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06.11.2025 | 04:15

Novo Nordisk genau rechnen, Evotec vor Übernahme? Klinische Studie und Up-Listing bei Vidac Pharma!

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Bildquelle: pixabay.com

Die Börse zeigt sich im Biotech-Sektor etwas holprig. Denn im Gegensatz zu den großen Wachstumstiteln an der NASDAQ besteht hier dringender Nachholbedarf. Noch geben manche Zahlen wie z. B. von Novo Nordisk und Evotec eher Anlass zur Sorge. Ganz anders hingegen bei Vidac Pharma, hier winkt ein Up-Listing in den Primärmarkt und nun steht auch noch eine klinische Studie vor der Tür! Viel Stoff, aus dem Anlegerträume erwachsen. Wir rechnen nach, wo ein Investment lohnt!

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: VIDAC PHARMA HOLDING PLC | GB00BM9XQ619 , EVOTEC SE INH O.N. | DE0005664809 , NOVO NORDISK A/S | DK0062498333

Inhaltsverzeichnis:


    Novo Nordisk – Schon wieder eine Enttäuschung

    Manche würden sagen: Das Maß ist voll! Nach 59 % Kursverlust in den letzten 12 Monaten hagelte es bei Novo Nordisk gestern wieder eine dicke Enttäuschung. Das einst wertvollste europäische Unternehmen spürt den harten Wettbewerb und erntet ordentlich Gegenwind. Präparate gegen Adipositas haben inzwischen auch andere Unternehmen im Angebot, der Preisdruck hält an, die Margen kollabieren. Schon seit Monaten läuft ein massives Sparprogramm, trotzdem muss das Management die Jahresziele erneut nach unten anpassen.

    Für den neuen Konzernchef Mike Doustdar, der erst im August das Ruder übernommen hat und einen Sanierungsplan mit Stellenstreichungen vorantreibt, ist das ein herber Rückschlag. Als Grund nannte er geringere Wachstumserwartungen für die hauseigenen GLP-1-Medikamente gegen Diabetes und Adipositas namens Wegovy. Doustdar will aber nun gegensteuern: "Wir wollen das Tempo in allen Bereichen erhöhen, um uns in dynamischen und zunehmend wettbewerbsintensiven Märkten besser behaupten zu können", erklärte er. Die Umsatzprognose wurde auf 8 bis 11 Prozent Zuwachs reduziert, nachdem der Betriebsgewinn in Q3 um fast ein Drittel auf 23,7 Mrd. DKK kollabierte. Zwar stiegen die Erlöse mit der Abnehmspritze um knapp ein Fünftel auf 20,4 Mrd. DKK, der Gesamtumsatz aber lahmt. Finanzchef Karsten Munk Knudsen sprach von einer Verlangsamung nach einer Phase des "Hyperwachstums", immerhin hat sich Novo Nordisk mit der staatlichen US-Krankenversicherung Medicare auf einen Preis für seine Schlüsselmedikamente Ozempic und Wegovy geeinigt. Ein Lichtblick?

    Vidac Pharma – Jetzt geht es in die nächste Runde

    Bei Vidac Pharma scheint nun der Knoten zu platzen. Das Unternehmen gilt als Pionier im Bereich metabolischer Krebstherapien mit einem klar differenzierten Wirkmechanismus, der auf die gezielte Umkehr des Warburg-Effekts abzielt. Die Wirkstoffkandidaten VDA-1275 und VDA-1102 adressieren dabei ein fundamentales Tumorstoffwechsel-Prinzip, was ein hohes Innovationspotenzial und möglicherweise eine neue Medikamentenklasse begründet. Strategisch wichtig ist die zunehmende Sichtbarkeit auf internationalem Level, insbesondere durch die Teilnahme am „Beyond the Needle“-Forum in Basel. Die Einladung zu einem exklusiven Gespräch mit Johnson & Johnson zeigt größeres industrielles Interesse und verweist auf potenzielle strategische Partnerschaften. Vidac betont dabei die Kompatibilität seiner Technologie mit intratumoralen Therapieansätzen, was die Wahrscheinlichkeit einer Anschlussfinanzierung oder Kooperation deutlich erhöht. Gleichzeitig schreitet das klinische Programm solide voran, was die Basis für eine fundamentale Neubewertung darstellt. Besonders hervorzuheben ist die regulatorische Genehmigung einer klinischen Studie in Deutschland, ein validierender Schritt für wissenschaftliche Substanz und Compliance-Fähigkeit der Vidac-Forschungsansätze.

