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12.03.2026 | 04:00

Sektor-Rotation spricht für BioTech und LifeSciences! BASF, MustGrow, Novo Nordisk und BioNTech auf der Startrampe

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  • LifeScience
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Bildquelle: pixabay.com

Überraschungen sind derzeit breit gestreut. Der ehemalige Landwirtschaftsminister Cem Özdemir wird nun den Landtag in Baden-Württemberg anführen. Die Grünen holten in einem Sturmlauf über 30 % der Stimmen, damit rücken Themen wie Umweltschutz, Soziales und aus Herrn Özdemirs Ministerzeit auch die Agrar-Industrie wieder ins Rampenlicht. Ausgehend vom Mittelpunkt Mensch und mit Fokus auf gesunde Ernährung heißt das für die etablierten Agrarkonzerne, biologische und nachhaltige Verfahren mit landwirtschaftlichen Konzepten in Einklang zu bringen. In diesem Umfeld positioniert sich MustGrow Biologics als strategischer Technologieanbieter, dessen Errungenschaften bereits von führenden Marktteilnehmern validiert wurden. Ein erweiterter Sektor-Blick erfasst auch die LifeScience-Industrie mit den Protagonisten BASF, Novo Nordisk und BioNTech. Eine spannende Mischung.

Lesezeit: ca. 6 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: MUSTGROW BIOLOGICS CORP. | CA62822A1030 , NOVO NORDISK A/S | DK0062498333 , BASF SE NA O.N. | DE000BASF111 , BIONTECH SE SPON. ADRS 1 | US09075V1026

Inhaltsverzeichnis:


    BASF - Life Sciences als Wachstumstreiber im Portfolio

    Der DAX-Riese BASF positioniert sich mit seinen Life-Science-Aktivitäten als breit diversifizierter Partner für globale Megatrends in Ernährung, Gesundheit und nachhaltiger Landwirtschaft. Über die Segmente Nutrition & Care und Agricultural Solutions adressiert der Konzern strukturelles Wachstum in Märkten, welche weitgehend unabhängig von konjunkturellen Zyklen verlaufen und von demografischem Wandel sowie steigendem Wohlstand getragen werden. Im Bereich Nutrition & Health bietet BASF ein breites Portfolio an Vitaminen, Carotinoiden, Sterolen, Enzymen, Emulgatoren und Omega‑3‑Fettsäuren und besetzt damit zentrale Schnittstellen der menschlichen und tierischen Ernährung. Ergänzend liefert das Unternehmen Aroma- und Geschmacksstoffe sowie pharmazeutische Wirk- und Hilfsstoffe und stärkt so seine Position als integrierter Lösungsanbieter für die Gesundheits- und Ernährungsindustrie. Auf der landwirtschaftlichen Seite verbindet BASF moderne Pflanzenschutzlösungen mit Pflanzen-Biotechnologie und digitalem Farming, um Erträge zu steigern, Ressourcen effizienter zu nutzen und regulatorische Anforderungen an Nachhaltigkeit zu erfüllen. Im Bereich Plant Science entwickelt der Konzern gentechnisch optimierte Nutzpflanzen mit höherem Ertrag, verbessertem Nährstoffgehalt und besserer Eignung als nachwachsende Rohstoffe und schafft damit zusätzliche Wertschöpfungspotenziale entlang der Agrar- und Bioökonomie. In den letzten Jahren wuchs dieser Sektor konstant – was man von der Chemiesparte nur bedingt sagen kann.

    Aus Investorensicht schaffen die Life-Science-Aktivitäten mit ihrem hohen Anteil wiederkehrender Umsätze, attraktiven Margen und strukturellem Wachstum eine qualitativ hochwertige Ergebnisbasis, die die klassische Chemie-Zyklik deutlich abfedert. Trotz solider Aufstellung haben BASF-Aktionäre in den letzten 12 Monaten ganze 11 % verloren, in einem Markt, der von Index-Höchstständen geprägt war. Ein kleiner Trost: Nach der Hauptversammlung am 30. April kommen 1,82 EUR zur Ausschüttung. Die 12-Monatskursziele auf der Plattform LSEG bewegen sich um die 50 EUR-Marke.

