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08.06.2023 | 05:35

ChatGPT und KI-Revolution erreicht Rüstungs-Aktien: Palantir, Hensoldt, Star Navigation Systems

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Bildquelle: Hensoldt AG

Die Euphorie um ChatGPT und Künstliche Intelligenz (KI) elektrisiert derzeit Unternehmen und Börsianer. Chiphersteller Nvidia ist der Highflyer des laufenden Jahres. Doch auch im Verteidigungs- und Rüstungssektor spielen Hightech und KI eine zunehmende Rolle. Davon profitiert auch Palantir. Die Aktie ist in den vergangenen Wochen angesprungen, aber dennoch weit vom Allzeithoch entfernt. Das US-Militär hat beim Softwareunternehmen erneut zugeschlagen. Doch Analysten bremsen die Euphorie etwas. Hot-Stock Star Navigation könnte bald durchstarten. Und MDAX-Konzern Hensoldt hat sich an einem KI-Spezialisten beteiligt und arbeitet an neuen Verteidigungssystemen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: PALANTIR TECHNOLOGIES INC | US69608A1088 , HENSOLDT AG INH O.N. | DE000HAG0005 , STAR NAVIGATION SYS GRP | CA8551571034

Inhaltsverzeichnis:


    Star Navigation: Startet die Aktie jetzt durch?

    Kommen wir zunächst zum Hot-Stock: Star Navigation. Der kanadische Newcomer ist auf das Sammeln und die Analyse von Daten im Transportsektor (Schiffe, Flugzeuge, Nutzfahrzeuge) spezialisiert. Die Daten werden in Echtzeit analysiert und dabei kommt mehr und mehr auch KI zum Einsatz. Beispielsweise hilft die Echtzeit-Analyse von Star Navigation Fluggesellschaften, ihren Betrieb zu optimieren, indem sie verwertbare Einblicke in den Treibstoffverbrauch, die Triebwerksleistung und andere wichtige Messgrößen liefert. So können Sicherheit und Effizienz der Flotte erhöht werden. Dabei setzen die Kanadier derzeit bewusst auf junge Märkte in Süd-Ost-Asien, Afrika und den Mittleren Osten. Nachdem man sich im vergangenen Jahr auf die Entwicklung konzentriert hat, steht im laufenden Jahr der Vertrieb im Fokus. Und es gibt erste Erfolge.

    So hat Star Navigation eine weitreichende Absichtserklärung mit der Caverton Offshore Support Gruppe abgeschlossen. Caverton ist mit 650 Mitarbeitern und einer Flotte von 30 Hubschraubern und Flugzeugen einer der führenden Logistikdienster für die Öl- und Gasbranche in Westafrika. Zum einen sieht der LOI vor, dass Caverton die Komplettlösung von Star Navigation zum Flugmonitoring und der Sicherheitsüberwachung in der gesamten Hubschrauber- und Flugzeugflotte einsetzen wird. Außerdem soll Caverton künftig auch den Service der Star Navigation Systeme in Westafrika übernehmen. Caverton Manager Ibrahim Bello: „Unser Fokus lag schon immer darauf, ein effizientes, unerschütterliches Engagement für höchste Sicherheitsstandards in Bezug auf Zuverlässigkeit, Qualität und Kundenerfahrung zu bieten. Mit dem STAR-ISMS-Produkt konnte Caverton auf einzigartige Weise alle Erwartungen unserer Kunden übertreffen und bietet den Sektoren Wartung, Engineering, Offshore-Öl und -Gas sowie Militär/Verteidigung die Möglichkeit, die neuesten technologischen und verbesserten Entwicklungen im Luftfahrtsektor Afrikas zu nutzen." Innerhalb der kommenden Wochen soll die Zusammenarbeit konkretisiert werden. Spätestens dann sollte die bei derzeit bei 0,04 CAD notierende Aktie wieder Fahrt aufnehmen. Im April stand sie immerhin schon mal bei 0,09 CAD.

