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30.01.2026 | 04:30

Krieg vor der Tür, der kalte Winter und ungelöste Energie-Fragen! Char Technologies hat die Antworten

  • Energiewende
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  • Brennstoffe
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Bildquelle: pixabay.com

Neben allen geopolitischen Unwägbarkeiten läuft an den Kapitalmärkten die größte und mächtigste Rohstoff-Rally aller Zeiten. Das verteuert die Inputkosten für die Industrie, die eh schon hartnäckige Inflation wird somit abermals angefacht. Dass Zölle, Lohnsteigerungen und die hohen Ressourcenpreise auf das Ladenregal durchschlagen, impliziert auch deutlich höhere Zinsen für die nächste Zeit. Investoren sollten an Alternativen denken und insbesondere bei hoch bewerteten Aktien enge Stop-Loss-Limite einziehen. Mit Blick auf offene Energiefragen gibt es jedoch innovative Lösungen, die man sogar an der Börse erwerben kann. Der CleanTech-Spezialist CHAR-Technologies kann mit einem interessanten Geschäftsmodell aufwarten, das in allen Wetterlagen Sinn macht. Ein genauer Blick eröffnet gute mittelfristige Aussichten.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: CHAR Technologies Ltd. | CA15957L1040

Inhaltsverzeichnis:


    CHAR Technologies - Industrielle Dekarbonisierung auf dem Plan

    CHAR Technologies verfolgt ein klar strukturiertes Geschäftsmodell, das auf Technologien zur Dekarbonisierung entlang realer Einsatzmittel basiert. Mithilfe der firmeneigenen Hochtemperatur-Pyrolyse werden nicht vermarktbare Holzreste und organische Abfälle in zwei werthaltige Produkte überführt. So kann der erzeugte Biokohlenstoff die fossile Kohle in emissionsintensiven Industrien ersetzen, während das entstehende Synthesegas energetisch weiterverwertet wird. Diese duale Erlöslogik erhöht die Wirtschaftlichkeit pro Anlage und stabilisiert Cashflows über verschiedene Energie- und Versorgungsmärkte hinweg. Entscheidend ist die modulare und replizierbare Anlagenarchitektur, die nicht auf Einzelprojekte, sondern auf eine skalierbare Pipeline ausgelegt ist. Damit positioniert sich das Unternehmen weniger als Anlagenbauer, sondern als langfristiger Projektentwickler im Cleantech-Sektor.

    Thorold - Kommerzielle Referenz und operative Bewährungsprobe

    Die Anlage in Thorold markiert den Übergang von der Technologieentwicklung zur kommerziellen Umsetzung. Mit der laufenden Inbetriebnahme wird erstmals gezeigt, dass die Hochtemperatur-Pyrolyse unter industriellen Bedingungen stabil betrieben werden kann. Die geplante Kapazität von rund 5.000 Tonnen Biokohlenstoff pro Jahr dient als operative Referenz für zukünftige Projekte. Thorold ist bewusst als erster, überschaubarer Schritt gewählt, um Prozesse, Logistik und Produktqualität zu validieren. Die strukturierte Hochfahrphase reduziert operative Risiken und schafft belastbare Leistungsdaten in allen Betriebsformen. Damit erfüllt das Projekt eine zentrale Funktion als Fundament für größere Folgeinvestitionen.

    Espanola: Skalierung mit Ankerkapital und reduziertem Risiko

    Das Projekt Espanola stellt den nächsten Entwicklungsschritt dar, CHAR Tech betritt hier eine Ebene von industriellem Maßstab. Mit einer geplanten Jahreskapazität von 50.000 Tonnen Biokohlenstoff ist die Anlage rund zehnmal so groß wie Thorold und belegt die Skalierbarkeit der innovativen Technologie. Besonders relevant ist die finanzielle Zusage von 10 Mio. CAD durch den strategischen Partner BMI Group, die als Ankerkapital die Finanzierungssicherheit deutlich erhöht. Zusätzlich senkt die Nutzung eines bestehenden Zellstoffstandorts in Nord-Ontario die Entwicklungs- und Genehmigungsrisiken erheblich. Der gesicherte Zugang zu regionalen Forstresten rundet ein Standortkonzept ab, das bewusst auf Risikominimierung ausgelegt ist.

