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23.10.2025 | 06:10

KI-Geheimtipp NetraMark Holdings vor Kursfeuerwerk, Teamviewer-Crash, Aufsichtsrat bei Novo Nordisk schmeißt hin! Was tun?

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Bildquelle: pixabay.com

Künstliche Intelligenz (KI) gilt als Schlüsseltechnologie mit enormem Potenzial - quer durch alle Branchen hinweg. Besonders in der Biotechnologie und der Pharmaindustrie eröffnet der KI-Einsatz neue Möglichkeiten: von der schnelleren Identifikation potenzieller Wirkstoffe über die präzisere Diagnostik bis hin zur Automatisierung komplexer Laborprozesse. Unternehmen, die KI gezielt einsetzen, erlangen Wettbewerbsvorteile in einem hochkompetitiven Umfeld. Nach einer breit angelegten Hausse lohnt auch der Blick in die zweite Reihe.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: NETRAMARK HOLDINGS INC | CA64119M1059 , TEAMVIEWER AG INH O.N. | DE000A2YN900 , NOVO-NORDISK NAM.B DK-_20 | DK0060534915

Inhaltsverzeichnis:


    NetraMark Holdings – KI-Play noch unter dem Radar von Investoren!

    Schon bald könnte die jüngste Kurskorrektur der letzten Wochen zu Ende sein. Die Kanadier verfügen über eine proprietäre KI-Plattform namens NetraAI. Damit werden hochkomplexe Datensätze aus laufenden oder abgeschlossenen Studien ausgewertet, was viele Vorteile mit sich bringt. Die Kosten für die Kunden aus der Pharma- und Biotechbranche sowie die Risiken eines Scheiterns reduzieren sich drastisch. Solch ein innovativer Ansatz spricht gerade in einem Umfeld, in dem sowohl Innovationen als auch Kostendruck eine entscheidende Rolle spielen, für Erfolg.
    Zahlreiche Partner setzen auf die Technologie von NetraMark Holdings u. a. weil Studien gezielter designt und damit Fehlschläge vermieden werden können. Jüngst starteten die Kanadier die Zusammenarbeit mit der Mayo Clinic, einem führenden US-Medizinzentrum in der Glioblastomforschung. Glioblastome zählen zu den aggressivsten Hirntumoren und mehr als 90 % der klinischen Studien scheitern hier. NetraAI will präzisere Subgruppen identifizieren, um neue Biomarker und Therapieansätze zu entwickeln - dies wäre ein phänomenaler Durchbruch.
    Das Potenzial ist enorm: Der adressierbare Markt für klinische Studienunterstützung wird auf 47 Mrd. USD geschätzt. Die Analysten von Zacks Small-Cap Research trauen der Aktie ein Upside von über 50 % zu und formulieren ein Kursziel von 2,25 CAD. Aktuell notieren die Anteilscheine bei rund 1,40 CAD, womit die Marktkapitalisierung bei knapp 120 Mio. CAD liegt.
    Neben dem Direktvertrieb sprechen viele zielführende und exklusive Partnerschaften für einen kommerziellen Erfolg. So arbeiten die Kanadier mit dem Auftragsforschungsinstitut Worldwide Clinical Trials zusammen, welches etliche klinische Studien operativ betreut. Die breite Anwendbarkeit der Technologie lässt sich an weiteren Partnern wie Asklepion Pharmaceuticals (Phase-3-Studie in der Pädiatrie), Pentara (Qualitätssicherungstools) und Algo Therapeutix (Prognose, wie gut ein Patient auf ein bestimmtes Schmerzmittel reagieren wird) ablesen. Auch von regulatorischer Seite gab es zuletzt positive Signale: Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat NetraMark einen Termin für ein sogenanntes Critical Path Innovation Meeting eingeräumt.

    Teamviewer – Allzeittief!

    Die jüngst veröffentlichten Zahlen für das dritte Quartal wurden zur Nebensache. Der Spezialist für Fernwartungssoftware schockte die Marktteilnehmer mit einer deutlichen Senkung der Prognosen für das laufende und das kommende Jahr. In Aussicht gestellte Kostensenkungen, mit denen die negativen Entwicklungen abgefedert werden sollen und der Ausblick, dass mittelfristig wieder ein anschauliches Wachstum generiert werde, interessierten Anleger indes nicht.
    Wo drückt der Schuh? Anleger reagierten sehr verschnupft darauf, dass das erst Anfang des Jahres übernommene Software-Unternehmen 1E deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb. 1E macht den überwiegenden Teil seiner Geschäfte in den USA. Hier lief es schlechter als geplant, da sich Großkunden und Behörden zurückhaltend zeigten. Der Teamviewer-Umsatz wird 2025 somit am unteren Ende der Analystenprognosen von 778 bis 797 Mio. EUR liegen.
    Wurden für 2026 bislang Erlöse von 850 bis 870 Mio. EUR in Aussicht gestellt, sind es jetzt nur 790 bis 825 Mio. EUR. Wenig verwunderlich brach die Aktie um 20 % ein und notierte zeitweise auf einem neuen historischen Tiefstand von 6,41 EUR, womit die Gesellschaft 1,1 Mrd. EUR wert ist.

    Novo Nordisk – Aufsichtsrat schmeißt hin!

    Es ist ein schwieriges Jahr für die Aktionäre des dänischen Pharmariesen. Seit Januar hat sich der Kurs fast halbiert, Prognosesenkungen und ein schwieriges Marktumfeld sind als Gründe auszumachen. Zuletzt verunsicherten Aussagen des US-Präsidenten zum Preis für Präparate zur Gewichtsreduktion.
    Novo Nordisk ist hier einer der führenden Player im Markt, welcher laut Expertenschätzungen 2030 ein jährliches Volumen von über 100 Mrd. USD aufweisen soll. Aber das ist Zukunftsmusik. Realität ist, dass sich angesichts zahlreicher Herausforderungen intern anscheinend ein unüberbrückbarer Strategiestreit manifestiert hat. Der Aufsichtsratsvorsitzende und sechs weitere Vertreter des Gremiums nehmen auf der kommenden außerordentlichen Hauptversammlung am 14. November ihren Hut. Das sollten Anleger nicht nur als Randnotiz abhaken.

    Fazit

    KI ist eine bahnbrechende Schlüsseltechnologie. Vernachlässigte Werte aus der zweiten Reihe wie NetraMark Holdings können jederzeit durchstarten. Der innovative Ansatz, Partnerschaften und die breite Kommerzialisierung sprechen für die Gesellschaft. Aber KI ist kein Allheilmittel. Wie man bei Teamviewer und Novo Nordisk sieht, sind strategische Fehlentscheidungen kombiniert mit einem schwierigen Marktumfeld der Ausgangspunkt für Kursverluste.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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