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27.10.2025 | 03:45

NASDAQ Superhausse geht weiter! Jetzt auf Bitcoin setzen mit Strategy, Metaplanet, Coinbase, Nakiki und MARA Holdings

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Bildquelle: pixabay.com

Wieder liegt eine volatile Börsenwoche hinter uns. Auch diesmal schaffte die NASDAQ mit viel Gezeter ein neues Hoch bei 25.418 Punkten, Investmentbanken sehen mittlerweile Kursziele von bis zu 27.500 noch in diesem Jahr! Nach einem starken Rebound der KI- und Techno-Aktien könnte die Dynamik diesmal tatsächlich ausreichen, zumal ein großer Anteil der Investoren ihren aggressiven Portfolio-Anteil längst reduziert haben. Die Abhandlung der „Wall of Worry“ geht als weiter. Im Zentrum des Interesses steht erneut die Krypto-Welt, denn sie gilt mittlerweile als neue „Weltwährung“, wenn es dem FIAT-Money mal an den Kragen geht. Das ist nicht von der Hand zu weisen, denn die Kaufkraft des US-Dollars hat sich binnen 10 Jahren um rund 70 % verringert. Im Fokus bleibt also der Bitcoin mit all seinen Aktien, die sich in diesem Sektor tummeln. Hier ein Überblick zu Chancen und Risiken.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: NAKIKI SE | DE000WNDL300 , MICROSTRATEG.A NEW DL-001 | US5949724083 , Coinbase | US19260Q1076 , METAPLANET INC | JP3481200008 , MARA HOLDINGS INC | US5657881067

Inhaltsverzeichnis:


    Strategy und Metaplanet – So ganz einfach ist es nicht

    Michael Saylor ist mit seiner Strategy Inc. der weltweit größte institutionelle Bitcoin-Sammler - er hat erneut zugekauft. Laut einer Mitteilung auf X kaufte Strategy in der vergangenen Woche 168 BTC im Wert von 18,8 Mio. USD zu einem Durchschnittspreis von 112.051 USD zu. Die Aufstockung fiel in die Phase des Bitcoin-Abverkaufs am Black Friday, als der Kurs kurzzeitig unter 104.000 USD sank. Insgesamt hält das Unternehmen nun 640.418 BTC, erworben zu durchschnittlich 74.010 USD je Coin, ein Gesamtwert von etwa 72 Mrd. USD. Im Vergleich zu den massiven Käufen im Frühjahr mit teils über 25.000 BTC pro Monat, ist das Tempo inzwischen deutlich moderater. Parallel dazu verlor die Strategy-Aktie im letzten Monat rund 12 % und notiert nun bei ca. 290 USD. Mit einer Marktkapitalisierung von nur noch 83 Mrd. USD ist das Aufgeld zum Bitcoin mittlerweile überschaubar klein. Nicht zu vergessen: Das Unternehmen hat auch noch ausstehende Bonds im Volumen von 8,2 Mrd. USD. Diese müssen verzinst und irgendwann gewandelt oder getilgt werden.

    In den letzten Monaten stand zudem Metaplanet im Rampenlicht, auch wenn das viele Anleger wenig erfreuen durfte. Denn nach 1.400 % Anstieg seit November 2024, verlor der Kurs zwischen Mai und Oktober über 80 % vom Top. Das japanische Unternehmen, das im Sommer 2024 vollständig auf Bitcoin als Vermögensinstrument umgestellt hat, besitzt inzwischen 30.823 BTC im Wert von rund 3,4 Mrd. USD. Die Marktkapitalisierung der MetaPlanet-Aktie entspricht fast exakt den BTC-Beständen, das Aufgeld ist also komplett abgeschmolzen. Seit dem letzten Kauf am 30. September hat Metaplanet keine weiteren BTC hinzugefügt, offenbar wartet das Unternehmen auf stabilere Marktbedingungen, nachdem das Allzeithoch bei rund 126.000 USD schnell abverkauft wurde. Spürbar haben sowohl Strategy als auch Metaplanet die Einbahnstraße nach oben verlassen, Anleger sollten daher genau nachrechnen. Beide Unternehmen verdeutlichen, wie stark die Dynamik zwischen institutioneller Akkumulation und Marktvolatilität im Kryptosektor bleibt. Einfach geht anders!

    Nakiki SE – Erfolgreiche Roadshow in Deutschland und in der Schweiz

    Volltreffer! Mit der jüngsten Roadshow in Deutschland und der Schweiz traf das Team von Nakiki anscheinend den Nerv der Bitcoin-Community. In transparenter Weise konnten die Protagonisten darlegen, dass ein Investment in einen BTC-Asset Manager für viele Marktteilnehmer großen Sinn macht, insbesondere wenn der Anleger zwar Interesse am Bitcoin hegt, aber seit Jahren gehemmt ist, diese neue Assetklasse auch wirklich in die Vermögensstruktur zu integrieren. Die Nakiki SE übernimmt mit ihrem Geschäftsmodell viele Einzelschritte in einem hochdynamischen Marktsegment von der Marktanalyse, des Timings sowie sämtliche regulatorischen Anforderungen für die BTC-Abwicklung. Neue Investoren in diesem Bereich schätzten die Opportunitäten, welche die Nakiki SE mit der anstehenden Begebung eines 8 Mio. Bonds für Bitcoin-Interessierte hier bieten kann.