    Diese Studie adressiert hochproliferative aktinische Keratosen mit Malignitätspotenzial, ein klar definiertes, medizinisch relevantes und wachsendes Indikationsfeld. Darüber hinaus markiert die Studie die erste klinische Anwendung eines Moleküls, das den Warburg-Effekt pharmakologisch umkehrt. Vidac erlangt damit einen klinisch extrem relevanten „Proof of Mechanism“. Damit wird nicht nur die translationale Hypothese getestet, sondern ein potenziell grundlegend neuer onkologischer Wirkmechanismus klinisch verankert. Die europäische regulatorische Einbindung und Zusammenarbeit mit spezialisierten dermatologischen Zentren schafft operative Glaubwürdigkeit und Zugang zu Schlüsselmeinungsbildnern.

    Vidac Pharma befindet sich in einer Phase zunehmender Sichtbarkeit und plant, seine Aktien im Primärmarkt der Börse Düsseldorf zu listen, um die Handelsliquidität zu steigern und perspektivisch den Zugang zum XETRA-Handel zu ermöglichen. Trotz derzeit niedriger Marktkapitalisierung spiegelt die Tiefe der Pipeline und laufende wissenschaftliche Validierung ein klares Bewertungsdelta wider, das auf erhebliches Entwicklungspotenzial hindeutet. Ein Vervielfacher-Kandidat für 2026!

    Evotec – Nach all dem Gezeter jetzt eine Übernahme?

    „Mit so schwachen Kursen gibt es bald eine Übernahme!“titulierte gestern ein Händler an der Börse Frankfurt seine Aussagen zu Evotec. Evotec hat am Morgen eine Vereinbarung mit Sandoz über den Verkauf der Just Evotec Biologics-Produktionsanlage in Toulouse und potenzielle Zahlungen zzgl. Umsatzbeteiligungen an einem Portfolio von bis zu 10 Biosimilar-Molekülen gemeldet. Das Gesamtvolumen der Transaktion liegt bei über 650 Mio. USD zuzüglich künftiger Umsatzbeteiligungen. Darüber hinaus wird Evotec in den kommenden Jahren zusätzliche Einnahmen von mehr als 300 Mio. USD erzielen. Diese setzen sich aus Lizenzgebühren, Entwicklungsumsätzen sowie erfolgsabhängigen Meilensteinzahlungen zusammen. Aus der Beteiligung an künftigen Biosimilar-Umsätzen winken weitere Erlöshoffnungen. Was für ein Deal würden viele denken!

    Christian Wojczewski, CEO von Evotec: „Diese Vereinbarung ist ein wichtiger Meilenstein für Evotec. Wir können die Fähigkeiten von Just Evotec Biologics weiterhin nutzen und uns gleichzeitig als Anbieter skalierbarer Technologien im Biologika-Markt positionieren. Durch diese Transaktion setzen wir unsere kapital­effiziente Strategie fort, konzentrieren uns auf unsere Kernkompetenzen und schaffen die Basis für nachhaltiges, profitables Wachstum.“

    Nach dem Abschluss der Transaktion wird Evotec weiterhin Kunden in Europa und den USA mit umfassenden Dienstleistungen entlang der Biologika-Wertschöpfungskette unterstützen. Belastungen gibt es aber noch für 2025 zu vermelden. Der Konzernumsatz wird nun zwischen 760 und 800 Mio. EUR taxiert und die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen betragen 40 bis 50 Mio. EUR. Unter dem Strich soll ein bereinigtes EBITDA zwischen 30 und 50 Mio. EUR erzielbar sein. Der Ausblick bis 2028 bleibt unverändert: Das Unternehmen erwartet ein durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum von 8 bis 12 % sowie eine bereinigte EBITDA-Marge von über 20 %. Zuwenig für die ambitionierten Hoffnungen vieler Trader. Evotec wird wiederum mit 18 % Minus auf 5,80 EUR in den Keller geschickt. Die Krux für Spekulanten: Die Marktkapitalisierung liegt nur noch bei knapp 1 Mrd. EUR. Der Gegenwert des Deals liegt aber bei über 1 Mrd. USD auf die nächsten 3 Jahre. Das operative Geschäft wird an der Börse also verschenkt!

    Das Aussitzen des langen Seitwärtstrends bei Vidac Pharma scheint sich nun zu lohnen. Denn nun steht ein Up-Listing in den Primärmarkt im Raum und eine klinische Studie wurde jüngst genehmigt. Der Chart sollte sich nun Richtung Norden orientieren! Quelle: LSEG vom 05.11.2025

    Novo Nordisk und Evotec haben volatile 9 Monate hinter sich gebracht. Alle Fans, die immer wieder auf den Zug aufsprangen, wurden bislang enttäuscht. Für 2026 sollten die Manager für ihre Investoren mehr im Gepäck haben als was in diesem Jahr so präsentiert wurde. Ganz anders läuft es bei Vidac Pharma. Die letzten News sind für einen Verdoppler geeignet. Spekulative Anleger sollten den Chart genau im Blick haben, denn die Umsätze ziehen an!


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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