    IIF-Moderatorin Lyndsay Malchuk im Gespräch mit CEO Andrew White über die Vorhaben in 2026.

    https://youtu.be/NM6RiILMS-k?si=w8rN1wpgE_-6stTG

    Veröffentlichung der Finanzdaten für das Jahr 2025

    Im Geschäftsjahr 2025 hat CHAR Technologies operativ und finanziell einen klaren Wendepunkt erreicht. Die vertiefte Partnerschaft mit der BMI Group ist dabei von zentraler Bedeutung: Neben 2 Mio. CAD auf Unternehmensebene und 8 Mio. CAD für Thorold folgte nach dem Bilanzstichtag eine weitere Zusage über 10 Mio. CAD für das Projekt Espanola. Gleichzeitig wurde in Thorold erstmals kommerzieller Biokohlenstoff produziert, womit der Übergang von der Entwicklungs- in die Erlösphase vollzogen wurde. Der erfolgreiche Einsatz der Hochtemperatur-Pyrolyse zur PFAS-Zerstörung in Baltimore zeigt zudem, dass die Technologie über das Kerngeschäft hinaus skalierbar ist und zusätzliche regulatorische Märkte adressieren kann.

    Finanziell zeigt sich eine klare Bilanzverbesserung: Die Verbindlichkeiten wurden stark reduziert, während das Eigenkapital signifikant anstieg. Trotz geringerer Umsätze verbesserte sich der Bruttogewinn, was auf steigende operative Durchdringung hindeutet. Der Gewinn aus der Einlage in ein Joint Venture verdeutlicht den Wertbeitrag erfolgreicher Projektentwicklung. Der geplante Nettoverlust im Zuge der anhaltenden Aufbauphase konnte im Jahresvergleich deutlich verringert werden. Insgesamt bestätigen die Kennzahlen, dass CHAR Technologies planmäßig entlang seines Skalierungsfahrplans voranschreitet und operative Risiken zunehmend in umsetzbare Wertschöpfung überführt.

    „Mit der Veröffentlichung der Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2025 sind wir sehr stolz auf die Fortschritte, die wir in diesem Jahr erzielt haben“, sagte Andrew White, CEO von CHAR Technologies.

    Fazit: Vom Einzelprojekt zur skalierbaren Projektpipeline

    CHAR Technologies zeigt zunehmend, dass das Unternehmen entlang eines klar definierten Entwicklungsfahrplans operiert. Im näheren Umfeld gibt es derzeit nur sehr wenige Konkurrenten, die eine ähnliche technologische Durchdringung bieten können. Die aktuellen Projekte bauen aufeinander auf. Somit ist Espanola kein isoliertes Wachstumsprojekt, sondern die logische Fortsetzung nach Thorold und damit ein Beleg für Pipeline-Fortschritt. Die Kombination aus industrieller Skalierung, wiederkehrendem Sponsor und belastbarer Standortlogik stärkt den Proof-of-Concept. Gleichzeitig adressiert das Unternehmen mehrere strukturelle Wachstumsmärkte mit regulatorischem Rückenwind. Betrachtet man den Zeitstrahl der Entwicklungen, dann befindet sich die Gesellschaft gerade an einem wichtigen Wendepunkt im Kommerzialisierungs-Prozess. Spannend!

    Nach einem längeren Seitwärtstrend zeigt sich der Chart von CHAR eher auf der Oberseite. Das technische Setup und steigende Umsätze indizieren einen möglichen Ausbruch der Range. Quelle: LSEG vom 29.01.2026

    Hohe Volatilität im Energie- und Rohstoff-Sektor ist die neue Normalität an den Märkten. Die Perspektiven für Energie-Dienstleister oder GreenTech-Produzenten bessern sich in diesem Umfeld aber fast täglich. Denn teure, fossile Rohstoffe müssen alla long durch moderne Technologien ersetzt werden. CHAR Technologies kann zeigen, dass schnelle Fortschritte möglich sind. Die Aktie ist mit einer Marktbewertung von 38 Mio. CAD immer noch sehr günstig.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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