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29.03.2021 | 05:10

First Majestic, Silver Viper, Barrick Gold: Warum Silber heller glänzt

  • Silber
Bildquelle: pixabay.com

Gold und Silber entwickelten sich in der Vergangenheit unterschiedlich, mal war Gold in der Anlegergunst weiter vorne, mal Silber. Während der vergangenen Edelmetallhausse stand Silber ganz klar im Schatten von Gold. Doch dieses Mal sieht es danach aus, als würde Silber vom Markt zumindest auf Augenhöhe gesehen werden. Warum? Silber ist nicht nur Edel- sondern auch Industriemetall. Vor allem die Autoindustrie braucht Silber. Je grüner die Autos sind, desto mehr Silber steckt auch drin. Grund genug, sich mit Unternehmen aus der Branche auseinanderzusetzen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: CA8283341029 , CA32076V1031 , CA0679011084

Inhaltsverzeichnis:


    First Majestic Silver: Kleine Produzenten sind nicht ohne Risiko

    WKN: A0LHKJ ISIN: CA32076V1031 Symbol: FMV
    Einer der wenigen reinen Silber-Plays ist die Aktie von First Majestic Silver. Dass es 2020 richtig war, alles auf Silber zu setzen, zeigt die Entwicklung der Aktie, die im vergangenen Jahr eine Rendite von fast 200% aufs Parkett legte. Das Unternehmen betreibt drei Silber-Projekte in Mexiko und ist mit etwas mehr als 3 Mrd. EUR bewertet. Für einen mittelgroßen Produzenten ist das bereits ordentlich. Doch dank der vollen Entwicklungs-Pipeline, versprüht die Aktie auch noch ein wenig Fantasie. Trotzdem stellt sich die Frage, wie viel Potenzial First Majestic Silver ausgehend vom aktuellen Niveau noch hat.

    Kleine und mittlere Produzenten kämpfen oft mit den Kosten oder erfahren Unwägbarkeiten durch Umwelteinflüsse oder Unfälle. So viel scheint sicher: Bricht ein Projekt von dreien aufgrund eines Zwischenfalls weg, dürfte das deutliche Folgen haben. Produzenten werden vom Markt immer wieder an ihrem Ausstoß und den Kosten gemessen. Aus diesem Grund ist es gerade für kleinere Unternehmen mit nur einer Hand voll Projekten immer schwer, positiv zu überraschen. Dass First Majestic ein guter Wert ist, um von einer Silber-Hausse zu profitieren, liegt auf der Hand. Der Status als kleiner Produzent ist aber nicht ohne. Risiken schlummern an jeder Ecke.

    Silver Viper vor entscheidenden Wochen

    WKN: A2DYLN ISIN: CA8283341029 Symbol: S06
    Von Natur aus riskant ist die Aktie von Silver Viper. Der Entwickler von Silber-Projekten muss erst noch unter Beweis stellen, dass die Liegenschaften ökonomisch ausgebeutet werden können. Gelingt das nicht, sind die Grundstücke und auch die Arbeit kleiner Unternehmen fast wertlos. Das klingt zwar ernüchternd, doch entsteht beim Blick auf die Bewertung trotzdem ein attraktives Chance-Risiko-Verhältnis. Aktuell ist die Aktie von Silver Viper mit gerade einmal 34 Mio. EUR bewertet. Dafür bekommen Anleger Zugriff auf das zu 100% im Besitz des Unternehmens befindliche Projekt La Virginia. Für einen weiteren Claim besitzt Silver Viper ein Vorkaufsrecht. Mitte März meldete das Unternehmen auf einer Länge von ungefähr 20 Metern einen durchschnittlichen Gehalt von 88 g/t Silber und 2,43 g/t Gold.

    Das Besondere an der Liegenschaft ist, dass der vorige Eigentümer Pan American Silver das Projekt bereits exploriert hat und Silver Viper von den geleisteten Vorarbeiten profitieren kann. Silver Viper fokussiert sich trotzdem auf eine neue Zone, wenige Kilometer entfernt. Auf dieser Ruby-Zone, von der zuletzt Ergebnisse vermeldet wurden, will das Unternehmen weiter ins Detail gehen. Innerhalb der kommenden Wochen soll eine Ressourcenschätzung ersten Aufschluss darüber geben, wohin die Reise für das Projekt geht. Angesichts der geringen Marktkapitalisierung und dem Entwicklungsstadium, das Raum für positive Überraschungen bietet, ist die Aktie von Silver Viper nicht uninteressant. Die Aktie ist eine Art Optionsschein auf Silber- und auch Goldpreise. Anleger können sich das zu Nutze machen und bereits mit einem geringen Kapitaleinsatz einen Fuß in die Tür stellen.

    Barrick Gold: Dieser Gigant ist einfach nur langweilig

    WKN: 870450 ISIN: CA0679011084 Symbol: ABR
    Dass es Sinn macht, mehrere Eisen im Feuer zu haben, zeigt aktuell Barrick Gold. Das Unternehmen generiert rund 95% seiner Umsätze aus Gold und den Rest aus Kupfer. Die Aktie legte nach dem Kurs-Crash im letzten Jahr zwar deutlich zu, zeigt seitdem aber Schwäche. Zwischendurch überlegte man bei Barrick Gold sogar, Kupfer-Projekte zu erwerben, um an der Börse wieder mehr Fahrt aufzunehmen. Stattdessen entschied man sich für eine Sonderdividende – die aber am Markt verpuffte. Das Unternehmen ist zwar anders als etwa First Majestic sehr breit aufgestellt und kann die typischen Risiken für Produzenten, wie etwa Erdrutsche, Streiks oder eingestürzte Stollen besser wegstecken, als andere Unternehmen, ist aber zu träge, um im aktuellen Umfeld Aktionäre zu begeistern.

    Sollte Gold bald wieder steigen, wird auch die Aktie von Barrick Gold anziehen. Die Dynamik dürfte sich aber in Grenzen halten. Besser scheinen Anleger dagegen mit Silber-Werten aufgestellt zu sein. Die Eigenschaften als Edel- und Industriemetall entsprechen dem Zeitgeist und liegen im Trend. Smallcaps aus der Branche bieten bei den momentanen Bewertungen zudem ein attraktives Chance-Risiko-Verhältnis.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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    • Edelmetalle
    • Ressourcen
    • Produktion
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    • Silber
    • Verfahren
    • Mexiko
    • historische Vorkommen

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