesondere in den Zonen Road Cut und Jagger. In der Road Cut Zone bestätigte Bohrloch KDD0109 ganze 10 Meter mit 2,50 g/t Au ab einer Tiefe von 41 Metern, einschließlich 6,0 Metern mit 3,77 g/t Au recht gute Vererzungen. Bohrloch KDD0104 zeigte 13 Meter mit 1,49 g/t Au und auch die Jagger Zone liefert mit 1,0 Meter bei 17,30 g/t Au einen hochgradigen Nachweis oberflächennaher Adern. Diese konsistenten Resultate bestätigen die strukturelle Kohärenz und Ausdehnung des Goldsystems über mehrere hundert Meter und deuten auf ein skalierbares Lagerstättensystem hin.
Um die Ressource rasch zu quantifizieren, führt Kobo derzeit ein erweitertes Bohrprogramm über 12.000 bis 15.000 Meter durch. Die im August abgeschlossene Finanzierung über 3,9 Mio. CAD ermöglicht die Fortsetzung dieser Arbeiten sowie zusätzliche metallurgische Tests auf Kossou und dem nahegelegenen Kotobi-Projekt. Bei einer Marktkapitalisierung von rund 28 Mio. CAD sehen die Analysten von Atrium Research einen klaren Verdoppler und bestätigten ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 0,55 CAD. Zugreifen!
Aixtron und Lanxess – Zwei Seiten einer Medaille
Zwei Werte auf dem deutschen Kurszettel zeigen diametrale Entwicklungen. Während Aixtron mit seinem Q3-Ergebnis wirkliche Kaufanreize liefert, scheint es bei Lanxess derzeit eher dunkel zu sein, sogar tagsüber!
Aixtron kann bei Berichten zu seinen Zahlen das Zauberwort „Rechenzentren“ streuen und triggert damit die Gemeinde der „Künstliche Intelligenz“-Community. In diesem Sektor liefert Aixtron technisches Gerät und gilt damit als wichtiger Ausrüster für die weltweite KI-Infrastruktur. Es handelt sich hierbei um Anlagen für die Produktion von Laser- und Leistungselektronik, welche essentielle Komponenten für ultraschnelle Datenkommunikation, energieeffiziente Umrichter und optische Netzwerke sind. KI-Cluster und Hyperscale-Rechenzentren sind dankbare Abnehmer dieser Technologien „Designed in Germany“. Der Kurs der Aixtron-Aktie kann so in den letzten Tagen brillieren, Investoren erwarten wohl starke Umsatzzuwächse, welche heute noch nicht eingepreist sind. Im Langfristchart eroberte die Aktie nun die 17 EUR-Marke, die Rally könnte hier durchaus noch weiterlaufen.
Ganz anders beim Chemie-Spezialtitel Lanxess. Der MDAX-Wert hat Investoren mittlerweile über 25 % Verlust in 2025 beschert. Grund ist eine deutliche Gewinnwarnung, nachdem der Umsatz in Q3 um 16,3 % auf knapp 1,34 Mrd. EUR abgestürzt war. Das EBITDA vor Sondereinflüssen lag bei nur noch 125 Mio. EUR, ein Rückgang von 27,7% gegenüber dem Vorjahreswert von 173 Mio. EUR. Maßgeblich für diese Entwicklung war eine allgemein schwache Nachfrage mit entsprechend geringeren Absatzmengen. Lanxess hat seine Prognose für das Gesamtjahr 2025 präzisiert und rechnet jetzt mit einem EBITDA vor Sondereinflüssen, welches im Bereich des unteren Endes der Spanne von 520 bis 580 Mio. EUR liegt. Analysten reagierten verhalten: Jefferies hat das Kursziel zwar von 19 auf 17 EUR gesenkt, die Aktien aber immerhin von "Underperform" auf "Hold" hochgestuft. Das neue Kursziel entspricht etwa dem aktuellen Marktniveau der Papiere, damit besteht wohl aktuell wenig Fantasie.
DroneShield – 50 % tiefer, aber immer noch unter Druck
Noch eine Randnotiz zum australischen Defense-Spezialisten DroneShield. Wir hatten in mehreren Berichten die horrende Bewertung des fast 40-fachen Umsatzes bemängelt. Anscheinend haben Marktteilnehmer das jetzt umgesetzt und sich massiv von der völlig überbewerteten Aktie getrennt. Mit über 50 % Kursverlust in den letzten 4 Wochen, belegt der Titel Platz 1 der Verliererliste internationaler Rüstungstitel. Mithin liegt das KUV 2025e immer noch bei 17,5, ein rationaler Investor sollte deshalb weitere Kursverluste nicht ausschließen. Vorsicht an der Bahnsteigkante!

Die Börse zeigt sich aktuell von der volatilen Seite. Ging es Monate nur nach oben, kehrt jetzt die Volatilität zurück. Auslöser sind die aktuell gemeldeten Q3-Zahlen, die so manchen Investor zur Gewinnmitnahme veranlassen, haben doch gerade Tech-Titel in diesem Jahr schon ordentlich performt. Ständige Querelen mit der US-Administration lenken viel Anlagegeld in die Edelmetalle. Kobo Resources besitzt ausgezeichnete Liegenschaften, hier stehen die Zeichen klar auf Neubewertung.
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