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26.03.2026 | 04:30

Iran-Konflikt erhöht die Margen für diese Aktien! BASF, Lahontan Gold, E.ON und Lanxess im Fokus

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Bildquelle: Pixabay

Brent-Öl bei 100 USD – das ist eine Ansage! Mit der Bombardierung der wichtigen LNG-Gasförderanlage in Katar wurden 17 % der Jahresproduktion auf 3 bis 5 Jahre aus dem Markt genommen. Das führte in nur 12 Stunden zur Verdoppelung der Gaspreise rund um den Globus und schickte auch den Öl-Preis gen Norden. Schlimmer noch: Derzeit ist die Straße von Hormus gesperrt und weder Öl- noch Gastanker können ihre Fahrt auf See überhaupt beginnen. Für die auslaufende Wintersaison in Europa ist das Problem nicht überdimensional, aber die Befüllung der Gasspeicher über den Sommer dürfte sich schwierig gestalten. In diesem Umfeld profitiert seit Mitte der Woche wieder Gold mit Plus 5 % auf 4.550 USD, im Krisentief waren auch mal 4.150 USD an der Kurstafel abzulesen. Wie geht es ausgewählten Gold-Unternehmen und den großen Gasverbrauchern wie BASF und Lanxess in diesen Stunden? Wie steht es mit E.ON? Hier ein paar Ideen.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: LAHONTAN GOLD CORP | CA50732M1014 | TSXV: LG , OTCQB: LGCXF , E.ON SE NA O.N. | DE000ENAG999 , BASF SE NA O.N. | DE000BASF111 , LANXESS AG | DE0005470405

Inhaltsverzeichnis:


    Lahontan Gold - Produktionsperspektive bis Ende des Jahrzehnts in Nevada

    Das hätte sich CEO Kimberly Ann wahrscheinlich nicht mal träumen lassen: Über 700 % Kursentwicklung in nur einem Jahr! Wir sprechen von Lahontan Gold aus Nevada. Das Unternehmen entwickelt das historische Santa-Fe-Projekt in Nevada, mitten in einer der produktivsten Goldregionen weltweit mit über 225 Mio. Unzen historischer Förderung. Santa Fe umfasst 28,3 km², mit historischer Produktion von 359.000 Unzen Gold und 702.000 Unzen Silber von 1988 bis 1995. Die Liegenschaft verfügt über gute Infrastruktur, inklusive Wasserrechten und eigener Stromversorgung. Die aktuelle Ressource beläuft sich auf ca. 1,9 Mio. Unzen Goldäquivalent in allen Kategorien. Ein bevorstehendes Update könnte zusätzliches Material offenlegen. Das Satellitenprojekt West Santa Fe liefert mit 36,6 m bei 3,11 g/t Goldäquivalent ab Oberfläche eine flache, oxidierte Mineralisierung, die kostengünstigen Tagebau erlaubt.

    Aktuell umfasst die Exploration über 700 genehmigte Bohrlöcher, eine zweite RC-Bohranlage wird die Schlagzahl erhöhen. Mit der Kapitalmaßnahme von bis zu 13,9 Mio. CAD zu 0,41 CAD je Einheit und halbem Warrant bei 0,60 CAD sichert sich das Unternehmen weiterhin eine hohe finanzielle Flexibilität. Die Marktkapitalisierung liegt bei ca. 404 Mio. ausgegebenen Aktien rund 145 Mio. CAD, was im Verhältnis zur Ressource attraktiv erscheint. Jüngst getätigte Verstärkungen im Management und eine klare Fokussierung auf Genehmigungen und Ressourcenerweiterungen unterstreichen den Übergang vom Explorer zum Projektentwickler. Bei planmäßigen Fortschritten könnte Santa Fe gegen Ende des Jahrzehnts wieder produzieren, womit Lahontan ein klassisches Entwicklungsprofil mit Potenzial für Übernahme oder Eigenproduktion im US-Goldsektor bietet. Gestern bot die Aktie mit 0,36 bis 0,37 CAD eine leichte, niedrigere Basis für Neueinsteiger. Sehr aussichtsreich!

    IIF-Moderatorin Lyndsay Malchuck geht den Fakten in Nevada auf den Grund und interviewt CEO und Gründerin Kimberly Ann.

    https://youtu.be/pRq4WtH82Rc

    BASF und Lanxess – Rohstoffströme werden zur entscheidenden Komponente

    Viele Kriege schaffen ein negatives Umfeld für Industrie und Wachstum. Die Geschäftsmodelle von BASF und Lanxess sind strukturell stark energie- und rohstoffintensiv, wobei Erdgas sowohl als Energiequelle als auch als chemischer Rohstoff dient. Die europäische Chemieindustrie gilt seit langem als besonders gasabhängig, da Gas direkt in Produktionsprozesse eingeht und Preisschwankungen unmittelbar auf die Kostenstruktur durchschlagen. Eine direkte physische Importabhängigkeit speziell vom Nahen Osten ist vergleichsweise gering, da die Unternehmen bereits nach der letzten Gaskrise diversifizierte Gas- und Rohstoffquellen nutzen. Die operative Abhängigkeit ist deshalb eher preis- und logistikgetrieben als volumengetrieben.

