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25.05.2021 | 05:10

Daimler, QMines, Freeport McMoran, Glencore, BMW – Das Gold der Energiewende

  • Energie
Bildquelle: pixabay.com

Nicht umsonst steht Kupfer aktuell auf einem 10-Jahreshoch. Zum einen stieg durch die sich erholende Wirtschaft in China und den USA die Nachfrage nach dem Metall enorm. Zum anderen ist Kupfer eines der wichtigsten Metalle bei der Energiewende. Der Bedarf für Solarmodule, Windräder oder Elektroautos überholte bereits im letzten Jahr das Angebot. Dabei stehen die neuen Technologien erst am Anfang eines neuen Zyklus. Die Kupferknappheit dürfte sich in den nächsten 10 Jahren drastisch erhöhen. Profitieren Sie vom neuen Gold.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
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Inhaltsverzeichnis:


    Langfristiger Superzyklus

    Hauptsache CO2-neutral, so soll sie sein, die Zukunft. Interessant wäre einmal zu erfahren, ob die Anhänger von „Fridays for Future“ überhaupt wissen, welcher Rohstoffe und Metalle es für die Errichtung einer neuen Erde bedarf und unter welchen Bedingungen diese gefördert werden. Fakt ist, dass etwa Lithium, Kobalt, Nickel, weitere seltene Erdmetalle in den nächsten Jahren kaum zu beschaffen sind. Zudem kommen die meisten Materialien aus China, das hier mit einem Produktionsanteil von rund 80% einmal mehr die Hand auf den Märkten hält. Durch den schwellenden Handelskrieg zwischen dem Reich der Mitte und den USA, sowie der stark gestiegenen Inlandsnachfrage, dürften Engpässe in nächster Zeit kaum ausbleiben. Aktuell sehen wir eine Knappheit an Chips für die Elektroautomobilindustrie, die bei den Automobilbauern wie Daimler oder BMW zu Kurzarbeit und Produktionsstopps führen.

    Kupfer gefragter denn je

    Zwar zählt Kupfer nicht zu den „China-abhängigen Metallen“, bei der Knappheit durch die enorm gestiegene Nachfrage ist das Metall durch seine hervorragende elektrische Leitfähigkeit, der guten Verarbeitbarkeit und der Langlebigkeit jedoch mit an vorderster Stelle. Bereits 2019 fehlten am Markt 383.000 Tonnen. 2020 stieg das Angebotsdefizit sogar auf 559.000 Tonnen, den höchsten Wert seit mehr als einer Dekade.

    Kein Wunder, schließlich benötigt man für ein neuartiges Elektroauto rund viermal mehr Kupfer als für die Produktion eines Wagens mit Verbrennungsmotor. Weltweit befinden sich die größten Kupfervorkommen in Chile. Die dortigen Reserven an dem Buntmetall beliefen sich im Jahr 2019 auf insgesamt 20 Millionen Tonnen. Dahinter folgen mit weitem Abstand Australien und Peru. Wer sich am Superzyklus beteiligen will, sollte sich die größten Kupferproduzenten der Welt näher betrachten.

    Auf Platz eins liegt das nicht börsennotierte Unternehmen Codelco. Der chilenische Marktführer produzierte in 2020 rund 1,73 Mio. Tonnen Kupfer und baute seinen globalen Spitzenplatz weiter aus. Dahinter folgt mit 1,4 Mio. Tonnen das Schweizer Unternehmen Glencore vor dem amerikanischen Rohstoffriesen Freeport-McMoRan mit 1,17 Mio. Tonnen und der BHP Group, einem australisch-britischen Konglomerat, das die größte Kupfermine Escondida in Chile unterhält.

    Zweite Reihe im Kommen

    Insgesamt ist zu beobachten, dass die weltweite Produktion aktuell von etwa 10 größeren und weiteren 20 kleineren Minen erledigt wird. Neue Kupferprojekte sind im Augenblick dagegen rar. Neben aussichtsreichen Kandidaten aus der zweiten Reihe wie Kodiak Copper oder Nevada Copper, sticht dabei das australische Unternehmen QMines heraus, das sich neben der Exploration von Gold auf die Erschließung von Kupfervorkommen fokussiert hat. An insgesamt vier Projekten im fortgeschrittenen Erschließungsstadium hält der in der Provinz Queensland ansässige Explorer die alleinigen Rechte. Die 983 qm große Liegenschaft besitzt eine hervorragende Infrastruktur und liegt nahe der Häfen Gladstone und Brisbane.

    Dabei ist Mt. Chalmers als im Moment wichtigstes Projekt hervorzuheben, in dem eine historische Mine liegt, die bereits zwischen 1898 und 1982 betrieben wurde. Während dieser Zeit wurden dort rund 1,6 Mio. Tonnen Erz abgebaut. Erste Schätzungen sehen heute noch eine abgeleitete Ressource von 3,9 Mio. Tonnen bei Gehalten von 1,15% Kupfer, 0,81 g/t Gold und 8,4 g/t Silber. Die Börsennotierung des Unternehmens erfolgte erst vor wenigen Wochen an der ASX in Sydney. Durch die starke Nachfrage europäischer Investoren ist der Titel nun auch in Frankfurt handelbar.

    Aktie setzt zum Kurssprung an

    Für ein Kursfeuerwerk sorgte in der vergangenen Woche die Meldung über herausragende Bohrergebnisse im Kupferprojekt Mt. Chalmers, die weit über dem Schnitt der Bergbauindustrie liegen. In insgesamt 11 Bohrlöchern wurden Testbohrungen über 1.587 m durchgeführt. Dabei wurden Höchstwerte von 13,4 % Kupfer, 6,1 g Gold/Tonne und 31g Silber/Tonne festgestellt. Nun sollen weitere 3000 m gebohrt werden. Durch die erfreulichen Bohrergebnisse dürften die offiziellen Ressourcenschätzungen nach oben angepasst werden.

    Das Ziel des Managements von QMines ist es nun, seine Ressourcenbasis zu erweitern, die Projekte in der Region zusammenzulegen und entsprechende Vermarktungsmöglichkeiten zu sondieren. Durch die Meldung schoss die Aktie in der vergangenen Woche von 0,17 EUR auf aktuell 0,27 EUR nach oben. Das Projekt um Mt. Chalmers in jedem Fall interessant, auch in Hinblick auf weiter steigende Kupferpreise.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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