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03.11.2025 | 05:00

Rohstoff-Basisinvestments ohne Langeweile: Globex Mining, Royal Gold, Mercedes-Benz

  • Rohstoffe
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  • Krise
Bildquelle: KI

Die Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China wird zunehmend als das gesehen, was sie ist - eine vorübergehende Eskalationspause. Dass nach einem Jahr erneut verhandelt werden soll und dass China nur die jüngsten Handelsbeschränkungen zurücknimmt, zeigt, dass die Zeit der Globalisierung nicht wieder zurückkommt. Auch künftig werden sich China und die USA beäugen und versuchen, das Beste für sich herauszuholen. Das birgt Eskalationspotenzial. Ein Kollateralschaden ist schon heute die Autoindustrie. Warum es aktuell viele Argumente für Krisen-Investments im Rohstoffsektor gibt.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: GLOBEX MINING ENTPRS INC. | CA3799005093 , ROYAL GOLD INC. DL-_01 | US7802871084 , MERCEDES-BENZ GROUP AG | DE0007100000

Inhaltsverzeichnis:


    Krisen überall - deutsche Autoindustrie am Abgrund

    Der Goldpreis ist seit jeher ein guter Indikator für Krisen. In diesem Jahr preschte Gold weit über die Marke von 4.000 USD. Neben der geopolitischen Eskalation, den anhaltenden Kriegen und der Gefahr eines Kriegs zwischen Russland und der NATO verunsichert auch die Krise der Industrie. Vor allem Deutschland scheint in einem Schlamassel zu stecken, wie es ihn seit Jahrzehnten nicht erlebt hat. Schon lange sehen Beobachter die deutsche Industrie als zu teuer und unfähig zur Disruption. Die Elektrifizierung der Autoindustrie zeigt erneut, wie schwer es deutschen Unternehmen fällt, langfristige strategische Entscheidungen zu treffen.

    Der McKinsey‑Bericht „A New ERA" warnt davor, dass technologische Disruption, hohe Energiekosten, Lieferkettenrisiken und strikte Regulierung bis 2035 bis zu 440 Mrd. EUR an Bruttowertschöpfung gefährden könnten. Das entspricht rund einem Drittel des europäischen Automobilsektors. Passend dazu meldete das ifo‑Institut im September 2025 einen massiven Stimmungsrückgang im deutschen Automobilsektor: Der Geschäftsklimaindex fiel von -15,8 auf -21,5 Punkte, insbesondere wegen negativer Erwartungen. Die Autoindustrie scheint selbst die Hoffnung auf ein Comeback verloren zu haben. Während selbst ehemalige Vorzeigeunternehmen wie Mercedes-Benz mit einer schwachen Geschäftsentwicklung kämpfen, geht die Angst in der Zulieferindustrie noch viel weiter. Hier kam es, wie etwa bei Bosch oder ZF Friedrichshafen, bereits zu Stellenkürzungen.

    Royal Gold: Dividendenkönig dank Royalty-Modell

    Inmitten dieser Negativstimmung bleibt die Nachfrage nach Edelmetallen und insbesondere nach Gold hoch. Trotz des Rücksetzers zuletzt spricht vieles dafür, dass sich die Gold-Hausse fortsetzt. In diesem Zusammenhang werden neben Produzenten und Explorationsgesellschaften auch Royalty-Gesellschaften interessant. Diese generieren stetige Kapitalflüsse aus dem Geschäft mit Gold und können so als stabile Investments gelten. Einer der bekanntesten Werte ist Royal Gold.

    Royal Gold ist eines der größten Unternehmen im Bereich Streams und Royalties von Edelmetall‑Unternehmen. Royal Gold finanziert Entwickler von Minen durch Vorauszahlungen und erhält im Gegenzug das Recht, einen Teil der produzierten Metalle zu fixierten Preisen zu kaufen. Diese Ertragsquelle nennt sich Streams. Werden prozentuale Förderabgaben fällig, handelt es sich um Royalties. Laut des Unternehmens aus Denver im US-Bundesstaat Colorado stammen 67 % des Portfolios aus Streams und 33 % aus Royalties, verteilt auf 172 produzierende Entwicklungs­projekte in 17 Ländern.

    Dass Royal Gold zu den führenden Lizenz- und Streaming-Anbietern im Edelmetallsektor gehört, zeigt sich auch in den Zahlen: Im zweiten Quartal 2025 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 209,6 Mio. USD sowie einen Nettogewinn von 132,3 Mio. USD bzw. 2,01 USD je Aktie. Der operative Cashflow lag bei 152,8 Mio. USD. Besonders bemerkenswert: Die bereinigte EBITDA-Marge lag bei 84 %. Das unterstreicht den kapitalarmen Charakter des Geschäftsmodells, bei dem Royal Gold keine eigenen Minen betreibt, sondern auf Lizenzgebühren setzt. Als einziger Edelmetallwert im S&P High Yield Dividend Aristocrats Index steht das Unternehmen auch bei Dividenden-Fans hoch im Kurs: Seit dem Jahr 2000 kletterte die Dividende im Mittel jedes Jahr um 15 % - das ist im Rohstoffsektor ein seltener Wert.

    Globex Mining: Royalties, aber breit gestreut

    Einzigartig ist auch der Ansatz von Globex Mining. Globex profitiert mittels Lizenzvereinbarungen oder Meilensteinzahlungen ebenfalls von Beteiligungen. Die Unterschiede: Globex investiert überwiegend in Projekte in der Frühphase und hat keinen ausschließlichen Fokus auf Edelmetalle. Während Royal Gold darauf abzielt, mittelfristig Erträge aus der Rohstoffproduktion zu generieren, fließen bei Globex in der Regel erst Erträge, wenn ein Unternehmen ein Projekt aus Globex' Portfolio vorantreibt. Insgesamt hat Globex rund 260 Liegenschaften für Basis- und Industriemetalle sowie Edelmetalle. Auch rund um kritische Elemente wie etwa Lithium oder Seltene Erden hält Globex Beteiligungen.

    So aufgestellt, profitiert Globex vom allgemein wachsenden Investoreninteresse an Rohstoffen. Zwar schwanken die Erträge bei Globex von Quartal zu Quartal mitunter stark, doch entsteht daraus auch großes Potenzial. Das gilt etwa dann, wenn große Projekte, wie etwa das O'Brien-Goldprojekt von Radisson Mining, an dem Globex eine Net-Smelter-Royalty (NSR) von 2 % hält, in Produktion gehen. Eine NSR ist ein Lizenzgebührenmodell, bei dem der Royalty-Inhaber nach Abzug der Produktions- und Transportkosten einen festen Prozentsatz des Nettoerlöses aus dem Rohstoffverkauf erhält. NSR-Inhaber wie Globex Mining verdienen so direkt vom Verkaufserlös der Mine, ohne operative Risiken zu tragen oder selbst für Personal, Ausrüstung oder Exploration zu zahlen.

    Globex-Aktie springt an

    Der Umstand, dass Globex regelmäßige Erträge generiert und mit seiner Vielzahl an Projekten immer auch finanzielle Spielräume hat, bringt Anlegern große Vorteile. Anders als bei reinen Explorationsgesellschaften muss sich Globex Mining nicht von Kapitalmaßnahme zu Kapitalmaßnahme hangeln. Das verhindert Verwässerungen für langfristig denkende Investoren und macht Globex so zu einem spekulativen Basisinvestment für Rohstoff-Fans. Das sieht inzwischen auch der Markt so - die Aktie legte auf Sicht von 6 Monaten um 36 % zu.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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