29.10.2026 | 05:26
Audi investiert in den USA – 100 % der Zölle umgehen mit VW, Mercedes, Power Metallic und der Porsche AG
Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von Power Metallic Mines
USA statt Europa! Angesichts drohender Milliardenbelastungen beim Fahrzeugexport wählt die Volkswagen-Tochter Audi nun die Flucht nach vorn und kündigt den Bau eines eigenen, 4 Milliarden USD teuren SUV-Werks im US-Bundesstaat Georgia an. Das ist kein Einzelfall, denn die globale Automobilindustrie durchlebt eine fundamentale Krise, die durch wegbrechende Absatzzahlen im einstigen Vorzeigemarkt China und die protektionistische Zollpolitik der US-Regierung unter Donald Trump angefeuert wird. Diese strategische Milliardeninvestition sichert dem Premiumhersteller nicht nur massive lokale Steuererleichterungen, sondern dient vor allem als Schutzschild gegen Trumps Importzölle. Die Folgen für den gesamten Sektor sind weitreichend, da der Druck zur radikalen Lokalisierung der Produktion für europäische Autobauer massiv zunimmt. Während Konkurrenten wie BMW und Mercedes bereits seit Jahrzehnten in den USA fertigen, muss Audi diesen Rückstand nun unter hohem finanziellem Aufwand aufholen. Für den europäischen Heimatmarkt bedeutet diese Verlagerung der Wertschöpfung jedoch eine Verschärfung der Debatte um Fabrikschließungen und Stellenabbau. Gleichzeitig zwingt die Absatzschwäche in China, wo deutsche Marken zunehmend gegen lokale Elektroauto-Konkurrenten verlieren, zu schmerzhaften Strategiewechseln. Es lohnt sich, den Sektor genauer unter die Lupe zu nehmen!
Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: Power Metallic Mines Inc | CA73929R1055 , Volkswagen AG | DE0007664005 , Volkswagen AG | DE0007664039 , MERCEDES-BENZ GROUP AG | DE0007100000 , PORSCHE AG | DE000PAG9113
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
André Will-Laudien
Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.
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VW und Porsche – Die Tochter Audi zeigt Deutschland die kalte Schulter
Der Automotive-Sektor stottert! Denn die Aufteilung der Welt in isolierte Wirtschaftsregionen führt dazu, dass globale Plattformstrategien an Effizienz einbüßen. Jeder große Markt verlangt fortan eigene, extrem kapitalintensive Entwicklungs- und Produktionsstrukturen vor Ort. Kleinere Zulieferer geraten durch diesen erzwungenen geopolitischen Umbau ebenfalls unter immensen Anpassungsdruck. Am Ende reagiert die Branche mit einer massiven Flucht von Kapital in Richtung Nordamerika, um den Zugang zum profitablen US-Geschäft mit margenstarken SUVs zu retten. Damit manifestiert sich im Sektor endgültig das Ende der Ära, in der Autos zentral in Europa entwickelt und schlicht weltweit exportiert werden konnten. Mit dem Werksbau in den USA zeigt Audi Europa und speziell Deutschland die kalte Schulter. Zu teuer ist unser Standort geworden, wo soll das noch hinführen?
Die Porsche AG verzeichnete nach 9 Monaten einen weltweiten Absatzrückgang um 16 % auf 178.532 Fahrzeuge, was insbesondere auf das anhaltend schwierige Marktumfeld in China zurückzuführen ist. Trotz des gesunkenen Absatzes ging der Umsatz im dritten Quartal nur moderat um 7,5 % auf 8,05 Mrd. EUR zurück, da ein besserer Modellmix mit teureren Fahrzeugen den Rückgang teilweise abfederte. Das operative Ergebnis erholte sich im gleichen Zeitraum deutlich auf 387 Mio. EUR, nachdem im von hohen Sonderkosten belasteten Vorjahresquartal noch ein massiver Verlust von 966 Mio. EUR verkraftet werden musste. Getrieben durch einen starken Netto-Cashflow aus dem Verkauf von Anteilen an Bugatti Rimac blickt der Sportwagenbauer robust nach vorn und bestätigte offiziell seine Jahresprognose für das Gesamtjahr. Der Volkswagen-Konzern legt heute seine Zahlen für Q3 vor. Von den Experten werden 2,67 EUR Gewinn je Aktie im Konsens geschätzt, man kann nur hoffen, dass der Ausblick die Märkte überzeugt und die 65,90 EUR das aktuelle Jahrestief bleiben.
