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23.07.2021 | 05:10

SFC Energy, Enapter, Everfuel - Der Wasserstoff der Zukunft

  • Wasserstoff
Bildquelle: pixabay.com

Grüner Wasserstoff ist die Energiequelle der Zukunft. Ohne ihn wird es keine Klimawende geben. Das hat auch die Bundesregierung erkannt und setzt daher auf eine nationale Wasserstoffstrategie. Grüner Wasserstoff wird durch Elektrolyse von Wasser hergestellt, wobei für die Elektrolyse ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien zum Einsatz kommt. Nur Grüner Wasserstoff ist wirklich klimafreundlich, da er ohne fossile Brennstoffe produzierbar ist. Aktuell gibt es durch die Korrektur bei den jeweiligen Aktien günstige Einstiegschancen. Setzen Sie auf die Marktführer.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: ENAPTER AG INH O.N. | DE000A255G02 , Everfuel A/S | DK0061414711 , SFC ENERGY AG | DE0007568578

Inhaltsverzeichnis:


    Enapter AG – Weitere Förderung

    Grüner Wasserstoff ist das fehlende Puzzleteil für die Energiewende. Einzig die kostenintensive Produktion und der Transport behindern noch den großen Durchbruch, jedoch sollen die Preise laut Branchenexperten durch Implementierung von Wind- oder Solarenergie um bis zu 50% sinken, was den grünen Wasserstoff günstiger als Diesel machen würde. Diese Vision verfolgt der Pinonier und Technologieführer Enapter AG mit der Anion Exchange Membrane (AEM) -Elektrolyse, mit der grüner Wasserstoff hergestellt werden kann. Die Technologie ermöglicht den Bau effizienter, kostengünstiger und standardisierter Elektrolyseure und Stacks, die durch den modularen Aufbau zu größeren Einheiten hochskaliert werden können.

    Die von Enapter eigenentwickelte Energy Management System-Software sorgt für einfache Bedienung, Steuerung und Überwachung und hohe Kompatibilität. Patente und starke eigene Forschungs- und Entwicklungskapazitäten geben Enapter dadurch einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil. Dabei wird das Heidelberger Unternehmen von Bund und Land unterstützt.

    Nachdem das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung & Energie des Landes Nordrhein-Westfalen 9,36 Mio. EUR für die Produktionsentwicklung der geplanten Massenfertigung der Elektrolyseure auf dem Enapter Campus in Saerbeck aus den Förderungstöpfen gab, kamen Anfang Juli nochmals 5,6 Mio. EUR Förderung vom Bundesforschungsministerium für die neuen „AEM Multicore“-Elektrolyseure hinzu, die in Kooperation mit der FH Münster entwickelt werden.

    Das innovative System soll nach den derzeitigen Plänen bereits im kommenden Jahr auf den Markt kommen. “Mit der AEM-Elektrolysetechnologie könnten wir das Ziel einer kostengünstigen Produktion von grünem Wasserstoff erreichen. Deutschland ist die Heimat des Technologieführers für AEM. Deshalb freuen wir uns umso mehr, die Markteinführung dieses innovativen Produktes voranzutreiben”, erklärte Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung.

    Am Enapter Campus in der Klimakommune Saerbeck, der spätestens 2022 in Betrieb gehen soll, sollen zukünftig die modularen Systeme für die Produktion von grünem Wasserstoff in großen Stückzahlen, man rechnet mit 100.000 AEM-Elektrolyseur-Einheiten pro Jahr, gefertigt und weiterentwickelt werden. Spätestens dann dürfte der Technologievorsprung von Enapter erkennbar sein. Aktuell besitzt das Unternehmen einen Börsenwert von 601 Mio. EUR und ist damit von Vergleichsunternehmen wie Nel Asa, die 2,4 Mrd. EUR auf die Waage bringen, noch weit entfernt.

    Everfuel – Starke Partner

    Selbst das ehemalige Tochterunternehmen von Nel Asa, Everfuel, das durch einen Spin Off im vergangenen Herbst an die Börse gelangte, besitzt eine stattliche Marktkapitalisierung von 543,50 Mio. EUR, kann aber im Gegensatz zu Enapter weder eine Technologieführerschaft noch eine eigene Patentreihe vorweisen. Dafür vermeldet die schwedische Tochter des Unternehmens, Everfuel Sweden AB, mit OKQ8, eine Kooperationsvereinbarung geschlossen zu haben.

    OKQ8 ist ein führendes schwedisches Kraftstoffunternehmen mit mehr als mehr als 400 Tankstellen. Gemeinsam wollen die Partner den grünen Wasserstoffmarkt in Schweden durch den Aufbau eines Netzes von H2-Stationen für emissionsfreie Mobilität in Verbindung mit bestehenden und neuen OKQ8-Tankstellen entwickeln. Das Wasserstofftankstellennetz zielt auf Hauptstandorte für Intensiv- und Schwerlastkunden ab, wird aber auch für Personenfahrzeuge offen sein. Zu Beginn sollen zunächst die größeren Städte und Verkehrskorridore zwischen Stockholm, Malmö und Göteborg abgedeckt werden.

    Neben dem Joint Venture in Schweden wurde ebenfalls eine Partnerschaft mit Greenstat AS zur Entwicklung einer kommerziell wettbewerbsfähigen Wasserstoffversorgung für emissionsfreie Mobilität auf Schiene, Straße und See in Norwegen unterzeichnet. Die Aktie von Everfuel befindet sich nach einer größeren Korrektur in der Bodenbildungsphase und notiert bei 7,01 EUR. Ein Kaufsignal würde sich bei einem nachhaltigen Ausbruch über die 7,25 EUR-Marke ergeben.

    SFC Energy – Relative Stärke

    Während die breite Masse der Aktien aus dem Wasserstoffsektor teilweise mehr als 50% Federn lassen mussten, zeigte die Aktie von SFC Energy relative Stärke und bewegt sich nach einem Test der Unterstützungszone bei 26 EUR wieder Richtung Allzeithoch bei rund 32 EUR.

    Rückenwind bekommt das Unternehmen durch eine Kaufempfehlung vom Investmenthaus Metzler. Die Analysten erhöhen ihr Kursziel von 33,0 EUR auf 36,0 EUR. Auf Gesamtjahressicht rechnet Metzler mit Umsätzen in der Größenordnung von 66 Mio. EUR, 2022 wird von einer knappen Verdopplung auf rund 125 Mio. EUR ausgegangen. Auf der Ergebnisseite gehen die Experten für das laufende Jahr noch von einem Verlust von 0,07 EUR aus, 2022 soll dagegen ein Gewinn je Aktie von 0,26 EUR stehen.


    Grüner Wasserstoff wird ein wichtiger Baustein für die Dekarbonisierung der Wirtschaft und somit der Energiewende. Enapter ist als Marktführer mit der Anion Exchange Membrane Elektrolyse, mit der grüner Wasserstoff hergestellt werden kann, langfristig aussichtsreich. Auf aktuellem Niveau ist der Brennstoffzellen-Spezialist SFC Energy ebenfalls aussichtsreich. Bei Everfuel raten wir, das Kaufsignal abzuwarten.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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