    Palantir: US-Militär schlägt erneut zu

    Wie schnell es nach oben gehen kann, wenn eine Aktie entdeckt oder – wie in diesem Fall – wiederentdeckt wird, zeigt Palantir Technologies. Nach guten Quartalszahlen konnte die Aktie die KI-Euphorie nutzen. Sie hat sich seit Anfang Mai rund verdoppelt. Grund für den jüngsten Kurssprung war ein Mehrjahresvertrag mit einem Volumen von bis zu 463 Mio. USD vom US-Militär. Mithilfe des Softwareunternehmens und KI werden künftig Petabytes an Daten analysiert, um Entscheidungsfindungen zu erleichtern.

    "Wir freuen uns darauf, dem Kunden dabei zu helfen, seinen Entscheidungsvorsprung auch in der nächsten Ära des Wettbewerbs zu bewahren, und sind sehr dankbar für die Möglichkeit, dieser wichtigen Gemeinschaft weiterhin zu dienen", sagte Akash Jain, Präsident von Palantir USG.

    Bei marketwatch.com werden die Analysten von William Blair zitiert, dass es sich „nur“ um einen Folgeauftrag handelt. Allerdings glauben die Experten, dass der Jahresumsatz aus dieser Zusammenarbeit immerhin von 65 Mio. USD auf mehr als 80 Mio. USD zulegen wird. Mit Blick auf den Jahresumsatz von Palantir von über 2 Mrd. USD sollte der Auftrag nicht überbewertet werden.

    Hensoldt: KI für Leistungsfähigkeit vieler Produkte entscheidend

    Mit Hensoldt gibt es auch in Deutschland ein Unternehmen mit einem starken Standbein in der Militärtechnik und KI-Fantasie. So hat Hensoldt im laufenden Jahr eine strategische Kooperation mit dem KI-Spezialisten 21strategies geschlossen. Ziel sei es, gemeinsam die Entwicklung von KI der nächsten Generation für Verteidigungssysteme voranzutreiben. Dazu hat sich Hensoldt im Rahmen einer Finanzierungsrunde auch an 21strategies beteiligt.

    KI sei für die Leistungsfähigkeit vieler Hensoldt-Produkte von entscheidender Bedeutung, teilte das MDAX-Unternehmen mit. Mit neuen KI-Ansätzen der sogenannten Dritten Welle, wie beispielsweise kognitiver KI, könnten Entscheidungen in Gefechtssituationen und die Reaktion auf unbekannte Bedrohungen entscheidend beschleunigt werden. Celia Pelaz, Vorstandsmitglied und Chief Strategy Officer bei Hensoldt: „Als Technologie-Unternehmen der Verteidigungsindustrie haben wir besondere Anforderungen an KI. Um hochkomplexe Verteidigungssysteme optimal zu befähigen, müssen wir Künstliche Intelligenz in ihrer gesamten Bandbreite beherrschen. Dazu entwickeln wir viele KI-Kompetenzen inhouse und ergänzen sie sehr gezielt durch die Zusammenarbeit mit spezialisierten Partnern wie 21strategies.“ Die Hensoldt-Aktie hat im laufenden Jahr gute 20 % auf fast 28 EUR zulegen können. Zuletzt hatte Warburg Research von 34 auf 36 EUR angehoben. Die Analysten empfehlen das Wertpapier zum Kauf.


    KI wird die Welt verändern. Wie schnell und ob der aktuelle Hype übertrieben ist, lässt sich schwer abschätzen. Palantir scheint endlich den profitablen Wachstumskurs gefunden zu haben. Allerdings stecken in der Marktkapitalisierung von 32 Mrd. USD weiterhin viel Wachstumsfantasie. Dagegen steht Star Navigation noch am Anfang. Kommen im laufenden Jahr weitere Aufträge rein, sollte ein deutlich höheres Kursniveau möglich sein. Hensoldt ist mit seinen Sensoren und weiteren Technologien gut positioniert.


    Interessenskonflikt

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    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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