    Senf statt Chemie: Wie MustGrow die Landwirtschaft nachhaltiger machen will

    Der globale Agrarsektor steht vor einem tiefgreifenden Wandel, denn die wachsende Weltbevölkerung benötigt mehr Lebensmittel. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Nachhaltigkeit, gesunde Böden und den Verzicht auf chemische Rückstände. Immer mehr synthetische Wirkstoffe geraten unter regulatorischen Druck, während Landwirte weiterhin hohe und stabile Erträge erzielen müssen. Genau in diesem Spannungsfeld entstehen neue Märkte für biologische und regenerative Agrarlösungen, welche klassische Chemieprodukte ersetzen oder ergänzen können.
    Ein noch kleines Unternehmen, das sich auf diese Entwicklung spezialisiert hat, ist MustGrow Biologics. Der innovative Agrar-Spezialist aus Kanada nutzt natürliche Wirkstoffe aus Senfsaat, um biologische Lösungen für Pflanzenschutz und Bodenverbesserung zu entwickeln. Pfiffig werden die charakteristischen Schärfen von Senf, Wasabi oder Meerrettich integriert, denn sie basieren auf natürlichen Abwehrmolekülen der Pflanzen. MustGrow isoliert und konzentriert diese wertvollen Stoffe für seine landwirtschaftlichen Anwendungen. Nach einigen Jahren Forschung entstand daraus eine patentgeschützte Technologieplattform, die sowohl zur Bekämpfung von Bodenschädlingen als auch zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit eingesetzt werden kann.

    Ein zentrales Produkt ist der Biofertilitäts-Booster TerraSante™, der in mehreren US-Bundesstaaten bereits zugelassen und auch für den ökologischen Landbau zertifiziert ist. Das Produkt stimuliert die mikrobielle Aktivität, verbessert das Wurzelwachstum und macht Pflanzen widerstandsfähiger gegen Stressfaktoren. Eine brillante Idee, denn z. B. einmal bei Obstbauern platziert, eröffnet sich in hochwertigen Obst- und Gemüsekulturen ein attraktiver Markt für wiederkehrende Umsätze. Parallel entwickelt MustGrow mit TerraMG eine biologische Lösung zur Bekämpfung von Krankheiten im Boden und Schädlingen, die in Feldversuchen teilweise sehr hohe Wirksamkeit zeigte. Strategisch kombiniert das Unternehmen zwei Geschäftsmodelle: Einerseits vertreibt es Produkte direkt über die eigene Vertriebseinheit NexusBioAg in Nordamerika und erschließt so den Markt bei Landwirten und Vertriebspartnern. Andererseits setzt MustGrow auf ein kapitalleichtes Lizenzmodell mit großen Agrarkonzernen. Besonders wichtig ist dabei die exklusive Vereinbarung mit Bayer Crop Science für die Vermarktung der Biokontroll-Technologie in Europa, Afrika und dem Nahen Osten. Ein globaler Partner übernimmt dabei einen Großteil der kostenintensiven Zulassungsprozesse und bringt gleichzeitig ein internationales Vertriebsnetz ein. Das spart Geld und erhöht die Schlagkraft!

    Operativ befindet sich das Unternehmen derzeit im Übergang von der Forschung hin zur breiteren Kommerzialisierung. Erste Umsätze wurden bereits in Kanada und den USA erzielt, während die Nachfrage zeitweise sogar höher war als die Produktionskapazität. Ein schneller Erfolg, dem die operativen Strukturen noch folgen müssen. Gleichzeitig adressiert MustGrow mit seinen Technologien den Milliardenmarkt für Dünger und Pflanzenschutz, der dank einer wachsenden Patentbasis eine gute Eintrittsbarriere gegenüber möglichen Nachahmern schafft.

