30.06.2026 | 04:30
Platzt die HighTech-Blase während der WM? KI befragen oder Gold aufstocken! Lahontan Gold setzt auf zeitnahe Produktion in Nevada
Keine leichte Zeit für Investoren. Denn monatelang anhaltende Trends geraten ins Kippen. Kein Wunder, denn wann ließen sich in der Historie in so kurzer Zeit satte dreistellige Renditen verdienen? KI-Phantasie macht´s möglich. Interessanterweise sprechen genau diese Systeme derzeit selbst von einer hohen Wahrscheinlichkeit einer anstehenden Marktbereinigung, wenn man die befragt. Abseits ausgetretener Pfade machen sich Edelmetall-Anleger auf den Weg zu Rückkäufen, denn hier hat es seit den historischen Hochs vom Januar bereits scharfe Korrekturen von 30 bis 70 % gegeben. Das Sentiment beginnt sich zu stabilisieren und erste technische Indikatoren sehen gut aus. Wer ein produktionsnahes Gold-Unternehmen sucht und mit Nevada, der Geburtsstätte von über 8.000 Tonnen des gelben Metalls kein Problem hat, sollte sich Lahontan Gold und sein Santa Fe-Projekt näher ansehen. Hier die Details…
Lesezeit: ca. 5 Min.
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Autor:
André Will-Laudien
ISIN:
LAHONTAN GOLD CORP | CA50732M1014 | TSXV: LG , OTCQB: LGCXF
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
André Will-Laudien
Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.
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Merkliche Verschiebungen im Notenbank-Sektor
Das weltweite Vermögen ist zu ca. 1 % in Gold investiert, in Zahlen repräsentiert dieses Vermögen derzeit ca. 28 Billionen USD. Das ist nicht mal annähernd die Summe, welche die US-Notenbank FED seinen Bondzeichnern schuldet. Seit über einem Jahrzehnt dominiert ein neuer Trend, bei dem vor allem China, Indien, Polen und die Türkei sowie zahlreiche weitere Schwellenländer ihre Goldreserven massiv ausbauen und parallel US-Dollar-Bestände auflösen. Die jährlichen Käufe weltweiter Zentralbanken liegen seit mehreren Jahren auf Rekordniveau von über 1.000 Tonnen und unterstreichen den strategischen Bedeutungsgewinn von Gold im internationalen Währungssystem. Die großen Goldbesitzer USA (8.133 Tonnen), Deutschland (3.352 to), Italien (2.452 to), Frankreich (2.437 to) oder Schweiz (1.040 to) lassen seit vielen Jahren ihre Bestände nahezu unverändert. Stark aufgeholt haben China (2.313 to), Russland (2.300 to), Indien (880 to), Japan (846 to) und die Türkei (535 to). Der mit Abstand größte Einzelkäufer mit plus 102 Tonnen ist Polen, hier erreichten die Bestände in 2025 bereits 580 Tonnen. Doch nur rund 20 % des weltweiten Goldes lagert bei Zentralbanken, rund 40 bis 50 % ist zu Schmuck verarbeitet und knapp 10 % ist industriell absorbiert. Für die Investmentgemeinde verbleiben 15 bis 20 % - doch hier dominieren ETFs und Derivate. Zweitere repräsentieren laut der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) einem Gegenwert von 1,14 Billionen USD, ca. die 2,7-fache Weltproduktion pro Jahr. Ein historisches Sprichwort unbekannten Ursprungs sagt: „Gold ist der König der Metalle und das Metall der Könige!“
Lahontan Gold - Reaktivierung der Santa-Fe-Mine als Produktionsplattform
Wir richten den Fokus auf den US-Gold-Bundesstaat Nevada und den dort ansässigen Developer Lahontan Gold. Im Zentrum der Investmentthese steht die Wiederentwicklung der historischen Santa-Fe-Mine inmitten des berühmten Walker-Lane-Trends. Das Projekt basiert auf einer bereits produzierenden Mine, in der zwischen den späten 1980er- und 1990er-Jahren insgesamt rund 359.000 Unzen Gold und über 700.000 Unzen Silber im Tagebau- und Heap-Leach-Verfahren gewonnen wurden, damals unter Bedingungen eines Goldpreises von unter 400 USD je Unze. Die heutige Situation unterscheidet sich fundamental, da sowohl der Goldpreis als auch die metallurgischen und geotechnischen Möglichkeiten deutlich höhere wirtschaftliche Ausbeuten erlauben und gleichzeitig die geschätzten Produktionskosten bei etwa 1.200 USD je Unze liegen. Damit ergibt sich ein strukturell stark ausgeweiteter Margenhebel, der die wirtschaftliche Reaktivierung eines ehemals betriebenen Assets deutlich attraktiver macht.
2 Millionen Unzen ermöglichen ein Schürf-Programm für viele Jahre
Die aktuelle Ressourcengrundlage umfasst rund 1,95 Millionen Unzen Goldäquivalent gemäß NI 43-101, wobei ein signifikanter Anteil in der höherwertigen „Indicated“-Kategorie klassifiziert ist. Entscheidend ist jedoch nicht nur der bestehende Ressourcenumfang, sondern die strategische Ambition, diesen auf über drei Millionen Unzen auszubauen und damit die Skalierung Richtung eines eigenständigen Produktionsbetriebs zu ermöglichen. Unterstützt wird diese Entwicklung durch bestehende Infrastruktur wie Wasserzugang, Energieanbindung und die Nutzung eines historischen Tagebaukonzepts, wodurch sowohl Kapitalbedarf als auch Entwicklungszeit reduziert werden. Das Management unter CEO Kimberly Ann plant darüber hinaus die Einreichung des Minensantrags im ersten Quartal 2027. Daran anschließend ist eine sehr kurze Bauphase von lediglich vier bis sechs Monaten zu erwarten, was einen möglichen Produktionsstart bereits im vierten Quartal 2027 impliziert. Diese zeitliche Komprimierung ist im Vergleich zu typischen Goldentwicklungsprojekten außergewöhnlich.
