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15.07.2025 | 05:00

Zeitenwende für Gold? Wo es die größten Hebel gibt - Barrick Mining, Commerzbank, Desert Gold

  • Gold
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Bildquelle: Pexels.com

Die Lage an den Kapitalmärkten spitzt sich zu! Nachdem Bitcoin bereits am Wochenende von einem Hoch zum nächsten geeilt war, stabilisiert sich auch der Goldpreis. Am frühen Montagmorgen dann der Paukenschlag: US-Präsident Donald Trump könnte der Ukraine nun auch weitreichende Raketen und Angriffs-Waffen liefern. Hintergrund ist die Verzögerungstaktik Russlands in den Verhandlungen. Während Rüstungs-Aktien steigen, wird die Luft für andere Werte dünner. Wir erklären, welche Gold-Investments Anleger ruhiger schlafen lassen und Rendite liefern können, wenn es darauf ankommt!

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: DESERT GOLD VENTURES | CA25039N4084 , COMMERZBANK AG | DE000CBK1001 , BARRICK MINING CORPORATION | CA06849F1080

Inhaltsverzeichnis:


    Commerzbank: Warnsignale fürs Kreditgeschäft

    Blickt man auf die Zahlen der Commerzbank für das erste Quartal 2025, könnte man die deutsche Wirtschaft in einer robusten Situation vermuten: Der konsolidierte Nettogewinn kletterte im Jahresvergleich um 11,7 % auf 834 Millionen Euro – das entspricht dem besten Quartalsergebnis seit 2011. Dennoch gibt es auch bei der Commerzbank Grund zur Sorge. Aktuelle Daten von Auskunfteien zeigen, dass Unternehmen ihre Rechnungen immer später bezahlen. Auch die offenen Forderungen, Zahlungsausfälle und letztlich Insolvenzen werden immer mehr. Um weniger stark vom Zinsgeschäft abhängig zu sein, hat die Commerzbank die Momentum-Strategie ausgerufen und setzt neben dem Provisionsgeschäft auf mehr Effizienz. Eine Krise oder gar Insolvenz-Welle dürfte die Bank dennoch treffen. Zu groß ist die Bedeutung des Kreditgeschäfts noch immer. Aktien wie die der Commerzbank bleiben in wirtschaftlich unsicheren Zeiten also anfällig. Positiv wiegen die zahlreichen Investitionsprogramme – wenn Kapital fließt, verdienen Banken in der Regel kräftig mit.

    Barrick Mining: Strategische Planungen töten jede Kursfantasie

    In ökonomisch unsicheren Zeiten blicken Anleger gerne auf die großen Goldproduzenten, wie Barrick Mining. Das Unternehmen fokussiert sich auf Gold- und Kupferprojekte von herausragender Qualität und langer Laufzeit. Dafür investiert das Unternehmen auch in Exploration – allein 2024 nahm Barrick Mining 349 Mio. USD in die Hände, um neue Vorkommen zu finden und langfristig konkurrenzfähig zu sein. Analysten gefällt dieser Kurs und auch die jüngsten Quartalszahlen – die überwiegende Mehrheit der Analysten bewertet die Aktie mit „Buy“ oder „Strong Buy“, das gemittelte Kursziel von 21 Analysten beträgt 41,67 USD.

    Barricks Strategie, mit eiserner Kostendisziplin auf gigantische Projekte mit guten Eckdaten zu setzen, hat sich in den vergangenen Jahren bewährt. Das Unternehmen verbessert seine Zahlen stetig und partizipiert an der Entwicklung des Goldpreises. Während Phasen, in denen Gold sprunghaft ansteigt und eine Neubewertung erfährt, bleiben Aktien wie Barrick Mining oder auch Rio Tinto aber oft hinter der Entwicklung von Basiswerten oder kleineren Aktien zurück. Die Gründe dafür liegen in der vorsichtigen Strategie der großen Gold-Produzenten: Neben der äußerst konservativen Planung und dem hohen Diversifikationsgrad setzen große Produzenten auch auf feste Lieferverträge und Termingeschäfte. Das bedeutet, dass ein starker Anstieg des Goldpreises nicht dazu führt, dass Goldproduzenten unmittelbar mehr verdienen.

    Desert Gold: Was macht der Vervielfacher von 2021 heute?

    Anders ist das bei kleineren Produzenten oder Entwicklungsgesellschaften. Diese werden zwar manchmal unterhalb des Radars gehandelt, profitieren von einschneidenden Veränderungen der Marktbedingungen aber deutlicher sobald die jeweiligen Aktien Fahrt aufgenommen haben. Ein solches Papier ist Desert Gold. Das Unternehmen hinter dem SMSZ-Projekt in Mali ist aktuell lediglich mit 12,6 Mio. EUR bewertet. Auf Sicht von sechs Monaten steht nach einem volatilen Kursverlauf eine Rendite von rund 30 % zu Buche. Was mit Werten wie Desert Gold allerdings möglich ist, zeigt ein Blick ins Jahr 2021: Damals stemmten sich die großen Volkswirtschaften mit Milliarden gegen die Pandemie – die Aktie von Desert Gold notierte damals wie heute um 0,05 EUR und kletterte binnen Wochen auf 0,19 EUR. Hintergrund war allein die Fantasie im Zuge der steigenden Goldpreise, die damals ein neues Allzeithoch notierten. Und heute? Notiert Gold deutlich höher als damals und wieder sorgen staatliche Investitionen für Kursfantasie. Unterschied ist nur, dass sich Desert Gold inzwischen mit Tiegba ein weiteres Projekt in Westafrika gesichert hat.

    Tiegba-Projekt steigert Diversifikationsgrad – sorgt Desert bald für Cashflows?

    Die Lagerstätte in der Elfenbeinküste biete Synergien bei der Exploration von SMSZ in Mali und verbessert die Länderdiversifikation. In einem Interview mit GBC Research betonte Desert CEO Jared Scharf, Tiegba in diesem Sommer mit einem Explorationsbudget von nur 300.000 entscheidend weiterentwickeln zu wollen. Um die Maßnahme zu finanzieren, sollen offene Optionsscheine bei 0,08 CAD ausgeübt werden – angesichts der aktuellen Bewertung eine faire Lösung für alle Beteiligten. Weiterhin strebt Desert Gold im zweiten Halbjahr eine vorläufige ökonomische Machbarkeitsstudie für eine Kleinmine in Mali an, die laut Scharf binnen weniger Monate fertiggestellt werden könnte.

    Würde Desert Gold zum Produzenten, würde das auch die Risikobewertung des Marktes verändern: Explorationsunternehmen sind auf regelmäßige Finanzierungen angewiesen. Würde Desert Gold Cashflows generieren, würde das das gesamte Geschäftsmodell robuster machen und könnte angesichts des wieder wachsenden Zuspruchs für Gold ein Argument für wieder steigende Kurse sein. Während Barrick Gold in Portfolios ein stabiler Tanker ist, aber kurz- und mittelfristig kaum von Veränderungen der Anlagestimmung rund um Gold profitiert, ist das bei Desert Gold anders. Einmal „wachgeküsst“ kann es hier schnell zu einer grundlegenden Neubewertung kommen. Die neue Strategie des Unternehmens unterstreicht, dass das Team um Jared Scharf viel vorhat.


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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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