    Da stört es nicht, wenn auch das Berliner FinTech aifinyo den gleichen Weg geht, denn Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft. Im Grunde wird durch viele aktive Teilnehmer in diesem Börsensegment auch die Basis für eine gewisse „Self Fullfilling Prophecy“ gelegt. Denn wie auch bei den sogenannten „MAG7“-Aktien, werden Investments in solche Aggregate oftmals zum Selbstläufer, wenn die Community stetig wächst. Wichtig: Die Verfügbarkeit des Bitcoins ist auf 21 Mio. Stücke begrenzt, hingegen MAG7-Aktien befinden sich bereits mit 12 % Gewichtung in den Weltportfolios. Die spürbare Knappheit in diesem Thema schlug auch auf die Nakiki-Aktie durch. In der letzten Handelswoche hat das Papier mit guten Umsätzen mal schnell 20 % aufgesattelt. Demnächst dürfte die Bilanz 2024 fertiggestellt sein, dann geht es in die heiße Phase. Noch ist die Nakiki SE bei rund 5 Mio. EUR Bewertung ein Schnäppchen. Das kann sich über Nacht ändern!

    Auf dem letzten International Investment Forum vom 8. Oktober gaben Bitcoin-Ikone Marc Guilliard und COO Markus Geisbüsch einen Überblick über die nächsten Schritte.

    MARA Holdings und Coinbase – Auf und ab geht es auch hier

    Wer das Universum im Aktien-Krypto-Markt noch etwas weiter spannt, landet bei MARA Holdings und Coinbase. MARA Holdings ist primär im Bereich Bitcoin-Mining und digitaler Energieinfrastruktur tätig. Das Unternehmen erzeugt neue Bitcoins durch den Betrieb energieintensiver Rechenzentren, welche komplexe mathematische Probleme lösen. Der jüngste Bericht für September 2025 zeigt, dass MARA 736 neue BTC produziert hat, ein Anstieg um 4 % gegenüber dem Vormonat. Der Gesamtbestand wuchs auf 52.850 BTC hält. Damit ist MARA ein stark kapitalisierter Akteur, dessen Wertschöpfung direkt von der Mining-Effizienz, dem Energieeinsatz und der globalen Hashrate abhängt. Das Unternehmen investiert zunehmend in nachhaltige Energiequellen, wie Windkraftanlagen in Texas, um Kosten zu senken und regulatorische Risiken zu mindern. Das Geschäftsmodell basiert auf der Umwandlung von Energie in digitales Kapital, wobei Erträge sowohl aus dem Halten als auch dem gelegentlichen Verkauf von Bitcoin entstehen. Die Aktie ist sehr spekulativ.

    Coinbase hingegen agiert als Krypto-Handelsplattform und Finanzdienstleister. Das Unternehmen verdient durch Transaktionsgebühren, Verwahrung, Staking-Dienste und institutionelle Lösungen, nicht durch Mining. Der Erfolg hängt ab von Handelsvolumen, Marktliquidität und regulatorischer Akzeptanz. Coinbase profitiert in Bullenmärkten von der hohen Nutzeraktivität, während MARA in Phasen steigender Bitcoin-Preise überproportional von der Wertsteigerung seiner Bestände profitiert. Beide agieren innerhalb desselben Ökosystems, aber auf unterschiedlichen Wertschöpfungsstufen. Während Coinbase Brücken zwischen traditionellen Finanzmärkten und Krypto-Assets baut, liefert MARA den Rohstoff in Form von neu geschürftem Bitcoin. In Kombination illustrieren beide Modelle die vertikale Integration des Kryptomarkts: von Energie und Rechenleistung bis hin zu Handel und Finanzdienstleistung. Für die kryptobasierte Aktienanlage ein schöner Rundschlag.

    In unserem Peergroup-Vergleich der letzten 3 Monate befindet sich nur MARA Holdings in der Pluszone. Starkes Aufwärtsmomentum zeigen Nakiki und Coinbase, während Strategy und Metaplanet den eher schwächeren Bitcoin erst einmal verdauen müssen. Quelle: LSEG vom 26.10.2025

    Ein Traum-Szenario eröffnet sich derzeit an den Börsen. Während vor allem Tech- und KI-Aktien weiter gen Norden streben, zeigt der gesamte Kryptosektor eine volatile Empfindlichkeit. Denn mit dem Abpraller vom neuen Allzeithoch bei rund 126.000 USD ging es im Krypto-Asset-Management-Bereich erst mal nach unten. Nicht so bei der aufstrebenden Nakiki SE – plus 20 % in einer Handelswoche, dank einer Roadshow in Deutschland und der Schweiz. Die Rally dürfte hier noch weitergehen.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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