IIF-Moderatorin Lyndsay Malchuk geht den Fakten in Nevada auf den Grund und interviewt CEO und Gründerin Kimberly Ann.
Systemische Aufwertung des Lagerstättenmodells
Die aktuelle Explorationsphase ist für Betreiber und Anleger wichtig, da sie das geologische Modell von Santa Fe signifikant erweitert. Besonders relevant sind die Bohrergebnisse aus dem Bereich Calvada, in dem eine mächtige Oxidmineralisierung mit 90,8 Metern bei 0,44 g/t Goldäquivalent durchteuft wurde, einschließlich höhergradiger Abschnitte von 12,3 Metern mit 1,22 g/t Goldäquivalent. Diese Ergebnisse sind insofern bedeutsam, als sie eine mineralisierte Kontinuität unterhalb der bisherigen Ressourcengrenzen bestätigen und damit auf ein tieferes und potenziell umfangreicheres System hinweisen als bisher modelliert. Noch stärker wirkt der explorative Impuls durch die Entdeckung der Zone „Slab West“, die außerhalb der bisherigen Ressourcengebiete liegt und in mehreren Bohrungen signifikante Mineralisierungssignaturen aufweist, darunter 35 Meter mit 0,34 g/t und 61 Meter mit 0,26 g/t Goldäquivalent. Damit verschiebt sich das geologische Verständnis von einer klar definierten Ressource hin zu einem potenziell größeren, noch nicht vollständig abgegrenzten System. Ergänzt wird die Ressourcen-Grundlage durch historische Heap-Leach-Halden mit geschätzten Materialmengen von rund 16 Millionen Tonnen, die potenziell bis zu 200.000 Unzen Restgold enthalten könnten. Diese Halden stellen aus wirtschaftlicher Sicht einen wichtigen kurzfristigen Produktions- und Cashflow-Hebel dar, der für größere Anschaffungen in der Mine genutzt werden kann.
Fazit: Eine große Bewertungslücke mit Re-Rating-Potenzial
Die wirtschaftliche Attraktivität des Projekts wird maßgeblich durch die aktuelle Goldpreisumgebung verstärkt, die deutlich über den historischen Annahmen früherer Wirtschaftlichkeitsstudien liegt. Während die ursprüngliche PEA auf einem Goldpreisniveau von etwa 1.950 USD je Unze basierte, bewegen sich aktuelle Marktpreise zeitweise deutlich über 4.000 USD je Unze, wodurch sich die zugrunde liegenden Cashflow-Strukturen fundamental verschieben. Auf Basis aktualisierter Modellrechnungen ergibt sich ein Nachsteuer-Netto-Barwert von rund 472 Mio. USD bei einer internen Verzinsung von etwa 66,6 %, was für ein Entwicklungsprojekt dieser Größenordnung außergewöhnlich hoch ist.
Lahontan Gold erreichte bereits im März Bewertungen von über 200 Mio. CAD. Nun ist das Projekt weiter fortgeschritten und würde eine Höherbewertung erfordern, doch die aktuelle Konsolidierung im Sektor Edelmetalle treibt einige Anleger wohl auch zu Gewinnmitnahmen. Im Vergleichschart zu Gold und Silber erkennen wir jedoch eine deutliche Ouperformance der Lahontan Gold-Aktie.

Nach der erfolgreichen Finanzierung über mehr als 13 Mio. CAD im April hat das Unternehmen jetzt deutlich mehr Feuerkraft für die nächste Wachstumsphase. Die Entdeckung von „Slab West“ zeigt zudem: Das geologische Potenzial ist offensichtlich noch lange nicht ausgeschöpft. Wenn es gelingt, die neuen Zonen in die nächsten Ressourcenmodelle zu integrieren und die Wirtschaftlichkeit weiter nach oben zu schrauben, dürfte die Bewertung schnell nachziehen. Bei nur rund 145 Mio. CAD Marktkapitalisierung bleibt hier erhebliches Aufwärtspotenzial. Risikobewusste Anleger nutzen das volatile Umfeld mit gestaffelten Kauflimits von 0,32 bis 0,40 CAD. Das könnte ein echter Volltreffer werden!

Die Kapitalmärkte neigen zur Übertreibung in sämtliche Richtungen. So zahlen HighTech- und KI-Gläubige nun den Tribut für eine anhaltende Hausse mit ersten schärferen Korrekturen. Völlig weggebrochen sind die Bewertungen im Rüstungssektor. Auch im Edelmetall-Bereich machen sich größere Gewinnmitnahmen breit, nachdem das Segment im Januar historische Kurshöhen erreicht hatte. Der Gold-Developer Lahontan Gold steht mitten im Sturm, kann aber perspektivisch mit ersten Produktionszahlen aufwarten!
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