    Für Investoren ist besonders interessant, dass das Geschäftsmodell skalierbar ist und mit vergleichsweise geringem Kapitaleinsatz international ausgerollt werden kann. Nach einer 2 Mio. CAD-Finanzierung bei 0,50 CAD sind nun rund 62,9 Mio. Aktien ausstehend. Das bringt die Bewertung auf knapp 35 Mio. CAD – ein sehr niedriger Wert für den aktuellen technologischen Hintergrund und die weiteren Wachstumsoptionen in der Unkrautbekämpfung, Schädlinge, Lagerkartoffeln oder sogar in Bereichen außerhalb der klassischen Landwirtschaft. Zusatz-Phantasie: Für große Crop-Science-Konzerne wie Bayer wäre MustGrow ein Klacks für die Bilanz, aber strategisch wertvoll!

    COO Colin Bletsky erklärte auf dem 18. International Investment Forum worum es geht. Hier geht´s zur Präsentation.

    https://youtu.be/XFGCBf1w8mg

    Novo Nordisk und BioNTech – Holprige Charts schüren den Unmut der Investoren

    Nach über 60 % Kurskorrektur hoffen Investoren in der Novo Nordisk-Aktie nun schon sehr lange auf eine Verbesserung des Umfelds für die innovativen Produkte vor allem im Bereich Adipositas. Analysten sehen derzeit aber mehrere strukturelle Herausforderungen. Erstens hat das Unternehmen mit einem überraschend schwachen Ausblick für 2026 enttäuscht, denn hier wird ein Rückgang von Umsatz und operativem Gewinn um etwa 5 % bis 13 % erwartet, was die Wachstumsstory der vergangenen Jahre infrage stellt. Zweitens geraten die Margen zunehmend unter Druck, da Novo Nordisk in wichtigen Märkten, insbesondere in den USA, die Preise für seine GLP-1-Medikamente senken muss, um gegenüber Konkurrenten wie Eli Lilly wettbewerbsfähig zu bleiben. Zusätzlich belasten Patentabläufe in einigen internationalen Märkten sowie teilweise enttäuschende Studiendaten bei neuen Pipeline-Produkten das Vertrauen der Analysten in die langfristige Innovationspipeline. 9 von 30 Analysten auf der Plattform LSEG bleiben dennoch positiv und errechnen im Schnitt ein Kursziel von immerhin 328 DKK – bei einem Kurs von 245 DKK immerhin 33 % Rendite-Potenzial.

    Auch der Mainzer BioNTech-Konzern scheint in eine schwierigere Phase zu geraten. Denn der angekündigte Rückzug der Gründer Uğur Şahin und Özlem Türeci aus der operativen Führung von BioNTech markiert einen strategischen Wendepunkt für das Unternehmen. Während BioNTech sich zunehmend zu einem kommerziellen Biopharma-Unternehmen mit Fokus auf späte klinische Programme entwickelt, wollen die Gründer künftig wieder stärker an wissenschaftlichen Durchbrüchen arbeiten und planen dafür ein neues Unternehmen für mRNA-Therapien der nächsten Generation aufzubauen. Die Nachricht löste mit minus 22 % in der Aktie kurzfristig erhebliche Marktreaktionen aus, da Investoren den möglichen Verlust der wissenschaftlichen Visionäre und eine potenzielle Führungslücke fürchten. BioNTech ist jetzt nahe an seiner Cash-Bewertung, d.h. alle laufenden Projekte werden mit Null angesetzt. Ob es hier noch drunter geht, fraglich…

    Der 6-Monatschart zeigt noch Schwächen bei Novo Nordisk und BioNTech. Während BASF aktuell konsolidiert, zeigt der zarte Aufwärtstrend bei MustGrow zumindest in die richtige Richtung. Quelle: LSEG vom 11.03.2026

    Der Live-Science-Sektor ist noch von etwas Skepsis geprägt, kann aber jüngst erste Lebenszeichen aussenden. Schlüsselaktien wie BASF und Novo Nordisk dürften in 2026 das Ruder endlich herumreißen können, bei BioNTech steht womöglich eine Umstrukturierung an. Aussichtsreich bewegt sich Crop-Science-Innovator MustGrow Biologics mit seiner patentgeschützten Senf-Technologie ins Rampenlicht. Hier sind schnelle Bewertungsaufschläge möglich.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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