Mercedes-Benz – Schlechte Zahlen drücken den Kurs auf Jahrestief
Die Mercedes-Benz Group hat mit einer deutlichen Senkung ihrer Jahresprognose die Anleger tief enttäuscht und die Aktie auf ein neues Jahrestief von 38,89 EUR einbrechen lassen. Hauptverantwortlich für den herben Dämpfer ist ein drastischer Absatzeinbruch im immens wichtigen chinesischen Markt, wo die Verkäufe in Q3 um fast ein Drittel einbrachen. Besonders schmerzhaft trifft den Stuttgarter Premiumhersteller dabei die Schwäche im margenstarken Luxussegment rund um die S-Klasse und den Maybach. Zwar konnte das EBIT dank eines schwachen Vorjahresquartals rein rechnerisch auf 1,77 Mrd. EUR zulegen, doch die zugrundeliegende Ertragskraft im PKW-Geschäft bröckelt massiv. Für das Gesamtjahr rechnet das Management in der Kernsparte Mercedes-Benz Cars nun nur noch mit einer bereinigten Umsatzrendite von mageren zwei bis drei Prozent. Zusätzlich belastet wird die finanzielle Bilanz durch einen enttäuschend niedrigen Free Cashflow im Industriegeschäft sowie angekündigte Kostensteigerungen für das anstehende vierte Quartal. Angesichts dieser fundamentalen Probleme verlor das Papier seit Jahresbeginn mehr als ein Drittel seines Wertes und kämpft an der Börse nun auch noch mit charttechnischem Abwärtsdruck, nachdem wichtige Unterstützungs-Linien nach unten durchschlagen wurden. Ob weiterhin 6 % Dividende ausgeschüttet werden, darf unter den aktuellen Umständen angezweifelt werden.
Vom Top-Explorer zum Minenentwickler: Power Metallic nimmt die nächste Hürde
Das kanadische Explorationsunternehmen Power Metallic Mines sichert mit seinem NISK-Projekt in Québec den direkten Zugang zu hochgradigen Kupfer-, Nickel- und Platingruppenmetall-Vorkommen, die für den Bau von Batterien, Elektromotoren und Leistungselektronik unverzichtbar sind. Angesichts eines drohenden globalen Angebotsdefizits bei Kupfer ab 2027 bietet der Spezialist auch europäischen Autobauern wie Volkswagen und BMW eine mittelfristige Möglichkeit, ihre Abhängigkeit von sanktionierten oder ökologisch bedenklichen Rohstoffquellen zu verringern.
Zum allgemeinen Rohstoff-Dilemma gesellt sich der KI-Boom. Er hat einen gewaltigen Rohstoffhunger entfacht, denn ohne Kupfer bleiben Rechenzentren, Stromnetze und die Elektrifizierung der Industrie Zukunftsmusik. Wie stark der Druck auf die Versorgung wächst, verdeutlicht die Internationale Energieagentur (IEA) in ihrem Global Critical Minerals Outlook 2025: Selbst bei beschleunigtem Recycling und zusätzlichen Investitionen könnte sich die Kupferversorgung bis 2035 zu einem strukturellen Engpass entwickeln, weil neue Minen lange Vorlaufzeiten benötigen und bestehende Lagerstätten zunehmend niedrigere Erzgehalte aufweisen.