    Als Showstopper könnte sich dennoch die Blockade der Straße von Hormus herausstellen, denn sie gilt als systemischer Risikofaktor für die gesamte Branche. Der Grund: Global relevante Rohstoffströme laufen systematisch durch diese Meerenge und sind Bestandteil der weltweiten Lieferketten. Für BASF bedeutet dies vor allem Margendruck und Preisanpassungen, im Extremfall aber auch Produktionsstillstände. Das Unternehmen hat bereits Preiserhöhungen von bis zu rund 30 % für bestimmte Produktlinien umgesetzt, um gestiegene Energie- und Logistikkosten weiterzugeben. Lanxess reagiert ähnlich, allerdings mit höherer Ergebnisvolatilität, da das Portfolio weniger integriert und stärker zyklisch ist.

    In einem Szenario dauerhaft hoher Energiepreise bleibt daher die Ertragslage beider Unternehmen strukturell anfällig, wobei Lanxess kurzfristig das höhere Risiko trägt. Wegen einer positiven Studie von J.P. Morgan konnte Lanxess seit Anfang der Woche von 11 EUR auf über 16 EUR zulegen und bewegt sich damit sehr nahe in den Zielbereich der Experten auf der Plattform LSEG mit 12-Monatserwartung bei 18,15 EUR. BASF hat mit Kursen über 50 EUR bereits alle Aufwertungs-Spielräume der Analysten ausgenutzt, glänzt aber nach wie vor mit 4,6 % Dividende.

    E.ON – Analysten sehen eine rosige Zukunft

    Der Strom-Dienstleister E.ON kann von dem Umfeld derzeit profitieren. Denn das Unternehmen verdient sein Geld im Kern damit, dass man Strom- und Gasverteilnetze besitzt, betreibt und dafür regulierte Netzentgelte erhält, was für relativ stabile, gut planbare Cashflows sorgt. Daneben verkauft E.ON Energie Strom, Gas und Wärme an Privatkunden, Gewerbe und Industrie. Das liefert gute Margen im Vertriebsgeschäft, die durch Effizienzprogramme immer mehr erhöht werden. Ein dritter Baustein sind energienahe Dienstleistungen im Bereich Energieinfrastruktur und Speicher, sowie Effizienz- und Dekarbonisierungs-Lösungen ergänzt durch hochprofitable E-Mobilitätsangebote. Strategisch setzt E.ON dabei auf den Ausbau der Verteilnetze, Digitalisierung und nachhaltige Kundenlösungen, um von der Energiewende und Elektrifizierung in Europa langfristig zu profitieren.

    Nachdem die Aktie seit gut 12 Monaten im Aufwärtstrend liegt, haben nun auch Analysten den Empfehlungspfad eingeschlagen. So hat Goldman Sachs mit einem „Buy“ von 20,50 auf 23,00 EUR angehoben, die britische Bank Barclays sieht hingegen nur 19 EUR und empfiehlt eine Gleichgewichtung. Insgesamt zeigen 11 von 23 Analysten mit dem Daumen nach oben. Die Börse fällt beim aktuellen Konsens-Kursziel von knapp 19 EUR offensichtlich gerade eine wichtige Entscheidung: Denn Dividendenpolitik, Schuldenabbau, mögliche Aktienrückkäufe und Disziplin bei M&A bestimmen, ob E.ON eher als defensiver Dividendenwert oder als moderates Wachstumsvehikel mit steigender Basisrendite wahrgenommen wird. In der offensiven Ausprägung wäre nach 50 % Kursanstieg seit April 2025 sogar noch mehr drin. Die Aktie hat jüngst von 20,40 auf 18,80 EUR korrigiert. Die Hauptversammlung findet am 23. April statt. Hoch interessant!

    Die Aktie von Lahontan Gold konnte sich in den letzten 3 Monaten noch einmal glatt auf 0,45 CAD verdoppeln, nachdem sie seit Anfang 2025 bereits 500 % Rendite erzielte. Aktuell läuft eine kleine Konsolidierung bis auf 0,36 CAD. Das schafft neue Einstiegs-Levels. Quelle: LSEG vom 25.03.2026

    Keine leichte Aufgabe in diesen Zeiten: Im täglichen Nachrichten-Sturm müssen Investoren die schrecklichen Ereignisse ausblenden, wenn sie einen rendite-orientierten Blick auf ihr Portfolio behalten wollen. In unserer Auswahl befinden sich Unternehmen, die in unterschiedlichem Maße auf die Krisen reagieren. Wer neben den Standardwerten BASF, Lanxess und E.ON auch eine Lahontan Gold beimischte, hat in den letzten 12 Monaten eine grüne Bilanz vorzeigen können.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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    Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von MustGrow Biologics Corp.

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