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21.10.2020 | 05:50

Orange, Total, Osino Resources: Wie profitieren vom Wachstum in Afrika?

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Bildquelle: pixabay.com

Afrika ist ein Boom-Kontinent: Viele Rohstoffe locken Investoren an und die junge Bevölkerung drängt immer besser ausgebildet in Zukunftsbranchen. Da ist es kein Wunder, dass auch viele Unternehmen aus Europa und Nordamerika in Afrika gute Geschäfte machen. Dass der Kontinent mehr zu bieten hat, als viele Menschen noch immer glauben, hat Mobilfunkanbieter Orange erkannt. Der drittgrößte Telekommunikationsriese Europas hat während der vergangenen Jahre aggressiv in Afrika zugekauft. Inzwischen entfallen mehr als 13% der Umsätze auf Afrika und den Nahen Osten. Statt nur auf Telefonie, agiert Orange in Afrika als eine Art Bank. Dank einer App können Menschen Zahlungen vornehmen – das ist sicherer und flexibler als Bargeld und kommt vor allem bei der jungen Bevölkerung gut an.

Lesezeit: ca. 2 Min. | Autor: Nico Popp
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ORANGE SA - Fuß in der Tür

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Mit seiner Afrika-Strategie unterscheidet sich Orange von anderen großen Telekom-Riesen und hat in einem potenziellen Milliardenmarkt einen Fuß in der Tür. Doch wie steht es um das restliche Geschäft? Wichtigste Märkte bleiben noch immer Europa und vor allem Frankreich. Obwohl gut durch die Coronakrise gekommen, zeigt sich die Aktie träge.

Auf Sicht von zwölf Monaten ging der Wert um 36% zurück. Attraktiv könnte aber die Dividende sein, die aktuell immerhin eine Rendite von mehr als 7% bietet. Obwohl Orange bewusst neue Wege geht, ist der Wert dennoch keine Afrika-Aktie – zu gering ist der Anteil am Umsatz. Spannend sind die Aktivitäten im Fintech-Bereich aber trotzdem.

TOTAL SE - Investitionen in die Zukunft

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Ein anderes französisches Unternehmen mit einem starken Fokus auf Afrika ist Total. Der Erdölkonzern gehört weltweit zu den Top 5 und will gemeinsam mit Investoren in Mozambique das größte Flüssiggasprojekt Afrikas stemmen. Dazu sollen sage und schreibe 15 Mrd. USD fließen. Auch in Ägypten ist Total aktiv und hat dort ein neues Gasfeld entdeckt. Trotz der ambitionierten Pläne war 2020 bisher kein gutes Jahr für Total. Der Konzernumsatz sackte im ersten Halbjahr um fast ein Drittel ab. Grund waren die gefallenen Preise bei Öl- und Gas. Inzwischen dürfte sich die Lage zwar wieder etwas relativiert haben, doch hängen Wohl und Wehe des Konzerns an den Energiepreisen.

Dennoch hält Total an seiner Dividende fest und sorgt aktuell für eine Dividendenrendite von mehr als 6%. Dass der Rohstoffsektor längst mehr ist, als die Ausbeutung von Ressourcen, stellt Total mit seinen Plänen unter Beweis, bis 2050 CO2-neutral arbeiten zu wollen. Der Konzern bleibt ein attraktives Unternehmen mit einer guten Marktstellung in Afrika. Der Kurs aber schwächelt: Binnen zwölf Monaten gab die Aktie knapp 40% ab.

OSINO RESOURCES CORP - Expertise und Erfahrungen

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Ebenfalls ein Rohstoffunternehmen mit Fokus auf Afrika ist Osino Resources. Das kanadische Unternehmen sucht in Namibia nach Gold und entwickelt dort sein Twin-Hills-Gold-Projekt weiter. An der Börse ist das Unternehmen lediglich mit rund 100 Mio. EUR bewertet – im Vergleich zu Orange oder Total ist Osino also noch ein Smallcap. Dennoch liest sich die Aktionärsstruktur des Unternehmens wie das Who is Who der Rohstoff-Finanzbranche. Neben dem Resource Capital Fund sind auch Rothchild & Co., Mackenzie Investments und Earth Resource Investment Group mit an Bord. Zudem werden 38% der Anteile von Insidern gehalten. Auch Analysten haben die Aktie auf dem Schirm: Die drei letzten Kursziele von kanadischen Analysten lagen zwischen 2,30 und 2,60 CAD. Aktuell notiert die Aktie bei 1,35 CAD. Doch woran liegt das?

Als Explorationsunternehmen ist Osino Resources gerade dabei, das Potenzial der eigenen Liegenschaft zu ergründen und auszuweiten. Dazu finden bis Ende 2020 Bohrungen statt. Mit jedem Bohrergebnis komplettiert sich das Bild, welches sich der Markt vom Gold-Projekt und der zugehörigen Aktie macht. Angesichts der anhaltenden Gold-Hausse und dem zu erwartenden Newsflow, könnte sich die Aktie von Osino Resources als spekulatives Investment eignen. Auf Sicht von zwölf Monaten konnte die Aktie bereits um knapp 80% zulegen, stagnierte zuletzt aber etwas. Die weiteren Ergebnisse der Bohrungen werden zeigen, ob das Unternehmen aus Kanada seine Erfolgsgeschichte fortschreibt.


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Der Autor

Nico Popp

In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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