In diesem Spannungsfeld zeigt Power Metallic Mines bereits entscheidende Fortschritte. So gelang im September 2026 eine regelrechte Überraschung mit der ersten Ressourcenschätzung für die Lion-Zone, welche rund 4,75 Mio. Tonnen mit durchschnittlich knapp 3,9 % Kupferäquivalent umfasst und mehr als 85 % der Ressource als angezeigt klassifiziert sind. Bemerkenswert ist die Kombination aus hohen Metallgehalten und einer Mineralisierung, die an der Oberfläche beginnt und damit zumindest für Teile der Lagerstätte einen Tagebau als mögliche Entwicklungsoption eröffnet. Auch metallurgisch liefert Lion Argumente, die über spektakuläre Bohrkerne hinausgehen: Unabhängige Tests von SGS erzielten Kupferausbeuten von mehr als 98 % und produzierten ein Kupferkonzentrat mit über 25 % Kupfer, während auch die Gewinnung der wertvollen Begleitmetalle untersucht wurde.
IIF-Moderatorin Lyndsay Malchuk interviewte CEO Terry Lynch über die anstehenden Schritte zur PEA und den Ausblick auf 2027. Hier geht´s zum Video…
Damit rückt die zentrale Investorenfrage stärker in den Vordergrund, ob sich die geologische Qualität in ein tragfähiges Minenmodell übersetzen lässt. Für diese entscheidende Etappe hat Power Metallic das Ingenieurunternehmen BBA mit einer vorläufigen Wirtschaftlichkeitsstudie (PEA) beauftragt, deren Ergebnisse für das erste Halbjahr 2027 vorgesehen sind. Das Modell soll einen möglichen anfänglichen Tagebau mit anschließendem Untertagebetrieb bewerten und zugleich prüfen, wie sich das benachbarte Nisk-Vorkommen in eine gemeinsame Entwicklung integrieren lässt. Zusätzliche Fantasie liefern die jüngsten Tiefbohrungen: Ende September meldete das Unternehmen aus rund 800 Metern Tiefe einen Abschnitt von 5,70 Metern mit 14,00 % Kupferäquivalent, darunter 2,15 Meter mit 24,62 %, der noch nicht in der bisherigen Ressourcenschätzung berücksichtigt ist.
Die solide Kapitalaufnahme von 28,2 Mio. CAD im Juni und das Engagement des Rohstoffinvestors Eric Sprott verschaffen dem Unternehmen zwar finanziellen Spielraum, ersetzen jedoch nicht den späteren Kapitalbedarf für einen möglichen Minenbau. Um die zukünftigen Investitionen besser stemmen zu können, verfolgt das Management eine NASDAQ-Notierung, die den Zugang zum hochliquiden US-Markt sichert. Die Analystenkursziele von 2,70 CAD bei Hannam & Partners und 3,00 CAD bei GBC Research signalisieren erhebliches Aufwärtspotenzial, aktuell regiert in Kanada aber eine Gewinnmitnahmewelle gepaart mit dem alljährlichen Tax-Loss-Selling. Wer sich jetzt ein Herz nimmt, kauft im Korridor 0,86 bis 0,92 CAD äußerst günstig ein! CEO Terry Lynch scharrt sicherlich schon mit den Hufen!

Fazit
Wer im Markt für kritische Metalle langfristig punkten will, braucht mehr als eine gute Geschichte: Entscheidend sind Projekte mit geologischer Substanz und echtem Mehrjahrespotenzial. Power Metallic Mines bringt eine Liegenschaft mit, die genau dieses Entwicklungspotenzial in sich trägt. Für chancenorientierte Anleger sollte zudem ein möglicher Übernahmekandidat-Status fest im Blick bleiben. Bei Autoaktien hat der Markt die negative Stimmung bereits weitgehend eingepreist – daraus können sich wieder attraktive Einstiegschancen ergeben. Um die Schwankungen im Depot zu glätten, bleibt eine konsequente Streuung über Themen, Sektoren und Regionen der wichtigste Stabilitätsanker.
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